Freiheit als Instrument amerikanischer Außenpolitik in Korea

Korea in der Ära der Befreiung von 1945 bis 1950


Bachelorarbeit, 2017

43 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Amerikanische Freiheit
2.1. Amerikanischer Ethos
2.1.1. Religion
2.1.2. Wirtschaft
2.1.3. Politik
2.1.4. Individualismus
2.1.5. Kunst und Ideologie
2.1.6. Modernismus

3. Chronologie
3.1. Korea
3.1.1. Japanische Besatzung
3.1.2. Zwischen den Kriegen
3.2. USA
3.2.1. Nachkriegszeit 1945 - 1947
3.2.2. Die Truman Doktrin und neue Ziele
3.2.3. Eine Polizeiaktion

4. Freiheit als Instrument
4.1. Strategie der Freiheit
4.2. Instrumente der Freiheit in Korea
4.2.1. Das „Office of War Information" (OWI)
4.2.2. Das "Office of Civil Information" (OCI)
4.2.3. Vereinte Nationen und UNESCO

5. Ausblick

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Our first line of action - and this seems to me the basis of all the others I shall discuss- is to demonstrate that our own faith in freedom is a burning and fighting faith. We are children of freedom. (...) And we don't restrict this belief to freedom for ourselves.“1

Dieses Zitat stammt von Dean Acheson, dem Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika im Zeitraum 1949-1953. Acheson versuchte in einer Rede am 22. April 1950 vor der „American Society of Newspaper Editors“ die künftige Konzeption der amerikanischen Außenpolitik angesichts der, als existentielle Bedrohung angesehenen, Ausdehnung der Sowjetunion darzulegen. "We are faced with a threat not only to our country but to the civilization in which we live and to the whole physical environment in which that civilization can exist.“2

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gestaltete sich die neue Weltordnung als Wettkampf zweier konkurrierender politischer Systeme. Die Siegermächte USA und die Sowjetunion begannen, ihre eigenen Interessengebiete auf die bis dahin unter faschistischer Herrschaft stehenden Länder zu erweitern und die bisherige politische Realität aus Militarismus, Imperialismus und Rassismus unter dem Banner der Demokratie auf amerikanischer und Kommunismus auf russischer Seite zu verändern. Dabei erschufen die beiden Großmächte ein globales bipolares Mächtegleichgewicht. Der dabei entstehende Wettkampf der beiden Systeme ließ die Siegermächte ihre eigene militärische, ideologische und wirtschaftliche Struktur auf ein globales Netz von bisher nicht vorhandener Größe ausbreiten und auch die eigene Bevölkerung konnte durch den Diskurs einer immanenten Bedrohung durch das andere System weitgehend kontrolliert werden.

Die Sowjetunion erreichte, trotz der verheerenden Kriegsauswirkungen, schnell eine erstarkte Wirtschafts- und Militärkraft. Doch kam es während des Kalten Kriegs zu keiner direkten Konfrontation der beiden Großmächte. Es wurden Stellvertreterkriege in peripheren Ländern geführt, durch verdeckte Operationen Wahlergebnisse beeinflusst, Regierungen etabliert oder man unterstütze den Widerstand gegen das feindliche System mit militärischer und wirtschaftlicher Hilfe, um den Einfluss der Gegenpartei und dessen Ausbreitung möglichst weitgehend einzuschränken oder zu verhindern. Wichtig war es dabei stets die eigene Ideologie als überlegen darzustellen. Zentraler Aspekt der Ideologie der als „Land of the Free“ besungenen USA, vor deren Küste seit 1886 die „Freiheitsstatue“ Einreisende begrüßt, ist dabei Freiheit. Freiheit wurde so zu einem bedeutenden rhetorischen Instrument für die Legitimation und Begründung der eigenen

Außenpolitik und die USA schworen die Freiheit global zu verteidigen und in die Welt zu tragen. In den Worten Achesons: „(...)The United States must, with a thousand voices and with all the resources of modern science, preach this doctrine throughout the world. (...) We must use every means we know to communicate the value of freedom to the four corners of the earth. Our message must go out through leaflets, through our free press, radio programs and films, through exchange of students and teachers with other countries, and through a hundred other ways."3

In Korea, das mit Ende des Krieges von seiner japanischen Besatzung befreit worden war und zunächst unter Treuhandschaft der Siegermächte stand, machte sich die USA daran, den von ihnen besetzen Süden des Landes zu einem anti-kommunistischen Bollwerk zu formen und es sukzessive in die von den USA verteidigte “Freie Welt” einzugliedern. Freiheit diente den USA dabei, Entscheidungen sowohl vor der eigenen Bevölkerung, der koreanischen, als auch der Weltöffentlichkeit zu legitimieren und zu erklären, oft auch gegen den Widerstand der koreanischen Bevölkerung. Diese Zeitperiode von 1945 bis 1950 wird in der koreanischen Erinnerungskultur als Ära der „Befreiung“ bezeichnet. Wie viel Einfluss die USA und der Diskurs der Freiheit dabei auf die südkoreanische Gesellschaft nahm, zeigt sich noch heute. So gibt es in der koreanischen Sprache acht verschiedene Wörter um eine Beziehung zu den USA auszudrücken4 und im „Park der Freiheit“ in der Metropole Inchon steht prominent eine Statue von US-General MacArthur mit den Beschriftungen „Retter des Vaterlandes“ und „Apostel der Freiheit.“ Noch im Jahr 2005, anlässlich des 57-jährigen Jubiläums der US-Besatzung, kam es zu heftigen körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Gedenkstätte.5 Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, zunächst die amerikanische Vorstellung von Freiheit zu verstehen und nachzuvollziehen, wie diese in der US-amerikanischen Identität verankert liegt. Anschließend soll nach einer Schilderung der für das Thema relevanten politischen Situation, die Ära der „Befreiung“ untersucht werden hinsichtlich der US-Außenpolitik und welche Rolle der Begriff „Freiheit“ dabei spielte. Im letzten Teil wird die „Strategy of Freedom“ des US-Außenministeriums untersucht und dargelegt, welche außenpolitischen Instrumente den USA dazu in Korea zur Verfügung standen.

2. Amerikanische Freiheit

Versucht man das Wesen des von den USA vertretenen und propagierten Freiheitsbegriffes zu verstehen, steht man vor dem Problem, dass Freiheit ein Konstrukt ist, das subjektiv mit Bedeutung versehen wird. Denn in erster Linie ist Freiheit ein Wort. Freiheit kann Ideologie sein, eine Parole, oder auch ein Ziel. Es kann der rein gegenteilige Zustand zur einer empfundenen Gefangenschaft sein aber auch ein vom Menschen angestrebtes Ideal. Freiheit ist dabei nicht zu greifen. Sie liegt nicht einfach in uneingeschränkter persönlicher Freiheit. Freiheit hat viel mit einer Balance aus Sicherheit und Möglichkeit zu tun. Welchen Preis, sprich welche Einschränkung, ist man bereit der Freiheit zu opfern? Kann man frei sein solange man Angst empfindet oder existiert Freiheit sogar nur dort, wo Angst herrscht? Wer bestimmt, wann jemand frei ist? Und wie kann ein ganzes System an Menschen frei sein? Welche Freiheit ist dabei überhaupt gemeint? Egal, was man schlussendlich unter Freiheit versteht, am Ende erscheint sie stets als Instrument. Instrument für die eigene Identität, Instrument zum Widerstand, Instrument der Legitimation, Instrument der Rechtfertigung, aber auch der Hoffnung.

Die US-amerikanische Vorstellung von Freiheit scheint dies alles zu beinhalten. Tatsächlich lässt sich in der Geschichte der USA eine Vorstellung von Freiheit identifizieren, die tief verwurzelt liegt im amerikanischen Selbstverständnis. Glaubt man der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, so beinhalten die Amerikanischen Ideale Vorstellungen von Demokratie, Gleichheit, Individualismus, eine durch die Verfassung gegebene Herrschaft des Gesetztes, sowie Freiheit. Der Politikwissenschaftler Samuel Huntington erkannte, dass schon Thomas Jefferson in diesen Werten das amerikanischen Selbstbild identifizierte und fasste diese Ideale, angelehnt an Gunnar Mydral, unter der Bezeichnung "The Americans Creed" zusammen.6 Ähnlich wie später die Sowjetunion jeden zum Sowjetbürger ernannte, der den Kommunismus verfocht, so kann jeder der an die amerikanischen Ideale, an „The Americans Creed“ glaubt, ein Amerikaner werden.7 Ganz im Sinne Bedendict Andersons, der in seinem Werk „Imagined Communitys“ erkennt, dass Nationen mehr intellektueller als geographischer Natur sind,8 liegt die nationale Identität der USA in jenem Glauben an geteilte Überzeugungen, nicht in einer völkischen oder geographischen Identität. Amerikaner zu sein heißt Amerika als Ideologie zu vertreten. Dies speiste in der Folge Ideen wie die eines „American Way of Life“ oder die Vorstellung der USA als Weltpolizei. Freiheit ist dabei immer entscheidendes Ziel. Zum einen die Freiheit des Individuums, zum anderen die Freiheit von Nationen zur Selbstbestimmung. Zusammengehalten wird dieses Konstrukt aus Etwas, was die Historikerin Martha Bayles mit „American Ethos“ festzumachen versucht.9

2.1. Amerikanischer Ethos

Die USA war laut Bayles lange Zeit der größte Exporteur von Optimismus auf der Welt. Dieser Optimismus umspannt dabei sowohl einen vorsichtigen, umsichtigen Optimismus, als auch einen rücksichtslosen. Teils dachten Amerikaner, der Himmel sei das Limit, alles sei möglich und jedes Kind könnte Präsident werden. Doch zeigt sich die Welt weniger romantisch. Für Bayles kommt dort der amerikanische Ethos in Spiel, der aus Hoffnung und Besonnenheit besteht.

Der amerikanische Optimismus war stets notwendig zu verkörpernder Aspekt amerikanischer Präsidentschaft und der amerikanischen Regierung. Die Aussicht auf eine immer noch heller strahlende Zukunft der USA kann in jedem amerikanischen Wahlkampf beobachtet werden, während Pessimismus gerne als Schwäche diffamiert wird. Die Wurzeln dieses Optimismus liegen in der Religion, der Politik und der Wirtschaft.

2.1.1. Religion

Exemplarisch für den religiösen Charakter eines amerikanischen Ethos kann auf den ersten Gouverneur von Massachusetts, den Puritaner John Winthrop und dessen Rede "A city upon a hill" verwiesen werden.10 Die Metapher einer Stadt auf einem Berg sollte für die USA stehen. Eine solche Stadt zieht die Augen auf sich. "The eyes of all people are upon us. If we shall deal falsely with our God, then... we shall surely perish out of the good land whither we pass over this vast sea." Die Neue Welt war für die ersten puritanischen und auch evangelischen Siedler, die das amerikanische Festland bewohnten, die Vision einer "Shining city upon a hill." Einer Art neuen Jerusalems, das als Licht für die Welt dienen sollte (Bibelverse Isaiah 42:6,49:6-8 und 60:3; Matthäus 5:16).

Dieser Vergleich wurde in der Folge von mehreren Präsidenten rezipiert, darunter Adams, Lincoln, Kennedy, Reagan, Clinton, Bush Jr und auch Obama. Dieses religiöse Gleichnis wandelte sich zu einem politischen Selbstverständnis.11

Entscheidend für den religiösen Aspekt des amerikanischen Ethos ist der Puritanismus, der John Calvin folgend die Überzeugung vertritt, dass die Seele keinen Einfluss auf die eigene Erlösung haben kann, denn Gott hatte bestimmt, welche Seelen zu retten sind noch bevor die Zeit begann.

Fleiß, ein aufrichtiger Charakter und materieller Erfolg sind in dieser Vorstellung sichtbare Zeichen von Gottes Gnaden. Die puritanische Arbeitsethik besteht also aus langen Arbeitstagen, Zielgerichtetheit und Anstand gegenüber den Mitmenschen, ist aber schlussendlich auf den materiellen Reichtum fokussiert, der sich daraus ergibt.

Der Amerikanische Protestantismus erlebte aber in der Folge eine Entwicklung weg vom Puritanischen hin zu einer methodistischen Prägung. Jeder Mensch konnte nun die Erlösung durch Gott erfahren und der Fokus der Theologie entfernte sich von Lehre und Meinung hin zu Gesinnung und zum Lebensgefühl.12

Eine neue Prägung der Theologie erfuhr der amerikanische Protestantismus während einer Zeit zu Beginn der 1790er Jahre, die als "The Second Great Awakening" bezeichnet wird. Resultat dieses "Erwachens" war zum einen die Entstehung vieler neuer Sekten und Glaubensrichtungen wie beispielsweise der Mormonen oder der Kirche Jesu Christi der Heiligen letzten Tage, sowie die Vorstellung eines Amerikas als perfekte christliche Gemeinschaft, die auch nach dem von Christen erwarteten zweiten Kommens Jesus Christus auf Erden bestand haben würde.13 Dieser 'Postmillenialismus" förderte entscheidende Reformbewegungen innerhalb der amerikanischen Gesellschaft, welche als Schritte hin zur Perfektion der von Gott ausgewählten Nation erachtet wurden. Dieses Denken gab neue Ansätze für eine Reformation des öffentlichen Bildungswesen, der Frauenrechte, als auch der Abschaffung der Sklaverei. Auch die Doktrin des 'Manifest Destiny' steht in dieser Tradition indem es die Gottgewollte Ausdehnung der US-Grenzen proklamierte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte sich der Theologie jedoch eine neue Herausforderungen. Es war das Aufkommen säkularer, teils atheistischer Denkansätze und Ideologien wie dem Marxismus oder auch dem Darwinismus. Ein kritischer Blick auf die Bibel wurde präsent im akademischen Diskurs und in den 1920er Jahren wurde der christliche Fortschrittsgedanke durch einen säkularen, weltlicheren ersetzt. Freiheit wurde eng verwoben mit der Vorstellung von intellektueller Freiheit, Rationalität und Demokratie.14 Man erwartete weiterhin Großes von den USA, jedoch eher durch die Kraft der Wissenschaft als durch Christus. Der Historiker Christoph Lasch prägte dafür den Begriff der "Religion of Progress."15 Wissenschaft wurde zum Schlüssel für eine optimierte Zukunft, wobei die Wissenschaft nicht nur die Technologie und Medizin behandelte, sondern auch menschliche Angelegenheiten und somit eben auch die Politik. Die Überzeugung, einen besseren Verlauf für die USA als auch für die Welt zu erreichen, lag nicht länger in den Händen einer höheren Entität, sondern fand sich verankert in der Fähigkeit Amerikas zum unaufhörlichen Fortschritt. Die USA wurden von einer Art „gelobten Land“ zu einem „Kreuzfahrerstaat.“16 Es wuchs der Glaube, die Vereinigten Staaten könnten die Welt retten. Schnell, billig und einfach.

2.1.2. Wirtschaft

Wirtschaftlich entscheidend ist Adam Smiths Vorstellung eines freien Marktes und dem Glauben, dass Wohlstand wachsen kann, wenn Menschen freie Wirtschaft betreiben. Smith unterscheidet zwischen dem offensichtlichen Problem der Gier und dem Gewinnstreben und sieht letzteres gar als Gegenkraft gegen die Gier, den Reichtum Anderer an sich zu binden und einzustauen. Gewinnstreben lässt einen den Erfolg aller im Blick haben, da es den eigenen steigt. Benjamin Franklin teilte diesen Glauben und war somit für Millionen Amerikaner Beispiel eines gesunden Strebens.17

Adam Smiths Idee der freien Märkte war aber nicht grundsätzlich davon überzeugt, dass freies Wirtschaften und freier Handel der alleinige richtige Ansatz sei. Er sprach sich für Interventionen der Regierung aus, Bankregulierungen, temporäre Monopole an innovative Firmen, als auch Grenzen für den Zinssatz. Eine zu große Kluft zwischen Arm und Reich war für ihn ausgesprochene Gefahr für eine Gesellschaft.18

Diese Gefahr sollte auch den USA drohen. Betrachtet man die USA Mitte des 18. Jahrhunderts, als die sukzessive Abspaltung von der englischen Krone sich andeutete und Frankreich 1763 nach dem Siebenjährigen Krieg vom Kontinent vertreiben worden war, wird schnell klar, dass die Impulse zur Unabhängigkeit und Abtrennung von Großbritannien vor allem von reichen, privilegierten, weißen Männern vollzogen wurde. England musste die hohen Kosten des Krieges gegen Frankreich aufholen und die Kolonien in Amerika waren die dafür geeignete Anlaufstelle. Von Einnahmen in Höhe von 500,000 Pfund 1700 stieg der Ertrag aus den Kolonien auf 2,800,000 Pfund bis 1770.19 Die Kolonien waren weniger abhängig von der englischen Krone, als diese von den Kolonien. Die Schere zwischen Arm und Reich in den Kolonien weitete sich währenddessen zunehmend. In Boston zu Beginn der 1770er Jahre waren beispielsweise 49% der besteuerbaren Besitztümer in der Hand der obersten 5% der Steuerzahler.20 Die Protestbewegungen der armen Bevölkerung in der Folge und die zunehmende Autonomie der Industriellen und Grundbesitzern ließ die englische Krone ihre Truppenpräsenz in den Kolonien deutlich erhöhen. Das Resultat war, dass die Soldaten Arbeitsplätze besetzen und Aufstände zur Regulation von Besitzbeständen gewaltsam niederschlugen. So kam es aus diesem Grund beispielsweise zum Boston Massaker im März 1770, bei welchem britische Soldaten in eine Menge aus Arbeitern schossen, welche den Verlust ihrer Arbeitsplätze beklagten. Zunehmend gestaltete sich die Unabhängigkeitsbewegungen als Resultat einer ungerechten Wirtschaftslage. Die Kolonisten wollten Freiheit von Abgaben und Einmischungen der Krone. Freies Wirtschaften kann also als Grundbedürfnis der ersten amerikanischen Politikstruktur identifiziert werden. Dies sollte sich in der Folge auch nicht ändern. „Political freedom“, so Basil Manly, Leiter der „Comission on Indurstrial Relations“ im Jahr 1912, „can only exist where there is industrial freedom.“21 Die Vorstellung eines „industrial freedom“ blieb von den Anfänger der USA bis heute zentraler Aspekt des politischen Diskurses und die Grenzen zwischen Politik und Wirtschaft sind fast gänzlich verschwommen. Präsident Harry S. Truman bestätigte dies als er 1947 bei einer Rede an der Baylor Universität klar stellte: „In fact the three - peace, freedom and world trade - are inseperable.“22

Die Idee der Unabhängigkeit, der Gründung einer Nation, eines Symbols und einer legalen Einheit namens 'Vereinigte Staaten' ermöglichte es den Unternehmern und Industriellen in den englischen Kolonien ihre Erzeugnisse und Reichtümer nicht länger an die Krone abgeben zu müssen. Sie konnten das Land, die Profite und damit einhergehende Macht für sich selbst beanspruchen.23 Die Gründerväter der USA die in Philadelphia 1787 die Verfassung erdachten, sahen sich dann in der Tradition John Lockes indem sie die Gleichheit aller Menschen betonten sowie die Notwendigkeit einer Regierung und politischer Rechte. Locke war ein reicher Unternehmer und genau wie auch Jefferson oder Benjamin Franklin es in der Unabhängigkeitserklärung taten, behielt er eher die Gleichheit reicher, weißer Männer im Blick. Es findet sich keine Gleichheit für Frauen, Schwarze oder Indianer. Schlussendlich waren 69% der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung Männer, die bereits einen kolonialen Besitz für die englische Krone verwalteten. Die Meisten Unterzeichner waren Anwälte, Sklavenbesitzer, Industrielle. Vierzig von Fünfundfünfzig derer, die ihre Unterschrift gaben, besaßen Staatsanleihen24. Der neuen Verfassung folgend konnte sich nur zur Wahl stellen, wer über 5000 Pfund an Besitz vorzuweisen hatte.25 Doch war dies kein System einer Feudalherrschaft oder einer aristokratischen Herrschaftsschicht wie es in Europa verbreitet war. Reichtum war jedem in Aussicht gestellt. Die amerikanische Freiheit beinhaltet die Vorstellung, dass es das Recht eines jeden Mannes ist, einen Beruf zu haben mit dem er eine Familie unterhalten kann und potentiell die Möglichkeit zum gesellschaftlichen Aufstieg besitzt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, soll an dieser Stelle nicht untersucht werden.

Wo zur Zeit der der Staatsgründung der Großbesitz und Reichtum vor allem in industriellen Gütern wie Stahl, Eisenbahn, Rüstung oder auch Textilwaren lag, kann zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Verlagerung hin zu Konsumgütern beobachtet werden. Konsum wurde essentieller Bestandteil einer freien Gesellschaft. Oder wie es der Werbefachmann Kenneth Goode 1926 umschreibt: „Every freeborn American has a right to name his own necessities.“26 Produkte mit dem Namen „Liberty“ oder Verweisen auf die Freiheitsstatue sowie die amerikanischen Freiheit kamen zunehmend auf den Markt.27 Freiheit wurde Verkaufsargument. Wie zu Zeiten der Unabhängigkeitserklärung war Freiheit auch ein gern gesehenes Mittel um das einfache Volk zu mobilisieren und auch zu instrumentalisieren. Während des Kalten Krieges war die „freie Wirtschaft“ und Wohlstand Garant von Freiheit, Argument gegen die Verstaatlichungsmaßnahmen des Kommunismus und entscheidendes Bindemittel innerhalb der „freien Welt.“

Ein Beispiel: Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges starteten führende Bänker und Industrielle die „American Heritage Foundation“(AHF), angeführt vom Vorsitzenden der Chase Manhatten Bank Winthrop W. Aldrich. Die AHF tourte, nach einer Idee des „War Advertising Councils“, mit einer Ausstellung namens „Freedom Train“ durch die USA. Der Zug, geschmückt mit roten, weißen und blauen Streifen machte in über dreihundert amerikanischen Städten halt und verzeichnete über 3.5 Millionen Besucher, die sich am Ende in eine „freedom scroll“ eintrugen. Erklärtes Ziel war es „[to] re-sell America to Americans.“28 Freiheit war wiedermal Instrument zur gesellschaftlichen Einigung, zur Konstruktion von Identität aber auch zur Suggestion von Notwendigkeit, propagiert von der reichen Oberschicht.

Der Zug begann seine Reise im Jahr 1947. Im Frühling des selben Jahres rief Präsident Truman das Ziel der globalen Eindämmung des Kommunismus aus. Ein Jahr später wurde die Doktrin wirtschaftlich unterstützt durch das „European Recovery Program“, bekannt als Marshall-Plan, den die sowjetische Zeitung „Pravda“ als Mittel zur Isolation und Druckausübung auf die Sowjetunion bezeichnete.29 Der Justizminister Tom C. Clark pries den „Freedom Train“ als Instrument „foreign ideologies“ an der Infiltration der USA zu hindern und er helfe dem Land in seinem „internal war against subversive elements.“30 Wenig später sammelte das FBI Namen jener, die sich kritisch gegenüber dem Zug zeigten. Freiheit war Konsum, Staatsideologie, Gegenkraft zum Kommunismus und Sicherheitsgarant der freien Märkte und Industrie.

2.1.3. Politik

Die politischen Wurzeln des amerikanischen Ethos versucht Bayles in der Philosophie jener Generation zu erkennen, welche in der Revolution gekämpft hatten und danach die Verfassung getragen haben. Geprägt von der klassischen republikanischen Vorstellung, dass Politik ein exklusives Feld ist, welches nicht vom einfachen Volk besetzt werden kann, sollte nun das einfache Volk herrschen, geregelt durch ein System von "Checks and Balances." Die Fähigkeit des Volks zur Regierung sollte dabei ganz im Sinne Montesquieus durch Bildung, eine strikte öffentliche Moral und gerechte Eigentumsverteilung gewährleistet werden. Welche Rolle spielt dabei die Freiheit?

Eric Foner gibt einen Ansatz diese Frage zu beantworten: "Freedom is the central term in our political vocabulary."31 Dabei erkennt er zwei Strömungen. Zum einen den "Republican Freedom" der Wert auf aktive Teilhabe am öffentlichen Leben legt und man dabei Eigeninteressen hinten an stellt und das "common good" anstrebt. Konkurrierend mit dieser bürgerlichen Tendenz von Frieden ist der Lockesche Liberalismus. Bei diesem wird vor allem die persönliche Autonomie verfolgt und dieses Model "[is] shielding a realm of private life and personal concerns- including family relations, religious preferences and economic activities - from interference by the state."32 Greg Barnhisel ist der Meinung, dass der Freiheitsbegriff, der im frühen Kalten Krieg benutzt wurde am ehesten dem Lokeschen Ideal entspricht.33 Wenige Einschränkungen der persönlichen Freiheit und Autonomie waren die Gegenentwürfe zum alles durchziehenden Totalitarismus der Sowjetunion. Freiheit ist also als grundsätzliches ideologisches Element des US-Selbstverständnisses zu betrachten. Erstmals konkret festgehalten wurde dies in der Unabhängigkeitserklärung und folglich in der Verfassung sowie der 'Bill of rights'.34 Somit wurde Freiheit Prinzip der Republikanischen Staatsordnung, geschützt durch die Gesetze. Sie war bindendes Element einer gemeinsamen Identität und brannte sich in das kollektive Gedächtnis als inhärente Eigenschaft des US- Amerikanischen Individuums ein. Freiheit sollte sich in der Meinungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit, der Pressefreiheit, dem Recht auf einen fairen Prozess mit einer Jury aus Gleichgestellten, dem Schutz des Privaten und der Freiheit von Selbstbezichtigung manifestieren. Freiheit sollte also auch den juristischen Rahmen der amerikanischen Gesellschaft vorgeben und war für viele Amerikaner entscheidender Grund an die Demokratie als politische Manifestation jener Freiheiten zu glauben.35 Die teils schon präventive Verteidigung dieser Werte sollte dann in der Folge rechtmäßiger Beweggrund für das Vorgehen gegen die Indianer werden und später Grundsatz für die Legitimation US-amerikanischer Außenpolitik.36

Um der politischen Vorstellung von Freiheit im Kalten Krieg aber gerecht zu werden reicht dies nicht. Die USA waren geprägt von der Wirtschaftskrise 1929, vom 'New Deal' Roosevelts und vom Zweiten Weltkrieg. Präsident Roosevelt selbst bemühte die Begriffe 'freedom' und 'liberty' oft und verband sie mit der "greater security for the average man." Während der Depression konkurrierten Roosevelts "New Dealer" und Konservative um die Deutungshoheit der Freiheit. Die Unterstützer des New Deal sahen die Freiheit mit der Sicherheit wachsen, die Gegenseite bemängelten zu große persönliche Einschränkungen und Einschnitte in die individuelle Freiheit.37

Im zweiten Weltkrieg wurde Freiheit dann offiziell Teil der Außenpolitik. Der Kampf gegen Nazideutschland wurde zum "Fight for freedom" ernannt. Roosevelt selbst rief 1941 die Herausforderung Groß-Britanniens im Kampf gegen Deutschland zur Herausforderung für vier "essential freedoms" aus: Redefreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit vor Angst und Freiheit vor Mangel und Not.38 Das „United States Office of War Information“ (OWI), gegründet 1942, sollte Roosevelts Vorstellung von Freiheit verbreiten, wurde aber von den oppositionellen Kongresspolitkern kritisch gesehen. Sie sahen im OWI eher ein politisches Instrument Roosevelts als eine unabhängige öffentliche Informationsbehörde und entzogen dem OWI sukzessive die Finanzierung. Von 1943 sollte eher der „Private Sector“ die Meinung der heimischen Bevölkerung lenken und vor allem die Werbebranche wurde ideologischer Vorreiter im Weltkrieg.39 Der Historiker Roland Marchand beschreibt in seinem Buch 'Advertising the American Dream', wie in den 1920er und 30er Jahren einzelne Firmen und Handelsgruppen wie die „National Association of Manufacturers“ Werbung benutzt haben um das amerikanische Ideal mit Konsum zu verbinden.40 Auch linke anti-stalinistische Gruppen wie das „Comitte for Cultural Freedom“ und die „Trotstskyist League for Cultural Freedom and Socialism“ waren inspiriert von der Bedeutung von Freiheit für das Amerikanische Selbstbild. Nach dem Krieg, und einhergehend mit dem anschwellenden Antikommunismus in den USA, entfernten sich diese Gruppen vom Trotskyismus und starteten neue Gruppen wie „Americans for Intellectual Freedom“, ein neues „American Comitte for Cultural Freedom“ und das „Center for Consumer Freedom.“41 Andere intellektuelle Gruppierungen wie beispielsweise die „Americans for Intellectual Freedom“ stellten sich in den Dienst des Außenministeriums und nannten sich fortan „World Intellectuals for Freedom“, um global dem Kommunismus entgegenzuhandeln.42 Barnhisel ist daher der Meinung, dass die Strategie, den permanenten sowjetischen Vorwurf der amerikanischen Kulturlosigkeit durch gezieltes propagieren der westlichen Kunstfreiheit zu kontern, von Künstlern und Kulturgruppen stammt und von der Regierung übernommen wurde. Der Schriftsteller Thornton Wilder riet beispielsweise 1952 dem Außenministerium "promulgate] the doctrine of the freedom of the artist as a weapon in the ideological warfare against totalitarian governments."43

Der Begriff der Freiheit wie er also zu Beginn des Kalten Krieges von den USA propagiert wurde, war einer der individuellen Freiheiten, die im Gegensatz zum zwanghaften Kommunalismus des totalitären Kommunismus standen. Diese Freiheit wurde von den USA geschworen zu verteidigen und verbreiten, wie der Report des National Security Councils 'NSC-68' zur "strategy of freedom" beweist, in dem, angelehnt an die Verfassung, als fundamentaler Zweck der USA bestimmt wird: „to form a more perfect Union (...) and secure the Blessings of Liberty to ourselves and our Posterity. (...) The fundamental purpose is to assure the integrity and vitality of our free society.“44 Der Koreakrieg war willkommenes Ereignis, da er dieser Politik Legitimation verlieh. Ein weiteres Beispiel wäre die „Campaign of truth“ vom April 1950, in der Truman warnt: „The cause of freedom is being challenges throughout the world today by the force of imperialistic Communism. (...) Unless we get real stroy across to people in other countries, we will lose the battle for men's minds by default.“45 Der Bericht fordert daher: „The international propagation of the democratic creed [should] be made an instrument of supreme national policy.“46 Erwähnenswert ist auch die 'Freedom Resolution' von 1953. Für das Weiße Haus war Freiheit gar der wichtigste Inhalt, den die Regierungsbehörde für Öffentlichkeitsarbeit und „Public Diplomacy“, die „United States Information Agency“ (USIA), propagieren sollte.47

[...]


1 „The First Line of Action“, Adress by the Secretary of State Acheson before a meeting of the American Society of Newspaper Editors, 22. April 1950, in: „Strengthening the Forces of Freedom - Selected Speeches and Statements of Secretary of State Acheson 1949-1950“, The United States Government Printing Office, Washington, 1950, S. 4.

2 Ibid., S.4.

3 „The First Line of Action“, Adress by the Secretary of State Acheson, S. 1.

4 Sweig, Julia E., „Friendly Fire - Losing Freinds and Making Enemies in the Anti-American Century”, Public Affairs, New York, 2006, S. 82.

5 Kleßmann, Christoph, „Der Koreakrieg - Wahrnehmung-Wirkung-Erinnerung“, Böhlau Verlag, Köln, 2008, S. 190.

6 Huntington, Samuel P., „Who are We? - Die Krise amerikanischer Identität“, Europaverlag, Hamburg, 2004, S. 94f.

7 Lieven, Anatol, „America Right or Wrong- An Anatomy of American Nationalism“, Oxford University Press, 2004, S. 49.

8 Anderson, Benedict, „Imagined Communities : Reflections on the Origin and Spread of Nationalism“, Verson, London, 1999.

9 Bayles, Martha, „Through a Screen Darkly - Popular Culture, Public Diplomacy and America's Image Abroad“, Yale University Press, New Haven, 2014.

10 Walker, William, „National Security and Core Values in American History“, Cambridge University Press, 2009, S. 1.

11 Bayles, „Through a Screen Darkly“, S. 8.

12 Ibid. S. 12.

13 Huntington, „Who are We?“, S. 106

14 Ninkovich, Frank A., „The Diplomacy of Ideas - U.S. Foreign Policy and Cultural Relations, 1938-1950.“, Cambridge University Press, Cambridge, 1981, S. 170.

15 Bayles, „Through a Screen Darkly“, S. 13.

16 Huntington, „Who are We?“, S. 109.

17 Bayles, „Through a Screen Darkly“, S. 10.

18 Ibid., S. 11.

19 Zinn, Howard, „A People's History of the United States“, Longman Group Limited, London, 1980, S. 60.

20 Zinn, „A People's History“, S. 60.

21 Zitiert in: Forner, Eric, „The Story of American Freedom“,W.W. Norton & Company, New York,1998, S. 143.

22 Patterson, Thomas G., „The Quest for Peace and Prosperity: International Trade, Communism, and the Marshall Plan“, in: „Politics and Policies of the Truman-Administration“, Bernstein, Barton J. (Hrsg.), Quadrangel Books Inc., Chicago, 1972, S.78-112, S. 78.

23 Zinn, Howard, „A People's History“, S. 59.

24 Beard, Charles, „Eine ökonomische Interpretation der amerikanischen Verfassung“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1974, S.128ff

25 Zinn, „A People's History“, S. 81.

26 Zitiert in: Foner, „American Freedom“, S. 147.

27 Ibid., S. 146.

28 Ibid., S. 249.

29 Paterson, „The Quest for Peace and Prosperity“, S. 100.

30 Forner, „American Freedom“, S. 252.

31 Forner, „American Freedom“, S. xiii.

32 Forner, „American Freedom“, S. 8.

33 Barnhisel, Greg, „Cold War Modernists - Art, Literature, and American cultural Diplomacy“, Columbia University Press, New York, 2015, S. 40.

34 Walker, „National Security and Core Values“, S. 5.

35 Ibid., S. 5.

36 Ibid., S. 7.

37 Foner, „American Freedom“, S. 205.

38 „The Four Freedoms“, Annual Message of the President to the Congress, 6. Januar 1941, in: „A Decade of American Foreign Policy - Basic Documents 1941-49“, U.S. Gouvernment Printing Office, Washington, 1985, s. 1.

39 Ohmstedt, „ Von der Propaganda zur Public Diplomacy“, S. 48; Barnhisel, „Cold War Modernists“, S. 41.

40 Marchand, Roland, „Advertising the American Dream - Making way for Modernity, 1920 - 1940 “, University of California Press,Oakland, 1984.

41 Barnhisel, „Cold War Modernists“, S. 42.

42 Ninkovich, „The Diplomacy of Ideas“, S. 164.

43 Zitiert in: Barnhisel „Cold War Modernists“, S. 42.

44 "A Report to the National Security Council - NSC 68". Eingesehen am 15.09.2017 unter: https://www.trumanlibrary. org/whistlestop/study_collections/coldwar/documents/pdf/10-1 .pdf

45 „The Campaign of Truth“, Adress by the President, 20. April 1950 in: „American Foreign Policy, 1950-1955 - Basic Documents“, Volume 4, S. 3163-3165.

46 Bu, Liping, „Making the Wolrd like Us - Education, Cultural Expansion and the American Century“, Praeger Verlag, Westport, 2003.

47 Barnhisel, „Cold War Modernists“, S. 42.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
Freiheit als Instrument amerikanischer Außenpolitik in Korea
Untertitel
Korea in der Ära der Befreiung von 1945 bis 1950
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
43
Katalognummer
V1006498
ISBN (eBook)
9783346389640
Sprache
Deutsch
Schlagworte
freiheit, instrument, außenpolitik, korea, befreiung
Arbeit zitieren
Joachim Schmid (Autor), 2017, Freiheit als Instrument amerikanischer Außenpolitik in Korea, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006498

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Freiheit als Instrument amerikanischer Außenpolitik in Korea



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden