Unsere Welt und unser Alltag werden immer digitaler. Das hat nicht nur Auswirkungen auf Erwachsene, sondern gestaltet auch Kindheit zusehends neu. Eltern und Pädagogen müssen Kindern daher schon früh Medienkompetenzen mit auf den Weg geben.
Welchen Stellenwert und welche Rolle können moderne Medien im Kindergartenalltag einnehmen? Wie vermitteln Erzieher Medienkompetenz am besten? Und welche Vorteile und Gefahren sollte man dabei nicht außer Acht lassen?
Eltern und Pädagogen fördern die Medienkompetenzen von Heranwachsenden gezielt, indem sie sie als Lernprozess verstehen. Dadurch erlernen Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien, der medienkritisch, aber nicht angstbesetzt ist. Diese Publikation zeigt, wie man Kindererziehung in Zeiten der Digitalisierung bewusst gestaltet.
Aus dem Inhalt:
- Frühkindliche Entwicklung;
- Bildung;
- Medienerziehung;
- Medienzeitalter;
- Digitale Lebenswelten
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung der Medienkultur von Kindern
2.1 Relevante Begrifflichkeiten
2.2 Medienbegriff im Thüringer Bildungsplan bis 18 Jahre
2.3 Digitale Lebenswelten von Kindern
2.4 Medienbildung in der frühkindlichen Entwicklung
3. Medienarbeit im Kindergartenalltag
3.1 Medienbiografie
3.2 Elternarbeit mit und über Medien
4. Medienaneignung und Medienkompetenz
4.1 Vier Stationen der Medienaneignung
4.2 Alltagsintegrierter und sinnvoller Einsatz digitaler Medien im Kindergarten
4.3 Medienkompetenzförderung
4.4 Sicherheitsaspekte
5. Medienkritik
5.1 Bedeutung
5.2 Dimensionen von Medienkritik
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie der alltagsintegrierte Einsatz moderner digitaler Medien im Kindergarten sinnvoll gestaltet werden kann, um gleichzeitig die Medienkompetenz der Kinder effektiv zu fördern.
- Bedeutung der Medienkultur in der frühen Kindheit
- Medienbiografiearbeit bei pädagogischen Fachkräften und Eltern
- Methodische Ansätze zur Medienaneignung im Elementarbereich
- Praktische Implementierung digitaler Werkzeuge im Kita-Alltag
- Sicherheitsaspekte und Datenschutz im Kontext von Kita-Medienarbeit
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Praktische Beispiele und Anregungen
Um digitale Medien im Kindergarten zum Thema werden zu lassen, kann anfangs ein Kinderbüro eingerichtet werden. Hier können die Eltern mithelfen und ausrangierte technische Geräte wie Computer, Bildschirm, Maus, Tastatur, Telefon und Handy mitbringen. In diesem Büro können Mädchen und Jungen dann Sekretärin oder andere Rollen spielen und sich mit den Gegenständen der digitalen Lebenswelt vertraut machen.
Beginnend mit dem großen Thema der Foto- und Videografie mit Hilfe digitaler Medien, kann im Kindergarten gearbeitet werden. Es könnte eine tägliche Diashow auf einem Fernseher von Bildern des Monats ablaufen. Gleiches gilt für einen digitalen Bilderrahmen, falls dieser vorhanden ist. Beim Abholen und Bringen der Heranwachsenden können Eltern diese Fotos beiläufig anschauen und einen näheren Einblick in den Kindergartenalltag erhalten. Bei der gesamten Thematik über Fotos und Videos sollten Kinder diese nicht nur ansehen, sondern mitgestalten. Diese Art von der Möglichkeit des Mitgestaltens kann ins Alltagsgeschehen eingebettet werden. Jedes Kind hat mit Sicherheit schon einmal die Erfahrung gemacht, ein Foto oder Video von den eigenen Eltern aufnehmen zu dürfen. Im Kindergarten gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit in jeder Gruppe eine Digitalkamera, denn diese gehört zur grundlegenden Ausstattung bereits selbstverständlich dazu. Sie dient überwiegend der Gestaltung der Portfolios und wird durch Erzieher*innen bedient. In Ausnahmesituationen können Kinder damit ebenfalls Fotos aufnehmen und dies sollte zur Normalität des Alltags werden. Smartphones und Tablets sind heutzutage mit hochauflösenden Kameras ausgestattet und können meistens noch einfacher bedient werden. Ein Knopfdruck genügt und das Foto ist geschossen. Da die Bedienung sehr leicht ist, können Heranwachsende damit bestens sogar allein arbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die zunehmende Digitalisierung der Lebenswelt und stellt die Forschungsfrage zur Sinnhaftigkeit des Medieneinsatzes im Kindergarten.
2. Entwicklung der Medienkultur von Kindern: Dieses Kapitel erläutert relevante Begrifflichkeiten, die Rolle der digitalen Lebenswelt von Kindern sowie die Bedeutung der Medienbildung im frühkindlichen Alter.
3. Medienarbeit im Kindergartenalltag: Hier wird der Fokus auf die medienbiografische Arbeit mit dem Team und die Gestaltung einer partnerschaftlichen Elternarbeit im Kontext der Mediennutzung gelegt.
4. Medienaneignung und Medienkompetenz: Dieses Kapitel beschreibt die vier Stationen der Medienaneignung, praktische Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien und legt dar, wie Medienkompetenz und Sicherheit gewährleistet werden können.
5. Medienkritik: Hier werden die Bedeutung und die fünf Dimensionen der Medienkritik als essenzieller Bestandteil der Medienpädagogik reflektiert.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer fundierten, alltagsintegrierten Medienpädagogik, die sich in der Praxis weiterentwickelt.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Kindergarten, Digitale Medien, Medienbildung, Medienaneignung, Medienpädagogik, Medienbiografie, Elternarbeit, Medienkritik, frühkindliche Entwicklung, Digitalisierung, Datenschutz, Mediennutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich dem Einsatz moderner digitaler Medien im Kindergarten und untersucht, wie dieser pädagogisch sinnvoll in den Alltag integriert werden kann.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf Medienkultur, die medienbiografische Arbeit, praktische Methoden der Medienaneignung, die Förderung von Medienkompetenz sowie Aspekte der Sicherheit und des Datenschutzes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Erzieher*innen digitale Medien als Bildungsgelegenheit nutzen können, anstatt sie nur als Unterhaltungsmittel zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autorin stützt sich auf eine intensive Literaturrecherche sowie auf Vergleiche mit ihrer eigenen pädagogischen Praxiserfahrung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Medienkultur, die medienbiografische Arbeit, Modelle der Medienaneignung sowie konkrete praktische Einsatzszenarien für den Kindergartenalltag detailliert dargelegt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Die zentralen Begriffe sind Medienkompetenz, Medienaneignung, Medienpädagogik und alltagsintegrierte Medienarbeit.
Wie gehen Erzieher*innen mit den Risiken digitaler Medien um?
Die Arbeit empfiehlt Schutzmaßnahmen wie Kinderprofile, Virenscanner, die Prüfung der Werbefreiheit von Apps und eine enge Begleitung durch Erwachsene bei der Mediennutzung.
Welche Bedeutung hat die Medienbiografie für das pädagogische Team?
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Medienbiografie ist entscheidend, um eigene Einstellungen und Kompetenzlücken zu reflektieren und sicher in die pädagogische Arbeit mit Kindern einzusteigen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Medienkompetenz im Kindergarten. Wie gelingt der Einsatz von digitalen Medien?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006982