In dieser Hausarbeit wird das Nutzungsverhalten der unter 30-Jährigen durch Video-on-Demand Angebote wie ARD, ZDF, YouTube, Netflix, Amazon Prime und Disney+ untersucht und mit anderen Altersgruppen in Deutschland verglichen. Zudem wird der Einfluss durch die 1. Welle (Frühjahr 2020) der Corona-Pandemie aufgearbeitet. Dabei werden Daten aus dem Register des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (Stand: September 2020) genutzt. Außerdem wird ein kurzer Ausblick ins Jahr 2021 gezogen.
Heutzutage ist das Fernsehen aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Es ist das Lagerfeuer der modernen Zeit. Familie, Bekannte, Verwandte und Freunde kommen vor dem Bildschirm zusammen, um in einer gemütlichen Runde gemeinsame Zeit zu verbringen. Der Ursprung des Fernsehens ist bis ins 19. Jahrhundert zurück verfolgbar. Jedoch wurde es erst seit den 1950er Jahren zum Massenmedium.
Die beiden amerikanischen Soziologen Horton und Wohl stellten 1956 fest, dass sich die Zuschauer durch die im Fernsehen geschaffenen Medienfiguren scheinbar identifizieren. Dadurch entwickelt sich das Gefühl des persönlichen Kontakts zwischen Rezipienten und Medienfigur. Durch den Prozess der Digitalisierung und dem Zugewinn neuer Gerätschaften und Kanäle wie beispielsweise Tablets, Smartphones oder das WWW hat sich das Lagerfeuer zu einem Flächenbrand ausgebreitet. Der Zugriff ist überall und jederzeit möglich, sodass die Mediennutzung zeit- und ortsungebunden ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Wandel des Fernsehens
- 2.1 Fernsehprogramme
- 2.2 Nicht-lineares Fernsehen
- 2.3 Nutzung der Medien
- 2.4 Video-Streamingdienste
- 3 Einfluss durch die Corona-Pandemie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht, wie sich das Nutzungsverhalten von 14- bis 29-Jährigen in Deutschland durch die Corona-Pandemie auf das nicht-lineare Fernsehen auswirkt. Die Arbeit analysiert die Veränderungen im Fernsehkonsum unter den Bedingungen des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen.
- Wandel des Fernsehens von linearen zu nicht-linearen Medien
- Entwicklung der Fernsehprogramme im Kontext der Digitalisierung
- Nutzungsverhalten der deutschen Bevölkerung im Bereich des nicht-linearen Fernsehens
- Einfluss der Corona-Pandemie auf das Nutzungsverhalten von 14- bis 29-Jährigen
- Tendenzen in der Mediennutzung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik des Fernsehens im Kontext der modernen Gesellschaft ein. Es beleuchtet die historischen Entwicklungen des Fernsehens und den Wandel vom linearen zum nicht-linearen Medium.
Das zweite Kapitel analysiert die Entwicklung von Fernsehprogrammen und die Etablierung von Streaming-Plattformen und Video-on-Demand-Diensten. Die Diskussion umfasst die Digitalisierung, Konvergenz und die Entstehung neuer Formate und Kanäle.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Konzepte der Arbeit umfassen das nicht-lineare Fernsehen, Video-Streamingdienste, Nutzungsverhalten, Corona-Pandemie, Lockdown, Kontaktbeschränkungen, Digitalisierung und Konvergenz.
Häufig gestellte Fragen
Wie hat die Corona-Pandemie das Fernsehen verändert?
Die Pandemie beschleunigte den Trend zum nicht-linearen Fernsehen, da Lockdowns und Kontaktbeschränkungen zu einer intensiveren Nutzung von Streaming-Diensten führten.
Was ist der Unterschied zwischen linearem und nicht-linearem Fernsehen?
Lineares Fernsehen folgt einem festen Sendeplan, während nicht-lineares Fernsehen (wie Video-on-Demand) es ermöglicht, Inhalte zeitunabhängig zu streamen.
Welche Altersgruppe steht im Fokus dieser Untersuchung?
Die Arbeit analysiert speziell das Mediennutzungsverhalten der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland.
Welche Rolle spielen Video-Streamingdienste heute?
Streaming-Plattformen sind zentrale Akteure im Wandel der Mediennutzung und haben durch die Digitalisierung und Konvergenz klassische Fernsehprogramme teilweise verdrängt.
Was bedeutet „Konvergenz“ im Kontext der Medien?
Medienkonvergenz bezeichnet das Zusammenwachsen verschiedener Medientypen und Endgeräte, was neue Formate und flexible Nutzungsmöglichkeiten schafft.
- Citation du texte
- Richard Ehmke (Auteur), 2020, Wandel des Fernsehens in Deutschland. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das nicht-lineare Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1004991