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Die Sinti und Roma. Opfer der NS-Rassenideologie

Title: Die Sinti und Roma. Opfer der NS-Rassenideologie

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Silvan Schütt (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Der Fokus der Arbeit liegt auf der Frage, welche Maßnahmen sich die Nationalsozialisten bei der Produktion einer rassisch überlegenen Volksgemeinschaft zunutze machten und mit welchen rassenideologischen Grundannahmen sie diese Maßnahmen rechtfertigten. Es soll hier speziell Auswirkungen auf die kleine Minderheit der Sinti und Roma untersucht werden. In Kapitel 2 wird zunächst die NS-Rassenideologie vorgestellt, die von der Ungleichheit verschiedener Rassen und der Überlegenheit der arischen Rasse ausgeht, bevor im dritten Kapitel die Gruppe der "Zigeuner" vorgestellt wird, die als "minderwertig" und "fremdrassig" stigmatisiert wurde und die es zu eliminieren galt. Hier möchte ich die Voraussetzungen und Mittel des NS-Regimes darstellen, mit dem sie gegen die Sinti und Roma vorgingen.

Hauptquelle für diese Hausarbeit bildet das Buch "Sinti und Roma im Dritten Reich" von Till Bastian, das sich gut fundiert und tiefgründig mit der Thematik auseinandersetzt. Generell gestaltete sich die Literaturrecherche als einfach, da die Auswahl an Werken zu diesem Thema relativ umfangreich und vielfältig ist.

Der Ursprung des nationalsozialistischen Rassenwahns und der daraus resultierenden Verbrechen im Dritten Reich lag in den rassenideologischen und sozialdarwinistischen Theorien des 19. Jahrhunderts und in dem Wunsch der Nationalsozialisten, eine Volksgemeinschaft zu erschaffen, die allen anderen Völkern körperlich wie auch geistig überlegen ist und somit die Weltherrschaft auf ewig für sich in Anspruch nehmen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die NS-Rassenideologie – Die „arische Rasse“ und das „Untermenschentum“

2.1. Theoretische Grundlagen – „Rassenkampf“ und „Rassenhygiene“

2.2. Arier versus „Untermensch“ – eine nationalsozialistische Charakterisierung

3. Die soziale Ausgrenzung, Verfolgung und der Völkermord an den „Zigeunern“

3.1. Wurzeln der Ablehnung

3.2. Verfolgung und Ausgrenzung der Sinti und Roma im Dritten Reich

3.3. Übergang zum Massenmord

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rassenideologischen Grundlagen des Nationalsozialismus und deren konkrete Auswirkungen in Form von Diskriminierung, Verfolgung und schließlich dem Völkermord an der Minderheit der Sinti und Roma.

  • Die theoretischen Wurzeln der NS-Rassenideologie und des Sozialdarwinismus.
  • Die wissenschaftliche und bürokratische Konstruktion von „Minderwertigkeit“ und „Untermenschentum“.
  • Historische Wurzeln der Ausgrenzung von Sinti und Roma in Deutschland.
  • Die Eskalation staatlicher Repressionen bis hin zur systematischen Vernichtung im Holocaust.

Auszug aus dem Buch

3.1. Wurzeln der Ablehnung

Die „Zigeuner“, wie sie in der Sprache ihrer Peiniger genannt wurden, blicken auf eine etwa 600-jährige Geschichte in Mitteleuropa zurück. Den Ursprung hat diese Minderheit in Indien. Sie ist dann über mehrere Jahrhunderte in einer Wanderbewegung Richtung Westen gezogen. Ihr Weg führte sie wohl über Griechenland, den Balkan und schließlich im Mittelalter in das Gebiet des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen. Sie galten damals schon als „fremd“ und „wild“. Kaiser Sigismund (1433-1437) stellte ihnen noch einen Schutzbrief aus und sie wurden noch allgemein geduldet. Kurze Zeit später, im Jahre 1544, sind die ersten schriftlichen Vorurteile gegenüber den „Zigeuner“ verfasst worden. So schrieb der Heidelberger Universitätsprofessor Sebastian Münster von einem „elend Volk“ ohne Vaterland. Ernehret sich mit stelen, ein Volk ohne Religion welches wie ein Hund lebt, was ohne Sorgen lebt und von einem Land zum nächsten zieht. Die Toleranz gegenüber dieser Gruppe wurde immer geringer, der soziale ökologische Spielraum ebenso. Der Schutzbrief wurde aufgehoben und es gab immer häufiger Erlasse gegen das „Zigeunerwesen“.

In der folgenden Geschichte bis 1919 wurden die nichtsesshaften Fremden immer häufiger als „Plage“ bezeichnet, die durch ihre Kultur und Lebensweise provozierten. Es kam immer häufiger zu Eingriffen der Obrigkeit. Man versuchte, die Sinti und Roma sesshaft zu machen. Es wurden „Zigeunerkolonien“ gegründet, in denen die Zigeuner sesshaft gemacht werden sollten. Bismarck war ein besonderer Scharfmacher der „Zigeunerpolitik“. Er forderte die strikte Unterscheidung zwischen ausländischen und deutschen „Zigeunern“. Die ausländischen Zigeuner sollten ausgewiesen werden und die deutschen „Zigeunerbanden“ dauerhaft sesshaft gemacht werden. Auch kam es zu Berufseinschränkungen und einer umfangreichen Überwachung und Erfassung durch die 1899 in München errichtete „Zigeunerzentrale“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den rassenideologischen Ursprung der nationalsozialistischen Verbrechen und definiert den Fokus der Arbeit auf die Verfolgung der Sinti und Roma.

2. Die NS-Rassenideologie – Die „arische Rasse“ und das „Untermenschentum“: Dieses Kapitel analysiert die pseudowissenschaftlichen Lehren, wie Rassenhygiene und Sozialdarwinismus, die zur Konstruktion des „Ariers“ und des „Untermenschen“ führten.

3. Die soziale Ausgrenzung, Verfolgung und der Völkermord an den „Zigeunern“: Hier werden die historischen Ursprünge der Vorurteile sowie die spezifischen staatlichen Maßnahmen, Gesetze und Mechanismen des Völkermords an den Sinti und Roma detailliert dargestellt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Einzigartigkeit des Verbrechens durch die bürokratisch-ideologische Planung zusammen und würdigt die Bedeutung des Völkermords für die kollektive Identität der Betroffenen.

5. Literatur: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Sinti und Roma, Rassenideologie, Rassenhygiene, Völkermord, Diskriminierung, Ausgrenzung, Zigeuner, Holocaust, Sozialdarwinismus, Untermensch, Verfolgung, NS-Regime, Konzentrationslager, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die nationalsozialistische Rassenideologie und deren spezifische Umsetzung in der Verfolgung und Vernichtung der Minderheit der Sinti und Roma.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert auf die rassenideologischen Grundlagen des NS-Staates, die diskriminierende „Zigeunerpolitik“ und die systematische Deportation und Vernichtung dieser Bevölkerungsgruppe.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen pseudowissenschaftlichen Grundannahmen die Nationalsozialisten ihre Maßnahmen gegen die Sinti und Roma rechtfertigten und wie diese in der Praxis durchgeführt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Hausarbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um historische Zusammenhänge und die Entwicklung der NS-Rassenpolitik kritisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der rassenideologischen Lehren (Rassenkunde, Sozialdarwinismus) und die chronologische sowie strukturelle Aufarbeitung der Verfolgung der Sinti und Roma von der Ausgrenzung bis zum Massenmord.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rassenhygiene, Untermenschentum, Sinti und Roma, Verfolgung und systematischer Genozid.

Welche Rolle spielte die „Rassenhygienische Forschungsstelle“?

Diese Einrichtung erstellte unter der Leitung von Dr. Robert Ritter zehntausende Gutachten, die als pseudowissenschaftliche Basis für die Deportation und Vernichtung der Sinti und Roma dienten.

Wie unterschied sich die Verfolgung der Sinti und Roma von der der Juden?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Sinti und Roma bereits auf eine lange Geschichte der Diskriminierung zurückblickten, was die Akzeptanz der Bevölkerung für die Maßnahmen der Nazis möglicherweise beeinflusste.

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Details

Title
Die Sinti und Roma. Opfer der NS-Rassenideologie
College
University of Flensburg  (Geschichte)
Course
Minderheiten in Deutschland im europäischen Zusammenhang
Grade
1,0
Author
Silvan Schütt (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V1005998
ISBN (eBook)
9783346388728
ISBN (Book)
9783346388735
Language
German
Tags
NS Rassenideologie Rassenkampf Rassenhygiene Verfolgung Völkermord Sinti Roma Zigeuner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvan Schütt (Author), 2008, Die Sinti und Roma. Opfer der NS-Rassenideologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005998
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