Frédéric Chopin


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten

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Frédéric Chopin

Einführung in die Romantik

Wir möchten euch das Leben und Sterben von einem der bedeutesten Komponisten der Romantik schildern. Die Romantik ist die Zeit zwischen dem Ausgang des 18. Jahrhunderts und dem 1900. Die Romatik wird wie folgt beschrieben: Eine geistes- und stilgeschichtliche Epoche die um die Wende zum 19. Jh. den Klassizismus ablöste. Romantisch bedeutet ursprünglich romanhaft, das heisst wie in einem Traum, wurde dann zum Begriff des Gefühlvollen. Die Romantik äusserte sich in Dichtung, Musik, Malerei und auch in Philosophie. In der Frühromantik führte die romantische Haltung teilweise zu ausgeprägtem Subjektivismus. Subjektivismus bedeute, dass man nicht wie die allgemeine Gesellschaft denkt oder handelt. Ausdruck des als schmerzlich empfundenen Missverständniss zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen ist die romantische Ironie. Die Hochromantik entwickelte die Überzeugung, dass die schöpferischen Kräfte im Volksgeist und seinen Äusserungen Sprache, Dichtung usw. zu suchen seien. In der Spätromantik schlug der Sinn für die Vergangenheit in eine konservative Haltung um.

Kindheit und Jugend

22. Februar 1810: Frédéric Chopin wird in Zelazowa Wola als zweites Kind des Ehepaares Nicolas und Thekla Justyna Chopin geboren. Der genaue Tag von Chopins Geburt ist umstritten. Geburts- und Taufurkunde geben den 22. Februar an, die Familie hingegen feierte am 1. März. Chopin war durch den "code civil" Doppelbürger von Polen und Frankreich. Der "code civil" bedeutet, dass die Kinder eines französischen Staatsbürger automatisch die französische Staatsbürgerschaft erhalten. Diese Ehre wurde auch seinen 2 Schwestern zuteil. Von den 39 Jahren seines Lebens lebte er 20 Jahre in Polen und 19 Jahre in Frankreich. 1816, mit 6 Jahren beginnt der kleine Frédéric mit seinem Klavierunterricht. Mit seiner Schwester Ludwika spielte er oft vierhändig. Chopin lieferte mit seinen ersten Kompositionen Beweise einer erstaunlichen Musikalität. 1817 erscheint die g-Moll Polonäse. Im Alter von 8 Jahren hatte er seinen ersten grossen Auftritt in der Öffentlichkeit. Ende 1818 schrieb Chopin die ersten polnischen Tänze. Ein Jahr später war er in den Salons des Adels ein gern gesehener Unterhalter. Im November des selben Jahres besuchte Chopin ein Konzert der Sängerin Angelica Catalani in Warschau. Dieser durfte er einige seiner Werke vorspielen. Aus lauter Begeisterung machte sie ihm eine goldene Taschenuhr zum Geschenk. Dann beendete Chopin seinen Klavierunterricht bei Zywny und bildete sich von da an selber weiter. 1822 wurde er mit 12 Jahren vom Organisten Wilhelm Würfel als den ersten Klaviervirtuosen in Warschau bezeichnet. Mit 13 Jahren trat Chopin in die vierte Klasse des Warschauer Lyzeums ein. Daneben nahm er Gesangs- und Zeichenunterricht. Im November 1825 wurde er schliesslich Organist am Lyzeum und musste auch jeden Sonntag Orgel spielen. Nachdem er die Organistenstelle auf sicher hatte, reiste er nach Zelazowa Wola zurück und verbrachte dort Heiligabend mit seiner Familie. Bereits mit 16 Jahren machten sich Schwankungen seines Gesundheitszustandes bemerkbar. Insbesondere katarrhalische Infektionen.

Der junge Klaviervirtuose

Schon früh war Chopin selbständig und auf sich alleine gestellt, weil er schon früh nicht mehr mit seinen Eltern zusammenlebte. Er erfreute sich an mehreren Konzerten. Diese frohe Zeit wurde durch den Tod seiner erst 15-jährigen Schwester abrupt unterbrochen. Sie verstarb am 10. April 1827 an Lungentuberkulose. Dies war ausschlaggebend für ihn, den berühmten c-Moll Trauermarsch zu schreiben. Als Chopin seinen 18. Geburtstag gefeiert hatte, trat er erstmals eine Reise nach Berlin an um dort an einer Naturforschertagung Alexander von Humboldts teilzunehmen. Humboldt war seiner Zeit ein berühmter Mann, nach ihm wurde in Berlin auch eine Universität benannt. Kurz vor seinem 20. Geburtstag knüpfte er enge Freundschaft mit Constancia Gladkowska. Das wurde seine erste grosse Liebe von der allerdings sonst niemand etwas wusste. Zur gleichen Zeit gastierte er in Wien. Von seinen Freunden gedrängt spielte er in 2 Konzerten mit.8 Tage später ging die Reise weiter nach Prag, wo er einige seiner Fugen vorspielte. Danach begab er sich in die sächsische Hauptstadt, nach Dresden. Er besichtigte eine Gemäldegalerie in der schönen Stadt und ging in eine noch heute gern besuchte Gegend, in die sächsische Schweiz. Am 8.Juli 1830 spielte Chopin im national Theater seine Don Giovanni Variationen Opus 2. 2.November 1830 Chopin verlässt Warschau für immer. Am Abend vorher gab er ein grosses Abschiedskonzert. 3 Wochen nach seiner Abreise findet er sich in Wien wieder und trifft den Komponisten Czerny. Carl Czerny, dessen Name sich zu Unrecht fast ausschliesslich mit endlosen Reihen von Fingerübungen, zumeist im nüchternen C-Dur, verbindet, war um 1825 eine führende Klavierautorität.

Seine ersten Jahre in Paris

26. Februar: Chopin gibt sein Debüt in Paris. Unter den Zuhörern weilen Liszt und Mendelssohn. 2 Monate später raffte eine Choleraepidemie über 2000 Menschen an einem Tag hin. Aber die meisten Künstler, darunter auch Chopin, verlassen die Stadt und entgehen so dem schrecklichen Tod. Chopin spielte mit dem Gedanken nach Amerika auszuwandern, liess es aber bleiben. Sein Freund Franz Liszt war mittlerweile in die Schweiz geflohen. Erst im August 1832 begegnete er ihm wieder und sie besuchen auch einige Konzerte zusammen. Mit 23 Jahren verkehrte er in der vornehmsten Pariser Gesellschaft und genoss die Freundschaft und Achtung seiner Künstlerkollegen. In den nächsten 2 Jahren gab er mehrere Konzerte. Manchmal sogar vierhändig mit seinem Freund Franz Liszt. Im Dezember dieses Jahres erkrankte er schliesslich an seiner katarrhalischen Infektion. Im Januar des nächsten Jahres verbreitete man das Gerücht in Warschau, dass er an seiner Krankheit gestorben wäre. Dem war jedoch nicht so. Er spielte munter weiter auch nach seinem vermeintlichen Tode. Chopin litt unter starken Depressionen und das mit 27 Jahren der Erfolg hatte ihn geprägt. Seine Deutschlandreise musste er daher absagen. Er musste sich einer Kur in der Nähe von Paris unterziehen. An einem seiner Konzerte lernte er George Sand kennen. Sie wurde, wie wir später sehen können, zu einer der Schlüsselfiguren seines Lebens.

George Sand - Mallorca

George Sand war einzig und allein den Winter 1838 nicht bei Chopin sonst reiste sie ihm überall nach und nahm an all seinen Konzerten teil. Chopin wird George Sands Geliebter. Am 18. Oktober reist sie nach Mallorca. Chopin bleibt noch in Paris. Er folgt ihr dann aber wenige Wochen später. Sie lebten dort glücklich zu zweit.1840 besuchte er mit seiner Geliebten den spanischen Konsul in Paris. In Paris trifft er auch wieder auf seinen Freund Franz. Liszt ermutigte ihn wieder in Paris ein Konzert zu geben. Chopin willigte ein. Als Souvenir aus Paris bringt Chopin zum Spotte aller einen Hund der ihm nachgelaufen ist nach Hause. Er taufte ihn Mops. Chopin war mit George Sand glücklich.

Die letzten Jahre

Seine Krankheit machte ihm mehrmals zu schaffen. Da viele Freunde dachten er würde bald sterben besuchten sie ihn in Paris. In dieser Zeit 1847 stand er auch noch einigen Malern Modell, denn auch seiner Krankheit wegen hatte er oft Streit mit George. Schliesslich trennten sie sich Mitte Juli 1847. Von da an zog er alleine von Konzert zu Konzert. Die Asthmaanfälle wurden immer schlimmer. 1848 reiste er nach London und Glasgow, wo er seine letzten Konzerte gab. In Glasgow spielte er sein einziges Konzert alleine, ohne Orchester oder Begleitung. Am 23. November reiste er zurück nach London und weiter nach Paris. Seine Krankheit spielte ihm übel mit. Chopins Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend. Er konnte weder komponieren noch unterrichten. Am 22. Juni erlitt Chopin 2 Blutstürze. Seitdem konnte er sich nicht mehr frei bewegen und war ans Bett gefesselt. Er bat seine engsten Freunde noch einmal zu ihm und ebenfalls den Priester. Sie sassen alle um den sterbenden Komponisten. Und am 17. Oktober 1849 um 2 Uhr in der Frühe, war es soweit: Ein grossartiger Komponist und Musiker schied von uns.

Simon Meier/ Steve Fasel

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Details

Titel
Frédéric Chopin
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100796
Dateigröße
325 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frédéric, Chopin
Arbeit zitieren
Simon Meier (Autor), 2001, Frédéric Chopin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100796

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