Stressmanagement- und Burnoutprophylaxe. Kurskonzept zur Stressbewältigung


Ausarbeitung, 2020

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Was ist Stress?

2. Setting des Kurses

3. Rahmenbedingungen des Kurses
- 3.1 Titel des Kurses
- 3.2 Seminarkosten
- 3.3 Teilnehmer
- 3.4 Räumliche Organisation
- 3.5 Hilfsmittel
- 3.6 Kurzbeschreibung des Kurses / Flyer
- 3.7 Übungsblätter..
- 3.7.1 Stresstagebuch ...
- 3.7.2 The Work
- 3.7.3 Checkliste - Stressverschärfende Gedanken
- 3.7.4 SMARTe Ziele
- 3.7.5 GROW
- 3.8 Feedbackbogen

4. Zielgruppe

5. Lernziele

6. Ablaufplan
- Kursinhalt 1
- Kursinhalt 2
- Kursinhalt 3
- Kursinhalt 4
- Kursinhalt 5
- Kursinhalt 6
- Kursinhalt 7
- Kursinhalt 8
- Kursinhalt 9
- Kursinhalt

7. Fazit

8. Abbildungsverzeichnis

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung: Was ist Stress?

Was bedeutet eigentlich Stress? Was steckt genau hinter diesem Begriff? Wir verwenden den Ausdruck „Stress“ in vielerlei Hinsicht und zu vielen Situationen. Obwohl keine genauere Erklärung dem Ausspruch: „Ich bin echt gestresst“ folgt, weiß wahrscheinlich jeder sofort, was die ausdrückende Person meint. Man sollte wissen, dass der Begriff „Stress“ kein Gefühl ausdrückt, wie man vielleicht denken könnte, sondern eigentlich einen Zustand, der wiederum verschiedene Gefühle hervorrufen kann. Genau genommen stammt der Begriff „Stress“ ursprünglich aus dem englischen Sprachgebrauch der Mechanik und bedeutet soviel wie: „Spannung, Druck, Belastung“ (de.langenscheidt.com/englisch-deutsch, letzter Zugriff 05/2020). In unserem Sprachgebrauch meinen wir damit allerdings einen äußeren Reiz oder Umgebungseinflüsse. „In diesem Sinne ist Stress ein Ereignis, das eine Störungsreaktion induziert“ (Lazarus in: Nitsch, 1981). Somit ist in dieser Definition der auslösende Faktor einer darauffolgenden Reaktion gemeint. Eine weitere Definition ist, dass der Begriff „Stress“„die unspezifische Reaktion des Körpers auf Anforderungen, die an uns gestellt werden“ (Selye in: Nitsch, 1981), bedeutet. Hiermit ist die Reaktion gemeint, welche auf eine Anforderung folgt, egal, ob diese positiv oder negativ ist, sondern hier entscheidet nur die Intensität. Levine und Ursin (1991) untergliedern die Definition noch einmal in Stressstimuli (input), individuelle Stressverarbeitung und Stressreaktion.

Grundsätzlich ist Stress zuerst einmal nicht als negativ anzusehen, sondern als überlebenswichtig. Aus der Urzeit stammt die Kampf- oder Fluchtreaktion (fight or flight). Tauchte der Säbelzahntiger plötzlich auf, wurde in Bruchteilen von Sekunden das Alarmsystem des Körpers aktiviert, um sein eigenes Leben zu retten. Das sympathische Nervensystem bereitet den Körper auf Kampf oder Flucht vor, indem der Herzschlag erhöht, die Lunge erweitert und die Verdauung eingestellt wird. Muskeln und Stoffwechsel arbeiten auf Hochtouren. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol verhelfen dem Körper dazu Hochleistung erbringen zu können. Sobald die lebensbedrohliche Situation beendet ist, übernimmt das parasympathische Nervensystem die Steuerung, sodass sich Blutdruck und Puls wieder regulieren. Die Verdauung setzt wieder ein und die Muskeln entspannen sich. Man sieht, dass die Stressreaktion eine Anpassungsreaktion auf eine Belastung, also eine gesunde Reaktion des Körpers bedeutet. Unser Organismus passt seine Reaktion auf eine stressauslösende Situation an, um sich physiologisch sowie psychisch weiterzuentwickeln. Hans Selye (1981) prägte den Begriff des allgemeinen Adaptionssystems (AAS). Hiermit wird eine unspezifische Reaktion des Körpers auf Störungen des körperlichen Gleichgewichts bezeichnet, mit den Phasen „Alarmreaktion - Widerstands- / Anpassungsphase / Phase der Resistenz - Erschöpfungsphase“. Diese Störungen oder auch Reize, kann man als s.g. Stressoren bezeichnen, die als äußere Einflüsse oder innerpsychische Anforderungen auf den Menschen einwirken. Durch diese entsteht eine körperliche oder emotionale Veränderung, die s.g. Stressreaktion. Stressoren können verschiedenartig sein, z.B. physikalische Stressoren wie Hitze, Kälte, Lärm etc., körperliche Stressoren wie Hunger, Durst, Verletzungen, Schmerzen etc., soziale Stressoren wie Konflikte, Konkurrenz, Trennung, Isolation etc. oder Leistungsstressoren wie Zeitdruck, Prüfungen, Überforderung, Perfektionismus etc. Stressoren können verschieden auf den Menschen einwirken, es kommt ganz auf das jeweilige Individuum an. So kann z.B. bei der einen Person laute Musik das Gefühl von Glück und Beschwingtheit auslösen, bei der Anderen jedoch löst sie eine Stressreaktion aus. Hiervon abhängig ist die jeweilige Situation der einzelnen Person, deren individuelle Ressourcen und Fähigkeiten. Diese bestimmen subjektive kognitive Interpretationen und Bewältigungsmöglichkeiten, geprägt durch sozialen Kontext, Status, genetische Faktoren, Geschlecht, Entwicklungsstand und jeweilige Erfahrungen. Manche Stressoren können auf den Menschen aktivierend und motivierend wirken und fördern somit Gesundheit und Wohlbefinden, was sich hinsichtlich der Leistungsfähigkeit bemerkbar macht. Bei erfolgreicher Bewältigung einer solchen Situation steigert dies das Selbstwertgefühl erheblich. Es ist also nicht schlimm, wenn sich der Mensch ab und zu überfordert oder bedroht fühlt, solange die Situation erfolgreich bewältigt wird. Gegenteilig dazu kann eine Unterforderung zu Monotonie und Passivität führen, was einen Boreout zur Folge haben kann.

Sobald aber eine Stresssituation langfristig besteht und chronisch wird, hat dies negative Auswirkungen auf den Organismus. Dauerstress und eine anhaltende Anspannungssituation führen zu körperlichen Symptomen wie z.B. Herz-Kreislaufbeschwerden, Herzrasen, hoher Blutdruck, Schweißausbrüchen, Magen-Darmbeschwerden, Schlafstörungen, Hautreizungen, Infektanfälligkeiten oder auch Atemnot. Auch muskuläre Reaktionen wie z.B. Verspannungen und dadurch Rücken- und Kopfschmerzen, Muskelzittern und Tics, Krampfneigung, nervöses Händezittern oder Fußwippen können auftreten.

Die folgende Tabelle zeigt mögliche Folgeerkrankungen bei Dauerstress:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Mögliche langfristige Folgen von chronischem Stress (Kaluza, 2004-2011, S.26)

Es hängt von mehreren Faktoren ab, ob eine Belastung zu einer Fehlbelastung führt. Vorhandene Ressourcen des Einzelnen entscheiden, ob eine Beanspruchung eine Belastung oder Herausforderung ist. Unsere Ressourcen dienen als s.g. Pufferfunktion, sie haben Einfluss auf die Motivation und somit darauf, unsere Kompetenzen und Selbstwirksamkeit auszubauen. Es gibt innere und äußere Ressourcen. Die Inneren sind z.B. Abgrenzungs- und Beobachtungsfähigkeiten, unser Realitätssinn und emotionale sowie kognitive Fähigkeiten. Äußere Ressourcen sind z.B. materielle Absicherung, Freizeitgestaltung, physische Merkmale und unsere Gesundheit. Ebenfalls gehören unsere sozialen Netzwerke zu unseren Ressourcen. Als Kompetenzen sehen wir unsere bewussten oder unbewussten Fähigkeiten, Fertigkeiten und unser Wissen. Je besser diese sind, desto mehr wird unser Selbstwertgefühl gestärkt. Kompetenzen kann man sein Leben lang weiter auf- bzw. ausbauen z.B. in einem Stressbewältigungstraining. Ein Stressbewältigungstraining vermittelt eine Kombination von kognitiven / mentalen, regenerativen und instrumentellen Techniken (Kaluza, 2004). Diese Techniken erhöhen unsere jeweiligen Stresskompetenzen und verhindern so präventiv stressindizierte Krankheitsfolgen, indem eine Veränderung der verdeckten Bewertungs-, Wahrnehmungs-, Vorstellungs- und Denkprozesse bewirkt werden.

2. Setting des Kurses

In einem privat geführten großen Hotel mit breit gefächertem Wellness- und Sportangebot ist der Direktion aufgefallen, dass die Mitarbeiter besonders auf Führungsebene vermehrt im Krankenstand sind. Die Abteilungen sind auf Grund vieler Kündigungen in den letzten Monaten stark dezimiert worden und die Arbeit verlagert sich somit auf weniger Mitarbeiter. Dies führt dazu, dass die Abteilungsleiter und deren Stellvertreter nun zusätzlich zu ihren Führungsaufgaben auch im normalen Tagesgeschehen eingesetzt werden müssen, um die dezimierte Mitarbeiteranzahl auszugleichen. Die Direktion möchte nun im Stressmanagement ansetzen, um deren Führungskräfte die Möglichkeit zu geben, nachhaltige Stressbewältigung zu erlernen und sich somit besser gegen Stress schützen zu können. Die Teilnehmeranzahl liegt bei 10 Personen, wobei es hier auf Grund des Dienstplanes zu Ausfällen kommen kann. Die Kursreihe umfasst 10 Wochen zu je 60 Minuten. Um auch den Teilnehmern, die auf Grund des Dienstplanes verhindert sind, die Möglichkeit zu geben, die Inhalte der Einheiten nachzuverfolgen, wird jede Einheit per Video aufgezeichnet und den fehlenden Teilnehmern am nächsten Tag per Link in einer Email zur Verfügung gestellt. Somit können sie die Inhalte lückenlos verfolgen und die Übungseinheiten für zu Hause trotzdem erarbeiten.

3. Rahmenbedingungen des Kurses

3.1 Titel des Kurses

Die Kursreihe trägt den Namen: „Work-Life-Balance - Wie ich meinen Rucksack packe, um mehr Gelassenheit im Stresschaos zu erhalten.“

3.2 Seminarkosten

Die Kosten ergeben sich wie folgt:

- Miete für Räumlichkeiten entfällt, da das Seminar in den eigenen Seminarräumen des Hotels stattfindet.
- Materialkosten entfallen, da jegliches Papier für Ausdrucke oder Flipchartpapier sowie Stifte vom Hotel zur Verfügung gestellt werden.
- Fahrtkosten der Trainerin sind angesetzt mit 0,30 EURO pro Kilometer. Es werden 130 km veranschlagt. Somit liegen die Kosten pro Seminartag bei 39,00 EURO und für das gesamte Seminar bei 390,00 EURO (10 Einheiten x 39,00 EURO).
- Honorar der Trainerin ist mit einem Bruttobetrag von 90,00 EURO pro Stunde zu berechnen. Bei einer festgesetzten Stundenanzahl von 10 Einheiten ergibt dies 900,00 EURO brutto für das gesamte Seminar.

Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf 390,00 EURO (Fahrtkosten) + 900,00 EURO (Honorar) = 1290,00 EURO gesamt. Die Seminarkosten sind bei Buchung zu einem Drittel, sprich 430,00 EURO im Voraus zu entrichten. Der restliche Teil von 860,00 EURO bei Seminarende.

3.3 Teilnehmer

10 Teilnehmer, die sich aus Abteilungsleitern und deren Stellvertretern zusammensetzen.

3.4 Räumliche Organisation

Die Kurseinheiten finden in einem ruhigen, abgelegenen und klimatisierten Seminarraum des Hotels statt, welcher mit Teppichboden ausgestattet ist. Der Raum ist optisch abgeteilt in zwei Bereiche. Ein Teil ist ausgestattet mit Tischen und Stühlen für den theoretischen Teil, ein anderer Teil ist eine freie Fläche mit Yogamatten für den praktischen Entspannungsteil.

3.5 Hilfsmittel

Als Hilfsmittel werden ein Flipchart mit verschiedenfarbigen Stiften und Moderationskarten sowie ein Beamer mit einer ausziehbaren Beamerleinwand bereitgestellt. Blöcke und Kugelschreiber zum evtl. Mitschreiben werden vom Hotel ebenfalls zur Verfügung gestellt. Auf ein Skript wird verzichtet, damit sich die Teilnehmer vornehmlich auf das Geschehen im Raum konzentrieren können. Yogamatten werden für jeden Teilnehmer aus dem zugehörigen Sportpark organisiert und liegen zu jeder Kurseinheit bereit. Verschiedene Arbeitsblätter für die unterschiedlichen Seminareinheiten werden am jeweiligen Seminartag ausgegeben. Diese dienen auch für die Nachhaltigkeit bei Beendigung des Seminars und werden mit nach Hause genommen. Damit die einzelnen Kurseinheiten per Video aufgezeichnet werden können, stellt das Hotel dafür eine Videokamera zur Verfügung.

3.6 Kurzbeschreibung des Kurses / Flyer

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Flyer (eigene Darstellung)

3.7 Übungsblätter

3.7.1 Stresstagebuch

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 - Stresstagebuch (eigene Darstellung)

3.7.2 The Work

Die Abbildung 4 wurde aus urheberrechtlichen Gründen von der Redaktion entfernt

Abbildung 4 - The Work (thework.com/wp-content/uploads/2019/11/jyn_de_14jul2019_a4_form.pdf)

3.7.3 Checkliste - Stressverschärfende Gedanken

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 - Checkliste: Stressverschärfende Gedanken (Kaluza, 2004-2011, S. 213)

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Stressmanagement- und Burnoutprophylaxe. Kurskonzept zur Stressbewältigung
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1005995
ISBN (eBook)
9783346389398
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stressmanagement, Entspannung, Burnout-Prävention
Arbeit zitieren
Stefanie Sziburies (Autor:in), 2020, Stressmanagement- und Burnoutprophylaxe. Kurskonzept zur Stressbewältigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005995

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