Work-Life-Balance bei Studierenden im Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Macht studieren traurig oder Freude?


Bachelorarbeit, 2017

74 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Work-Life-Balance
3.1 Stress
3.2 Burnout
3.3 Depressionen

4. Maßnahmen zum Erhalt der Work-Life-Balance
4.1 Resilienz
4.2 Salutogenese
4.3 Zeit-Selbstmanagement

5. Hochschule Düsseldorf
5.1 Fachbereich Sozial-und Kulturwissenschaften
5.2. Beratungsmöglichkeiten im Fachbereich Sozial-und Kulturwissenschaften
5.3 Beratungsmöglichkeiten für Studierende der HSD

6. Forschungsdesign
6.1 Datenerhebung
6.2 Überblick der gestellten Fragen
6.3 Auswertung des Datenmaterials

8. Diskussion

9. Fazit

10. Eigenes Selbstverständnis

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

BA. – Bachelor

BaföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz bspw. – beispielsweise

bzgl. – bezüglich

bzw. – beziehungsweise ebd. – ebenda

etc. – et cetera

f. – folgende

HSD – Hochschule Düsseldorf

ICD 10 – International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems

o.S. – ohne Seite

o.J. – ohne Jahr

SA/SP – Sozialarbeit/ Sozialpädagogik vgl. – Vergleiche

WS – Wintersemester

z.B. – zum Beispiel

1. Einleitung

„Macht studieren krank oder Freude?“

Veränderte Rahmenbedingungen wie die Komprimierung des Studiums vom Diplom auf den Bachelor, E-learning statt Erfahrungen in Gruppen- projekten und die enorme Verkürzung der Praxiszeiten führen zu dieser Fragestellung.

Um die Freude am Studium nicht zu verlieren, ist eine angemessene Ver- einbarkeit zwischen Studien-, Berufs- und Privatleben, die so genannte

„Work-Life-Balance“, unerlässlich.

Dass die Bedeutung von Work-Life-Balance für junge Beschäftigte und vor allem für Studierende stark zugenommen hat, zeigen verschiedene Stu- dien aus den letzten Jahren. So verweist auch der AOK Bundesverband mit seiner Studie aus dem Jahr 2016 „Studierendenstress in Deutschland – eine empirische Untersuchung“ ganz klar auf die Aussage: „Studierende fühlen sich insgesamt gestresster als der Durchschnitt der Beschäftigten in Deutschland.“ Diese Erkenntnis zeigt die Veränderung des bislang mit Freiheit und Selbstverwirklichung verbundenen Studentenlebens. Unter anderem durch die erhöhten Anforderungen der Arbeitnehmer an die Qua- lifikation der Studierenden verstärkten sich in den letzten Jahren die Stu- dienanforderungen und somit auch der Zeitaufwand (vgl. Deuer, 2013, S.36). Die Hochschulen setzen vermehrt auf technikgestützte Wissens- vermittlung, die jedoch nicht für jeden Lerntypen zuträglich ist. Auf Grund der technologischen Fortschritte, der damit verbundenen ständigen Er- reichbarkeit und der erwarteten Flexibilität ist es für Studenten schwierig, die Bereiche Arbeit, Studium und Privatleben miteinander zu vereinbaren.

Nach meiner Kenntnis liegen zum Thema Work-Life-Balance an der HSD keine Forschungsergebnisse vor. Als Studierende des BA. Studiengangs Sozialarbeit/ Sozialpädagogik ist es mir ein Anliegen, das Thema im Fachbereich zu untersuchen, um daraus neue Erkenntnisse gewinnen zu können.

Es soll untersucht werden, inwieweit studienbezogene Belastungen die Work-Life-Balance von Studierenden beeinträchtigen. Zu diesem Zweck nähert sich die Arbeit der Beantwortung der untersuchungsleitenden Fra- gestellung im Zuge einer vorausgehenden theoretischen und einer darauf- folgenden empirischen Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegen- stand.

Kapitel 2 dient der Hinführung zum Thema. Dazu wird zunächst der Ter- minus „Work-Life-Balance“ mit Rückgriff auf die Literatur näher bestimmt und präzisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Ausführungen auf der be- grifflichen Herkunft sowie der Darstellung der in der Fachliteratur geführ- ten Diskussion bezogen auf die begriffliche Bedeutung von Work-Life- Balance.

Im Folgenden soll in Kapitel 3 herausgearbeitet werden, welche Auswir- kungen mit einem mangelnden Ausgleich zwischen „Work“ und „Life“ ein- hergehen können. Zu Beginn wird in Kapitel 3.1 Stress als mögliche Folge eines solchen Missverhältnisses aufgegriffen, indem der Begriff erläutert wird und zudem potenzielle Entstehungszusammenhänge, Einflussgrößen und Auswirkungen nachgezeichnet werden. Sodann werden in Kapitel 3.2 das Burnout und in Kapitel 3.3 die Depression als Symptombilder vorge- stellt und in Beziehung zum Forschungsgegenstand gesetzt.

Kapitel 4 beinhaltet eine Skizzierung der Resilienz (Kapitel 4.1) sowie der Salutogenese (Kapitel 4.2) als Modelle für die Entwicklung möglicher Er- klärungsansätze, weshalb sich studienbezogene Belastungen unter- schiedlich auf Studierende auswirken können. Daraufhin wird das Zeit- und Selbstmanagement (Kapitel 4.3) als Maßnahme zum Erhalt einer ge- sunden Balance zwischen den Bereichen ‚Work‘ und ‚Life‘ vorgestellt.

Im Anschluss bildet Kapitel 5 den Abschluss des theoretischen Bezugs- rahmens und greift Organisationsstrukturen der HSD auf. Ferner enthält das Kapitel eine Vorstellung des Fachbereiches Sozial- und Kulturwissen- schaften und eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Beratungs- möglichkeiten für Studierende. Die Angaben dienen dazu, im Anschluss an die Vorstellung und Begründung des Forschungsdesigns und die Aus-

wertung der eigenen empirischen Untersuchungsergebnisse denkbare Zusammenhänge zwischen den Studienbedingungen und dem Stress- empfinden der befragten Studierenden der Sozialarbeit/-pädagogik am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften herstellen zu können.

Im empirischen Teil der Arbeit wird in Kapitel 6 das Forschungsdesign mit einer methodologischen Begründung für die Wahl der schriftlichen Befra- gung als eingesetzte Erhebungsmethode erläutert. Ferner werden die Entwicklung des Fragebogens und dessen Aufbau vorgestellt.

In Kapitel 7 folgt eine kurz zusammengefasste Expertenmeinung einer Mitarbeitenden der Hochschule Düsseldorf.

Im Anschluss werden die Forschungsergebnisse in Kapitel 8 ihrem theore- tischen Bezugsrahmen gegenübergestellt und diskutiert.

In Kapitel 9 wird die Schlussfolgerung aus der bisherigen Arbeit gezogen. Eine Interpretation der Ergebnisse sowie einige Fragestellungen die sich an die Hochschule Düsseldorf richten werden aufgegriffen

Abschließend wird in Kapitel 10 das eigene Selbstverständnis der Autorin vorgestellt. Es werden zusätzlich einige Handlungsempfehlungen ausge- sprochen, die sich an zukünftige Studierende des BA. Studiengangs Sozi- alarbeit/ Sozialpädagogik richten.

Um einen uneingeschränkten Lesefluss zu gewährleisten, wurde bei der Bezeichnung von Personen oder Personengruppen die männliche Form gewählt, die alle anderen Geschlechter mit einbezieht.

2. Work-Life-Balance

Zu Beginn wird der Ursprung und die Definition des Begriffs „Work-Life- Balance“ erläutert. Es wird beschrieben, welchen Einfluss diese Begriff- lichkeit auf das Privat- und Berufseben hat und welche Möglich- und Schwierigkeiten es bei dem Versuch gibt, ein langanhaltend gesundes Gleichgewicht zwischen beiden Komponenten herzustellen.

Der Terminus „Work-Life-Balance“ stammt aus dem englischsprachigen Raum und kann als „Arbeit, Leben und Ausgeglichenheit“ ins Deutsche übersetzt werden. In diesem Zusammenhang wird von der Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Privatleben gesprochen. Die Vereinbarkeit bzw. Ba- lance ist ein wichtiger Faktor für den einzelnen Menschen und eine Vo- raussetzung für ein gesundes Leben (Michalk, Nieder, 2007, S. 21).

„Work-Life-Balance“ soll als Begriff die gesunde und gelungene Verbin- dung zwischen Arbeits- und Privatleben umschreiben. Da aber Leben auch gleichzeitig arbeiten bedeutet, ist der Sinngehalt im ersten Moment etwas widersprüchlich. Trotzdem ist diese Bezeichnung zu einem aner- kannten und wichtigen Lebensentwurf geworden. Ziel ist eine ausgewoge- ne Investition der eigenen Kapazitäten in beide Bereiche, um diese lang- fristig im Einklang miteinander zu verbinden und somit die sogenannte Lebensfreude oder auch Balance nicht zu verlieren (Kastner, 2010, S. 1).

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005, S.4) definiert Work-Life-Balance folgendermaßen: „Work-Life-Balance be- deutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer veränderten und sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt“.

Übereinstimmend mit Kastner (o.J, S.1) wird immer häufiger danach ge- fragt, inwieweit berufs- und freizeitbezogene Aspekte und wie auch die Qualität der eigenen Existenz vor dem Hintergrund einer qualitativ neuar- tigen Form der Arbeit miteinander verträglich sind. Begrifflich findet dieser Umstand in „Work-Life-Balance“ seinen Ausdruck, Kastner kritisiert, dass die Work-Life-Balance inzwischen der Gefahr ausgesetzt ist, ein Modewort

zu werden. Er sieht im Zuge dessen den Bedeutungsgehalt der Work-Life- Balance relativ zur Anzahl seiner Verwendung in einer gegensätzlichen Beziehung stehen. Von einer nicht zu beziffernden Anzahl an Menschen wird dabei ein Expertentum beansprucht, ohne dass diese Inhaltstragen- des vorweisen können. In Folge dessen sieht Kastner es als notwendig an, den Gebrauchswert der WLB für die Praxis zu begründen, näher zu bestimmen und mit weiteren Vorschlägen zu versehen. Sowohl Globalisie- rungsprozesse als auch der mit hoher Geschwindigkeit voranschreitende technische Fortschritt, so Kastner (o.J., S.1), entlasten uns freilich hin- sichtlich der Arbeitsschritte und erhöhen die Qualität unserer Existenz. Gleichwohl sind sie mit dem Anspruch steigender Qualifizierungen und darüber hinaus mit kontinuierlicher Weiterbildung, Anpassungsfähigkeit, Beweglichkeit in Bezug auf den Beruf und der Bereitschaft, bisherige Kon- takte durch neue zu ersetzen, verbunden. Sinnbildlich für die Globalisie- rungsprozesse stehen die sich mit zunehmender Geschwindigkeit im Um- lauf befinden Daten, Finanzen, Konsumgüter, Dienstleistungen, die eine Zäsur in Hinblick auf die Voraussetzungen des Wettbewerbs darstellen.

Die beruflichen Anforderungen haben hinsichtlich ihrer Komplexität und Dynamik außerordentlich zugenommen. Der Mensch hat sich hingegen nicht in gleicher Geschwindigkeit weiterentwickeln können. Trotz mögli- cher Anpassungsfortbildungen können Arbeitnehmer den gewachsenen Ansprüchen der Technisierung und potentiellen Anforderungen seitens der Unternehmen bzw. Kunden kaum noch gerecht werden (Bundesinstitut für Berufsbildung, 2013, S.8f.).

Kastner (o.J. S.2) stellt die These auf, es werde „[…] täglich schwieriger, komplexe soziale Systeme wie eine Firma oder auch eine Familie auf ei- nen geordneten Kurs zu halten, weil die Bekanntheit zukünftiger System- zustände sinkt […]“.

Auf Grund der unterschiedlichen Lebensphasen eines Menschen ist die Wechselwirkung der Bereiche Arbeit und Privatleben verschiedenartig darzustellen. Im jüngeren Alter ist das Verlangen nach beruflichem Erfolg von großer Bedeutung. Ist der gewünschte berufliche Stand erreicht, liegt

im nächsten Schritt die Priorität in der Absicherung der erworbenen Positi- on, um die Versorgung der eigenen Familie zu gewährleisten. Während- dessen beginnt der Wunsch, auch nach dem Berufsleben den Lebensstil beibehalten zu können (Kastner, o.J., S.2).

In der heutigen Zeit werden Kinder oder gar der Kinderwunsch bezogen auf eine wissenschaftliche Karriere als Risiko bezeichnet. Die Erfordernis- se von Studium, Kind, Familienpflichten, Haushalt und zusätzlicher Er- werbstätigkeit sind zeitlich schwierig zu organisieren. Der Mangel an Be- treuungsmöglichkeiten stellt dabei ein Haupthindernis dar. Folglich verwer- fen junge Menschen schon vor Beginn des Studiums den eigenen Kinder- wunsch, weil es ihnen unmöglich erscheint, beides erfolgreich zu mana- gen. Für Studierende mit Kind erlangt die wissenschaftliche Karriere mit der Zeit zwangsläufig einen geringeren Stellenwert, da es ihnen nicht ge- lingt, dem Studium eine angemessene und erforderliche Aufmerksamkeit und Konzentration zu schenken. Die Prioritäten liegen meist an erster Stelle bei der Familie und ihrer finanziellen Sicherung, sodass ein Abbruch des Studiums oder eine ungewollte Verlängerung als Folge nicht selten auftritt (Schrul, 2015, S.196f.).

Thom (2008, S. 234) beschreibt die Wichtigkeit: „[…] ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen Berufs-und Privatleben, zwischen Körper, Geist und Seele, zwischen Arbeit und Entspannung, zwischen Müssen und Wollen.“. Eine Balance bzw. ein Gleichgewicht der verschiedenen Bereiche ist je- doch erst nach Feststellung eines „Ungleichgewichtes“ denkbar. Ein Un- gleichgewicht kann häufig zu Überforderungen führen und das Denken und Fühlen eines Menschen beeinträchtigen. Zudem kann es den Men- schen daran hindern, das eigene Leben im positiven Sinne zu verändern. In Bezug auf die Work-Life-Balance stehen sowohl berufliche als auch pri- vate Ziele des Menschen im Vordergrund. Eigene Ziele und Werte zu er- kennen und Prioritäten in den Bereichen zu setzen, werden als Grundlage des Gleichgewichtes angesehen (Thom, 2008,S.239). Ein andauernder Konflikt in beiden Lebensbereichen kann zu erheblichen Schäden führen und die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen. Ein schleichender Burnout-Prozess ist hierbei bspw. nicht auszuschließen (vgl. ebd., S. 233).

3. Folgen mangelnder Work-Life-Balance

Der nächste Abschnitt beinhaltet eine ausführliche Darstellung der Prob- lematik bei mangelnder Work-Life-Balance. Wenn es Schwierigkeiten bei der Bewältigung von umfassend beschriebenen Stressoren gibt und die Selbstfürsorge versagt, kann Stress zu einer körperlichen und seelischen Belastung führen, welche gegebenenfalls physische und psychische Symptome mit sich bringen. Depressionen und Burnout sind neben Stress die häufigsten Krankheitsbilder, die bei Studierenden festgestellt werden konnten.

3.1 Stress

Der Begriff Stress hat mittlerweile eine große Bedeutung in unserer All- tagssprache erlangt. Praktisch jeder Bereich des alltäglichen Lebens kann und wird mit diesem Begriff verbunden. Das Erleben von Stress ist für je- des Individuum unterschiedlich. Folglich gibt es zahlreiche und verschie- dene Arten von Stress (Oetting, 2006, S.9).

Der Ursprung des Begriffs ist im englischsprachigen Raum zu finden, ge- nau genommen in der Materialprüfung. Dabei bezieht sich der Begriff

„Stress“ auf die Spannung und Verzerrung von Metallen oder Glas (Tech- niker-Krankenkasse, 2015a, S.5). Zudem lässt sich der Begriff „Stress“ im lateinischen als „stringere“ finden und bedeutet „anspannen“ (AOK Bun- desverband, 2016, S.7)

1950 wurde Stress in der Medizin und Psychologie erstmals von dem Va- ter der Stressforschung, Hans Selye, auf die Menschen übertragen. Der Begriff erlangte durch ihn eine neue Bedeutung, mit der er die Auswirkung von Stress auf lebende Körper definierte (Kaluza, 2012, S.4).

Stress ist eine angeborene Reaktion, die sich völlig subjektiv und individu- ell im Empfinden und Erleben des Einzelnen äußert. Das ermöglicht den

Menschen, auf unerwartete Situationen kurzfristig und problemlösend zu reagieren (Techniker-Krankenkasse, 2015a, S.5).

Stress ist ein Produkt einer erkannten Gefahrensituation, in der sich der Mensch bedroht und überfordert fühlt. Außerdem können Emotionen wie Angst, Enttäuschung und Unsicherheit stressauslösend sein. Dadurch kann ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen, welches instinktiv ablaufende psychische, physische und geistige Prozesse auslöst (Bernhard, Wer- muth, 2011, S. 12).

Stress wird in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt, hierbei wird zwi- schen dem sogenannten Eustress und dem Distress unterschieden. Unter Eustress versteht man positiven Stress, der die Aufmerksamkeit, die Leis- tungsfähigkeit und die Produktivität steigert. Eustress ist die Bezeichnung für zu bewältigende Herausforderungen mit positiven Resultaten. Durch diese Erfolgserlebnisse wird das Selbstvertrauen gestärkt und die Motiva- tion, bevorstehende Probleme zu lösen, bekräftigt. Körperliche negative Beeinträchtigungen sind dabei ausgeschlossen (Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.27). Kommt es zu vielen Eustresssituationen, entsteht im besten Fall eine offene und positive Grundhaltung bezogen auf neue Stresssituationen. Eustress ist daher in seiner aktivierenden Funktion ein unverzichtbarer Baustein für das Bewältigen unseres Alltags (Cassens, 2003, S.33).

Stress ist mit seinen Auswirkungen zweifellos zu einem der größten ge- sundheitlichen Risikofaktoren geworden. Es kann nicht nur zu seelischen Belastungen, sondern auch zu körperlichen Veränderungen kommen, welche eine ernste Bedrohung für die Gesundheit darstellen. Irreparable Schäden können verursacht werden, weswegen es wichtig ist, im Ge- sundheitsbereich präventiv zu handeln (Kaluza, 2012, S.4).

Häufiger und intensiver Stress wird als negativ empfunden und als Dis- tress betitelt. Gleichzeitig auftretende Komplikationen in privater und be- ruflicher Form sorgen für Anspannung (ebd., S.34). Der dadurch entste- hende Druck führt zu einer Überlastung. Das Gefühl, dass etwas unüber- windbar scheint, versetzt den Menschen in einen Zustand der Hilflosigkeit

(Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.27f.). Negative Erfahrungen und Ereignisse sind Elemente, die zwangsläufig zum Leben eines jeden Men- schen gehören. Somit ist auch Distress eine Erscheinungsform von Stress, die unvermeidbar ist.

Trotzdem führt massiver Distress zu Unausgeglichenheit. Die Selbstrefle- xion ermöglicht es, einer Dysbalance entgegenzuwirken. Ziel hierbei sollte ein gesunder Ausgleich zwischen den beiden Aspekten Arbeit und Leben sein (Cassens, 2003, S.34).

Sobald die Grenze zwischen Eu- und Distress nicht mehr deutlich sichtbar ist, kann es problematisch werden. Besonders bei übermäßigem Stress sind die beiden Formen schwierig auseinander zu halten. Gerade dann muss konkret und intensiv daran gearbeitet werden, Negatives von Positi- vem zu unterscheiden, damit der Distress sich nicht in den Vordergrund drängt und die Handlungsfähigkeit des Individuums beeinträchtigt (vgl. Bernhard, Wermuth, 2011, S.53).

Unter Stressoren bzw. Stressauslösern versteht man alle inneren und äu- ßeren Belastungen, welche unterschiedliche Stressreaktionen hervorru- fen. Umweltreize wie zum Beispiel Lärm, Hitze oder Kälte aber auch phy- siologische Abläufe in Form von Schmerz, Hunger und Bewegungsein- schränkungen, können den Ursprung von Stressoren bilden. Vor allem hohe Leistungsanforderungen wie Verantwortung, Zeitdruck und Prü- fungsstress beeinflussen die geistigen Stressoren. Des Weiteren sind die sozialen Stressoren bzw. die sozialen Beziehungen eine ausschlagge- bende Rolle. Darunter werden bspw. Konflikte, Trennungs- und Verluster- fahrungen sowie Isolation verstanden. Jedoch verbirgt sich nicht hinter jeder Anforderung ein Stressor, der zwangsläufig psychische und physi- sche Beeinträchtigungen mit sich bringt. Somit ist es wichtig, sich seiner Belastungsgrenze bewusst zu sein, um mit negativen Stressoren gelasse- ner umgehen zu können und Gesundheitsschäden vorzubeugen (Kaluza, 2012, S.8f.).

„Die Art der Stressreaktion hängt von genetischen Faktoren, individuellen Ressourcen, psychischer Widerstandskraft (Resilienz) und subjektiver Bewertung ab.“ (Wawrzinek, Schauer, 2013, S.19).

Unter einer Stressreaktion kann ein Vorgang verstanden werden, der bei einem Menschen als Folge von Stress ausgelöst wird. Die Reaktionen können dabei in vier verschiedene Ebenen eingeteilt werden (Kaluza, 2012, S.10)

- Die kognitive Ebene, diese wird beschrieben als ein „Denk- und Wahrnehmungsprozess“.
- Auf der emotionalen Ebene kann die Stresssituation verschiedene Gefühle hervorrufen z.B. Angst oder Unruhe.
- Die vegetativ-hormonelle Ebene, diese umfasst das Nervensystem und die Organe des Menschen und sorgt dafür, dass bei einer Stresssituation bspw. das Herz und der Kreislauf schneller arbeiten.
- Die muskuläre Ebene umfasst die gesamte Skelettmuskulatur. So- mit kann eine Stressreaktion bspw. für eine An- und Verspannung sorgen (vgl. Techniker Krankenkasse, 2015a, S.15).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Belastung und Beanspruchung (Kastner, M., 2011 S.35).

Die Grafik beinhaltet Belastungen in physikalischer Form oder Aufforde- rungen von außen, die als Stressoren gelten. Wie schon beschrieben werden Stressoren von jedem Menschen ganz individuell wahrgenommen und führen zu unterschiedlichen Stressreaktionen. Das Modell stellt objek- tive Belastungen dar, die vom Menschen als unterschiedlich ausgeprägte Belastungen aufgenommen und verarbeitet werden. Eine Belastung au- ßerhalb der Haut kann zum Beispiel ein physikalischer Einfluss sein. Bei Studierenden kann unter der beispielhaften Erwähnung von Lärm ebenso künstliches Licht, zu kleine Lernräume, Belastung der Gebäude durch al- lergene Stoffe oder Elektrosmog eine Rolle spielen. Klassisch für diese Zielgruppe ist die Anforderung einer zu bewältigenden (Prüfungs-) Aufga- be. Diese führen zu einer Belastung innerhalb der Haut, welche noch zwi- schen subjektiver Wahrnehmung der objektiven Umwelt, subjektiver Re- präsentanz bzw. subjektiver Herausforderung und selbstgestellten Auffor- derungen unterschieden werden. Aus einer Belastung entsteht eine Bean- spruchung, die in drei Welten erfasst wird: die Körper-, die Geistes- und die Lebenswelt. Die Belastung löst also einen Prozess aus, der in Form einer individuellen Beanspruchung diese drei Welten durchläuft bzw. be- einträchtigt. Beeinflusst wird der Körper-, die Geistes- und die Lebenswelt durch persönliche Ressourcen und Puffer. Ziel ist ein gesunder und siche- rer Umgang, durch eine Optimierung der drei Bereiche, um eine höhere Lebensqualität zu erreichen (Kastner, o.J., S.3).

Die HISBUS Studie zeigt auf, dass auch Studenten sich mit den Anforde- rungen des Alltags oft überfordert fühlen. Dabei wird das Studium in Kom- bination mit verschiedenen anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Pri- vat- bzw. Beziehungsleben und einem zusätzlichen Nebenjob häufig als belastend wahrgenommen (Ortenburger, 2013, S.15).

Drei der meist genannten Stressauslöser sind Prüfungsdruck, Zukunfts- angst und finanzielle Sorgen. Zusätzlich belegt die AOK-Studie, dass die zeitliche Vereinbarkeit von Studium und anderen Aktivitäten in der Organi- sation des studentischen Lebens den größten Stressfaktor für Studierende darstellt (AOK-Bundesverband, 2016, S.36).

3.2 Burnout

Der Begriff Burnout stammt ursprünglich aus dem Englischen (to burn out) und bedeutet so viel wie „ausgebrannt sein“ (Koch, Kühn, 2000, S.10).

Trotz der unterschiedlichen Definitionen von Burnout und Stress wird Burnout unter die „Stress-Erkrankungen“ aufgezählt (Sendera, Sendera, 2013, S.113).

Die erste Erwähnung geht auf den amerikanischen Psychoanalytiker Her- bert Freudenberger aus dem Jahr 1974 zurück (Schermann, 2015, S.8). Auch Christina Maslach und Cary Cherniss gehören zu den populärsten Autoren die sich mit dem Thema Burnout befasst haben (Linneweh, Heu- felder, Flasnoecker, 2010, S.6).

Trotz zahlreicher Definitionsversuche gibt es weiterhin keine einheitliche, anerkannte Definition für Burnout. Eine eindeutige klare Definition kann aufgrund der unterschiedlichen Erscheinungs- und Symptomformen nicht festgestellt werden (vgl. Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.19), (vgl.

Scharnhorst, 2012, S.13), (vgl. Kaluza, 2012, S.39.). Die internationale Festlegung von anerkannten Krankheiten ICD10 listet Burnout nicht als eigenständige Krankheit auf (vgl. Hofmann, 2015, S.8.), (vgl. Wawrzinek, Schauer, 2013, S.18), sondern subsumiert es unter der Zuschreibung „de- pressive Störungen“ im ICD10 F43 (DIMDI, 2017, S.2).

Die Autoren Schaufeli und Enzmann (1998, S.36, zitiert nach Burisch, 2006, S.19) geben einen ausführlichen und umfangreichen Definitionsver- such wieder, der den Begriff Burnout näher beschreibt.

„Burnout ist ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand

»normaler« Individuen. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekenn- zeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung (Distress), einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der Entwicklung dys- funktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit. Diese psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach, kann dem be- troffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Sie resultiert aus einer Fehlpassung von Intensionen und Berufsrealität. Burnout erhält sich we- gen ungünstiger Bewältigungsstrategien, die mit dem Syndrom zusam- menhängen, oft selbst aufrecht.“

Ursprünglich galten „helfende Berufe“ wie z.B. Sozialpädagogen, Lehrer, etc. zu den Risikogruppen, die als gefährdet angesehen wurden. Es wurde jedoch erkannt, dass Burnout sich nicht auf den ausgeübten Beruf be- grenzt werden, sondern es unabhängig davon jeden Menschen treffen kann. Somit sind auch Studenten vor dem „Ausbrennen“ gefährdet und zum Teil auch betroffen (Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.19). Der bekannte Autor Matthias Burisch unterstützt die Aussage, dass Burnout jeden Menschen treffen kann, egal ob am Arbeitsplatz, im Privatleben o- der auch in der Arbeitslosigkeit. Burisch (2006, S.21f.) zeigt insgesamt 64 Berufe auf, in denen Menschen von Burnout betroffen sein können und belegt diese einzeln mit weiteren Autoren.

Verschiedene psychische Krankheitsbilder können beim Burnout aufei- nander treffen. Dazu gehört bspw. die Problematik der Bewältigung der eigenen Lebensumstände, die sich in beruflicher und privater Unzufrie- denheit widerspiegeln können. In Bezug dazu wird die Frustrationsgrenze eines Individuums benannt, die durch Über- und Unterforderung gereizt werden kann. Zudem können interne und externe Komponenten und Er- wartungen hinzukommen. Folglich wird die persönliche und berufliche Le- benssituation als stimulierender Grund von Burnout aufgezeigt (Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014,19f.).

Die drei Burnout Hauptmerkmale sind die emotionale Erschöpfung, die Depersonalisation und die abnehmende Leistungsfähigkeit. (vgl. Bergner, 2016, S.7) , (vgl. Wawrzinek, Schauer, 2013, S.17), (vgl. Maroon, 2008, S.17).

Die Ursachen von Burnout werden hierbei in zwei verschiedene Faktoren eingeteilt. Zum einen in die „äußeren“, also Umweltbezogene Faktoren und zum anderen in die sogenannten „inneren“ Faktoren, welche auf die eigene Person bezogen sind. (Scharnhorst, 2012, S.21). Es wird außer- dem darauf hingewiesen, dass häufig ein Zusammenspiel diverser Fakto- ren in der individuellen Lebenssituation stattfindet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ursachen von Burnout, „eigene Darstellung“ nach Scharnhorst, 2012, S.22.

Zu den äußeren Faktoren gehört unter anderem die moderne Kommunika- tionstechnologie, die ein großer und wichtiger Bestandteil der heutigen Gesellschaft geworden ist. Das Smartphone wird überall mitgenommen

und ist zu jeder Zeit in Gebrauch. Es dient der ständigen Erreichbarkeit und wird nur in den wenigstens Fällen abgeschaltet. Es wird bereits als Ersatz eines Weckers, Haustelefons und Terminkalender genutzt. Auch soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter, etc. beeinflussen den Menschen und sorgen somit für einen rasanten Informationsfluss, den der Mensch verarbeiten muss (vgl. BAuA, 2013, S.64f.).

Für Studierende ist es wichtig, sich mit Kommilitonen auszutauschen und auf dem neusten Stand zu sein. Somit ist ein Verzicht auf die Technologie so gut wie unmöglich. Die veränderte Arbeitswelt sorgt außerdem für hö- here Anforderungen, die nicht nur von berufstätigen Menschen, sondern auch von Studenten bewältigt werden müssen. Das Streben und Verlan- gen nach Perfektion, damit einhergehend keine Fehler zu machen, sich unter Beweis zu stellen und es allen recht machen zu können, ist sehr hoch (Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.56f.).

Eine zusätzliche stressauslösende Belastung kann die Finanzierung des Studiums darstellen. Möglichkeiten der Unterstützung sind nur unter be- stimmten Voraussetzungen gegeben. Wenn diese aus verschiedensten Gründen nicht erfüllt werden können, besteht oft kein Anspruch und der Student trägt die finanzielle Last persönlich. Das Deutsche Studentenwerk zählt mögliche Finanzierungsquellen auf, darunter fallen die Eltern, das BAföG, der eigene Verdienst und sonstige Quellen, wie z.B., Stipendien, Darlehen/Kredite oder Einnahmen durch Personen im persönlichen Um- feld. Aber auch bei diesen Finanzierungsquellen können sich Herausfor- derungen ergeben, da nicht jedem Studierenden das sogenannte BAföG zu steht. Stipendien sind ebenfalls an bestimmte Voraussetzungen ge- knüpft und auch nicht alle Erziehungsberechtigten müssen, bzw. können Unterstützung leisten (vgl. Deutsches Studentenwerk, 2017a, o.S.).

Menschen mit einem hohen Selbstanspruch, einer perfektionistischen Veranlagung und einem ausgeprägten Ehrgeiz sind oft nicht im Stande Aufgaben abzulehnen. Die inneren Faktoren stehen im Zusammenhang mit der Persönlichkeit und den Wertevorstellungen eines Individuums. Angst den Erwartungen nicht gerecht zu werden, zu versagen und eine

Ablehnung zu erfahren bringt die Menschen dazu, mehr Energie in Aufga- ben zu stecken, auch wenn die eigene Energie bereits aufgebraucht ist. Diese Haltung ist teilweise auf die Vergangenheit, den Werdegang und somit auf die Persönlichkeit zurück zu führen. Menschen mit solch einer Einstellung sind häufig von Burnout betroffen (Scharnhorst, 2012, S.22f.). Wie oben bereits genannt, trifft dies auch auf Menschen, die hohe Anfor- derungen an sich selbst haben, Aufgaben nicht abgeben können und über ein schlechtes Zeitmanagement verfügen, zu (Krautz, Schiebeck, Schülke, 2014, S.60). Auch Situationsfaktoren wie z.B. ein Wohnortwechsel, Tren- nung vom Partner oder ein fehlendes soziales Umfeld tragen zu Belastun- gen bei. Studenten sind zudem häufig mit Prüfungsstress, Zeitdruck oder unzureichenden Studienbedingungen überlastet (ebd., S.59).

Die Kapazitäten, über die ein Mensch verfügt, sind sowohl körperlich als auch seelisch begrenzt. So werden empfundene Belastungen und Über- forderungen in Stress umgewandelt und können zu einem Gesundheitsri- siko beitragen (BAuA, 2013, S.64). So zählt Burnout zu den häufigsten Erkrankungen bei Studierenden und wird immer mehr in den Fokus ge- rückt (Appenzeller, Kersting, 2012, S. 224).

3.3 Depressionen

Im Gegensatz zum Burnout gilt die Depression als anerkannte Krankheit und ist im ICD 10 aufgeführt. Die Symptome und Ursachen ähneln denen des Burnouts stark, weswegen Wissenschaftler Burnout auch häufig als eine Erschöpfungsdepression kennzeichnen (Bergner, 2016, S.42). Nach Dietmar Hansch (2014, S.8) „[…] kann jeder Burnout-Prozess in einer schweren Depression enden.“.

Die Depression kann auf zwei verschiedenen Ebenen betrachtet werden: einerseits auf der psychologischen und andererseits auf der physiologi- schen Basis. Auf der psychologischen Ebene wird die gesamte Lebenssi- tuation des Menschen beleuchtet, somit spielen Verhalten des Individu- ums und der Kontakt zu anderen Menschen eine bedeutsame Rolle. Be-

trachtet man die physiologische Ebene, die sich mit neurobiologischen Veränderungen befasst, sind Ungleichgewichte im Gehirn aufgrund von Botenstoffen ein relevantes Merkmal. Die beiden genannten Ebenen ver- vollständigen sich gegenseitig, somit sind beide Ebenen fester Bestandteil der Depression (Hegerl, Nieschken, S. 2008, S.44f.).

Das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren kann zu einer Depres- sion beitragen. Darunter zählen unter anderem die genetischen Veranla- gungen eines Menschen, die psychosozialen Belastungen wie z.B. Stress, kritische Einschnitte oder tiefgreifende Erfahrungen im Leben. Anzeichen für eine Depression liegen außerdem im Verhalten des Betroffenen, in dessen Gedanken, Emotionen und in den somatischen Funktionalitäten (Hansch, 2014, S.8f).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Symptome einer Depression, (Techniker-Krankenkasse, 2014, S.8.).

In Abbildung 3 werden mögliche Symptome einer Depression veranschau- licht. Darunter zählt die depressive Stimmung, die Freudlosigkeit, Schuld- gefühle wobei der Mensch sich als Belastung bspw. Gegenüber der An- gehörigen ansieht, Schlafstörungen die häufig in Kombination mit dem endlosen Grübeln auftreten und dazu führen, dass der Mensch nicht aus- reichend Schlaf erhält. Die aufgelisteten Angstgefühle bzw. Angststörun- gen werden unteranderem als „Schwester“ der Depression betrachtet, da diese häufig im Zusammenspiel mit der Erkrankung auftreten. Unter dem Syndrom der Appetitlosigkeit leiden die Betroffenen oftmals an Gewichts- verlusten, die durch die Verweigerung der Nahrungszufuhren verursacht wird. Eine mögliche Gewichtszunahme ist jedoch nicht außer Acht zu las- sen. Unter dem gestörten Antrieb ist ein Energiemangel zu verstehen, Be- troffene fühlen sich häufig nicht in der Lage, alltägliche Dinge zu verrichten und empfinden diese bereits als belastend (BMG, 2017, S.1), (DAK- Ge- sundheit, 2013, S.4).

[...]

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Work-Life-Balance bei Studierenden im Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Macht studieren traurig oder Freude?
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Jahr
2017
Seiten
74
Katalognummer
V1006698
ISBN (eBook)
9783346391438
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Work-Life-Balance, Work-Life-Balance bei Studierenden, Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik, studium und freizeit, Studium und Privatleben, Studieren an der hsd, work life balance bachelorarbeit, Abschlussarbeit work life balance, bachelorarbeit sozialarbeit, studieren bachelorarbeit, spagat zwischen Studium und priavtleben, party und studium
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Work-Life-Balance bei Studierenden im Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Macht studieren traurig oder Freude?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006698

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