Malerei in Frankreich zur Zeit des Barocks


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

2 Seiten, Note: 1


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1. Allgemeines

- die französische Malerei war stark von der italienischen abhängig und schloss sich ihren klassischen Neigungen folgend, vorwiegend der Richtung der Caracci (Lodovico) an

- in der Stilperiode des Louis XIII war der führende Maler Simon Vouet

- dem Naturalismus Caravaggios war die offizielle Kunst nicht gewogen

- so blieb Valentin, der ein treuer Jünger war, eine vorrübergehende Erscheinung

- französische Geist verhielt ablehnend gegen das:

- Regelwidrige,

- Scheinbar Willkürliche und

- Irrationale

- welches er im Barock sah

- Barock wurde im Allgemeinen vom Standpunkt der Klassik betrachtet

- Deren Maßstäbe aus der Renaissance und Antike entliehen

- italienische Renaissance war schicksalsbestimmend für die franz. Kunst geworden

- später wurde Manierismus durch Franz I. eingeführt

⇨ er ließ Italiener in das Schloss Fontainebleau kommen

⇨ ital. Rollwerk wurde von Franzosen aufgegriffen und verändert

➔ nahm führende Rolle in Dekoration

- durch niederländischen Einfluss:

- erhielt teilweise mehr eckige, harte, schreinermäßige Formen

- in der Rollwerk- und Kartuschenornamentik: auswirkende Kurvendrang ist Symptom für barocken Formentrieb

2. Vertreter

- Nicolas Poussin (1593 - 1665)
- Claude Gellée, genannt Lorrain (1600-1682)
- Valentin de Boulogne
- Le Nain
- Philippe de Champaigne
- Antoine Coypels
- Rigaud
- Largillière

3. Porträt

- im zentralistischen FR, wo sich alles in Paris und um den Hof kristallisierte, entstand:
- ein Porträttypus, der als Ausdruck einer Zeitbestimmung etwas Paradigmatisches (Muster, Vorbild, Beispiel, Gleichnis) bekam
- als Schöpfer des Typus’ spielt Rigaud, der bedeutendste Vertreter unter Ludwig XIV., für Malerei eine ähnliche Rolle wie Bernini für Skulptur
- anknüpfend an van Dyck, der dem offiziellen Porträt des 17. Jh. Die grundlegende Auffassung gegeben hatte, lässt er den Dargestellten als Teil eines dekorativen Ensembles erscheinen
- steigert dessen Pomp im barocken Sinne aufs Höchste
- viel dekoratives Beiwerk
- gegen Ende Ludwig XIV: Largillière hat größten Ruf
- leitet bei gleicher Grundauffassung mit einer mehr leichten und gefälligen Eleganz in der Haltung zur Régense
(Stilrichtung d. franz. Kunsthandwerkes 1700-1720) über

4. Graphik

- der erste, der die Radierung in ihrer technischen Besonderheit zu einer selbstständigen Kunst erhob, war der Lothringer Jaques Callot

- er betätigte sich hauptsächlich nach der realistischen Seite mit einer merkwürdigen und ihm eigenen Mischung von Naturalismus und Phantastik

- ein Meister der Bewegung, der aus einem echt barocken Gefühl die Vielgestaltigkeit des Lebens da, wo es besonders packend, wirbelnd, anreizend und aufregend ist, einzufangen suchte und das Eindrucksmäßige, Flüchtige, Eilende mit einem außerordentlichen Sinn

- für Barockmalerei entscheidende Bedeutung:

- Klassizismus im Werk von Nicolas Poussin

- Poussin verbrachte meiste Zeit in Rom

- hatte aber wie Lorrain größten Einfluss auf Kunst in FR

- er gab jedem Gegenstand, egal ob biblischer o. mythischer Art, einen Zug von heroischer Größe

➔ dies war eine grundsätzliche Vorrausetzung

- er folgte der sich den Venezianern anschließenden Richtung

=> bildete sich nach Tizians früher, die Farben in ein festes Formgerüst einspannenden Darstellungsweise und brachte es zu einem Ausgleich von zeichnerischer Anlage und koloristischer Durchführung, der in seinen Werken als durchaus stilgemäß und beglückend empfunden wird

- Poussin gehört auch zur Landschaftsmalerei

- Hatte man seit der Renaissance das Heroische in dem Menschlichen verkörpert, so schreitet man im Barock zu einer Symbolisierung des Heroischen durch reine Naturformen, die, aus der Wirklichkeit abgezogen, einer Formgesetzlichkeit unterstellt werden, an deren Bestehen sich die Auslösung bestimmter Gefühle und Assoziierung bestimmter Gefühle knüpft

- Schwerpunkt liegt in der Landschaft, auf welche die kleinen Staffagefiguren (EINFÜGUNG VON FIGUREN UND ARCHITEKTUR ALS BILDMITTEL DER LANDSCHAFTSMALEREI) abgestimmt werden und an deren Wesensausdruck sie teilnehmen

- Meist Fälle, wo ein außergewöhnliches Walten von Elementen, Sturm, Gewitter u.ä., dem die dynamischen Kräfte, die zum Durchbruch kommen, eingeboren sind

- 2. Hauptvertreter: Claude Lorrain

- arbeitet mehr ins Idyllische und Sentimentale

- hat römischen Natur das Ideale entlehnt

- hat sich mehr mit farbigen Stimmungsreizen als mit Formenschöpfungen beschäftigt

- so z.B. wechselnde Beleuchtung der Tageszeiten, atmosphärische Einflüsse etc.

- verwendet nicht nur einzelne Naturobjekte, sondern auch Gebäude, die in klassischen Formen sind + Ruinen

- das Beruhigte, Friedvolle, Träumerische ➔ war seinem Wesen angenehm

- Poussin versuchte den Stimmungsfaktor von der Struktur ausgehen zu lassen

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Details

Titel
Malerei in Frankreich zur Zeit des Barocks
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
2
Katalognummer
V100622
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Malerei, Frankreich, Zeit, Barocks
Arbeit zitieren
Carsten Möhl (Autor), 2001, Malerei in Frankreich zur Zeit des Barocks, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100622

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