Politischer Wandel eines Systems am Beispiel der DDR


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

3 Seiten, Note: 14 Punkte


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Politischer Wandel am Beispiel der DDR

Definition: Politischer Wandel beschreibt Veränderungen grundlegender Merkmale eines politischen Systems, wie etwa bestimmter politischer Institutionen oder politischer Ideologie.

Das Ende der DDR:

- Schon Mitte der 80-er Jahre gab es Menschrechts- und Friedensgruppen unter dem Dach der Kirche

- Erste Demonstationen solcher Organisationen wurden von der Stasi im Keim erstickt

- Im Frühjahr 1989 kam es nach dem Wahlbetrug der SED zu Demonstrationen im ganzen Land

- Massenflucht der Bevölkerung in die Bundesrepuplik Deutschland

- Nach Öffnung der Grenzen in Ungarn am 11. September 1989 fliehen tausende in die BRD

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Teilnehmerzahlen bei Montagsdemonstarationen nehmen zu

- Auch der 40. Jahrestag der DDR-Gründung wird von einer Großdemonstation überschattet

- Staats- und Parteichef Erich Honecker tritt am 18. Oktober 1989 zurück. Sein Nachfolger wird Egon Krenz

- Eine Million Menschen demonstrieren am 4. November 1989 in Ostberlin für demokratische Reformen

- Die gesamte DDR-Regierung tritt am 7. November 1989 zurück

- Am 9. November öffnet die DDR die Grenzübergänge zur BRD und nach Westberlin

Ursachen des Wandels:

- Reformpolitik Gorbatschows

- ideologische Verblendung

- personelle Führungsschwäche

- ökonomische Schwäche

- demokratische und rechtstaatliche Defizite

- ökologischer Raubbau Quelle: - Staatsformen der Gegenwart.(1997)

- Reformen in Osteuropa - Bundeszentrale für politische Bildung

Mein Referat heute, hat den Politischen Wandel am Beispiel der DDR zum Thema!

Bevor ich aber näher auf die Umstände eingehe, die zum Zusammenbruch der DDR führten, muss man sich fragen was politischer Wandel überhaupt bedeutet.

Unser Buch definiert polit. Wandel so:

„Politischer Wandel beschreibt Veränderungen grundlegender Merkmale eines politischen Systems,wie etwa bestimmter Institutionen oder politischer Idelogie.“

Wie aber gingen diese Veränderungen in der DDR genau vor sich:

1985 wurde Michail Gorbatschow zum neuen Generalsekretär der KPdSU,der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, gewählt. Nun begann sich langsam der Eiserne Vorhang ein wenig zu öffnen. Perestroika und Glasnost(was übersetzt soviel wie,WENDE UND OFFENHEIT heisst) waren die Schlagwörter seiner Reformen. Viel schneller als in der Sowjetunion kam der Reformkurs aber bei den anderen Ostblockstaaten, den sogenannten Satellitenstaaten der UdSSR zum Tragen. Kaum wurden die Zügel von Moskau gelockert, war der Umbruch meist kaum mehr aufzuhalten. In Polen wurde der Sozialismus abgeschafft und freie, demokratische Wahlen ausgeschrieben, im Juli 89 erklärten die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen ihre Unabhängigkeit, das ungarische Volk drängte auf Reformen, in Peking kam es auf dem Platz des Himmlischen Friedens zu einem Studentenaufstand, der blutig niedergeschlagen wurde.

Diese Umbruchstimmung hatte natürlich auch Auswirkungen auf die DDR!

Die friedliche Revolution in der DDR

Schon Mitte der achtziger Jahre bildeten sich in der DDR Menschenrechts-, und Friedensgruppen, zunächst unter dem Dach der Kirche. Die Kirche in der DDR trug einen wichtigen Teil zur Einheit bei, da sie den einzigen Freiraum bot, der nicht direkt von der Stasi kontrollierbar war. Somit war allerdings die Kirche gleichzeitig ein beliebtes Ziel der Stasi. Erste Demonstrationen solcher Organisationen wurden von der Stasi im Keim erstickt. Im Mai 1989 stellten Bürgerinitiativen bei den Kommunalwahlen in der DDR Wahlfälschung durch die SED fest . Darauf folgend kam es zu Demonstrationen im ganzen Land. Nachdem schon im Februar eine Familie mit ihrem Wagen die Sperre der VOPO(der Volkspolizei) zur Ständigen Vertretung der BRD durchbrach, um somit ihre Ausreise zu erzwingen, flüchtetenzahlreiche DDR-Bürger im Laufe der Monate in die Ständige Vertretung in Ostberlin oder in die deutschen Botschaften in Prag, Warschau und Budapest, die dann teilweise wegen Überfüllung geschlossen werden mußten. Als schließlich in der Nacht zum 11. September die Ungarische Regierung ihre Grenzen zum Westen öffnete, flüchteten Tausende von Menschen über Ungarn in die Bundesrepublik.Wie viele Flüchtlinge es allein 1989 gab,zeigt die Grafik auf dem Handout)

Die scharfe Kritik der DDR-Regierung gegenüber Ungarn stieß auf taube Ohren. Nach und nach wurde den SED-Funktionären bewußt, daß die DDR ohne Signale der Verhandlungsbereitschaft ausbluten werde. Ende September wurden die Ausreisen der ‘Botschaftsbesetzer’ in Sonderzügen genehmigt. Die Zugfahrt führte durch die DDR, wo Ausreisewillige versuchten, auf die Züge aufzuspringen.

Es kam zu erneuten Demonstrationen. Jeden Montagabend gingen in Leipzig Tausende von Menschen auf die Straßen (Montagsdemonstrationen), und jede Woche wurden es mehr.

Den 40-sten Jahrestag der DDR am 7. Oktober 89 wollte Erich Honecker mit einer großen Feier und Militärparaden angehen. Diese Preisung der DDR viel jedoch ins Wasser, als es in Berlin und vielen anderen Städten zu ausgeweiteten Demonstrationen kam. Bei einer Großdemonstration in Leipzig am Montag dem 9. Oktobers gingen 70 000 Menschen auf die Straßen. Zwar griff die Stasi ein und eine gewaltsame Beendigung des Aufstandes war vorbereitet ,jedoch hielten sich die gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in kleinem Rahmen. Das Desaster auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking ließ die SED vor Gewaltanwendung zurückschrecken. Trotz mahnender Worte Michail Gorbatschows — aus seiner Rede in Ostberlin am 7.10. stammen die berühmten Worte: "Wer zuspät kommt, den bestraft das Leben" — wehrte sich Honecker gegen Reformen. Am 18. Oktober wird er schließlich vom SED-Politbüro abgesetzt. Als Nachfolger entscheidet man sich für Egon Krenz. Dieser konnte die Macht der SED jedoch nicht mehr retten.

Die Demonstrationen rissen nicht ab. Über eine Million Menschen forderten auf dem Alexander-Platz in Ostberlin anfang November Reformen und die Abschaffung des SED- Machtmonopols. Inzwischen bildeten sich in einigen Städten Reformgruppen, Parteien und sogar Gewerkschaften. Einige schlossen sich zum sogenannten ‘Neuen Forum’ zusammen. In manchen Teilen der DDR löste sich der Staatsapparat langsam auf und wurde durch ‘Runde Tische’ ersetzt. Am 7. November trat schließlich die gesamte DDR-Regierung zurück Am Abend des 9. November 1989 wurden die Reisebeschränkungen zwischen DDR und BRD vollständig aufgehoben. Nach dieser etwas unklar formulierten Mitteilung brach in Berlin ein Chaos aus. Millionen von Menschen strömten nach Westen. Die friedliche Revolution trug ihre Früchte: 28 Jahre nach ihrem Bau war die Mauer gefallen.

Fassen wir also zusammen was die Ursachen für das Ende des DDR-Systems waren:

Die Reformpolitik Gorbatschows war sicherlich ein Auslöser dafür.Den nachdem die ersten Reformen in den Ostblockstaaten verwirklicht wurden, wuchs die Unzufriedenheit bei den DDR- Bürgern.Weiter Ursachen waren die ideologische Verblendung und die Personelle Führungsschwäche der Regime-Führung,die auf Probleme überhaupt nicht oder zu langsam reagierte.Ökonomische Schwäche, vor allem im Vergleich zur Bundesrepuplik, demokratische und rechtstaatliche Defizite,aber auch z.B die Schädung der Umwelt ließen den Unmut der

Bevölkerung wachsen.Letzendlich aber war es der friedliche Protest der Bürger der den Weg für die Wende und die Einigung brachte.

Abschließend betrachtet, zeigt sich das Anpassungs- und Leistungsfähigkeit politischer Systeme eng miteiander zusammenhängen.

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Politischer Wandel eines Systems am Beispiel der DDR
Note
14 Punkte
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100601
Dateigröße
330 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politischer, Wandel, Systems, Beispiel
Arbeit zitieren
Thomas Meisl (Autor), 2001, Politischer Wandel eines Systems am Beispiel der DDR, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100601

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