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Zu: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang

Title: Zu: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang

Seminar Paper , 2001 , 15 Pages

Autor:in: Magister Christiane Hagn (Author)

Film Science
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Einleitung

0.1 Ziele und Themen

Der Praxis-Grundkurs „Dramen-, Aufführungs- und Filmanalyse“ aus dem Bereich der angewandten Theater- und Medienwissenschaft hat es zum Ziel, die Analyse des Kunstwerks Aufführung bzw. Film zu lehren. Dabei werden Inszenierungen von Theaterstücken und Filmen an Hand ausgewählter Sekundärliteratur und anderen Materialien untersucht,
analysiert und in anschließender Diskussion besprochen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

0.1 Ziele und Themen des Seminars

0.2 Kombination von Theater und Medien

0.3 Vorgehensweise

1. Der Film

1.1 Historischer Kontext

1.2 Zusammenfassung des Inhalts

2. Szenenanalyse und Rezeptionsprotokoll

2.1 Szene 1: „Elsie“

2.2 Szene 2: „Verhalten der Bevölkerung“

2.3 Szene 3: „Schlußszene“

3. Auseinandersetzung mit der Literatur

3.1 Die Charakterisierung des Mörders

3.2 Die Modellvorstellung vom Publikum

3.3 Der Ton als dramaturgisches Stilmittel

4. Gemeinsamkeiten der drei Filme

5. Persönliches Filmerlebnis

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Fritz Langs Film „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ im Rahmen einer praxisorientierten Filmanalyse zu untersuchen. Dabei steht die kritische Auseinandersetzung mit filmwissenschaftlicher Sekundärliteratur im Fokus, um die Wirkung filmischer Gestaltungsmittel, insbesondere des Tons, auf den Zuschauer zu erforschen und in den historischen Kontext der präfaschistischen Zeit einzuordnen.

  • Historische Einordnung des Films „M“ in die Ära der Weltwirtschaftskrise.
  • Detaillierte Szenenanalyse ausgewählter Schlüsselsequenzen zur Untersuchung filmischer Mittel.
  • Kritische Reflexion der Thesen Siegfried Kracauers zur psychologischen Wirkung des Films.
  • Vergleichende Analyse von Gemeinsamkeiten zwischen drei ausgewählten Filmen des Seminars.
  • Untersuchung des bewussten Einsatzes von Ton als dramaturgisches Stilmittel.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Charakterisierung des Mörders (s.231)

Kracauer beschreibt den Mörder dargestellt von Peter Lorre, „als den etwas infantilen Kleinbürger (...), der Äpfel auf der Straße kaut und so aussieht, als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun(...)Er ist dick und sieht eher verweichlicht als entschlossen aus.“ ‘Weiterhin beschreibt er ihn, als er in einem Cafe sitzt, wie eine Bestie, die den Anschein macht, schon auf ihre nächste Beute zu lauern. „Seine äußere Erscheinung bekräftigt den Eindruck seiner völligen Unreife(...)“ Durch die Darstellung des Mörders in Verbindung mit unbelebten Gegenständen (Messer aus einem Schaufenster, Efeuspalier, Gerümpel in der Abstellkammer), sieht Kracauer den Versuch, diesen als Gefangenen seiner eigenen unkontrollierbaren Triebe zu definieren, welche ihn genauso überwältigen würden, wie ihm die Gegenstände immer mehr auf den Leib rücken.’

Beim Lesen dieser Beschreibung des Mörders empfand ich einen Widerspruch darin, den selben Menschen sowohl als verweichlicht und infantil darzustellen, wie ihn als Bestie zu bezeichnen. Die genannte Unreife des infantilen Kleinbürgers läßt sich meiner Meinung nach nicht mit der Darstellung des Mannes als lauernde Bestie in Einklang bringen. Gerade dieser Punkt der Charakterisierung ist für mich aber auch gar nicht nachvollziehbar. Der Mann erscheint mir in der Szene im Cafe weniger als Bestie, sondern viel eher als verschreckter, ängstlicher Mensch, der sich verstecken möchte, mehr vor sich selbst, als vor der Öffentlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Darstellung der Seminarziele und der methodischen Herangehensweise bei der Untersuchung filmischer Kunstwerke.

1. Der Film: Einführung in den historischen Kontext der 1930er Jahre und inhaltliche Zusammenfassung von Fritz Langs „M“.

2. Szenenanalyse und Rezeptionsprotokoll: Untersuchung ausgewählter Schlüsselszenen unter Berücksichtigung der persönlichen Wahrnehmung und Wirkung auf den Zuschauer.

3. Auseinandersetzung mit der Literatur: Kritische Diskussion und Reflexion der Theorien von Siegfried Kracauer hinsichtlich der Charakterzeichnung und des Toneinsatzes.

4. Gemeinsamkeiten der drei Filme: Vergleich der im Seminar behandelten Filme hinsichtlich sozialkritischer Aspekte und der Darstellung psychisch labiler Charaktere.

5. Persönliches Filmerlebnis: Zusammenfassendes Resümee und Reflexion der Autorin über die veränderte Sichtweise auf das Filmkunstwerk nach intensiver Analyse.

6. Bibliographie: Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Fritz Lang, M - eine Stadt sucht einen Mörder, Filmanalyse, Siegfried Kracauer, Tonfilm, Dramaturgie, Rezeptionsprotokoll, präfaschistische Zeit, Kindermörder, Massenhysterie, Neue Sachlichkeit, Filmgeschichte, Psychologie, Gesellschaftskritik, Filmerlebnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der Analyse von Fritz Langs Film „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ unter Einbeziehung medienwissenschaftlicher Theorien.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem historischen Kontext des Weimarer Kinos, der psychologischen Wirkung des Films und der dramaturgischen Funktion des Tons.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Filmanalyse, die über den bloßen Inhalt hinausgeht und die künstlerische Gestaltung sowie deren Wirkung auf den Betrachter untersucht.

Welche Methode wird angewandt?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Szenenanalysen, der Erstellung von Rezeptionsprotokollen und dem kritischen Vergleich mit literarischen Vorlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Schlüsselszenen, die Auseinandersetzung mit der Literatur von Siegfried Kracauer und einen Vergleich mit anderen Werken.

Welche Schlüsselbegriffe sind zentral?

Zentrale Begriffe sind unter anderem „Neue Sachlichkeit“, „dramaturgisches Stilmittel“, „Tonfilm“ und „historischer Kontext“.

Wie bewertet die Autorin Kracauers Thesen zum „Ton“?

Die Autorin kritisiert Kracauers Analyse teilweise als oberflächlich und weist auf inhaltliche Ungenauigkeiten in dessen Beobachtungen hin.

Welche Rolle spielt die „Schlußszene“ für die Argumentation?

Die Schlußszene dient als Beleg für die Kritik an der Todesstrafe und verdeutlicht die Gefahr der Lynchjustiz in einer hysterischen Masse.

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Details

Title
Zu: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Theater- und Medienwissenschaften)
Course
Proseminar
Author
Magister Christiane Hagn (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V10052
ISBN (eBook)
9783638166065
ISBN (Book)
9783640932511
Language
German
Tags
M-eine Stadt sucht einen Mörder Fritz Lang Ton Tonfilm Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Christiane Hagn (Author), 2001, Zu: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10052
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