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Sexualpädagogik im interkulturellen Kontext. Zusammenarbeit mit Eltern

Title: Sexualpädagogik im interkulturellen Kontext. Zusammenarbeit mit Eltern

Term Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dan Norben (Author)

Pedagogy - Social pedagogy
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem angemessenen Umgang von Fachkräften mit Eltern im interkulturellen Kontext bezüglich der Sexualpädagogik. Sie versucht, eine angemessene und gelingende Form des Miteinanders zu beschreiben. Sie untersucht, wie der Umgang aussehen kann, in welcher Form er realisiert werden sollte und welche Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen.

Dazu wird zunächst definiert, was Kultur ist, was Interkulturalität meint, was man unter Sexualität generell versteht und womit sich die Sexualpädagogik beschäftigt. Anschließend wird geklärt, warum es in der Pädagogik seit wenigen Jahren neben dem Begriff der Elternarbeit den Begriff der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gibt und welchen man verwenden sollte. Dann wird sich mit zwei Formen der Pädagogik, nämlich der Sexualerziehung und der interkulturellen Pädagogik beschäftigt, um anhand derer einen angemessenen Umgang in der Zusammenarbeit mit den Eltern beschreiben zu können.

"Für die Pädagogik gibt es weder Ausländer noch Inländer, für sie gibt es nur Menschen." So schön dieser Satz klingen mag, so kritisch ist er auch zu betrachten, denn der Mensch ist nicht gleich Mensch. Zu viele Faktoren wie die Familie, in der hineingeboren wird, die Bildungsinstitutionen, die er durchläuft, die Menschen, die er kennenlernt, und nicht zuletzt auch die Kultur, zu der er sich dazugehörig fühlt, üben einen erheblichen Einfluss auf ihn aus.

All diese Gegebenheiten, die auf jeden einzelnen Menschen Einfluss nehmen, müssen berücksichtigt werden. Schwierig können solche Situationen für Menschen werden, wenn sie auf Menschen einer anderen Kultur treffen. Selbst wenn sie einen gemeinsamen sprachlichen Nenner wie beispielsweise die englische Sprache finden, kann es doch so viele unterschiedliche Ansichtsweisen auf so viele verschiedene Themenbereiche geben.

Das fängt an mit dem Verständnis von Manieren und endet in grundsätzlichen Fragen philosophischer Natur wie beispielsweise der nach gerechten Strafen einer Justiz. Sehr interessant ist auch das Thema Sexualität und der kulturelle und gesellschaftliche Umgang mit dieser. Es gibt Kulturen, in denen Polygamie eine Normalität darstellt, andere Kulturen sehen eine Monogamie vor. In diesem Zusammenhang kann auch das Thema der Trans- und Intersexualität spannende Diskussionen mit sich bringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kultur und Interkulturalität

2.1. Was ist Kultur?

2.2. Was meint Interkulturalität?

3. Sexualität und Sexualpädagogik

3.1. Zur Sexualität allgemein

3.2. Die Sexualpädagogik

4. Elternarbeit vs. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

5. Die pädagogischen Ansätze

5.1. Sexualerziehung in Kindertageseinrichtungen

5.2. Die interkulturelle Pädagogik

6. Der angemessene Umgang

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen eine professionelle und gelingende Zusammenarbeit mit Eltern im interkulturellen Kontext gestalten können, insbesondere mit Blick auf das sensible Thema der Sexualpädagogik.

  • Grundlagen von Kultur und Interkulturalität als Basis für pädagogisches Handeln.
  • Historische und sozio-kulturelle Einordnung von Sexualität und sexualpädagogischer Arbeit.
  • Weiterentwicklung von klassischer Elternarbeit hin zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.
  • Anforderungen an die pädagogische Fachkraft: Selbstreflexion, Fachwissen und Kommunikationskompetenz.
  • Reflexion über Strategien zum respektvollen Umgang mit kulturellen Differenzen im Erziehungsalltag.

Auszug aus dem Buch

3.1. Zur Sexualität allgemein

Die menschliche Sexualität ist in etwa so Komplex, wie ein Atom. Sie besteht aus mehreren Bestandteilen, von denen noch lange nicht alle erforscht sind und die die bereits erforscht sind sind nur schwer zu erläutern in ihrer Gesamtheit. Fügt man diese Bestandteile zusammen, erhält man ein Bild, das sich bei anderen mit derselben Kombination ebenfalls finden lässt. Doch fügt man nur ein weiterer Teil hinzu oder nimmt eines weg, entsteht ein vollkommen neues, anderes Bild. Einige der Bestandteile sind kompatibel und lassen sich einfach miteinander kombiniere, andere hingegen stoßen sich ab. Aus diesem Grund ist es nahezu unmöglich die menschliche Sexualität in ihrer Gesamtheit auf wenigen Seiten darzustellen. Da es einen klar vorgegebenen Rahmen für diese Hausarbeit gibt, werden hier nicht alle Aspekte genauer erläutert, sondern oftmals nur erwähnt.

Lange Zeit wurde die Sexualität ausschließlich aus biologischer Sicht betrachtet und definiert. Die Argumentation beruht dabei auf der Annahme die Sexualität sei ein „Urtrieb“, der die Reproduktion zum Zweck habe. In diesem Sinne wird auch nur die heterosexuelle Form des Koitus anerkannt, da die homosexuelle Form durch die fehlende Möglichkeit den Zweck der Sexualität zu erfüllen wieder des natürlichen sei. Mit derselben Begründung wird wird damit die sexuelle Befriedigung lediglich auf den Koitus limitiert. Diese biologische Sicht auf die Sexualität verbunden mit psychologischen Eigenschaften konstruieren das noch heute bestehende Bild der Geschlechterstereotypen, bei dem Frauen in erster Linie als sensibel und schwach gelten, Männer hingegen als grob und stark. Bei diesen Schlagwörtern wir bereits deutlich, dass die Frau hier eine hierarchisch untergeordnete Rolle einnimmt. (vgl. Wrede (Hrsg.) 2000: 25 ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer sensiblen pädagogischen Arbeit im Umgang mit kultureller Vielfalt und Sexualität, um Missverständnisse in der Zusammenarbeit mit Eltern zu vermeiden.

2. Kultur und Interkulturalität: Dieses Kapitel definiert Kultur als vielschichtiges Phänomen und klärt, was unter Interkulturalität als Disziplin und Austauschprozess zu verstehen ist.

3. Sexualität und Sexualpädagogik: Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Komplexität menschlicher Sexualität sowie eine historische Einordnung und Definition der Sexualpädagogik.

4. Elternarbeit vs. Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Das Kapitel kontrastiert das traditionelle Modell der Elternarbeit mit dem modernen, kooperativen Verständnis der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

5. Die pädagogischen Ansätze: Hier werden die praktische Umsetzung der Sexualerziehung in Kitas sowie die theoretischen Ansätze der interkulturellen Pädagogik und deren Handlungsrelevanz erläutert.

6. Der angemessene Umgang: Das Kapitel führt die Themen zusammen und beschreibt, wie Fachkräfte durch Reflexion, Dialogbereitschaft und Sensibilität einen respektvollen Umgang mit Eltern in interkulturellen Kontexten gestalten können.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Wichtigkeit ständiger Selbstreflexion für Fachkräfte und weist auf Grenzen der Arbeit sowie weiteren Forschungsbedarf hin.

Schlüsselwörter

Sexualpädagogik, Interkulturalität, Kultur, Zusammenarbeit mit Eltern, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Selbstreflexion, Sexualerziehung, Pädagogische Fachkraft, Kindertageseinrichtungen, Interkulturelle Pädagogik, Kommunikation, Professionalisierung, Vielfalt, Sozialisation, Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern im interkulturellen Kontext, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit sexualpädagogischen Themen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind der Kulturbegriff, das Verständnis von Sexualität, die Professionalisierung in der Elternarbeit sowie die methodische Umsetzung der Sexual- und interkulturellen Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine angemessene und gelingende Form des Miteinanders zwischen Fachkräften und Eltern zu beschreiben, die auf Respekt, Wertschätzung und professioneller Reflexion basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene pädagogische, soziologische und kulturwissenschaftliche Ansätze zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Kultur und Sexualität, die Abgrenzung zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sowie die Skizzierung pädagogischer Ansätze und deren Anwendung im Kita-Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Sexualpädagogik, Interkulturalität, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sowie professionelle Selbstreflexion charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Elternarbeit und Bildungs- und Erziehungspartnerschaft so wichtig?

Die Unterscheidung markiert den Übergang von einem asymmetrischen Experten-Laien-Verhältnis hin zu einer symmetrischen, kooperativen Beziehung, die das Kind in seiner ganzheitlichen Entwicklung in das Zentrum stellt.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion der pädagogischen Fachkraft?

Die Selbstreflexion ist essenziell, da die Fachkraft ihre eigenen kulturellen Prägungen und Einstellungen zur Sexualität kritisch hinterfragen muss, um in interkulturellen Begegnungen professionell und sensibel agieren zu können.

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Details

Title
Sexualpädagogik im interkulturellen Kontext. Zusammenarbeit mit Eltern
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,7
Author
Dan Norben (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V1006133
ISBN (eBook)
9783346387196
ISBN (Book)
9783346387202
Language
German
Tags
sexualpädagogik kontext zusammenarbeit eltern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dan Norben (Author), 2017, Sexualpädagogik im interkulturellen Kontext. Zusammenarbeit mit Eltern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006133
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