Der Schultergürtel, bestehend aus Schlüsselbein und, verbindet die oberen Extremitäten mit dem Rumpf. Sie sind jedoch nicht fest mit ihm verankert, sondern haben durch das Brustbein-Schlüsselbein- Gelenk ( Articulatio sternoclavicularis) eine gelenkige Verbindung. Die oberen Gliedmaßen, die im Schultergelenk beginnen, bestehen aus dem Oberarmknochen (Humerus), den Unterarmknochen Elle und Speiche (Ulna et Radius) und der Hand (Manus). Schultergürtel, Ellenbogengelenk und Handwurzelgelenk sind die wichtigsten Gelenke und lassen vielfältige Bewegungen zu. Die Beine haben über den Beckengürtel, der im Gegensatz zum Schultergürtel fest mit dem Rumpf verbunden ist, eine Verbindung. Der Beckengürtel besteht aus den beiden Hüftbeinen, die zusammen mit dem Kreuzbein einen kräftigen Ring bilden, ist der am stärksten mit dem Körpergewicht belastete Teil und unterstützt bei dem aufrechten Gang. Gleichzeitig werden die unteren Gliedmaßen durch das Hüftgelenk mit dem Beckengürtel verbunden. Der Oberschenkelknochen ist der längste und schwerste Knochen im menschlichen Skelett. An ihn schließen sich Wadenbein (Fibula) und Schienbein (Tibia) an. Darauf folgt der Fuß, der aus zahlreichen, kompliziert angeordneten Knochen besteht. Durch seinen speziellen Aufbau sorgt er für einen federnden Gang und festen Stand. Das Skelett eines Erwachsenen wiegt ca. 10 Kilogramm, macht ca. 14% des Körpergewichtes aus und besteht zu fast zwei Drittel aus anorganischen Salzen und bildet so ein belastbares Gefüge mit Härte und Festigkeit. Die Lagebezeichnung
Die Folgenden Begriffe sind zur Orientierung am Skelett sehr günstig: Vertikalachse= Längsachse; Achse, die beim aufrechten Stand senkrecht zur Unterlage steht. Transversalachse= Querachse; Achse, die von links nach rechts verläuft und eben falls senkrecht zur Unterlage ist.
Inhaltsverzeichnis
Das Skelett
Das Skelett allgemein
Die Lagebezeichnung
Knochenformen allgemein
Röhrenknochen (Ossa longa)
Kurze Knochen (Ossa brevia)
Platte Knochen (Ossa plana)
Unregelmäßige Knochen (Ossa irregularia)
Pneumatisierte Knochen (Ossa pneumatica)
Sesambeine (Ossa sesamoidea)
KRANKHEITEN
Arthritis
Arthrose
Osteoporose
Knochenmarkerkrankungen
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Einblick in die Anatomie und Funktionsweise des menschlichen Skeletts zu geben, wobei insbesondere die mechanischen Prinzipien des Bewegungsapparates sowie die klinische Relevanz knochenbezogener Erkrankungen beleuchtet werden.
- Anatomische Grundlagen und Aufbau des Stützgerüsts
- Systematische Einteilung der verschiedenen Knochenformen
- Anatomische Orientierungshilfen und Lagebezeichnungen
- Pathologische Veränderungen und bekannte Knochenkrankheiten
Auszug aus dem Buch
Knochenformen allgemein
Die Knochen des menschlichen Skeletts lassen sich durch ihre genetisch festgelegten Formen in verschiedene Gruppen unterteilen:
· Lange und kurze Knochen (Ossa longa)
· Platte Knochen (Ossa plana)
· Kurze Knochen (Ossa brevia)
· Unregelmäßige Knochen (Ossa irregularia)
· Pneumatische Knochen (Ossa pneumatica)
· Sesambeine (Ossa sesamoidea)
Lange Röhrenknochen sind zum Beispiel: Oberschenkelknochen (Os femoris), Wadenbein (Fibula), Schienbein (Tibia), Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna) und Speiche (Radius).
Kurze Röhrenknochen zum Beispiel sind: Mittelfußknochen (Ossa metatarsi), Zehenknochen (Ossa digitorum pedis), Mittelhandknochen (Ossa metacarpalia) und die Fingerknochen (Ossa digitorum manus).
Hüftbein (Os coxae), Brustbein (Sternum), Schulterbein (Scapula), Rippen (Os costale) und Schädeldach (calva) sind Platte Knochen.
Zu den Kurzen Knochen zählen Hand- und Fußwurzelknochen (Ossa carpi et Ossa tarsi).
Zu den pneumatischen Knochen zählen Stirnbein (Os frontale) und Siebbein (Os ethmoidale).
Unregelmäßige Knochen sind die Knochen des Gesichtschädels (Viscerocranium).
Zu den Sesambeinen gehören das Erbsenbein (Os pisiforme) und die Kniescheibe (Patella).
Zusammenfassung der Kapitel
Das Skelett: Einführung in die Thematik der Skelettfunktion und der grundlegenden Definition des Stützgerüsts.
Das Skelett allgemein: Erläuterung der Verbindung von Skelett und Muskulatur sowie der Schutzfunktionen einzelner Knochenstrukturen.
Die Lagebezeichnung: Aufstellung anatomischer Fachbegriffe zur Orientierung am menschlichen Körper.
Knochenformen allgemein: Systematische Klassifizierung der Knochen nach ihrer Morphologie, wie z.B. Röhren- oder Platte Knochen.
KRANKHEITEN: Darstellung der vier wichtigsten Knochenkrankheiten inklusive ihrer Entstehung und Behandlungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Skelett, Bewegungsapparat, Knochen, Anatomie, Knochenformen, Röhrenknochen, Gelenke, Osteoporose, Arthritis, Arthrose, Knochenmark, Lagebezeichnungen, Stützgerüst, Skelettmuskulatur, Knochenerkrankungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die anatomischen Grundlagen des menschlichen Skeletts, die verschiedenen Formen von Knochen sowie deren Funktion im Bewegungsapparat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen der Aufbau des Stützgerüsts, die medizinische Einteilung der Knochen und eine Übersicht über verbreitete Knochenkrankheiten.
Was ist das Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Funktionsweise des menschlichen Bewegungsapparates und die Bedeutung gesunder Knochenstrukturen zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse anatomischer Strukturen und medizinischer Definitionen unter Einbeziehung lateinischer Fachtermini.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die funktionale Anatomie, die spezifische Klassifikation von Knochenformen sowie eine detaillierte Erläuterung pathologischer Veränderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Skelett, Knochenformen, Gelenke, Osteoporose und Anatomie definiert.
Wie unterscheiden sich Platte Knochen von Röhrenknochen?
Während Röhrenknochen vor allem als Stützknochen fungieren und Belastbarkeit bieten, dienen Platte Knochen primär dem Schutz empfindlicher Organe und bieten Raum für Muskelansätze.
Welche Rolle spielen Sesambeine im Skelettsystem?
Sesambeine sind kleine Knochen, die in Sehnen oder Gelenkkapseln eingelassen sind, um die mechanische Funktion von Gelenken, wie beispielsweise die Streckung des Kniegelenks, zu optimieren.
- Arbeit zitieren
- Anja Burmester (Autor:in), 2000, Das Skelett des Menschen. Aufbau, Knochenformen und Knochenkrankheiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100578