Die gegenwärtige Digitalisierung von Prozessen gewinnt in nahezu allen Branchen an Relevanz. Dabei ändern sich nicht nur die Arbeitsorganisation und das Arbeitsumfeld, sondern auch die in den Unternehmen eingesetzten Anwendungssysteme. Diese unterliegen im Besonderen den Veränderungen und müssen zukünftig neue Anforderungen erfüllen. Die Umsetzungen sind zwingend notwendig, um auch zukünftig im internationalen Wettbewerb zu bestehen und mögliche Marktchancen zu nutzen.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Stand sowie Trends betrieblicher Anwendungssysteme darzustellen. Dabei erfolgt eine kurze Thematisierung, ob eine Überwindung der sogenannten „Softwarekrise“ durch eine stärkere Ausrichtung der Entwicklung an branchenspezifischen Strukturen und Geschäftsprozessen zu erkennen ist. Am Beispiel der neuen ERP-Produktgeneration SAP S/4 HANA des Softwareanbieters SAP AG (SAP) und deren Branchenlösung für den Automobilsektor wird praxisnah überprüft, welche Trends umgesetzt wurden und ob diese Weiterentwicklung als Grundlage für die Umsetzung intelligenter Fabriken dienen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz dieser Arbeit
1.2 Ziel dieser Arbeit
1.3 Aufbau dieser Arbeit
2 Theoretische Grundlage
2.1 Betriebliche Anwendungssysteme
2.2 Softwarekrise
3 Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme
3.1 Monolithische Anwendungssysteme
3.2 Client-Server-Architekturen, EAI und SOA
3.3 Cloud-Computing
3.4 Microservicearchitekturen
4 Entwicklung der Anwendungssysteme im Automobilsektor
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Kritische Reflexion der eigenen Vorgehensweise
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die Darstellung des aktuellen Stands sowie der Trends bei betrieblichen Anwendungssystemen, wobei insbesondere untersucht wird, ob moderne Architekturen und ERP-Lösungen wie SAP S/4HANA dazu beitragen können, die historisch gewachsene „Softwarekrise“ zu überwinden und die Grundlage für intelligente Fabriken (Smart Factory) im Automobilsektor zu bilden.
- Evolution von Softwarearchitekturen (von monolithischen Systemen hin zu Cloud- und Microservice-Modellen).
- Analyse der „Softwarekrise“ und Ansätze zu deren Überwindung durch moderne IT-Strategien.
- Praxisnahe Untersuchung der ERP-Generation SAP S/4HANA im Automobilsektor.
- Herausforderungen der digitalen Transformation, wie Komplexität und Integrationsaufwand.
Auszug aus dem Buch
3.1 Monolithische Anwendungssysteme
Monolithische Anwendungssysteme sind so aufgebaut, dass Funktionalität und Datenverwaltung eine untrennbare Einheit bilden. Sie charakterisieren sich durch einen Zentralrechner mit angebundenen Terminals bzw. PCs, welche selbst über keine Rechenkapazitäten verfügen. Da die Nachteile insbesondere in der mangelnden Wartbarkeit und Integrierbarkeit liegen, sind solche Systeme heute nur noch als Altanwendungen früherer Entwicklungsprojekte in Gebrauch.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung für betriebliche Anwendungssysteme ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Überwindung der „Softwarekrise“ anhand des Beispiels SAP S/4HANA im Automobilsektor.
2 Theoretische Grundlage: Es werden die begrifflichen Grundlagen betrieblicher Anwendungssysteme erläutert, das ARIS-Konzept als Informationsarchitektur vorgestellt und die historische Problematik der sogenannten Softwarekrise diskutiert.
3 Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme: Dieses Kapitel analysiert die Evolution von Softwarearchitekturen, beginnend bei monolithischen Systemen über Client-Server-Modelle und SOA bis hin zu aktuellen Trends wie Cloud-Computing und Microservices.
4 Entwicklung der Anwendungssysteme im Automobilsektor: Hier wird der Transfer der theoretischen Trends auf die praktische Umsetzung in modernen ERP-Systemen für die Automobilindustrie geprüft, insbesondere im Kontext der Smart Factory.
5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Methodik sowie die Herausforderungen bei der Migration und Komplexitätsbeherrschung in der Praxis.
Schlüsselwörter
Betriebliche Anwendungssysteme, Softwarekrise, ERP-Systeme, SAP S/4HANA, Cloud-Computing, Microservices, Serviceorientierte Architektur, SOA, Smart Factory, Automobilsektor, Digitale Transformation, IT-Architektur, Enterprise Application Integration, EAI, Prozessintegration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Evolution betrieblicher Anwendungssysteme und analysiert, wie moderne Softwarearchitekturen eingesetzt werden, um aktuelle betriebliche Herausforderungen zu bewältigen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wandel von monolithischen hin zu flexiblen Cloud- und Microservice-Architekturen sowie deren Anwendung in der Automobilindustrie.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Prüfung, ob die neue ERP-Produktgeneration SAP S/4HANA dazu dienen kann, die „Softwarekrise“ zu überwinden und eine Basis für die intelligente Fabrik zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer fundierten Literaturrecherche und einer praxisnahen Analyse der Entwicklungstrends von IT-Systemen am Beispiel der SAP-Produktlandschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Informationssysteme, die technische Evolution von Architekturen und die spezifische Betrachtung der Digitalisierung im Automobilsektor.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen SAP S/4HANA, Microservices, Cloud-Computing, SOA und die Smart Factory im Automobilsektor.
Warum spielt die „Softwarekrise“ für moderne Systeme noch eine Rolle?
Obwohl sich die Softwareentwicklung professionalisiert hat, bleiben Komplexität, Wartbarkeit und hohe Integrationskosten weiterhin Herausforderungen, die in der „Softwarekrise“ erstmals benannt wurden.
Welche Vorteile bietet SAP S/4HANA gegenüber klassischen ERP-Systemen?
SAP S/4HANA nutzt die In-Memory-Technologie der HANA-Datenbank für Echtzeitanalysen und bietet durch flexiblere, rollenbasierte Oberflächen wie SAP Fiori eine verbesserte Usability.
Wie unterscheidet sich die Public-Cloud- von der On-premise-Variante bei SAP?
Die On-premise-Variante erlaubt uneingeschränkte Eigenentwicklungen im eigenen Netzwerk, während das Public-Cloud-Modell standardisierte Anwendungen nutzt, dafür aber die IT-Komplexität durch die Übernahme des Hostings durch SAP reduziert.
Welche Rolle spielt die „Smart Factory“ im Kontext der Arbeit?
Die Smart Factory dient als Praxisbeispiel für die notwendige Vernetzung von Informationssystemen mit Betriebsanlagen, für die moderne ERP-Systeme die technologische Grundlage bieten müssen.
- Quote paper
- MBA, CRA (univ.) Joerg F. Walbaum (Author), 2021, Aktueller Stand und Trends betrieblicher Anwendungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006227