Protagoras und die Sophisten


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

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1. Zur Person:

- Protagoras wurde um 480 v. Chr. in Abdera geboren, führte ein Wanderleben und wirkte vor allem in Athen.
- Er unterhielt er persönliche Kontakte zu Perikles und unterrichtete dessen Söhne.
- Als der bedeutendste Sophist (siehe 2.) erweiterte er die herkömmlichen Unterrichtsfächer um Grammatik, Rhetorik, Dialektik und Bürgerkunde.
- Protagoras wurde vermutlich 415 v. Chr. wegen seiner Schrift „Von den Göttern“ der Gottlosigkeit angeklagt und zum Tode verurteilt. Angeblich ertrank er auf der Überfahrt nach Sizilien, mit der er sich dem Urteil im Asebieprozess entziehen wollte.

2. Die Sophistik:

a) Entstehung und Entwicklung der Sophisten:

Bis zur Zeit des Perikles (5.Jh. v. Chr.) musste jeder vor Gericht sein Recht selbst geltend machen, d.h. er durfte sich nicht verteidigen lassen. Somit waren besonders die unteren Schichten fast chancenlos einen Prozess zu gewinnen, was sich als erster Antiphon zu nutze machte und sich als Plädoyerschreiber etablierte. Gleichzeitig entstand nach den Perserkriegen in Griechenland „ mit dem gewachsenen Wohlstand auch ein gr öß eres Bedürfnis nach Bildung “ ; die demokratische Verfassung gab dem einzelnen Bürger die Möglichkeit an der Regierung und der Gesetzgebung aktiv mitzuwirken, wodurch die Nachfrage an versierten Rednern stieg. Antiphon und seine Nachfolger erweiterten die Reden auch auf andere Gebiete, was ihnen den Namen „Sophisten“ (gr. sophos = geschickt, klug, weise) einbrachte. Bald unterrichteten die „Lehrer der Weisheit“ Interessierte gegen Bezahlung auch in Philosophie, Staatskunde und Literatur.

b) Die sophistische Philosophie:

In der Philosophie der Sophisten rückt der Mensch in den Mittelpunkt, nachdem bei den Vorsokratikern (Thales, Pythagoras, Demokrit) kosmologische Themen im Vordergrund standen. Sie war von einem Skeptizismus geprägt, der alles hinterfragte und ein neues Menschenbild auf „rationaler Grundlage“ entstehen ließ. Diese Skepsis wurde auch auf die Götter ausgeweitet, was letztendlic h Protagoras das Leben kostete.

3. Protagoras’ Philosophie:

Protagoras drückte seine komplette philosophische Einstellung in seinem berühmten „ homo- mensura-Satz “ aus: „ Der Mensch ist das Maßaller Dinge, des Seienden für sein Sein, des Nichtseienden für sein Nichtsein. “ Dieser besagt, dass alles im Leben relativ ist und immer von dem beurteilenden Menschen abhängt und geht sogar noch weiter, indem die Beurteilung auch durch die Stimmungslage und Situation eines einzelnen Menschen verschieden ausfallen kann, d.h. dass eine objektive Betrachtung fast unmöglich ist. Über die Götter schrieb Protagoras: „ Von den Göttern weißich nichts, weder dass es solche gibt, noch dass es keine gibt, noch wie sie an Gestalt sind. Denn vieles gibt es, was mich daran hindert: die Nichtwahrnehmbarkeit und die Kürze unseres Lebens. “

Quellen:

- Kleine Geschichte der Philosophie, Volker Spierling, Piper Verlag (2000)
- Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Hans Joachim Störig, Fischer Verlag (1996)
- http://laokoon.in-berlin.de/aphrodite/hausarbeiten/protagoras/node4.html
- Geschichte der griechischen Philosophie, Luciano de Crescenzo, Diogenes Verlag (1990)

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Details

Titel
Protagoras und die Sophisten
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
1
Katalognummer
V100589
Dateigröße
327 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Protagoras, Sophisten
Arbeit zitieren
Anselm Bauer (Autor), 2001, Protagoras und die Sophisten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100589

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