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Digitalität in der Theaterpädagogik

Title: Digitalität in der Theaterpädagogik

Academic Paper , 2020 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Angelika Bitter (Author)

Theater Studies, Dance
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Auf Grund der dominanten Präsenz von Digitalität in unserer Gegenwart entstand die Fragestellung: Was kann Digitalität für die theaterpädagogische Arbeit bedeuten? Im Verlauf dieser Arbeit setzt sich die Autorin mit dem Begriff der Digitalität nach dem Verständnis von Professor Felix Stalder und Dr. Andre Schier auseinander. Auch anhand von Beispielen wird der Frage nachgegangen, wie das Thema "Digitalität" bereits im professionellen Theater inhaltlich und technisch integriert wird und wie sie in der theaterpädagogischen Arbeit eingesetzt werden kann.

In allen Lebensbereichen ist ein digitaler Wandel zu beobachten, der in unserem Wirkungskreis allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken ist. Die Art der Kommunikation, unser Privatleben, die der Arbeits- und Wirtschaftswelt und der Organisation der Öffentlichkeit haben sich durch den digitalen Wandel stark verändert. Durch das Internet und die globale Vernetzung sind virtuelle Räume hinzugekommen, die uns den Austausch über soziale Netzwerke ermöglichen. Diese Umbrüche sorgen für viele Chancen und Risiken, die aufgrund ihrer Komplexität und der nicht vorhersehbaren Zukunftsentwicklung für eine große Verunsicherung in der Gesellschaft sorgen. Auch in der Kunst werden zunehmend digitale Medien eingesetzt und das Phänomen der "Digitalität" hinterfragt und thematisiert. Die Entwicklungen, die mit der Digitalisierung einhergehen, bergen neue erfolgsversprechende Aussichten in sich, aber auch ungewisse Gefahren, sowie neue Wahrnehmungsmöglichkeiten und politische Debatten. Lernprozesse und die Option über Institutionen wie "Google" umfangreiches Wissen innerhalb weniger Sekunden abzurufen, prägen und verändern unsere Gesellschaft. Auch lässt sich beobachten, dass die Medien zunehmend von Datenmissbrauch und Gesetzeslücken im Umgang mit dem Internet berichten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Digitalisierung und Digitalität

2.2 Formen der Digitalität

2.3 Theaterpädagogische Arbeit

3 Digitalität im professionellen Theater, Schauspiel Dortmund

3.1. Die Parallelwelten / Schauspiel Dortmund

3.2 4.48 Psychose von Sarah Kane / Schauspiel Dortmund

3.3 CyberRäuber- Das Theater der virtuellen Realität

3.4 Akademie für Theater und Digitalität

3.5 Ästhetisierungsprozesse in unserer Gesellschaft

3.6 Digitalität und postdramatische Ansätze

4. Einsatzmöglichkeiten von Digitalität in der theaterpädagogischen Arbeit

4.1 Differenzierung: technischer und inhaltlicher Einsatz von Digitalität

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Bedeutung das Phänomen der "Digitalität" für die theaterpädagogische Praxis hat. Dabei wird analysiert, wie digitale Technologien und die mit dem digitalen Wandel einhergehenden gesellschaftlichen Veränderungen in den professionellen Theaterbetrieb integriert werden und welche Ansätze sich daraus für die theaterpädagogische Arbeit mit Laien ableiten lassen.

  • Grundlagen der Begriffe Digitalisierung und Digitalität
  • Analyse aktueller digitaler Inszenierungspraktiken (Beispiel: Schauspiel Dortmund)
  • Die Rolle von Ästhetisierungsprozessen im digitalen Zeitalter
  • Potenziale und Herausforderungen der Integration von Digitalität in der Theaterpädagogik
  • Postdramatische Theateransätze als Methode für die digitale Thematisierung

Auszug aus dem Buch

3.3 CyberRäuber- Das Theater der virtuellen Realität

Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die computergenerierte Darstellung einer Wirklichkeit bezeichnet. Dabei wird eine sogenannte VR-Brille aufgesetzt, in welcher eine 360-Grad Kamera integriert ist. Diese ermöglicht dem Betrachter, sich in Echtzeit in einer interaktiven und virtuellen Umgebung zu bewegen. Die VR-Künstlergruppe „CyberRäuber“, bestehend aus Björn Lengers und Marcel Karnapke, haben es sich zur Aufgabe gemacht, die virtuelle Realität ins Theater zu bringen. Die Künstler glauben daran, dass VR als Erzählmedium der Zukunftstechnologien eingesetzt werden kann und sich mit Theater verbinden lässt. Damit VR als Erzählmedium funktionieren kann, braucht es laut Björn Lengers und Marcel Karnapke Interaktivität, das Gefühl von Präsenz und die Fokussierung auf Handlungen, Personen, sowie starke Geschichten.

Diese Eigenschaften bringt das Theater mit und ist bereits seit Tausenden von Jahren in allen Kulturen vertreten. Das Theater der virtuellen Realität kann viele Menschen unmittelbar ansprechen und unabhängig von Ort und Zeit erreichen 23. Die Künstler betrachten das Theater als einen Ort der künstlerischen Veranschaulichung und Auseinandersetzung. Dieser kann hervorragend dazu genutzt werden, Dinge sichtbar, spürbar und erfahrbar zu machen und kann ebenso neue Perspektiven ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in den digitalen Wandel der Gesellschaft ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach der Bedeutung der Digitalität für die theaterpädagogische Arbeit.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Digitalisierung und Digitalität sowie die verschiedenen Formen der Digitalität (Referentialität, Gemeinschaftlichkeit, Algorithmizität) und skizziert die Grundlagen der Theaterpädagogik.

3 Digitalität im professionellen Theater, Schauspiel Dortmund: Es werden beispielhafte Inszenierungen und Ansätze am Schauspiel Dortmund untersucht, die digitale Technologien und Konzepte wie Virtual Reality oder postdramatische Strukturen integrieren.

4. Einsatzmöglichkeiten von Digitalität in der theaterpädagogischen Arbeit: Hier erfolgt eine Differenzierung zwischen technischem und inhaltlichem Einsatz von Digitalität, ergänzt durch Beispiele aus der Arbeit mit Laien, etwa durch das Junge Deutsche Theater Berlin.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Digitalität als Inspirationsquelle und Mittel der Theaterpädagogik zu nutzen, um den Anschluss an die Lebensrealität der Menschen zu wahren.

Schlüsselwörter

Digitalität, Digitalisierung, Theaterpädagogik, Schauspiel Dortmund, Virtual Reality, CyberRäuber, postdramatisches Theater, Ästhetisierungsprozesse, Medienkunst, digitale Identität, Laientheater, digitale Transformation, künstlerische Vermittlung, hybrider Umgang, soziale Netzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung und Integration des Phänomens "Digitalität" im Kontext der Theaterpädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen und kulturellen Veränderungen durch die Digitalisierung, der Umsetzung im professionellen Theater sowie den Einsatzmöglichkeiten dieser Erfahrungen in der theaterpädagogischen Praxis mit Laien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet: "Was kann Digitalität für die theaterpädagogische Arbeit bedeuten?"

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit medienwissenschaftlichen Diskursen, der Analyse von Fallbeispielen aus der professionellen Theaterlandschaft sowie der Reflexion pädagogischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den aktuellen Stand der Digitalität am Beispiel des Schauspiels Dortmund, betrachtet Ästhetisierungsprozesse, postdramatische Ansätze und diskutiert, wie technische und inhaltliche Aspekte digitaler Medien in die Theaterpädagogik integriert werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Digitalität, Theaterpädagogik, Virtual Reality, postdramatisches Theater und die Verbindung von analogem Theaterraum mit digitalen Medien.

Wie wird das Konzept der "CyberRäuber" in der Arbeit bewertet?

Die Arbeit betrachtet die "CyberRäuber" als Pioniere, die VR als Erzählmedium ins Theater bringen und damit die Schnittstellen zwischen Theater und digitaler Welt sowie neue Wahrnehmungsräume für das Publikum erschließen.

Welche Rolle spielen "postdramatische Ansätze" bei der Digitalisierung im Theater?

Postdramatische Ansätze werden als geeignet eingestuft, da sie sich vom literarischen Text emanzipieren und ein hybrides Zusammenwirken von Musik, Technik, Gestik und anderen Medien ermöglichen, was eine experimentelle Auseinandersetzung mit Digitalität begünstigt.

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Details

Title
Digitalität in der Theaterpädagogik
Grade
1,7
Author
Angelika Bitter (Author)
Publication Year
2020
Pages
30
Catalog Number
V1006625
ISBN (eBook)
9783346398840
ISBN (Book)
9783346398857
Language
German
Tags
Theaterpädagogik Digitalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Bitter (Author), 2020, Digitalität in der Theaterpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006625
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