Contributing to Discourse


Ausarbeitung, 2001

9 Seiten


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Gliederung

Einleitung

1. Richtung des Diskurs

2. Beiträge zum Diskurs
2.1 Arten von Beiträgen
2.2 Präsentation und Annahme
2.3 Hinweise des Verstehens
2.4 Hinweise für Verständnisschwierigkeiten
2.5 Muster von Beiträgen

3. Abwechselnde Beiträge
3.1 Relevante Bedingungen für Beiträge
3.2 Beitragsbäume
3.3 Neben - Sequenzen

4. Beiträge während eines Gesprächs

5. Beiträge mittels Teilsätzen

6. Zusammenfassung
6.1 Formen von Beiträgen
6.2 Formate von Beiträgen

Einleitung

Diskursbegriff

Diskurse sind inhaltlich und formal strukturierte Ensembles von sinnstiftenden Einheiten, die in einem spezifischen Set von Praktiken produziert werden. Strukturierte Verknüpfungen von Deuten / Handeln.

Sie verleihen physikalisch - materiellen, sozialen Phänomen Bedeutung und konstituieren dadurch gesellschaftliche Realität.

Grundbedingungen für den Diskurs

- Beim Beisteuern zu einer Unterhaltung ist mehr notwendig als den richtigen Satz zur richtigen Zeit zu sagen.

- Die einzelne Einheit des Gesprächs wird als Beitrag bezeichnet.

- Der Diskurs als Prozess von abwechselnden Äußerungen.

- Diskurse mit dem Ziel soziale Prozesse zu übermitteln.

- Das hinzufügen zum common ground erfolgt in geordneter Weise

- damit gründet jede Äußerung auf gegenseitigem Glauben, bei der der Empfänger verstanden hat was der Sprecher meinte, beabsichtigte.

- dies ist erreicht durch gemeinsame Handlungen von den Beitragenden.

Beiträge eines Gesprächs

Sind mehr als Sequenzen von Äußerungen

- Sind hoch koordinierte Handlungen, während deren Verlauf der Sprecher sich vergewissern muss das der Zuhörer aufmerksam ist und ihn versteht.

- Der Zuhörer wiederum läst den Sprecher wissen wenn er erfolgreich verstanden wurde.

- Dies fordert ein gemeinsames agieren das von beiden geleistet werden muss.

1. Richtung von Gesprächen

Gemeinsame Annahmen von Diskursmodellen:

Common ground

eine bestimmte Menge an individuellem Rüstzeug, Informationen, Vorrausetzungen werden mit eingebracht.

Der Sprecher setzt bestimmte gleiche, ähnliche Vorrausetzungen beim Hörer voraus. Verändert sich während des Konversationsprozesses dadurch das Bedingungen geschaffen werden, Informationen hinzukommen.

Accumulation

die Beteiligten wissen über ihre Beiträge und dieses Wissen wird Teil des common ground. Übereinkünfte, mangelnde Vorraussetzungen, Überbrückungen werden hinzugefügt.

Unilateral action

Der Sprecher begründet seine Äußerung darauf das er verstanden wird. Gefahr: Missverständnisse, falsche Annahmen

2. Beiträge zum Diskurs

Mindestens zwei Vorraussetzungen:

- Der Beitragende spezifiziert den Inhalt und der Andere versucht zu verstehen = hinzufügen von Annahmen.
- Grounding Kriterien

die Gesprächspartner nehmen gegenseitige Verständigung in ausreichendem Maße für die aktuellen Ziele, Absichten an. Beide zusammen ergeben einen Beitrag.

2.1 Arten von Beiträgen

Individuelle

Autonome Handlungen ohne Koordination mit jemanden.

Kollektive

Koordination und mitwirken des Anderen ist nötig.

Beiträge der Teilnehmenden sind gemeinsam erstellte Handlungen:

- Äußerung des Themas von A
- die Antwort von B gibt Hinweise auf das Verständnis
- Missverständnisse erfordern eine Klärung, wenn diese erreicht wurde kann der Konversationsprozess weiter gehen.

Ziel ist es die grounding Kriterien zu erreichen.

Dabei sind Reparationen notwendig aber nicht zureichend.

2.2 Präsentation und Annahme

Der Prozess von Beiträgen zu einem Diskurs teilt sich in zwei Phasen.

Präsentationsphase

A macht eine Äußerung zu B und macht die Annahme das B Verständnishinweise gibt.

Annahme / Akzeptanzphase

B akzeptiert die Äußerungen von A und gibt Hinweise das er A versteht. B macht die Annahme das A seine Hinweise bemerkt.

Wenn der Prozess erfolgreich verläuft erreichen beide den common ground.

Präsentation ist das Kreieren in Echtzeit von Wörtern, Sätzen, Strukturen die der Partner identifizieren kann wie sie der Sprecher beabsichtigte.

2.3 Hinweise für das Verstehen

Wird initiiert von B.

Hauptmerkmale von Verstehenshinweisen

- Andauernde Aufmerksamkeit, aufmerksames Verhalten, Augenkontakt, nicken
- Initiierung von weiteren relevanten Beiträgen
- Bestätigungen nicken, „klar“, „ja“
- Demonstrationen wörtliche Wiedergabe, paraphrasieren
- Vorführen, wörtliches anzeigen von Teilen aus A Präsentation

2.4 Verständigungsschwierigkeiten

Die Verständigung ist abhängig von der Einschätzung des Partners und dessen Verstehen.

Die Beteiligten streben danach mit der minimal behilflichsten Leistung, Äußerung ihre Beiträge zu gestalten.

Dies führt zu Selbstreparaturen von Beiträgen, da diese weniger Leistung (Aufwand) benötigen als Reparaturen, Korrekturen die durch andere initiiert werden.

2.5 Muster von Beiträgen

Für eine erfolgreiche Konversation sind erkennbare Präsentations- und Annahmephasen nötig.

Beide Phasen sind abhängig von ihren Bestandteilen und Anforderungen.

Die Phasen haben eine hierarchische Struktur und beziehen sich wechselseitig aufeinander ( = recursive process).

3. Abwechselnde Beiträge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1 Relevante Bedingungen für Beiträge

Dargestellt in Beitragsbäumen:

1.) Beitrag C Präsentationsphase Pr Annahmephase Ac
2.) Jede Äußerung gehört zur Präsentation von Beiträgen
3.) Die meisten Beiträge werden durch den Partner vervollständigt und dieser initiiert den nächsten Beitrag mit expliziter Behauptung des Verstehens ( = follow ups ). Verstehen wird erkennbar durch eine

3.3 Nebensequenzen

Wenn einer der Gesprächspartner den ersten Teil des Beitrags nicht akzeptiert, initiiert er eine „Reparatursequenz“. Diese wird als Nebensequenz bezeichnet und kann sich mehrmals hin und her wenden, solange bis die Akzeptanzphase vollständig ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Beiträge während eines Gesprächs

Bestätigungen

Fortsetzer:

„ja“, „klar“, „hm hm“, Gesten, nicken, lächeln

sind für den Sprecher Signale zum weiterfahren

Einschätzer

„Gott !“, „wirklich“, „oh“

der Zuhörer drückt seine Einschätzung kurz über das gesagte aus.

5. Beiträge aus Teilsätzen

Manche Beiträge bestehen nur aus einzelnen Worten und Teilsätzen.

Meistens dann verwendet wenn der Sprecher nur eine Teilinformation benötigt, sich unsicher ist oder eine Einzelheit zum Verständnis braucht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6. Zusammenfassung

Einheiten eines Diskurses werden als Beiträge bezeichnet

6.1 Formen von Beiträgen

- Präsentationsphase
- Akzeptanz- Annahmephase
- Missverständnisse
- Linguistische Handlungen mit Äußerungen wie: „ja“, „oh“, „klar“ und anhebender Intonation bei Fragen

6.2 Formate von Beiträgen

- Teilbeiträge Wörter, ganze Sätze, ausgedehnte Beschreibungen.
- Der Prozess der kann nicht festgelegt werden, da subjektive Merkmale der Person, der Situation zufällig miteinfließen.
- Erfolgreiche Kommunikation hängt von der Koordination der Beteiligten ab.

Literatur: Contributing to Discourse

Herbert H. Clark, Edward F. Schaefer

Cognitive Science 13, 259 - 294 (1989)

9 von 9 Seiten

Details

Titel
Contributing to Discourse
Veranstaltung
Seminar: Common Ground
Autor
Jahr
2001
Seiten
9
Katalognummer
V100419
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dies ist nur eine grobe Ausarbeitung meines Referates, was lediglich einen Überblick geben soll !
Schlagworte
Contributing, Discourse, Seminar, Common, Ground
Arbeit zitieren
Dunja Richter (Autor), 2001, Contributing to Discourse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100419

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