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Gesellschaftsverträge als Garant staatlicher Gerechtigkeit. Ein Vergleich der Theorien von John Rawls und Thomas Hobbes

Titel: Gesellschaftsverträge als Garant staatlicher Gerechtigkeit. Ein Vergleich der Theorien von John Rawls und Thomas Hobbes

Hausarbeit , 2018 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lisa Penske (Autor:in)

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit werden die Theorien von Thomas Hobbes und John Rawls zum Thema Gesellschaftsverträge und politische Systeme vorgestellt und miteinander verglichen. Dafür wurde Thomas Hobbes Leviathan und John Rawls Theorie der Gerechtigkeit als Primärliteratur herangezogen.

Wie kann ein Staat Gerechtigkeit erreichen, wenn jeder Mensch eine andere Definition von Gerechtigkeit besitzt und wie lässt sich überhaupt ein „gerechter Staat“ erzielen? Dieser Frage widmen sich Philosophen seit der Antike. Ansätze für die Verwirklichung eines gerechten Staates bilden unter anderem die von Philosophen aufgestellten kontraktualistischen Theorien zur Staatsgründung. In diesen Theorien werden hypothetische oder reale Verträge zwischen Individuen geschlossen, welche dann eine staatliche Rechts- und Herrschaftsform legimitieren. Zwei besondere Vertreter dieser Vertragstheorien sind John Rawls und Thomas Hobbes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Thomas Hobbes- Der Leviathan

2.1. Der Naturzustand im Leviathan

2.2. Der Weg aus dem Naturzustand

2.3. Staatsform im Gemeinwesen

3 Rawls Theorie der Gerechtigkeit

3.1. Der Urzustand

3.2. Die Grundsätze der Gerechtigkeit

4 Vergleich beider Theorien

4.1. Menschenbild und Merkmale des Ausgangszustandes

4.2. Abschließen der Verträge

4.3. Inhalt der Verträge

5 Kritik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die vertragstheoretischen Ansätze von Thomas Hobbes und John Rawls hinsichtlich ihrer Konzeption eines gerechten Staates. Ziel ist es, durch einen detaillierten Vergleich der jeweiligen Ausgangssituationen (Naturzustand bzw. Urzustand) sowie der daraus resultierenden Vertragsinhalte aufzuzeigen, wie diese unterschiedlichen Philosophen die Legitimation staatlicher Herrschaft und das Wesen von Gerechtigkeit begründen.

  • Analyse der Vertragstheorie von Thomas Hobbes („Der Leviathan“)
  • Untersuchung von John Rawls' Gerechtigkeitstheorie („A Theory of Justice“)
  • Vergleich des jeweiligen Menschenbildes und der Ausgangssituationen
  • Gegenüberstellung der Vertragsabschlüsse und deren inhaltlicher Ausgestaltung
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit und die Schwächen beider Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Naturzustand im Leviathan

Thomas Hobbes geht von einem Naturzustand aus, in dem die Menschen alle gleich geschaffen sind. Dies bedeutet nicht, dass es keine körperlichen oder geistigen Unterschiede zwischen den Menschen gibt, vielmehr bedeutet es, dass diese Unterschiede nicht gravierend sind, sodass sich jemand der beispielsweise körperlich überlegen ist, dadurch keinen Vorteil erhoffen kann, da „der Schwächste stark genug [ist], den stärksten zu töten – entweder durch Hinterlist oder durch ein Bündnis mit anderen.“ Auch die geistigen Fähigkeiten unterscheiden sich für Hobbes im Naturzustand nicht beträchtlich, da Klugheit nur Erfahrung ist: „die alle Menschen, die sich gleich lang, mit den gleichen Dingen beschäftigen, gleichermaßen erwerben.“

Alle Menschen sind von folgenden egoistischen Leidenschaften und Hoffnungen geprägt: die Angst vor dem gewaltsamen Tod, das Verlangen nach Gütern, welche für ein angenehmes Leben notwendig sind und die Hoffnung, diese Güter durch eigenen Fleiß erlangen zu können. Des Weiteren verfügt jeder Mensch über Vernunft, welche einen Zustand des Friedens anstrebt.

Der Naturzustand von dem Hobbes spricht, stellt keinen Zeitpunkt in der menschlichen Geschichte oder einen wünschenswerten Zustand dar, sondern ist lediglich das Ergebnis eines Gedankenexperiments Hobbes', in welchem Zustand sich die Menschheit befinden würde, wenn es keinen Staat oder Gesetze gäbe. In der Widmung seines Werks „De Cive“ (1642) schreibt Hobbes den Satz „Homo homini lupus“, welcher übersetzt bedeutet „Der Mensch ist ein Wolf für den Menschen“. Diese Aussage trifft den Charakter des Naturzustandes. Hobbes kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Menschen untereinander im ständigen Krieg befänden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Frage nach staatlicher Gerechtigkeit ein und stellt die beiden Vertragstheoretiker Thomas Hobbes und John Rawls als zentrale Akteure des Kontraktualismus vor.

2 Thomas Hobbes- Der Leviathan: Dieses Kapitel erläutert das Menschenbild von Hobbes, den kriegerischen Naturzustand und die Notwendigkeit eines absolutistischen Souveräns zur Friedenssicherung.

3 Rawls Theorie der Gerechtigkeit: Hier wird Rawls' Konzept des Urzustands und des „Schleiers des Nichtwissens“ sowie seine zwei Gerechtigkeitsgrundsätze für eine moderne Demokratie dargelegt.

4 Vergleich beider Theorien: Dieser Abschnitt stellt die Gemeinsamkeiten und fundamentalen Unterschiede zwischen Hobbes und Rawls gegenüber, insbesondere bezüglich ihrer Auffassung von Vertragsschluss und staatlicher Macht.

5 Kritik: Das Kapitel reflektiert die Schwachstellen beider Theorien, wie das Fehlen sozialer Gerechtigkeit bei Hobbes oder die hypothetische Anwendbarkeit bei Rawls.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung beider Konzepte und einem Plädoyer für das Ideal einer demokratischen Gerechtigkeit im heutigen Kontext.

Schlüsselwörter

Vertragstheorie, Thomas Hobbes, John Rawls, Leviathan, Gerechtigkeit, Naturzustand, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Staat, Herrschaft, Gesellschaftsvertrag, Kontraktualismus, Politische Philosophie, Freiheit, Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophischen Grundlagen staatlicher Gerechtigkeit durch einen vergleichenden Blick auf die Vertragstheorien von Thomas Hobbes und John Rawls.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Begriffe des Naturzustands, den Urzustand, das Menschenbild, die Funktion von Gesellschaftsverträgen sowie die unterschiedlichen Staatsverständnisse der beiden Philosophen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Hobbes und Rawls die Legitimation eines Staates begründen und ob bzw. wie diese Theorien als Garant für staatliche Gerechtigkeit dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin nutzt eine analytische Literaturrecherche und einen systematischen Vergleich, um die Konzepte beider Denker anhand fest definierter Kriterien einander gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Hobbes’ „Leviathan“ und Rawls’ „A Theory of Justice“ sowie eine anschließende komparative Analyse ihrer Argumentationsweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Vertragstheorie, Naturzustand, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Souveränität, Freiheit und Gerechtigkeit.

Was unterscheidet das Menschenbild bei Hobbes von dem bei Rawls?

Während Hobbes von einem egoistischen, misstrauischen Menschen im ständigen Kriegszustand ausgeht, postuliert Rawls vernünftige Individuen, die im Urzustand kooperativ nach fairen Prinzipien suchen.

Warum hält die Autorin die Theorien für in der Realität schwer anwendbar?

Die Autorin kritisiert, dass es sich um fiktive Gedankenexperimente handelt; insbesondere die praktische Umsetzung des „Schleiers des Nichtwissens“ oder das Erreichen einstimmiger Entscheidungen in großen Gruppen werden als unrealistisch eingestuft.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesellschaftsverträge als Garant staatlicher Gerechtigkeit. Ein Vergleich der Theorien von John Rawls und Thomas Hobbes
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Lisa Penske (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V1005115
ISBN (eBook)
9783346385307
ISBN (Buch)
9783346385314
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaftsverträge garant gerechtigkeit vergleich theorien john rawls thomas hobbes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Penske (Autor:in), 2018, Gesellschaftsverträge als Garant staatlicher Gerechtigkeit. Ein Vergleich der Theorien von John Rawls und Thomas Hobbes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005115
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Leseprobe aus  18  Seiten
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