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Grunderwerbsteuer bei Anteilsübertragungen

Title: Grunderwerbsteuer bei Anteilsübertragungen

Term Paper , 2020 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Grunenberg (Author)

Law - Tax / Fiscal Law
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Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Grunderwerbsteuer bei Anteilsübertragungen. Zunächst wird allgemein ein Überblick über die Grunderwerbsteuer und die Bemessungsgrundlage gegeben. Im nächsten Schritt werden die Formen der verschiedenen Anteilsübergänge gemäß § 1 Absatz 2a, 3 und 3a GrEStG anhand von praxisnahen Beispielen erläutert. Danach werden die wichtigsten Steuerbefreiungen in diesem Zusammenhang beschrieben und am Ende im Fazit kurz zusammengefasst.

Steuereinnahmen sind die größten und wichtigsten Einnahmequellen der öffentlichen Hand in Deutschland. Dazu gehört auch die Grunderwerbsteuer. Sie macht jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Steuereinnahmen aus. Im Jahr 2019 lag die Höhe der Einnahmen der Kommunen durch die Grunderwerbsteuer bei einem Wert von 15.788.621€. Das macht ungefähr zwei Prozent von den Gesamteinnahmen durch Steuern in Höhe von 799.308.178€ aus. Bei Unternehmensverkäufen mit Grundstücksvermögen ist die Grunderwerbsteuer eine allerdings nicht zu vernachlässigende Größe.

Die Grunderwerbsteuer hat ihren Ursprung im alten Ägypten und römischen Reich und wurde als Besitzwechselabgabe angewandt. Es wurden bis zum vierten Jahrhundert nach Christus gewöhnlich fünf Prozent als Besitzwechselabgabe einbehalten. Im Mittelalter fand die Steuer jedoch selten Anwendung und war den Menschen fremd. Im 14. Jahrhundert wurde sie in Form der heutigen Erbschaftsteuer in Schweden bekannt und von dort aus in die europäischen Staaten eingeführt. Aus dieser Art von Steuer entwickelte sich die heutige Grunderwerbsteuer.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines

2.1. Die Grunderwerbsteuer

2.2. Bemessungsgrundlage

3.1. Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 2a GrEStG

3.2. Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 3 GrEStG

3.2.1. Beispiel § 1 Absatz 3 Nummer 1 GrEStG:

3.2.2. Beispiel § 1 Absatz 3 Nummer 2 GrEStG:

3.2.3. Beispiel § 1 Absatz 3 Nummer 3 GrEStG:

3.2.4. Beispiel § 1 Absatz 3 Nummer 4 GrEStG:

3.3. Steuerbare Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 3a GrEStG

4. Steuerbefreiungen bei Anteilsübertragungen

4.1. Übergang auf eine Gesamthand

4.2. Übergang von einer Gesamthand

4.3. Anwendung der Befreiungen in den Fällen des § 1 Absatz 2a GrEStG

4.4. Anwendung der Befreiungen in den Fällen des § 1 Absatz 3 GrEStG

4.5. Anwendung der Befreiungen in den Fällen des §1 Absatz 3a GrEStG

4.6. Steuerbefreiungen bei Umstrukturierung im Konzern

5. Fazit

5.1. Ausblick…

5.2. Zusammenfassung…

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit untersucht die grunderwerbsteuerlichen Konsequenzen bei Anteilsübertragungen an Gesellschaften mit inländischem Grundbesitz. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der verschiedenen Tatbestände des § 1 GrEStG sowie der Anwendung entsprechender Steuerbefreiungen im Kontext komplexer Unternehmensstrukturen.

  • Grundlagen der Grunderwerbsteuer und Bemessungsgrundlage
  • Steuerpflicht bei Anteilsvereinigungen (§ 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG)
  • Analyse von Fallbeispielen zur Steuerbarkeit
  • Steuerbefreiungen bei Übertragungen auf und von Gesamthandsgemeinschaften
  • Auswirkungen von Konzernumstrukturierungen auf die Grunderwerbsteuer

Auszug aus dem Buch

3.1. Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 2a GrEStG

Grundsätzlich liegt ein grunderwerbsteuerrechtlicher relevanter Vorrang nur bei einem Rechtsgeschäft mit Anspruch auf Übereignung eines inländischen Grundstückes im Sinne des § 1 Absatz 1 Nummer 1 GrEStG vor. Durch die Veränderung einer Beteiligungsquote oder den Wechsel eines Gesellschafters wird die gesamthänderische Zurechnung des Grundstückes im Betriebsvermögen nicht berührt. Die unmittelbare oder mittelbare Änderung des Gesellschafterbestandes von Anteilen an einer Personengesellschaft zu denen im Betriebsvermögen inländische Grundstücke gehören, kann jedoch gemäß § 1 Absatz 2a GrEStG Gewerbesteuer auslösen.

Eine Personengesellschaft ist der privatrechtliche Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, welche die Verwirklichung eines gemeinsamen Zwecks verfolgen wie beispielsweise eine GbR, OHG, KG oder GmbH & Co. KG. Der Anteil an einer Personengesellschaft beschreibt den wertmäßigen Anteil des jeweiligen Gesellschafters am Gesamtvermögen der Gesellschaft. Er wird als zustehenden Wertanteil am Reinvermögen bezeichnet und stellt einen schuldrechtlichen, gesellschaftsvertraglichen Anspruch des jeweiligen Gesellschafters gegen die Gesamthand dar.

Voraussetzung für die Anwendung des § 1 Absatz 2a GrEStG ist die Sperrfrist von fünf Jahren. Gehen innerhalb von fünf Jahren mindestens 95 Prozent der Gesellschaftsanteile an einen neuen Gesellschafter über, so ist der Vorgang grunderwerbsteuerpflichtig. Hierbei sind Anteilsverschiebungen bei Altgesellschaftern unschädlich, denn § 1 Absatz 2a GrEStG wird nur bei dem Übergang von Anteilen auf einen neuen Gesellschafter ausgelöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung der Grunderwerbsteuer als Einnahmequelle und führt in die Problematik bei Anteilsübertragungen ein.

2. Allgemeines: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, den Steuersatz sowie die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer.

3.1. Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 2a GrEStG: Hier werden die Voraussetzungen für die Steuerpflicht bei Anteilsveränderungen an Personengesellschaften unter Berücksichtigung der Fünfjahresfrist analysiert.

3.2. Steuerpflichtige Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 3 GrEStG: Dieses Kapitel behandelt die unmittelbare und mittelbare Anteilsvereinigung bei Kapital- und Personengesellschaften anhand spezifischer gesetzlicher Nummern.

3.3. Steuerbare Erwerbsvorgänge gemäß § 1 Absatz 3a GrEStG: Der Abschnitt erläutert die Einführung des § 1 Abs. 3a GrEStG zur Verhinderung von Gestaltungen mittels „RETT-Blockern“.

4. Steuerbefreiungen bei Anteilsübertragungen: Die verschiedenen Befreiungsmöglichkeiten bei Übertragungen auf oder von Gesamthandsgemeinschaften werden hier systematisch dargelegt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf geplante Gesetzesänderungen zur weiteren Verschärfung der Grunderwerbsteuer bei Share Deals.

Schlüsselwörter

Grunderwerbsteuer, Anteilsübertragung, § 1 GrEStG, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Anteilsvereinigung, RETT-Blocker, Gesamthand, Grundstücksverkehr, Steuerbefreiung, Steuerschuldner, Beteiligungsstruktur, Share Deal, Bemessungsgrundlage, Umstrukturierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der grunderwerbsteuerlichen Behandlung von Anteilsübertragungen an grundbesitzenden Gesellschaften unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Regelungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die steuerpflichtigen Vorgänge nach § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG sowie die dazugehörigen Steuerbefreiungen nach §§ 5, 6 und 6a GrEStG.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen Besteuerungstatbestände bei Anteilsübergängen verständlich darzulegen und praxisnah anhand von Beispielen zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, basierend auf Literaturquellen, Gesetzen und Rechtsprechung, ergänzt durch anschauliche grafische Beispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der steuerpflichtigen Erwerbsvorgänge (Anteilsvereinigung) und die Darstellung der Befreiungsvorschriften, insbesondere bei Gesamthandsgemeinschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Grunderwerbsteuer, Anteilsvereinigung, RETT-Blocker, Personengesellschaft und die verschiedenen Absätze des § 1 GrEStG.

Was ist ein "RETT-Blocker" laut der Arbeit?

Ein RETT-Blocker ist ein steuerliches Gestaltungsinstrument (wie das 94/6 Modell), mit dem die Grenze für die Grunderwerbsteuerpflicht durch bewusstes Unter-95-Prozent-Halten von Anteilen umgangen werden sollte.

Wie reagiert der Gesetzgeber auf Steuerumgehungen?

Der Gesetzgeber hat mit der Einführung der Absätze 2a, 3 und 3a des § 1 GrEStG sowie durch geplante Verschärfungen auf 90 Prozent Beteiligungsgrenzen reagiert, um solche Umgehungen zu verhindern.

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Details

Title
Grunderwerbsteuer bei Anteilsübertragungen
College
University of applied sciences Dortmund
Course
Besteuerung von Übertragungsvorgängen
Grade
1,3
Author
Katharina Grunenberg (Author)
Publication Year
2020
Pages
28
Catalog Number
V1004807
ISBN (eBook)
9783346384591
Language
German
Tags
grunderwerbsteuer anteilsübertragungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Grunenberg (Author), 2020, Grunderwerbsteuer bei Anteilsübertragungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004807
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