Japan am Ende des 2. Weltkriegs


Referat / Aufsatz (Schule), 1998
5 Seiten, Note: 2

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Japans Expansion Richtung Süden

- 7.Dezember 1941 Einmarsch in Thailand, und auf der malay- sischen Halbinsel, sowie Besetzung der zu den Philippinen gehörigen Insel Batan
- 10.Dezember 1941 Besetzung der Inseln Guam, Makin und Tarawa im Zentralpazifik und der Philippineninsel luzon.
- 23.Dezember 1941 Besetzung der Insel Wake
- 25.Dezember 1941 Besetzung Hongkongs
- 02.Januar 1942 Einnahme der philippinischen Hauptstadt Manila
- 15.Februar 1942 Einnahme Singapurs
- 19.Februar 1942 Attaktion von Port Darwin auf Australien
- 08.März 1942 Besetzung der burmesischen Hauptstadt Rangun
- 09.März 1942 Kapitulation der holländischen Streitkräfte auf Indonesien
- Im April begannen die ersten Landungen auf Neuguinea
- Im Mai erste U-Bootangriffe auf Sydney
- Im Juni erste Landungen auf den Aleuten.

Mitte 1942 erstreckte sich die territoriale Ausweitung Japans vom Golf von Bengalen im Westen über Burma, Thailand, Malaysia, Indochina, die Philippinen und Indochina bis Neuguinea, die Salomon-, Gilbert- und Marshall- Inseln im Osten und die Aleuten im Norden und die Restfront in China.

Wie man die Urgewalt der Atome entfesselt, haben die deutschen Wissenschaftler Otto Hahn und Fritz Straßmann entdeckt. Sie zeigten 1938, daß sich die Kerne von Uranatomen durch Bestrahlung mit Neutronen spalten lassen, wobei Energie freigesetzt wird.

Albert Einstein, der damals Professor an der amerikanischen Princeton University war, erfuhr davon und warnte Präsident Roosevelt vor der Gefahr, daß die Deutschen die Atomkraft militärisch nutzen. Die Regierung in Washington investierte daraufhin 2 Milliarden Dollar in das geheime Manhattan-Projekt. Ziel dieses Projekts war die Erforschung der Atomkraft und die Herstellung von Nuklearwaffen.

Als im Frühsommer 1945 erstmals eine amerikanische Atombombe erfolgreich getestet wurde, war es beinahe schon zu spät sie im Krieg einzusetzen. Die Deutschen waren bereits geschlagen und die Japaner schon fast. Trotzdem gab der damalige US-Präsident Truman den Befehl, die zwei Atomwaffen über Japan abzuwerfen.

Trumans Beweggründe waren dabei für die Öffentlichkeit nicht ganz klar. Vor der Weltöffentlichkeit sagte er, er habe entscheiden müssen, die Bombe zu werfen oder Japan mit der Infanterie anzugreifen und das Leben vieler Soldaten zu gefährden.

Man glaubt aber das andere Motive eine Rolle gespielt haben könnten:

Als die Atombombe auf Hiroshima fiel, verhandelte Truman in Potzdam mit Stalin über die Nachkriegsweltordnung. Dabei könnte er die Bombe als Druckmittel verwendet haben.

Es könnte aber auch Rache für den japanischen Überaschungs- angriff auf Pearl Harbor gewesen sein.

Hiroshima war eine japanische Hafenstadt mit knapp 400 000 Ein- wohnern (1941) und wurde bis 1945 von amerikanischen Bombenangriffen verschont. Gerade deswegen kam sie auf die Liste der möglichen Ziele für den Atombombenabwurf, da man durch ein bis dahin unzerstörtes Stadtgebiet nach der Explosion genaue Aufschlüsse über die Zerstörungsgewalt des Uran-Sprengsatzes bekam.

Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr wurde vom B-29 Bomber mit dem Kosenamen „Enola Gay“ die Atombombe „Little Boy“ auf Hiroshima in ein Industriegebiet geworfen das von vielen Arbeiterwohnungen umgeben war.

Durch die Detonation herrschte im Umkreis von ein paar hundert Metern um den Einschlagpunkt eine Hitze von 55 Millionen Grad. Ein Sturmwind raste mit 800 km/h über den Erdboden und zerstörte alles in einem Radius von 6 km. Die Wucht der Explosion war auch noch in 20 km deutlich zu spüren. So wurden über 80% der Stadt vollständig zerstört.

Die Menschen in Hiroshima wurden absichtlich nicht ausreichend gewarnt. Sie wußten zwar, daß es vielleicht eine Bombardierung geben wird, aber mit dieser neuen Waffe hat keiner gerechnet.

Die Hitzewelle ließ die Menschen im Explosionsherd förmlich ver- dampfen und verursachte auch noch in 3 km Entfernung schwerste Verbrennungen auf der Haut. Die aufflammenden Brände wurden von der anschließenden Druckwelle noch zusätzlich angefacht, die Häuser und Autos wegblies.

Besonders tödlich war die radioaktive Welle, deren tödliche Wirkung sich in größerem Abstand mit Verzögerung entfaltete. Sie zerstörte das Immunsystem der Opfer, verbrannte die Haut und erzeugte schwere Stoffwechselkrankheiten. Durch Regen wurde dann auch noch das Gebiet in einem Radius von ca. 50 km um Hiroshima radio- aktiv verseucht.

Insgesamt kamen bei der Explosion und in den folgenden Wochen ca. 100 000 Menschen ums Leben.

Die Zerstörung der Stadt stärkte wie von der USA erwartet die kapi- tulationswilligen Mitglieder der japanischen Regierung. Trotzdem nahm Tokio erst Sondierung in Moskau auf, das am 8.8.1945 Japan den Krieg erklärte, wodurch Japan nun in einer ausweglosen Situation war.

Drei Tage nach der Hiroshima-Bombe fiel auch Nagasaki dem Atom- feuer zu Opfer in der es eine ähnliche Verwüstung gab.

Nach der Kapitulation Japans ging am 15. August der 2. Weltkrieg offiziell zu Ende und der kalte Krieg und das atomare Wettrüsten fingen an.

Kriegsverbrecherprozesse gegen Japan

Hauptprozeß:

3.Mai 1946 – 12.November 1948

Durch den internationalen Militärgerichtshof in Fernost. Urteil:

- 7mal Tod durch Erhängen für die ehemaligen Ministerpräsidenten Tojo Hidehi und Hiroto Koki und für die Armeegeneräle Doihara, Itakagi, Motsui, Kimura und Muto.
- 16mal lebenslänglich
- einmal 20 Jahre Haft
- einmal 7 Jahre Haft

Parallel liefen zahlreiche Prozesse in den Ländern Asiens und des Pazifiks, die unter chinesischer, britischer, amerikanischer, holländ- ischer , französischer und australischer Oberhoheit standen. In diesen wurden zwischen 1945 und 1947 5700 Japaner angeklagt, ca.5000 verurteilt und davon 920 zum Tode.

Auf Befehl der SCAP vom Januar 1946 begann eine große Säuberungswelle des politischen, kulturellen und ökumenischen Bereichs, von Kriegsaktivisten, von der ca.200.000 Personen betroffen waren.

Hirohito

Er lebte von 1901-1989 und war der am längsten regierende Monarch der japanischen Geschichte.

Heute ist noch immer unklar wieviel Schuld am Völkermord er hatte. Vielfach wird er als Werkzeug der Militaristen dargestellt, nicht ganz zu unrecht, aber er oberster Richter über Krieg und Frieden, und er hatte dem Krieg seine Zustimmung nicht verweigert.

Nach der Kapitulation Japans nahm er alle Schuld auf sich, wurde aber durch die Besatzungsmacht USA vor einem Tribunal bewahrt.

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Details

Titel
Japan am Ende des 2. Weltkriegs
Note
2
Autor
Jahr
1998
Seiten
5
Katalognummer
V100779
Dateigröße
345 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japan, Ende, Weltkriegs
Arbeit zitieren
Frank Seemann (Autor), 1998, Japan am Ende des 2. Weltkriegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100779

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