Dieser kurze Essay erläutert knapp die Bedeutung der Distributionspolitik. Was ist es und was wird dazugerechnet?
Die Distributionspolitik bildet klassischerweise eines der vier Ps im Marketing. Auf Deutsch macht dieser Satz noch keinen Sinn, denn in “Distribution” lässt sich nur mit viel Fantasie ein P entdecken. Auf Englisch wird viel eher ein Schuh daraus: Hier wird die Distributionspolitik mit Place übersetzt und ist neben Price, Production und Promotion das vierte P im Marketing-Mix.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition
2. Einordnung der Distributionspolitik in den Marketing-Mix
3. Akquisitorische und logistische Distribution
3.1. Direkter und Indirekter Absatz
3.2. Absatzorgane
4. Fazit und Handlungsempfehlung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen der Distributionspolitik als wesentlichen Bestandteil des Marketing-Mix zu erläutern und deren praktische Anwendung durch die Differenzierung zwischen akquisitorischen und logistischen Elementen zu verdeutlichen.
- Grundlagen der Distributionspolitik und deren Einordnung in den Marketing-Mix
- Unterscheidung zwischen akquisitorischer und logistischer Distribution
- Analyse der Absatzwege (direkter vs. indirekter Absatz)
- Bedeutung und Auswahl von Absatzorganen
- Praktische Implikationen für den Vertrieb bei einem Start-Up am Beispiel von E-Skateboards
Auszug aus dem Buch
3.1. Direkter und Indirekter Absatz
Teilbereich der (akquisitorischen) Distribution ist die Wahl des Absatzweges. Dies sollte selbstverständlich nicht auf die leichte Schulter genommen werden, sondern bildet einen essentiellen Beitrag zum Erfolg – oder Misserfolg – des Unternehmens. Dabei lässt sich zwischen zwei Polen unterscheiden, die in der Praxis allerdings häufig als Mischform auftreten. Zum einen der direkte Absatz, zum anderen der indirekte Absatz.
Unter direktem Absatz versteht man den direkten Verkauf des produzierenden Unternehmens an ihre Kund*innen. Beispielsweise durch einen Online-Shop auf der Unternehmenswebsite, unternehmensgeführte Pop-Up-Stores oder Lagerverkäufe. Bei indirektem Absatz ist im Gegensatz dazu immer eine oder mehrere Instanzen zwischengeschaltet, die den Verkauf an den*die Konsument*in übernehmen. Zum Beispiel ein Supermarkt, welcher Waren vom Großhändler vertreibt oder auch Online-Plattformen wie Amazon.
Die Wahl des richtigen Absatzweges ist ein schwieriges Unterfangen. Zahlreiche Faktoren sind hier zu beachten. Um nur einige zu nennen:
- Einkaufsgewohnheiten der Kund*innen
- Absatzwege der Konkurrenz
- bestehende Absatzwege
- Kosten, die durch indirekten Absatz entstehen
- Lager- und Transportfähigkeit der Produkte
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Distributionspolitik und ordnet ihn als eines der vier "Ps" in den Marketing-Mix ein.
2. Einordnung der Distributionspolitik in den Marketing-Mix: Das Kapitel erläutert den operativen Marketingprozess und verdeutlicht die Notwendigkeit der Abstimmung der Distributionspolitik mit den übrigen Marketinginstrumenten.
3. Akquisitorische und logistische Distribution: Hier erfolgt die grundlegende Unterteilung der Distribution in physische Logistikaufgaben und strategische Entscheidungen über Absatzkanäle.
3.1. Direkter und Indirekter Absatz: Dieses Kapitel diskutiert die Vor- und Nachteile sowie die Kriterien für die Wahl zwischen direktem und indirektem Vertrieb.
3.2. Absatzorgane: Hier werden die Akteure definiert, die den Vertriebsprozess begleiten, unterteilt in unternehmenseigene und unternehmensfremde Einheiten.
4. Fazit und Handlungsempfehlung: Das Kapitel fasst die Bedeutung der Distributionspolitik zusammen und gibt eine spezifische Empfehlung für ein E-Skateboard-Start-Up.
Schlüsselwörter
Distributionspolitik, Marketing-Mix, Place, akquisitorische Distribution, logistische Distribution, direkter Absatz, indirekter Absatz, Absatzorgane, Marketingstrategie, E-Skateboards, Vertrieb, Absatzwege, Absatzmethode, Marketinginstrumente, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Distributionspolitik als integralen Bestandteil des betriebswirtschaftlichen Marketing-Mix und beleuchtet deren theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendungsfelder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Einordnung in den Marketing-Mix, die Unterscheidung von logistischer und akquisitorischer Distribution sowie die Gestaltung von Absatzwegen und der Einsatz von Absatzorganen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Komponenten der Distributionspolitik zu geben und diese anhand eines konkreten Fallbeispiels eines E-Skateboard-Start-Ups zu konkretisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung allgemeiner betriebswirtschaftlicher Marketinggrundsätze auf ein praktisches Szenario.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die Verknüpfung mit den "4-Ps", die Differenzierung in Absatzwege und die Rollen von Absatzorganen im Vertriebsprozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Distributionspolitik, Marketing-Mix, Absatzwege und Vertriebsstrategien charakterisiert.
Warum wird beim E-Skateboard-Start-Up der direkte Absatz empfohlen?
Der direkte Absatz ermöglicht eine bessere Kontrolle über die Marke und die Kundenbeziehung, was besonders für den Aufbau einer Nischen-Marke in einer spezifischen Szene von Vorteil ist.
Welche Rolle spielt die logistische Distribution laut der Arbeit?
Die logistische Distribution umfasst die physischen Aufgaben der Warenverteilung, wie etwa Transport, Lagerhaltung und Auftragswesen, um das Produkt vom Produzenten zum Käufer zu bringen.
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- Sharon Atieno (Author), 2020, Grundlagen der Distributionspolitik. Eine kurze Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1008122