Diese Abschlussarbeit mit dem Titel "Stressmanagement- und Burnoutprophylaxe" enthält eine Ausarbeitung eines Kurskonzeptes zum Thema Stressbewältigung über einen Zeitraum von 10 Wochen.
Die Kursreihe trägt den Namen: „Work-Life-Balance - Wie ich meinen Rucksack packe, um mehr Gelassenheit im Stresschaos zu erhalten.“
In einem privat geführten großen Hotel mit breit gefächertem Wellness- und Sportangebot ist der Direktion aufgefallen, dass die Mitarbeiter besonders auf Führungsebene vermehrt im Krankenstand sind. Die Abteilungen sind auf Grund vieler Kündigungen in den letzten Monaten stark dezimiert worden und die Arbeit verlagert sich somit auf weniger Mitarbeiter. Dies führt dazu, dass die Abteilungsleiter und deren Stellvertreter nun zusätzlich zu ihren Führungsaufgaben auch im normalen Tagesgeschehen eingesetzt werden müssen, um die dezimierte Mitarbeiteranzahl auszugleichen. Die Direktion möchte nun im Stressmanagement ansetzen, um deren Führungskräfte die Möglichkeit zu geben, nachhaltige Stressbewältigung zu erlernen und sich somit besser gegen Stress schützen zu können. Die Teilnehmeranzahl liegt bei 10 Personen, wobei es hier auf Grund des Dienstplanes zu Ausfällen kommen kann. Die Kursreihe umfasst 10 Wochen zu je 60 Minuten. Um auch den Teilnehmern, die auf Grund des Dienstplanes verhindert sind, die Möglichkeit zu geben, die Inhalte der Einheiten nachzuverfolgen, wird jede Einheit per Video aufgezeichnet und den fehlenden Teilnehmern am nächsten Tag per Link in einer Email zur Verfügung gestellt. Somit können sie die Inhalte lückenlos verfolgen und die Übungseinheiten für zu Hause trotzdem erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Was ist Stress?
2. Setting des Kurses
3. Rahmenbedingungen des Kurses
3.1 Titel des Kurses
3.2 Seminarkosten
3.3 Teilnehmer
3.4 Räumliche Organisation
3.5 Hilfsmittel
3.6 Kurzbeschreibung des Kurses / Flyer
3.7 Übungsblätter
3.7.1 Stresstagebuch
3.7.2 The Work
3.7.3 Checkliste - Stressverschärfende Gedanken
3.7.4 SMARTe Ziele
3.7.5 GROW
3.8 Feedbackbogen
4. Zielgruppe
5. Lernziele
6. Ablaufplan
Kursinhalt 1
Kursinhalt 2
Kursinhalt 3
Kursinhalt 4
Kursinhalt 5
Kursinhalt 6
Kursinhalt 7
Kursinhalt 8
Kursinhalt 9
Kursinhalt 10
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Abschlussarbeit hat das Ziel, ein strukturiertes, zehntätiges Kurskonzept zur Stressbewältigung und Burnoutprophylaxe für Führungskräfte in einem Hotelbetrieb zu entwickeln. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch gezielte theoretische Inputs, Reflexionsmethoden und praktische Entspannungsübungen die individuelle Stresskompetenz der Teilnehmer nachhaltig gestärkt und Fehlbelastungen durch chronischen Stress präventiv entgegengewirkt werden kann.
- Grundlagen und Entstehung von Stress sowie das transaktionelle Stressmodell
- Identifikation individueller Stressoren und innerer Antreiber
- Methoden der Stressbewältigung (kognitiv, mental, regenerativ)
- Zeitmanagement und Priorisierung durch bewährte Ansätze wie das Eisenhower-Prinzip
- Praktische Implementierung von Entspannungstechniken in den Arbeitsalltag
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung: Was ist Stress?
Was bedeutet eigentlich Stress? Was steckt genau hinter diesem Begriff? Wir verwenden den Ausdruck „Stress“ in vielerlei Hinsicht und zu vielen Situationen. Obwohl keine genauere Erklärung dem Ausspruch: „Ich bin echt gestresst“ folgt, weiß wahrscheinlich jeder sofort, was die ausdrückende Person meint. Man sollte wissen, dass der Begriff „Stress“ kein Gefühl ausdrückt, wie man vielleicht denken könnte, sondern eigentlich einen Zustand, der wiederum verschiedene Gefühle hervorrufen kann. Genau genommen stammt der Begriff „Stress“ ursprünglich aus dem englischen Sprachgebrauch der Mechanik und bedeutet soviel wie: „Spannung, Druck, Belastung“ (de.langenscheidt.com/englisch-deutsch, letzter Zugriff 05/2020). In unserem Sprachgebrauch meinen wir damit allerdings einen äußeren Reiz oder Umgebungseinflüsse. „In diesem Sinne ist Stress ein Ereignis, das eine Störungsreaktion induziert“ (Lazarus in: Nitsch, 1981). Somit ist in dieser Definition der auslösende Faktor einer darauffolgenden Reaktion gemeint. Eine weitere Definition ist, dass der Begriff „Stress“ „die unspezifische Reaktion des Körpers auf Anforderungen, die an uns gestellt werden“ (Selye in: Nitsch, 1981), bedeutet. Hiermit ist die Reaktion gemeint, welche auf eine Anforderung folgt, egal, ob diese positiv oder negativ ist, sondern hier entscheidet nur die Intensität. Levine und Ursin (1991) untergliedern die Definition noch einmal in Stressstimuli (input), individuelle Stressverarbeitung und Stressreaktion.
Grundsätzlich ist Stress zuerst einmal nicht als negativ anzusehen, sondern als überlebenswichtig. Aus der Urzeit stammt die Kampf- oder Fluchtreaktion (fight or flight). Tauchte der Säbelzahntiger plötzlich auf, wurde in Bruchteilen von Sekunden das Alarmsystem des Körpers aktiviert, um sein eigenes Leben zu retten. Das sympathische Nervensystem bereitet den Körper auf Kampf oder Flucht vor, indem der Herzschlag erhöht, die Lunge erweitert und die Verdauung eingestellt wird. Muskeln und Stoffwechsel arbeiten auf Hochtouren. Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol verhelfen dem Körper dazu Hochleistung erbringen zu können. Sobald die lebensbedrohliche Situation beendet ist, übernimmt das parasympathische Nervensystem die Steuerung, sodass sich Blutdruck und Puls wieder regulieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Was ist Stress?: Erläutert die wissenschaftliche Definition von Stress und differenziert zwischen der lebensnotwendigen akuten Stressreaktion und den Gefahren von Dauerstress.
2. Setting des Kurses: Beschreibt den betrieblichen Kontext eines Hotelbetriebs sowie die Rahmenbedingungen der geplanten zehnwöchigen Seminarreihe für Führungskräfte.
3. Rahmenbedingungen des Kurses: Detailliert die organisatorischen Aspekte inklusive Kostenplanung, Teilnehmerstruktur, räumliche Gegebenheiten und die verwendeten Arbeitsmaterialien.
4. Zielgruppe: Analysiert die Belastungssituation von Führungskräften in der Sandwichposition, die durch Personalmangel und erhöhte Anforderungen besonders gefährdet sind.
5. Lernziele: Definiert die angestrebten Kompetenzen, darunter die Stärkung der Stressresistenz, das Erlernen von Entspannungstechniken und die Anwendung von Selbstmanagementmethoden.
6. Ablaufplan: Präsentiert ein detailliertes 10-wöchiges Kursprogramm, das wöchentliche Module mit theoretischen Inputs, Übungen und Reflexionen zur Stressbewältigung enthält.
7. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Wichtigkeit der langfristigen Integration der erlernten Methoden in den persönlichen Alltag.
Schlüsselwörter
Stressmanagement, Burnoutprophylaxe, Führungskräfte, Stressbewältigung, Work-Life-Balance, transaktionelles Stressmodell, Resilienz, Entspannungstechniken, Zeitmanagement, Eisenhower-Prinzip, Selbstwirksamkeit, Stressoren, kognitive Umstrukturierung, Gesundheitsförderung, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines 10-wöchigen Kurskonzepts zur Stressbewältigung und Burnoutprophylaxe, das speziell auf die Bedürfnisse von Führungskräften in der Hotellerie zugeschnitten ist.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Stressphysiologie, die Identifikation individueller Stressfaktoren, die Stärkung von Ressourcen sowie die Vermittlung von Methoden zur mentalen und regenerativen Stresskompetenz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Führungskräften ein praktisches „Rüstzeug“ an die Hand zu geben, um den Anforderungen in der Sandwichposition besser gewachsen zu sein und präventiv stressbedingten Erkrankungen vorzubeugen.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden fundierte Konzepte wie das transaktionelle Stressmodell nach Lazarus sowie die Ansätze von Kaluza (drei Säulen der Stresskompetenz) und zeitmanagement-orientierte Modelle wie das Eisenhower-Prinzip oder die ALPEN-Methode angewendet.
Was umfasst der Hauptteil des Kurskonzepts?
Der Hauptteil gliedert sich in zehn wöchentliche Einheiten, die von der Einführung in das Stressthema über die Bearbeitung persönlicher Glaubenssätze und Antreiber bis hin zu Zeitmanagement und praktischen Entspannungsmethoden reichen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stressprävention, Führungskräfteentwicklung, Ressourcenmanagement, Selbstreflektion und Gesundheitsförderung bestimmt.
Warum wurde speziell eine Zielgruppe aus Führungskräften gewählt?
Führungskräfte in der Hotellerie befinden sich häufig in einer belastenden „Sandwichposition“, in der sie gleichzeitig operative Aufgaben ausführen und Personal führen müssen, was sie besonders anfällig für chronischen Stress macht.
Welchen Stellenwert nimmt die Dokumentation in der Arbeit ein?
Die Arbeit legt großen Wert auf Transparenz und Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Arbeitsblättern (z.B. Stresstagebuch, SMARTe Ziele, GROW-Modell), die den Teilnehmern helfen sollen, die Inhalte auch nach Kursende weiter anzuwenden.
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- Stefanie Sziburies (Author), 2020, Stressmanagement- und Burnoutprophylaxe. Kurskonzept zur Stressbewältigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005995