Einfluss der Digitalisierung auf das Controlling. Stellenbild des Controllers


Hausarbeit, 2020

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Controlling bis heute
2.2 Digitalisierung und neue Technologien

3 Folgen durch Digitalisierung auf das Controlling
3.1 Auswirkungen auf das Stellenbild des Controllers
3.2 Chancen und Risiken

4 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Die wichtigsten Funktionen des Controllings

Abbildung 2: Die 5 V's

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Einflussstärke auf das Controlling

Abkürzungsverzeichnis

RPA Robotic Process Automation

ML Machine Learning

PA Predictive Analytics

BA Business Analytics

1 Einleitung

1.1 Fragestellung und Zielsetzung

Durch die fortschreitenden technologischen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte entwickeln sich mithilfe von Produktinnovationen zahlreiche Zweige des täglichen Lebens weiter. Neben Gebrauchsgegenständen wie Smartphones und Elektrofahrzeugen, sollen auch die wirtschaftlichen Prozesse intelligenter und effizienter werden. Dies wird mit dem Trend Industrie 4.0, auch industrielle Revolution genannt, deutlich.1

Die innovativen Fortschritte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik versetzten alle Wirtschaftssubjekte in einen technologischen Wandel. Langfristig sollten Unternehmen auch die internen Geschäftsprozesse an die Industrie 4.0 anlehnen, um davon zu profitieren, aber vor allem die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.2

Das Controlling ist aufgrund seiner Aufgaben im Vergleich zu anderen Abteilungen der Wertschöpfungskette eine der datenabhängigsten Abteilungen, da diese die Grundlage fast aller Tätigkeiten darstellen. Was bedeutet der technologische Wandel für die Controller und welchen Herausforderungen müssen diese sich zukünftig stellen? Diese Fragen sollen im Verlauf der Seminararbeit beantwortet werden.3

1.2 Gang der Arbeit

Diese Arbeit wird eingeleitet mit grundlegenden Informationen und Begriffserläuterungen zu dem Berufsbild des Controllers. Vor dem Hintergrund verschiedener Schlagworte werden ebenfalls theoretische Informationen zur Digitalisierung ausführlich behandelt.

Mithilfe des bisherigen Tätigkeitsbereichs und den dafür notwendigen Kompetenzanforderungen werden anschließend im 3. Kapitel alle Adaptionen aufgezeigt, welche durch die voranschreitende Digitalisierung ausgelöst werden. Darüber hinaus werden die zukunftsorientierten Chancen und Risiken für Controller sowie für Unternehmen thematisiert und kritisch gewürdigt.

Den Abschluss dieser Arbeit bildet ein Fazit.

2 Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen

2.1 Controlling bis heute

Der Begriff Controlling leitet sich ursprünglich von dem englischen Verb „to control“ ab und bedeutet übersetzt „steuern“. Das zeigt, dass die Namensgebung wie oft erwartet weniger mit der Kontrolle aller Unternehmensprozesse in Verbindung zu bringen ist, sondern viel mehr eine Steuerungs- und Lenkungsfunktion impliziert.4

In nachfolgender Abbildung sind die bedeutendsten Funktionen und Verantwortungsbereiche des Controllings ersichtlich.

Abbildung 1: Die wichtigsten Funktionen des Controllings funktion

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Kortendieck, G., Stepanek, P., Einführung, 2019, S. 2-3.

Einer der wertvollsten Funktionen stellt die Informationsfunktion - auch Reporting genannt - dar. Dabei sind wichtige Aufgaben die Beschaffung, Aufbereitung und Verteilung von Informationen in geeigneten Medien. Beispielhafte Medien sind Statistiken, Tabellen oder Grafiken. Dabei ist vor Verarbeitung der Daten eine Beschränkung auf das Wesentliche von großer Bedeutung, um die Datenmengen komprimiert und übersichtlich zu präsentieren. Weitergehend müssen die Ergebnisse einer Plausibilisierungsprüfung unterzogen werden und Ursachen für mögliche Abweichungen von dem erwarteten Ergebnis zur Interpretation bereitgestellt werden.5

Innerhalb der Planungs- und Koordinierungsfunktion übernimmt das Controlling die Aufgabe, einen strukturierten Plan zu entwickeln, welcher auf die Ziele des Unternehmens ausgelegt wird. Diese Ziele werden im Vorfeld gemeinsam mit dem Management unter Einbezug der vergangenen Ergebnisse und den zukünftigen Erwartungen formuliert. Grundsätzlich beinhaltet dies messbare Ziele, welche in Zahlen ausgedrückt werden können. Dieser Prozess findet sich in der strategischen Planung wieder.6

An der strategischen Planung angeknüpft werden anschließend innerhalb der operativen Planung bestimmte Maßnahmen festgelegt, welche zur Erfüllung der strategischen Ziele dienen. Dadurch werden alle Teilbereiche des Unternehmens einbezogen und aufeinander abgestimmt. Inbegriffen sind Plangrößen wie die Budgetplanung, die Personalplanung oder auch die Marketingplanung.7

Weitergehend ist das Controlling für Soll-Ist-Vergleiche zuständig, welche mögliche Abweichungen und dessen Ursachen feststellen. Mithilfe dieser Informationen können Steuerung und Koordination gewährleistet und Verbesserungspotenziale kurzfristig erkannt werden.8

Eine weitere wichtige Funktion stellt die Führungsunterstützung innerhalb der Beratungsverantwortung dar. Dabei werden durch Analyse der vorhandenen Daten mögliche Konzepte erarbeitet, die als Handlungsempfehlung für das Management dienen können. Darüber hinaus bietet das Controlling einen objektiveren Blick auf die Ausgangslagen, welcher im Idealfall zu rationaleren und besseren Entscheidungen führt.9

2.2 Digitalisierung und neue Technologien

Wie der Begriff schon vermuten lässt, geht es bei Digitalisierung um die Umstellung von Prozessen und Tätigkeiten in die Digitalwelt. Losgetrieben wurde diese Idee innerhalb des Trends Industrie 4.0 - 4.0 deshalb, weil es bereits den 4. durch Innovation angetriebenen Wandel der Weltwirtschaft darstellt. Als Beispiel erinnern wir uns an die Erfindung der Dampfmaschine um 1800, die Erfindung des Fließbandes im Jahre 1913 und die Revolutionierung von Automatisierung durch Computertechnik um die 1970er.10

Digitalisierung soll erneut einen großen Fortschritt erzielen, welcher zahlreiche Prozesse in der Wertschöpfungskette effizienter gestaltet. Mit Digitalisierung werden immer wieder Begriffe wie z.B. Big Data, Robotic Process Automation und Business Analytics in Verbindung gebracht. Die verschiedenen Facetten und bietenden Möglichkeiten dieser Teilbereiche sollen im Folgenden deutlich werden. Dabei stellen diese ausschließlich Auszüge der technologischen Innovationen dar.11

Big Data hat seinen Ursprung in der englischen Sprache und bedeutet übersetzt „riesige Datenmenge“. Herbeigeführt sind diese vor allem durch die digitalen Netzwerke und Datenbanken, welche tagtäglich rasanten Wachstum ausgesetzt sind. In Verbindung mit Big Data tauchen in zahlreichen Literaturen 5 verschiedene Definitionskriterien auf - die 5 V’s. Anhand der folgenden Abbildung werden die Dimensionen und Hintergründe erkennbar.12

Abbildung 2: Die 5 V's

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Fasel, D., Meier, A., Big Data, 2016 - In: Fasel, D., Meier, A., (Hrsg.), Grundlagen, 2016, S. 5-6.

Neben dem Mehrwert durch Datengewinn sowie besserer Datenqualität werden auch das hohe Datenvolumen und der damit verbundene Mehraufwand ersichtlich. Klar ist, dass durch die rasant wachsenden und komplizierteren Datentypen die Sammlung, Aufbereitung und Analyse komplexer wird und manuell nur noch schwer abbildbar ist. Aufgrund dessen sind spezielle Technologien zur Hilfe zu ziehen. Ein Auszug beliebter Hilfsmittel wird nachfolgend dargestellt.13

Robotic Process Automation ist ein technologischer Software-Roboter, welche vor allem sich immer wiederholende Tätigkeiten eines Prozesses übernehmen kann. Dabei werden die Aktivitäten der manuellen Arbeitskraft gescannt und können anschließend beliebig oft reproduziert werden. Durch die automatische Durchführung kann dies zu geringeren Fehlerquoten sowie einer hohen Zeit- und damit auch Kostenersparnis führen.14

Business Analytics umfasst eine Reihe von Analysemethoden, die aus Vergangenheitsdaten Erkenntnisse für die künftige Planung generiert. Ein Teil der BA stellt Predictive Analytics dar. Dies ist ein weiteres technologisches Tool, welches sich überwiegend mit dem Prognosemanagement beschäftigt. Mithilfe von PA und den beinhalteten Algorithmen können auf der Grundlage von vergangenen Daten sowie aktueller Trendbewegungen Vorhersagen für die bevorstehende Entwicklung getroffen werden. Dabei werden für die Aufstellung verschiedener Szenarien Wahrscheinlichkeitsrechnungen und weitere statistische Berechnungen mit einbezogen.15

Machine Learning stellt ein Segment der künstlichen Intelligenz dar, welche per Definition aus Erfahrung Wissen generiert und einen eigenen Lernprozess besitzt. Die Erkennung von Mustern für die Anwendung auf zukünftige Problemstellungen steht dabei im Fokus.16

Zusammengefasst bieten diese Innovationen zahlreiche Möglichkeiten, um Geschäftsprozesse effizienter, sparsamer und qualifizierter zu gestalten. Zusätzlich kann der Horizont durch den Einsatz betriebsübergreifender Daten erweitert werden und somit für bessere Planungen sorgen.

3 Folgen durch Digitalisierung auf das Controlling

3.1 Auswirkungen auf das Stellenbild des Controllers

Alle im Kapitel 2.1 aufgeführten Aufgabenbereiche werden maßgeblich durch die technologischen Veränderungen geprägt. Das führt zu einer drastischen Umstellung, die sich auf die auszuführenden Tätigkeiten sowie auf die Kompetenzanforderung auswirkt.17

Wie hoch die Effektstärke in den jeweiligen Segmenten ist, soll in der folgenden Abbildung exemplarisch deutlich werden.

Tabelle 1: Einflussstärke auf das Controlling

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Langmann, C., Digital, 2019, S. 11.

Bezugnehmend zu Abbildung 1 wurde jedem Controlling-Prozess die jeweilige Funktion zugeordnet. Im weiteren Verlauf werden die 3 Segmente detaillierter analysiert.

[...]


1 Vgl. Scheer, A.W., Unternehmung, 2018, S. 34.

2 Vgl. Erichsen, J., Disruption, 2019 - In: Kümpel, T. et al. (Hrsg.), Innovation, 2019, S. 1.

3 Vgl. Langmann, C., Digital, 2019, S. 2.

4 Vgl. Kortendieck, G.,Stepanek, P., Einführung, 2019, S. 2.

5 Vgl. Schultz, V., Basiswissen, 2015, S. 3-5.

6 Vgl. Kortendieck, G.,Stepanek, P., Einführung, 2019, S. 2.

7 Vgl. Hubert, B., Konzeptionen, 2019, S. 48.

8 Vgl. Schultz, V., Basiswissen, 2015, S. 159.

9 Vgl. Behringer, S., Kompakt, 2017, S. 8.

10 Vgl. Steven, M., Perspektiven, 2019, S. 18-22.

11 Vgl. Langmann, C., Digital, 2019, S. 5-8.

12 Vgl. Fasel, D., Meier, A., Big Data, 2016 - In: Fasel, D., Meier, A., (Hrsg.), Grundlagen, 2016, S. 5-6.

13 Vgl. Fasel, D., Meier, A., Big Data, 2016 - In: Fasel, D., Meier, A., (Hrsg.), Grundlagen, 2016, S. 5-6.

14 Vgl. Smeets, M., Erhard, R., Kaußler, T., RPA, 2019, S. 1-2.

15 Vgl. Camm, J. D. et al. Analytics, 2020, S. 4-5.

16 Vgl. Scheer, A.W., Unternehmung, 2018, S. 110.

17 Vgl. Langmann, C., Digital, 2019, S. 10.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Einfluss der Digitalisierung auf das Controlling. Stellenbild des Controllers
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1005088
ISBN (eBook)
9783346392923
ISBN (Buch)
9783346392930
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung, Big Data, Controlling, digitale Transformation, Industrie 4.0, digitaler Wandel, Veränderungen, Einfluss
Arbeit zitieren
Isabell Blanke (Autor), 2020, Einfluss der Digitalisierung auf das Controlling. Stellenbild des Controllers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005088

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