Konstantin der Große


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten

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Konstantin der Große

Seit der Zeit Kaiser Augustus hatte das römische Reich den Frieden aufrecht gehalten, doch in der Zeit zwischen 235 und 285 war es im Niedergang, als mehr als 20 Kaiser reagierten und die Zentralgewalt zusammengebrochen war. Von nun an ernannten sich gleich mehrere zum Kaiser und das Leben wurde zum Existenskampf. Städte wurden ausgeraubt und Besitztümer enteignet. Die geistreiche und hoch entwickelte Kultur wandelte sich in bäuerliche Brutalität um. Gegen Ende des dritten Jahrhunderts versuchte der Soldatenkaiser Diokletian die römische Gesellschaft neu zu festigen. Um die Wirtschaft zu stabilisieren, erließ er ein Höchstpreisgesetz. Doch es führte nicht zum gewünschten Erfolg. Auch die Regelung mit der Nachfolge der Augisti ging nicht auf. Nach dem Rücktritt von Diokletian und Maximian kam es zu revalisierenden Kämpfen. Bald gab es sechs oder sieben Kaiser. Alle versuchten das Caos des vergangenen Jahrhunderts wieder herzustellen. Ein Anwärter auf die Macht starb 306 im Legionslager von York. Sein ältester Sohn Konstantin,der am 27.2.280 in Nikomedia geboren wurde und an Pfingsten 337 starb, ernannte sich im Jahre 307 zum einzigen rechtmäßigen Kaiser des Westens. Er beseitigte die selbstverwaltung der Städte und Provinzen, währte die Angriffe der Barbaren auf die Grenzen mit Erfolg ab und eroberte 310 die Provinzen Spaniens. Doch er wusste, das er nur eine stabile Macht aufbauen konnte wenn er Italien, insbesondere Rom, in seiner Macht hatte. 312 zog er mit seinem Heer über die Alpen und eroberte auf dem Weg nach Rom eine Stadt nach der anderen. Rasch drang er bis nach Mailand vor. Und nur nach wenigen Tagen stand er vor den Toren Veronas. Dort fand die härteste und längste Schlacht statt. Am Abend war das Schlachfeld von Leichen übersät und Konstantin war der Herr von Verona. Eusebus, der Bischoff von Cäesarea begegnete Konstantin und sprach zu ihm, er habe gegen Mittag ein Kreuz aus Licht über der Sonne schweben sehn indem stand: „In diesem Zeichen wirst du siegen.“ In der folgenden Nacht erschien ihm Christus und trug ihm auf diese Emblem nachzubilden und in der Schlacht zu verwenden. Am nächsten Morgen befahl er seinen Leuten das christliche Kreuz anzufertigen. Erst als Konstantin sich Rom näherte, trafen die Römer einige Vorkehrungen. Das Heer Roms war zwar zahlenmäßig überlegen, doch durch die Hungersnot und Barbarei nicht sehr diszipliniert und erschöpft. Zudem kam hinzu, das ihr Anführer Maxentius kein guter Stratege war. Am 26.10.312 nach Christus erreichte Konstantin die Stellung seines Gegners. Schon bald brachen die Truppen Maxentiuses auseinander und versuchten über eine Brücke, die sie vorher angeblich als Falle für Konstantin aufgestellt hatten, in die Stadt zu flüchten. Doch in der Eile dachte Maxentius nicht daran und brach selbst ein. Am nächsten Morgen fand man seine Leiche, trenten ihr den Kopf ab und trugen ihn auf einen Speer aufspießt in die Stadt. Nun war Konstantin Herrscher über den ganzen westlichen Teil des Römischen Reiches. 313 n. Chr. sprach Konstantin zu seinem Volk: „ ich habe mich entschlossen, den Christen und allen anderen die Freiheit zu geben der christlichen Religion zu folgen und ihnen die enteigneten Gegenstände wieder zurück zugeben. Das Christentum wurde nicht zur offiziellen Religion Roms, doch in den nächsten Jahren folgten eine Reihe von Erlassen, welche die Christen begünstigten. Die Armen wurden von den hohen staatlichen Steuern befreit, und die wohlhabenden sozial höher gestellten Schichten begannen von nun an christliche Priester und Bischöfe zu stellen. Aus staatlichen Geldern erhielt die Kirche regelmäßig Zahlungen. Der Sonntag wurde als Feiertag eingeführt. Die Kirchen wurden als juristische Personen anerkannt. Sie durften Stiftungen erhalten und Eigentum verwalten. Die Entscheidungen der Bischöfe wurden im bürgerlichen Recht die selbe Rechtskraft zugesprochen wie den staatlichen Gerichten. Einige heidniche Tempel wurden geschlossen und ihr Besitz eingezogen. Konstantin und seine Familie opferten freigebig für die Errichtung von Kirchen im ganzen Reich. Als die Kirche sich selbst in Parteiungen spaltete schritt Konstantin als Schiedsrichter ein. Konstantin der die absolute Herrschaft in einer gewaltätigen Zeit ausübte dürfte viele Sünden im christlichen Sinn begannen haben. Seine Hände waren voll mit Blut; es war das Blut seines Sohnes, den die Kaiserin Fausta wegen eines Angriffes auf ihre Tugend angeklagt hatte. Sie wurde selbst wegen falscher Anklage das nächste Opfer. Konstantins Annäherung an das Christentum war schrittweise und von fast krankhaften Aversionen begleitet. Im Jahr 312 wußte er sicher wenig über die Teologie und die Geschichte der Kirche. Einige Jahre später konnte er eine Osterpredigt halten, in der er viele der christlichen Probleme berührte. Er liebte es, von sich als dem Bischof der Menschen ausserhalb der Kirche zu sprechen. In dem er dem römischen Staat unter Beachtung christlicher Grundsätze führte, sicherte er für die Römer insgesamt den göttlichen Schutz auch für diejenigen die das Christentum nicht annahmen. Konstantins Bekehrung hat jahrhunderte lang die Historiker und Psychologen fasziniert. Noch immer ist sein Verhalten nicht ganz geklärt, weil die Schwierigkeiten darin lagen, dass uns die Gedanken des früheren Jahrhunderts fremd waren. Viele Tatsachen sind uns verschlossen. Doch man weiß das er selbst fast ungebildet war, jedoch die Gesellschaft von Wissenschaftlern genoss. Er gab sich freundlich und schreckte dennoch nie vor einem Kampf oder einem Mord zurück. Trotzdem blieb er immer ein realistischer Politiker und ein kühn entschlossener Reformer. Nach einer Teorie war Konstantins Bekehrung nur ein politischer Schachzug der ihm die Hilfe einer zahlenmäßig starken und bedeutenden sozialen Gruppe sichern sollte. Doch die Christen waren weder zahlreich noch bedeutend. Wenn Konstantins Bekehrung ihm bei seinem Erfolg helfen sollte, war es nicht so. Konstantin war ein sehr ehrgeiziger, entschlossener, disziplinierter Mensch. Für ihn bedeutete Macht die Fähigkeit Kaos in Ordnung zu verwandeln und das war ihm in dem wirren Rom gelungen. Er sah sich als Werkzeug Gottes und behauptete, das der Sieg an der Mielvischen Brücke ein Sieg gewesen sei, der die Welt veränderte. Im Jahr 324 viel er in das oströmische Gebiet ein und hoffte darauf das Gott ihm helfe, und so war es auch, Gott hatte seinem Diener den Sieg verliehen. Nun hielt Konstantin das ganze wiedervereinte Weltreich in seiner Hand. 330 gründete er die grieschiche Stadt Byzanz neu, nannte sie Konstantinopel und machte sie zur zweiten Hauptstadt des Reiches. Er verkündete das er die Stadt auf Befehl Gottes so genannt hätte, es sollte die erste rein christliche Stadt der Welt sein, doch man nahm an das er sich ein Denkmal setzen wollte. Als Konstantin der Große Pfingsten 337 getauft und damit endkültig christlich auf dem Totenbett lag konnte er in Gewissheit die Augen schließen, da er militärische und wirtschaftliche Aufgaben gelöst hatte.

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Details

Titel
Konstantin der Große
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100669
Dateigröße
324 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin, Große
Arbeit zitieren
Jan-Eric Schlösser (Autor), 2001, Konstantin der Große, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100669

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