Das große Erwachen - Griechenland 7-5 Jhdt v.Chr.


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 1-2

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III Das Große Erwachen

(Griechenland 7-5 Jhdt. v. chr.)

Definition „Erwachen“: das folgende Kapitel behandelt den Übergang von der starren, bewegungslosen ägyptischen Kunst hin zum früh-geometrischen Stil der Griechen bis zur Bewegung und der Verkürzung in der Kunst:

- 1000 v. chr. entstanden die ersten, noch heute existierenden Kunstwerke der griech. Quelle der Geschehnisse darüber sind die „Homerischen Gesänge“) begann eine neue Ära der griech. Kunst. Der kretische Stil schien zunächst gänzlich verloren zu sein.

Kunst. Dies geschah in Kreta, wo ein freier Kunststil herrschte, doch, nachdem europäische Stämme in Kreta einmarschiert waren und viel zerstört hatten (einzige

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- 700 v. Chr. Nun war die Kunst geometrisch, einfach, fast schon barbarisch und sie verfolgte ein strenges Schema ⃗ der geometrische Stil. Es entstanden die ersten Vorläufer der typischen Säulen der Griechen aus Holz (rund um kleine Götzenstatuen)

- 100v.Chr. Man fing an Gebäude aus Stein zu bauen, welche zwar sehr einfach, aber dennoch harmonisch aussahen.

Besonders originell war, dass die Säulen nicht gerade Figuren waren, sondern sie wurden nach oben hin dünner, was dem Ganzen eine schwungvolle Note verlieh. Es sah aus, als ob die Dächer die Säulen leicht zusammendrücken, als ob jene aus weichem Material wären.

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Die ersten Menschenstatuen entstanden nach ägypt. Vorbild, aber dennoch bemerkt man, wie die Künstler erste Änderungen gegen das strenge Schema der Ägypter vornahmen. Der Bauer dieser zwei Figuren schien sich genau angesehen zu haben wie Knie ausschauen und machte das der Natur nach. Wir finden ein solches Experimentierverhalten in früheren Kunstwerken kaum. Der griechische Künstler schuf Kunst nicht nur aus Wissen, er fing an sich die Umwelt genauer anzusehen und die Dinge, die er sah in seine Kunst mit einzubringen. Man probierte immer mehr aus, Künstler übernahmen von anderen das neuerlangte Wissen und gaben selbst noch neue Entdeckungen hinzu. Es passierte häufig dass aus einem Lächeln ein Grinsen entstand, oder das ein Beinheben ziemlichaffektiert aussah, dennoch probierte man weiter.

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- Die Vasenmaler übernahmen das Wissen der Bildhauer. Sie fingen auch an, die Dinge genauer, detailgetreuer zu malen. 500 v Chr. entstand eine Vase, die beispielhaft die Revolution im Bilde zeigt. Hier erkennt man einen Fuß von vorne, was etwas ganz neues war, noch nie zuvor hatte sich ein Maler dem Prinzip der Verkürzung bedient. Der Fuß müsste eigentlich herausstehen, und es bedarf reichlicher Überlegung, wie man einen Fuß zeichnen kann, damit man ihn nicht herausstehen lassen muss. Der Ersteller dieser Vase hatte mit dieser neuen Technik noch wenig Erfahrung, denn die Proportionen des Körpers des jungen Mannes sind falsch, der Kopf ist viel zu weit im Nacken positioniert. Wichtig war nämlich nicht die Genauigkeit und Echtheit der Darstellung, sondern eher, wie sehe ich als Mensch etwas und kann es so darstellen? Auch das Schild auf der Vase wird nach dem Prinzip der Verkürzung dargestellt.

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Die Große Revolution in der Kunst war zeitgleich der Revolution der Gesellschaft und der Entstehung der Demokratie. Zu dieser Zeit entstand die Wissenschaft, da der Mensch die Welt nicht in religiösem Sinne zu betrachten begann, sondern er hinterfragte vielmehr, wie die Dinge auf der Erde entstehen mehr in objektiver als in subjektiver Art und Weise. Dies hatte zur Folge, dass Politiker, Philosophen und Wissenschaftler in der griech. Gesellschaft hoch angesehen waren, die Künstler jedoch weniger, da sie ihre Arbeit mir den Händen und nicht mit dem Kopf verrichten und daher keine große Anerkennung erlangten.

- 480 v Chr. zerstörten die Perser die alte Akropolis in Athen und man war gezwungen sie wieder neu aufzubauen und das geschah in einer noch nie dagewessenen Herrlichkeit. Die Aufsicht über den Bau hatte PHIDIAS, einer der angesehensten und besten Künstler in Griechenland. Der damalige Auftraggeber Perikles sah Phidias und dessen Mitarbeiter als seinesgleichen an, was die Künstler natürlich motivierte und zur Höchstform antrieb. Phidias baute eine wunderschöne Statuette von der Göttin Athena, die leider nicht mehr existiert. Berichten zufolge war die Statue 12 m hoch, aus Holz mit edlen Metallen umspannt, mit Gold und Elfenbein (⃗Haut) geschmückt und mit bunten Steinen verziert.

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Die heute noch existierenden Statuen sind Nachbildung, die jedoch nicht an die Pracht des Originals anknüpfen können. Sie wirken im Gegensatz dazu leblos und starr. Statuen waren damals, nicht so wie heute, Götzenbilder, d.h. Ebenbilder und Repräsentationen der Götter. Man betete diese Statuen gleich an wie die Götter selbst, brachte ihnen Opfer und fürchtete ihre Missachtung der Menschen. Bei Athene war es der Fall, dass die Statue dem Wesen der Göttin ein neues Gesicht gab. Sie strahlte Würde, Stolz und eine innere Schönheit aus. Aus diesem Grund zerstörten Christen in ihrem frommen Drange die meisten der alten griech. Statuen, weil sie Götzendienste verfluchten (⃗ Buch Jeremias in der Bibel: Jeremias warnte vor diesen Statuen und meinte, dass sie nichts anrichten können, weil sie nur leblose Gegenstände aus Stein und nicht göttlich waren). Die heute in den Museen ausgestellten Kunstwerke sind größtenteils, zwar alte aber dennoch nicht originale Kopien.

- In der griech Kunst entfaltete sich allmählich die neue Auffassung zur Kunst. Man befolgte zwar immer noch die alten Regeln, aber innerhalb jener Regeln herrschte eine große Freiheit. In Olympia wurde genau das ausgelebt. In den Metopen werden die Taten des Herkules dargestellt: die Muskeln, Sehnen und der Faltenwurf der Kleidung wurden realitätsgetreu gestaltet. Die Standbilder der olympischen Sieger, die auch so bearbeitet wurden, sind leider alle verlorengegangen,

- außer ein Standbild eines Wagenlenkers, welches man in Delphi gefunden hat. Dieses Exemplar weist eine Unbeschreibliche Schönheit im Gegensatz zu den herkömmlichen Kopien auf. Die Augen wurden sehr genau gemeißelt (Wimpern und Augenbrauenhaare aus Stein, gelbe Steine in den Augen), die Lippen waren aus Gold, sowie die Haare und Augen. Und über jene Statue findet man keinerlei Aufzeichnungen, was darauf schließen lässt dass sie zu den wenigen besonderen gezählt wurde. Das gibt uns heute ein Bild davon wie unglaublich die schon damals viel bewunderten Standbilder mögen ausgesehen haben, wie z.B. der berühmte Diskuswerfer. Die Haltung des Werfers ist zwar falsch, da immer noch ägypt.

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Einflüsse zu sehen sind (Rumpf in Vorderansicht, Füße und Arme im Profil) aber dennoch ist es eine wunderschöne Statue.

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- 450 v. Chr. wurde das Parthenon gebaut. Es veranschaulicht wieder die neu erworbene Freiheit in der Kunst der Griechen. Die Frießen zeigen eine Prozession für Athene mit Schwerpunkt auf Sport und Spiele. Früher waren jene noch bunt bemalt, aber mit der Zeit verblichen alle Farben. Die Pferde auf den Frießen sind ein wahres Meisterwerk: das Gerüst der Knochen wurde nicht sehr tief, aber dennoch sichtbar in den Stein gemeißelt. Auch bei den Menschen ist die Anordnung der Muskeln viel genauer und fast schon perfekt als wie früher. Obwohl die ägypt. Normen immer noch leicht zu erkennen sind herrscht eine Harmonie, ein perfektes Zusammenleben der einzelnen Figuren auf den Frießen.

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- Sokrates rief die Künstler zum Darstellen der „Bewegung der Seele“ durch Beobachtung „wie die Gefühle die Aktionen des Lebens bestimmen“. Er traf damit den Nerv der Zeit, das heißt: nicht mehr schaffen nach Normen und Wissen, sondern das zu gestalten, was man sieht und sich frei entfalten. Die Vasenmaler drückten das wieder auch mit ihren Gemälden aus, wie die Bildhauer

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- Als perfektes Beispiel für das große Erwachen der Kunst gilt der „Grabstein der Hegedo“. Es zeigt eine alltägliche Situation der Hegedo mit ihrer Dienerin, die ihr gerade ein Schmuckkästchen reicht. Es ist eine stille, harmonische Szene. Beachtenswert ist der Schwung der Arme von Hegedo und der Dienerin, sowie die Stuhlbeine. Es wurde klar im Umriss geschaffen und das ganze wirkt gelöster und freier als wie auf den alten ägyptischen Kunstwerken. Dieser Grabstein ist ein typisches Beispiel dafür welche Harmonie die Griechen ab dem 5 Jhdt in die Kunst gebracht hatten

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Details

Titel
Das große Erwachen - Griechenland 7-5 Jhdt v.Chr.
Note
1-2
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100781
Dateigröße
1509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erwachen, Griechenland, Jhdt
Arbeit zitieren
Daniela Marent (Autor), 2001, Das große Erwachen - Griechenland 7-5 Jhdt v.Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100781

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