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Die Vorteile der synthetischen Replikation bei Exchange Traded Funds aus Anlegersicht

Titel: Die Vorteile der synthetischen Replikation bei Exchange Traded Funds aus Anlegersicht

Akademische Arbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Klein (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen der synthetischen Replikation bei Exchange Trade Funds (ETF). Eingangs werden ETFs definiert und die verschiedenen Replikationsmöglichkeiten differenziert. Danach wird im speziellen auf die synthetische Replikationsmethode und ihre Charakteristika eingegangen und anschließend nach Performance- und Risikoaspekten beurteilt. Schließlich werden die Vorteile dieser Methode für den Anleger zusammengefasst und ein Fazit getroffen.

In den vergangenen Jahren hat sich das Volumen passiver Fonds durch die Einführung von Exchange Traded Funds (ETF) deutlich ausgeweitet. So ist von 2005 bis 2019 das weltweit verwaltete Vermögen in ETFs von ca. 417, auf ca. 6181 Milliarden US-Dollar sukzessive gestiegen. Für Anleger bedeutet diese dynamische Entwicklung ein immer größeres ETF-Angebot. Dabei gilt es diverse Unterschiede der ETFs zu beachten, wobei vor allem die Art der Index-Replikation ein zentrales Kriterium für Anleger darstellt.

Sowohl in Europa als auch in den USA dominiert die Anzahl physisch replizierender ETFs. Ihnen wird ein hohes Maß an Transparenz und Sicherheit zugesprochen. Synthetische ETFs geraten dagegen aufgrund ihrer Risiken immer wieder in die Kritik. Im Sommer 2011 haben namhafte Institute wie der Internationale Währungsfonds (IWF), die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und der Finanzstabilitätsrat (FSB) Warnungen vor dieser Art von ETFs ausgesprochen. Sie seien zu kompliziert um von Privatanlegern gehandelt zu werden, da sie nichts mehr mit dem abzubildenden Referenzindex gemein hätten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Exchange Traded Funds (ETF)

2.1 Definition

2.2 Replikationsmethoden

3 Synthetische Replikation

3.1 Total-Return-Swap

3.2 Unfunded und funded Swaps

3.3 Kontrahentenrisiko

4 Beurteilung der synthetischen Replikation

4.1 Beurteilung nach Performanceaspekten

4.2 Beurteilung nach Risikoaspekten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Funktionsweise sowie die Vor- und Nachteile synthetisch replizierender Exchange Traded Funds (ETFs) aus der Perspektive eines Anlegers, um eine fundierte Entscheidungshilfe für die Auswahl von Anlageprodukten zu bieten.

  • Grundlegende Funktionsweise und Definition von ETFs
  • Differenzierung der Replikationsmethoden, insbesondere der synthetischen Replikation
  • Analyse des Kontrahentenrisikos bei Swap-basierten Konstruktionen
  • Bewertung von Performance- und Kostenaspekten im Vergleich zu physischen ETFs
  • Risikomanagement und regulatorische Rahmenbedingungen (OGAW)

Auszug aus dem Buch

3.3 Kontrahentenrisiko

Die Gefahr, dass eine Swap-Partei ihrer Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt, wird als Kontrahentenrisiko bezeichnet. Dieses Risiko steht unmittelbar mit der Bonität des Swap-Partners im Verhältnis, weshalb Swapvereinbarungen mit Partnern einwandfreier Bonität abgeschlossen werden sollten. Anderenfalls besteht ein Bonitätsrisiko und damit ein Ausfallrisiko der Swapvereinbarung.

Neben der regulatorischen Vorschrift, das Kontrahentenrisiko auf 10% des NAV zu beschränken, sind die ETF-Anbieter selbst bemüht durch ein Sicherheitenmanagement das Risiko zu minimieren. In der Praxis werden die meisten Swaps vollständig besichert oder gar übersichert. Außerdem werden häufig mehrere Kontrahenten involviert, wodurch das Bonitätsrisiko auf mehrere Parteien verteilt wird und das Gesamtrisiko gesenkt werden kann.

Ein wichtiger Aspekt des Sicherheitenmanagements ist die Häufigkeit der Anpassung der Sicherheiten zum Swap-Wert (Resetting). Durch die Volatilität der als Sicherheit hinterlegten Wertpapiere, kann sich zu jedem Zeitpunkt eine Unter- oder Übersicherung des Swaps ergeben. Je öfter die Sicherheiten dem Swap angepasst werden, sodass der Sicherheitenkorb wieder zu 100 Prozent des Fondswertes entspricht, desto geringer ist das Kontrahentenrisiko. Bei einem Reset wird das Risiko also auf null zurückgesetzt.

Alle Anbieter haben durchschnittliche Mindestwerte für die Sicherheiten ihrer ETFs. Wenn diese unterschritten werden, muss der Swapkontrahent zusätzliche Sicherheiten in Form von Wertpapieren oder Cash liefern. Üblicherweise kommt es außerdem zu einem Reset, wenn vereinbarte Zeitpunkte erreicht oder Anteile auf Fondsebene gekauft oder verkauft werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von ETFs dar, thematisiert die Kritik an synthetischen ETFs durch internationale Institutionen und definiert das Ziel der Arbeit.

2 Exchange Traded Funds (ETF): Dieses Kapitel definiert ETFs als börsengehandelte Fonds und erläutert die verschiedenen Ansätze zur Indexreplikation, inklusive der physischen und synthetischen Methode.

3 Synthetische Replikation: Das Kapitel erklärt detailliert die Funktionsweise des Total-Return-Swaps, unterscheidet zwischen funded und unfunded Strukturen und analysiert das Kontrahentenrisiko.

4 Beurteilung der synthetischen Replikation: Hier erfolgt eine kritische Analyse der synthetischen Methode hinsichtlich ihrer Performance durch Tracking-Differenzen sowie der bestehenden Risikostrukturen und deren Absicherung.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass synthetische ETFs trotz der strukturellen Risiken durch regulatorische Vorgaben und Sicherheitenmanagements für Anleger nützlich sein können, insbesondere bei Kostenvorteilen.

Schlüsselwörter

Exchange Traded Funds, ETF, synthetische Replikation, Total-Return-Swap, Kontrahentenrisiko, Tracking Error, Performance, Sicherheitenmanagement, OGAW-Richtlinien, Nettoinventarwert, Risikomanagement, Swap, Indexreplikation, Bonitätsrisiko, Diversifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Struktur, die Risiken und die Vorteile von synthetisch replizierenden ETFs, um Anlegern eine fundierte Einschätzung dieser Produkte zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Funktionsweise der Swap-basierten Indexnachbildung, die regulatorischen Sicherungsmechanismen und der Vergleich zur physischen Replikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vor- und Nachteile synthetischer ETFs zu beleuchten und eine Handlungsempfehlung für den Anleger abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Publikationen, regulatorische Richtlinien und Marktberichte auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Konstruktion (Total-Return-Swap), der Risikoanalyse bezüglich der Kontrahenten und der Leistungsbewertung anhand von Performance-Kennzahlen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind synthetische Replikation, Kontrahentenrisiko, Swap, Tracking Error, Sicherheitenmanagement und Transaktionskosten.

Wie schützen sich synthetische ETFs vor einem Ausfall des Swap-Partners?

Anbieter nutzen ein Sicherheitenmanagement, bei dem Wertpapiere hinterlegt werden, die regelmäßig an den Swap-Wert angepasst werden (Resetting), und begrenzen das Risiko gesetzlich auf 10% des Nettoinventarwerts.

Warum können synthetische ETFs kostengünstiger sein als physische?

Synthetische ETFs können durch den Wegfall direkter Transaktionskosten bei Indexanpassungen und durch Steuervorteile bei Dividenden geringere Gesamtkostenquoten (TER) aufweisen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Vorteile der synthetischen Replikation bei Exchange Traded Funds aus Anlegersicht
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,7
Autor
Andreas Klein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1005567
ISBN (eBook)
9783346386113
ISBN (Buch)
9783346386120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorteile replikation exchange traded funds anlegersicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Klein (Autor:in), 2020, Die Vorteile der synthetischen Replikation bei Exchange Traded Funds aus Anlegersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005567
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Leseprobe aus  17  Seiten
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