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Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen. Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten

Title: Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen. Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten

Seminar Paper , 2021 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sandra Waldermann-Scherhak (Author)

Health - Health system
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Case Management mit schwerkranken und sterbenden Menschen. Im Fokus steht das Entlassmanagement in die häuslich-ambulante Palliativversorgung sowie das Überleitungsmanagement ins stationäre Hospiz. Zunächst werden die Begriffsklärung, das Konzept und die Bedeutung des CMM vorgestellt. In diesem Zusammenhang werden die einzelnen Phasen und der Regelkreis, sowie die Funktion und Aufgabenbereiche des CMs dargestellt.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt ist die Bedeutung der An- und Zugehörigen und deren Einbindung in das CM. Im dritten Kapitel geht es um die Anwendung des CM in der palliativen Versorgung und es sollen die Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt und thematisiert werden. Das CMM, sowie das Zusammenspiel aller beteiligten Netzwerkpartner, werden anhand zwei möglicher Versorgungswege für palliative Patienten dargestellt: das CMM als Entlassmanagement von der Palliativstation in die häusliche Palliativversorgung und als Überleitungsmanagement ins Hospiz.

Eine kritische Betrachtung des CMs unter ethischen Gesichtspunkten wird am Ende des dritten Kapitels vorgenommen. Auch die Persönlichkeit des CMs wird kritisch gewürdigt. Im Fazit folgen der Praxistransfer und die perspektivische Sicht, die verdeutlichen soll, wie ein Netzwerk mit ganzheitlicher Sicht auf den Patienten aufgebaut und das CMM in der letzten Lebensphase des Menschen Anwendung finden kann, um ihm ein möglichst schmerzfreies und würdevolles Sterben – auch zu Hause – zu ermöglichen.

Durch den Wandel der Demografie erleben wir eine stetig älter werdende Bevölkerung, die soziale, politische, ökonomische und kulturelle Veränderungen und Probleme nach sich ziehen. Die Gesellschaftsstruktur unterliegt dem Wandel: sinkende Geburtenraten und im Gegenzug die Zunahme der Zahl pflegebedürftiger und schwerkranker Menschen, die eine umfassende Betreuung und meist langjährige Begleitung bedürfen.

Der ansteigende Pflegebedarf stellt das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen, denn gleichzeitig sinkt auch die Zahl der Pflegekräfte, die diese Versorgungslücke schließen sollen. Eine Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere chronische Alterserkrankungen und Multimorbidität führen dazu, dass die Versorgung zunehmend intensiver und komplexer wird. Besonders gefordert sind die Akteure des Gesundheitssystems, was die Kooperation der Netzwerkpartner betrifft, wenn es um die Begleitung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen geht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen

2.1 Begriffsklärung und Definition

2.2 Herkunft und Entwicklung

2.3 Grundlagen und Konzepte

2.3.1 Phasen und Regelkreis

2.3.2 Funktion und Aufgabenbereiche des CMs

2.3.3 An- und Zugehörige im CMM

3 Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten

3.1 CMM und Netzwerkaufbau in der palliativ-hospizlichen Versorgung

3.2 Möglichkeiten des CMM in der Palliativen Versorgung

3.3 Grenzen des CMM in der Palliativen Versorgung

3.4 CMM als Entlassmanagement in die häuslich Palliativversorgung

3.5 CMM als Überleitungsmanagement ins Hospiz

3.6 Kritische Würdigung unter ethischen Gesichtspunkten

4 Fazit

4.1 Praxistransfer

4.2 Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Case Management (CMM) die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen verbessern kann, um ihnen ein würdevolles Lebensende, idealerweise im häuslichen Umfeld, zu ermöglichen. Dabei wird analysiert, wie durch strukturiertes Entlass- und Überleitungsmanagement ein interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut und koordiniert werden kann, das sowohl die Bedürfnisse der Patienten als auch die der Angehörigen berücksichtigt.

  • Methodische Grundlagen und Phasen des Case Managements
  • Integration von Angehörigen als tragende Säule im CMM-Netzwerk
  • CMM als Entlassmanagement in die häusliche Palliativversorgung
  • CMM als Überleitungsmanagement in stationäre Hospize
  • Ethische Aspekte und kritische Würdigung der professionellen Haltung

Auszug aus dem Buch

3.4 CMM als Entlassmanagement in die häuslich Palliativversorgung

Wenn ein Patient die Entscheidung trifft, das stationäre Behandlung im Krankenhaus zu beenden, um zu Hause zu sterben, wird das CMM zum Entlassmanagement in die häusliche Palliativversorgung. Damit ein sterbender Mensch zu Hause sterben kann und eine optimale Versorgung erhält, muss seitens des CMs im Vorfeld vor Entlassung ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut werden, das interdisziplinär zusammenarbeitet. Dabei ist von besonderer Bedeutung, den sterbenden Menschen in seiner Ganzheitlichkeit wahr und anzunehmen, um ihn bestmöglich während seiner letzten Lebensphase zu unterstützen. Oberstes Ziel muss sein, die Autonomie des Menschen, bei gleichzeitiger Erhaltung der größtmöglichen Lebensqualität, so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Anhand der Phasen des CMM nach (Nussbaumer, 2009) bedeutet das:

1. Klärungphase: Erstgespräch und Festlegung des Ist-Zustandes

• Erweiterung der Sichtweisen des Patienten und Angehöriger schaffen

• Aufklärung bei mangelhaftem Wissensstand und fehlendem Vorausblick

• Stärkung des Wohl-und Sicherheitsgefühls beim Patienten durch Aufklärung

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den demografischen Wandel und die zunehmende Komplexität der Versorgung schwerstkranker Menschen, wobei Case Management als Instrument zur effizienten Koordination vorgestellt wird.

2 Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen, Ziele und Phasen des Case Managements und hebt die Bedeutung der Netzwerkarbeit für eine patientenzentrierte Versorgung hervor.

3 Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten: Hier wird die praktische Implementierung von Case Management in der Palliativ- und Hospizversorgung detailliert beschrieben, inklusive ethischer Reflexionen zur Rolle des Case Managers.

4 Fazit: Das Kapitel fasst die Bedeutung von CMM für die Palliativversorgung zusammen und unterstreicht, dass eine koordinierte Netzwerkarbeit entscheidend dazu beiträgt, den Patienten ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Case Management, Palliativversorgung, Sterbebegleitung, Entlassmanagement, Überleitungsmanagement, Netzwerkaufbau, Lebensqualität, Angehörigenarbeit, Gesundheitswesen, Ethik, Patientenautonomie, Soziale Netzwerke, Interdisziplinarität, Häusliche Pflege, Hospiz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung des Case Managements bei der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, insbesondere im Kontext der Überleitung in die häusliche Pflege oder ein stationäres Hospiz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Prozesssteuerung durch den Case Manager, der Aufbau interdisziplinärer Hilfenetzwerke und die Einbindung des sozialen Umfelds zur Förderung der Patientenautonomie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch Case Management ein koordiniertes Netzwerk geschaffen werden kann, das schmerzfreies und würdevolles Sterben ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt theoretische Ansätze des Case Managements und verbindet diese mit praktischen Erfahrungen aus der Sterbebegleitung, um Handlungsperspektiven abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Phasen des Case Managements in der Praxis, beschreibt den konkreten Netzwerkaufbau und reflektiert ethische Dilemmata der Profession.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Case Management, Palliative Care, Patientenautonomie, Netzwerkmanagement und Angehörigenunterstützung.

Wie unterscheidet sich das Entlassmanagement von der Überleitung ins Hospiz?

Beim Entlassmanagement in die häusliche Versorgung wird ein kontinuierlicher Prozess über alle sechs CMM-Phasen angestrebt, während die Überleitung ins Hospiz sich auf vier Phasen konzentriert, da der Prozess mit der Aufnahme ins Hospiz endet.

Welche Rolle spielen Angehörige im CMM-Prozess?

Angehörige werden als wichtige Ressource und Teil des sozialen Systems betrachtet; sie benötigen selbst Unterstützung und müssen frühzeitig in die Planung eingebunden werden, um ihre eigene Überforderung zu vermeiden.

Warum ist eine ethische Würdigung der CM-Haltung erforderlich?

Da der Case Manager in sehr intime Lebensbereiche eingreift, muss er sich seiner ethischen Verantwortung bewusst sein, um Abhängigkeiten zu vermeiden und die Selbstbestimmung des Sterbenden zu wahren.

Was ist die Kernbotschaft in Bezug auf das Sterben?

In Anlehnung an Cicely Saunders betont die Arbeit, dass es nicht darum geht, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den verbleibenden Tagen mehr Leben.

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Details

Title
Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen. Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten
College
University of applied sciences, Düsseldorf
Course
Case Mangement im Gesundheits- und Sozialwesen
Grade
1,3
Author
Sandra Waldermann-Scherhak (Author)
Publication Year
2021
Pages
30
Catalog Number
V1006634
ISBN (eBook)
9783346395061
ISBN (Book)
9783346395078
Language
German
Tags
Case Management Palliativ Entlassmanagement Hospiz Überleitungsmanagement Häusliche ambulante Versorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Waldermann-Scherhak (Author), 2021, Case Management im Gesundheitswesen und Sozialwesen. Anwendung des CMM in der Arbeit mit sterbenden Patienten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006634
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