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Emotionale Intelligenz. Entwicklung, Differenzierung und Bedeutung in der Gesellschaft

Title: Emotionale Intelligenz. Entwicklung, Differenzierung und Bedeutung in der Gesellschaft

Seminar Paper , 2018 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: David Reißig (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Aufgrund des populär-wissenschaftlichen und relativ neuen Konstrukts der Emotionalen Intelligenz thematisiert die Arbeit die Entwicklungsmodelle, die Integration als Intelligenzart, die Differenzierung zu anderen Intelligenzen sowie die Bedeutung der Emotionalen Intelligenz in unserer Gesellschaft.

Daniel Goleman prägte das bis dahin überwiegend unbekannte Konstrukt über die Emotionale Intelligenz mit seinem Werk "Emotionale Intelligenz", welches Bezug auf den Emotionalen Quotienten eines Menschen nimmt und rasch Einzug in die Massenmedien fand. Kaum ein anderer psychologischer Begriff wurde so schnell in die Alltagssprache aufgenommen und zeigte einen ähnlich großen Einfluss. Lange Zeit galt die Annahme, dass Intelligenz und Emotionen im Zusammenhang stehen würden, als paradox. Aufgrund dessen ist die Emotionale Intelligenz seit über 30 Jahren ein vielfach und kontrovers diskutiertes Forschungsthema unter den Psychologen. Inzwischen nimmt jedoch ein großer Teil der Wissenschaftler die Emotionale Intelligenz als etabliertes Konstrukt an und bestätigt den engen Zusammenhang von Gefühl und Verstand mit dem in Verbindung stehenden Emotionalen Intelligenzquotienten. Unter vielen Psychologen wird die Meinung vertreten, dass die Emotionale Intelligenz einen relevanten Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben ausübt oder dieses sogar verbessern könnte und betrachten den Emotionalen Intelligenzquotienten sogar bedeutsamer als den Intelligenzquotienten. Ein hoher Intelligenzquotient alleine ist keine Garantie für den Erfolg im Alltag oder im Berufsleben, obwohl der Intelligenzquotient bisher als der wichtigste Erfolgsmaßstab galt. Eine hohe emotionale Kompetenz ermöglicht die vollständige Ausschöpfung des geistigen Potenzials.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1 Emotionen

2.2 Intelligenz

2.3 Emotionale Intelligenz

3. Entwicklungskonzepte von Emotionaler Intelligenz

3.1 Das ursprüngliche Konzept nach Salovey und Mayer (1990)

3.2 Das modifizierte Konzept nach Mayer und Salovey (1997)

3.3 Die erweiterte Konzeption nach Goleman und Bar-On

4. Die Integration und Differenzierung der Emotionalen Intelligenz

4.1 Die Integration der Emotionalen Intelligenz als Intelligenzart

4.2 Die Differenzierung zur Sozialen und Akademischen Intelligenz

5. Die gesellschaftliche Bedeutung der Emotionalen Intelligenz

5.1 Die Bedeutung der Emotionalen Intelligenz im Alltag

5.2 Die Bedeutung der Emotionalen Intelligenz im Berufsleben

6. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Konstrukt der Emotionalen Intelligenz, indem sie verschiedene Entwicklungsmodelle vergleicht, die theoretische Integration als Intelligenzart untersucht sowie die Differenzierung zu anderen Intelligenzformen darlegt. Ziel ist es, die gesellschaftliche Relevanz dieses Konzepts kritisch zu beleuchten und dessen Einfluss auf den Alltag sowie das Berufsleben wissenschaftlich fundiert einzuordnen.

  • Entwicklung und Historie des Konstrukts Emotionale Intelligenz
  • Vergleich von Fähigkeitsmodellen und gemischten Modellen
  • Integration der Emotionalen Intelligenz in den psychologischen Intelligenzkontext
  • Differenzierung zwischen sozialer, akademischer und emotionaler Intelligenz
  • Einfluss emotionaler Kompetenz auf Lebensqualität und beruflichen Erfolg

Auszug aus dem Buch

2.1 EMOTIONEN

Emotion leitet sich vom lateinischen Wort "movere" ab und bedeutet übersetzt "bewegen", unterdessen das Suffix "e" als "hinbewegen" zu interpretieren ist. Dem zu Folge geht tendenziell einer Handlung eine Emotion voran (Neuhaus, 2007). Umgangssprachlich wird der Obergriff "Gefühle" verwendet, welcher sowohl Stimmungen, Affekte als auch Emotionen umfasst. In der Wissenschaft wird jedoch der Begriff "Affekt" als Obergriff verwendet. Dieser beinhaltet Stimmungen und Emotionen. Als Emotionen werden starke Gefühle bezeichnet, die für eine Person oder einem Objekt empfunden werden. Stimmungen sind jedoch nicht zwingend auf eine Person oder einem Objekt gerichtet und müssen keine ursprüngliche Quelle haben. Im Vergleich zu den Emotionen sind Stimmungen kein singuläres Gefühl, sondern ein länger andauernder und mit geringerer Intensität empfundener Gefühlszustand (Werth, 2004).

Goleman (1995) definiert Emotionen als ein auf Gedanken basiertes Gefühl mit entsprechenden Handlungsbereitschaften. So ergeben sich aufgrund der weitreichenden komplexen Verzweigungen eine Vielzahl von Emotionen mit entsprechenden Nuancen, Mutationen, Mischformen und Varianten, dass der Psychologie schlichtweg die Bezeichnungen für manche Emotionen fehlen.

Eine schon passende präsente Stimmung kann zu einer Verstärkung einer entsprechenden Emotion führen. Dies ist eine wertvolle Erkenntnis bei Handlungsempfehlungen und dem zwischenmenschlichen Umgang in unserer Gesellschaft, insbesondere bei der Formulierung und Mitteilung von Lob und Kritik (Werth, 2004). Beim Erleben und Empfinden von Emotionen werden vier verschiedene Ebenen unterschieden, die auch gemeinsam figurieren können. In diese vier Ebenen gehören die direkte Empfindungskomponente, welche im Prinzip das gute oder schlechte Gefühl beschreibt, die Verhaltenskomponente, die Kognition und die physiologische Reaktion (Werth, 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konstrukt der Emotionalen Intelligenz ein, benennt die historische Relevanz der Goleman'schen Prägung und formuliert die zentralen Fragestellungen der Arbeit.

2. Begriffserklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen durch Definitionen der Begriffe Emotion, Intelligenz und Emotionale Intelligenz geschaffen.

3. Entwicklungskonzepte von Emotionaler Intelligenz: Das Kapitel stellt die verschiedenen theoretischen Ansätze vor, unterteilt in Fähigkeitsmodelle und gemischte Modelle, und vergleicht diese miteinander.

4. Die Integration und Differenzierung der Emotionalen Intelligenz: Dieser Abschnitt analysiert, ob die Emotionale Intelligenz als eigenständige Intelligenzart eingestuft werden kann und grenzt sie von sozialer und akademischer Intelligenz ab.

5. Die gesellschaftliche Bedeutung der Emotionalen Intelligenz: Hier wird der praktische Nutzen von emotionalen Kompetenzen in sozialen Interaktionen, im Alltag und im beruflichen Kontext untersucht.

6. Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf bezüglich der wissenschaftlichen Methodik.

Schlüsselwörter

Emotionale Intelligenz, Emotionen, Intelligenz, Psychologie, Fähigkeitsmodell, gemischte Modelle, soziale Intelligenz, akademische Intelligenz, Emotionsregulation, psychische Gesundheit, Berufsleben, Führungskompetenz, Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitsforschung, Coping-Strategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Herleitung und der Bedeutung des Konstrukts "Emotionale Intelligenz" in der modernen Psychologie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition, der Darstellung unterschiedlicher Entwicklungsmodelle sowie der Abgrenzung zu anderen Intelligenzformen.

Was ist die primäre Zielsetzung der Untersuchung?

Ziel ist es, das Konzept der Emotionalen Intelligenz kritisch zu durchleuchten und zu hinterfragen, inwieweit es sich als eigenständige Intelligenzart in der Wissenschaft etablieren kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und Synthese aktueller psychologischer Forschungsergebnisse und Metaanalysen.

Was sind die Kerninhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Modelle von Salovey, Mayer, Goleman und Bar-On sowie eine tiefgehende Analyse zur Differenzierung und gesellschaftlichen Relevanz.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Emotionale Intelligenz, Emotionsregulation, Fähigkeitsmodelle, soziale Kompetenz und psychometrische Intelligenz.

Warum wird zwischen Fähigkeitsmodellen und gemischten Modellen unterschieden?

Die Unterscheidung ist für die wissenschaftliche Validität entscheidend, da Fähigkeitsmodelle auf leistungsbasierten Verfahren beruhen, während gemischte Modelle oft Selbstberichtsverfahren nutzen.

Welche Rolle spielt die Emotionale Intelligenz im Berufsleben laut der Arbeit?

Emotionale Intelligenz gilt als wichtiger Prädiktor für Führungskompetenz, beruflichen Aufstieg und die Bewältigung von Stress, insbesondere in Berufen mit hoher Emotionsarbeit wie Polizei oder Lehrberufen.

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Details

Title
Emotionale Intelligenz. Entwicklung, Differenzierung und Bedeutung in der Gesellschaft
College
Technical University of Chemnitz  (Institut für Psychologie)
Grade
1,7
Author
David Reißig (Author)
Publication Year
2018
Pages
28
Catalog Number
V1006590
ISBN (eBook)
9783346391339
ISBN (Book)
9783346391346
Language
German
Tags
Emotionale Intelligenz Gesellschaft Psychologie Public Health Gerontologie Gerontopsychologie Daniel Goleman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Reißig (Author), 2018, Emotionale Intelligenz. Entwicklung, Differenzierung und Bedeutung in der Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006590
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