Die vorliegende Arbeit legt den Fokus auf die Generation Y der Landesbehörde. Ziel der Seminararbeit ist es, die theoretischen Grundlagen der Arbeitszufriedenheit zu erarbeiten und anschließend die Auswirkungen des Home-Office auf die Arbeitszufriedenheit zu untersuchen.
Die Arbeitszufriedenheit ist das womöglich am intensivsten erforschte Konzept der Arbeits- und Organisationspsychologie. 11000 Forschungen sind bis zum Jahr 2000 durchgeführt worden, die das Thema der Arbeitszufriedenheit untersucht haben. Die Arbeitszufriedenheit wurde anfangs aufgrund der Hypothese der Human-Relations-Bewegung, dass Mitarbeiter, die zufrieden sind mehr leisten können, untersucht. Arbeitszufriedenheit wird demnach als motivationale Größe, als Ursache vom Verhalten verstanden. Eine weitere Studie mit 1000 Arbeitnehmern wurde in Deutschland von dem Unternehmen Avantgarde Experts durchgeführt. Hierbei kam raus, dass 72 Prozent der Befragten relativ zufrieden mit ihren Arbeitssituation sind. Die Zufriedenheit zeigt auch, im Vergleich zu den Vorjahren, eine steigende Kurve nach oben an. Die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten war vor der Corona Pandemie sehr gering verbreitet gewesen. Aufgrund des Ausbruches der Covid-19-Pandemie in Deutschland wurde im ersten Halbjahr 2020 verstärkt das Arbeiten im Home-Office eingeführt. Dabei hat sich der Anteil der Beschäftigten im Home-Office im Zuge der Covid-19-Pandemie enorm erhöht. 55% der Mitarbeiter der Landesbehörden arbeiteten mehrheitlichen vom heimischen Arbeitsplatz aus. Die geschilderte Sachlage wirft die Frage auf, ob das Home-Office einen positiven Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Struktur der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Arbeitszufriedenheit
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
2.3 Home-Office
2.4 Limitation der Generation Y
2.5 Landesbehörde
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Qualitative Sozialforschung
3.2 Untersuchungsdesign und Vorgehen
3.3 Datenauswertung mittels Qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring
4. Auswertung der Ergebnisse
4.1 Zusammenarbeit
4.2 Arbeitsleistung
4.3 Hindernisse
4.4 Arbeitsausstattung
4.5 Flexibilität
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Einfluss des Home-Office auf die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern der Generation Y innerhalb einer Landesbehörde, wobei theoretische Grundlagen der Arbeitszufriedenheit mit empirischen Erkenntnissen verknüpft werden.
- Theoretische Fundierung der Arbeitszufriedenheit (Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg)
- Analyse der spezifischen Arbeitsbedingungen im Home-Office in der öffentlichen Verwaltung
- Durchführung einer qualitativen Interviewstudie zur Erhebung von Zufriedenheitsfaktoren
- Einflussfaktoren wie Arbeitsleistung, technisches Equipment und Zusammenarbeit
Auszug aus dem Buch
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg
Die Zwei-Faktoren Theorie hat sich als besonders wichtig für die Arbeitszufriedenheit erwiesen. Herzberg hat 1959 in der „Pittsburgh-Studie“ untersucht, welche Anreize in der Organisation wirken und was ihre Kompetenzen sind. Herzberg befragte hierbei 230 Ingenieure und Buchhalter einer Firma mit der Methode der kritischen Ereignisse zu ihrer Arbeitssituation bezüglich angenehmer und unangenehmer Situationen. Die Probanden schilderten demnach Situationen, in denen sie sehr zufrieden oder sehr unzufrieden waren. Herzberg zeigte, dass angenehme und unangenehme Erlebnisse unterschiedliche Faktoren bedingen und nahm demnach eine Einteilung in zwei Kategorienklassen vor: die Motivatoren und die Hygienefaktoren. Die Motivatoren (auch Kontentfaktoren) betreffen ausschließlich die Zufriedenheit der Beschäftigten. Diese Erlebnisse werden innerhalb der Arbeit angesprochen und sind somit intrinsisch.
Zu den Motivatoren gehören: Leistung (Erfolgserlebnisse mit Selbstbestätigung), Arbeitsinhalte, Anerkennung, Beförderung, Wachstum und Verantwortung.
Die Hygienefaktoren (auch Kontextfaktoren) beeinflussen lediglich die Arbeitsunzufriedenheit. Die Hygienefaktoren liegen außerhalb der Arbeit und verhalten sich gegenüber dem Arbeitsumfeld extrinsisch. Zu den Hygienefaktoren gehören: Einfluss auf das Privatleben, Fachliche Überwachung, Unternehmenspolitik und-verwaltung, Status, Lohn, Arbeitsbedingungen, Beziehung zu Kollegen, Vorgesetzten und Untergebenen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Arbeitszufriedenheit ein und erläutert die Relevanz des Home-Office in Landesbehörden für die Generation Y.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte wie die Arbeitszufriedenheit und die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg sowie der Kontext des Home-Office und der Generation Y definiert.
3. Methodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt das qualitative Forschungsdesign sowie die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring zur Auswertung der Interviews.
4. Auswertung der Ergebnisse: Die zentralen Aspekte wie Zusammenarbeit, Leistung, Hindernisse, Ausstattung und Flexibilität werden anhand der geführten Interviews analysiert.
5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die empirischen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Auswirkungen des Home-Office auf die Arbeitszufriedenheit unter Berücksichtigung der Studiengrenzen.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Home-Office, Landesbehörde, Generation Y, Herzberg, Zwei-Faktoren-Theorie, qualitative Forschung, Inhaltsanalyse, Mayring, Arbeitsleistung, Telearbeit, Arbeitsbedingungen, Mitarbeiterbefragung, Verwaltung, Motivation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Home-Office auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten der Generation Y innerhalb einer Landesbehörde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen sind Arbeitszufriedenheit, die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg, die spezifischen Rahmenbedingungen im Home-Office und die Bedürfnisse der Generation Y.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Grundlagen zu erarbeiten, welche Auswirkungen die Tätigkeit im Home-Office auf die Arbeitszufriedenheit der betroffenen Beamten hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird ein qualitatives Vorgehen gewählt, basierend auf leitfadengestützten Interviews, die nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung und die anschließende empirische Auswertung der Interviews zu verschiedenen Kategorien wie Zusammenarbeit, Leistung und Ausstattung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Arbeitszufriedenheit, Home-Office, Generation Y, Landesbehörde und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Welche Bedeutung hat die Ausstattung für die Arbeitszufriedenheit in dieser Studie?
Die Studie zeigt, dass eine mangelhafte technische Ausstattung, etwa fehlende Bürostühle oder Zweitbildschirme, als belastend empfunden wird und die Zufriedenheit mindern kann.
Wie bewerten die befragten Beamten ihre Leistung im Home-Office?
Beide Probanden berichten, dass sie im Home-Office effektiver arbeiten und eine höhere Konzentration erreichen als im Büro, da dort weniger Unterbrechungen durch Kollegen stattfinden.
Welchen Einfluss hat das Steuergeheimnis auf die Arbeit?
Das Steuergeheimnis stellt eine notwendige gesetzliche Hürde dar, die die Arbeitsweise im Home-Office einschränkt und eine hohe Aufmerksamkeit bezüglich der häuslichen Umgebung erfordert.
- Arbeit zitieren
- Marvin Imlauer (Autor:in), 2021, Arbeitszufriedenheit im Home-Office in der Landesbehörde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004734