Brasilien als Schwellenland


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten

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Brasilien als Schwellenland

Brasilien ist ein Schwellenland welches in vielen Dingen Hilfe anderer Staaten gebrauchen könnte. Aber in manchen Dingen muss es Brasilien auch alleine schaffen, was ich hier jetzt aufschreiben werde:

Landwirtschaft:

Das Leben der Kleinbauern in Brasilien hat sich in den vergangenen Jahren gebessert. Im Gegensatz zu früher haben die Kleinbauern ihre festen Sektoren, wo sie ihre Sachen anbauen können. Da der Boden sehr fruchtbar ist, sind die Produkte hervorragend. Das Leben der Wanderarbeiter (Sem Terras) dagegen ist sehr schwer, denn bisher haben sie kein eigenes Land und roden sich Flächen im Regenwald, die sie dann bis zur Unfruchtbarkeit ausnutzen. Für diese Wanderarbeiter, hat der Minister für Bodenreform Raul Jungmann, geeignete Flächen, im Rahmen der Bodenreform, zur Verfügung gestellt. Er will dass sich die Sem Terras ansiedeln, keinen Regenwald mehr roden und die von ihm zur Verfügung gestellten Flächen richtig bearbeiten.

Es ist sehr wichtig für Brasilien das die Landwirtschaft intakt ist, denn sie trägt 40% des Inlandsproduktes.

Vernichtung des Amazonasregenwaldes:

In Amazonien werden jährlich etwa 10-15 tausend km² Regenwald abgeholzt. Gegen diese Form der Waldvernichtung können wir Europäer etwas tun, nämlich das Holz nicht kaufen, sondern die Brasilianer mit Geld unterstützen, so dass die sinnlose Waldvernichtung aufhört. Gegen die andere Form dagegen können wir weniger tun, denn die Brandrodungen, durch die Sem Terras, müssen von der Brasilianischen Regierung gestoppt werden, und sie muss dem Sem Terras landwirtschaftliche Nutzflächen zur Verfügung stellen. Wenn sie dies nicht tut, und der Regenwald weiterhin so rapide abnimmt, wird es in einigen Jahren keinen Regenwald mehr geben, und dies hätte große Folgen für das globale Klima.

Die Brasilianischen Favelas:

In Brasilien herrscht eine sehr große Armut. Aus Hoffnung auf ein besseres Leben flüchtet ein Grossteil der Brasilianischen Landbevölkerung in die Städte. Dort wohnen sie dann in den sogenannten Favelas, was sehr beschwerlich ist, weil dort manchmal mehr als eine Millionen Menschen leben. Diese Menschen sind auf keinem Amt registriert, und für die besser lebenden Menschen existieren sie überhaupt nicht.

Die Zustände in den Favelas sind miserable, denn es gibt kein funktionierendes Kanalisationsnetz, Strom und Wasser zapfen sich die Leute illegal aus dem Stadtnetzen ab, die Kinder spielen auf den Strassen wo Dreck und Schlamm ist, und die Familien leben in kleinen Häusern die nur aus Pappe, Wellblech oder Steinen bestehen.

Da viele aus den Favelas arbeitslos sind, ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Auch nehmen viele Drogen, sodass die Drogenmafia einen guten Absatzmarkt hat.

Doch für die Menschen gibt es Hoffnung, denn in einer Favela in Jacarezinho gibt es eine bespiellose Favela die komplett umgebaut ist. Dort gibt es ein funktionierendes Strom- und Wassernetz, einen Dorfplatz geteerte Strassen, Sportlätze, Schulen und alle dort lebenden Menschen sind registriert.

Die Bevölkerungen der anderen Favelas hoffen nun auf eine derartige Besserung auch in ihrem Gebiet, und ich finde, dass man das den Menschen die in diesen nicht lebenswürdigen Verhältnissen nur wünschen kann.

Der Brasilianische Auto- und Eisenbahnverkehr:

In Brasilien sind die Auto- und Eisenbahnstrecken in einem sehr schlechten Zustand. Dass gegen diese schlechten Verhältnisse etwas getan werden muss sieht man an verschiedenen Beispielen. Eines davon habe ich hier näher beschrieben.

Für die Bahnstrecke Sao Paolo - Rio, die 440 km lang ist, benötigt der Zug normalerweise 12 Stunden. Aber da sie in einem miserablen Zustand ist wird sie öfters vom Regenwasser unterspült, so dass sich die Fahrt verzögert.

Wer deshalb auf das Auto zurückgreifen möchte, es sei denn er kann sich eines leisten, wird ebenso enttäuscht, da die Autobahn von Schlaglöchern übersät ist und die Kurven so eng dass es sehr oft zu Unfällen kommt.

Eine weitere Ausweichmöglichkeit ist das Flugzeug, aber da der Preis die 330 $ liegt, ist dies für die meisten Brasilianer beinahe unbezahlbar.

Um diese Verkehrsprobleme zu lösen, gibt es mehrere Vorschläge:

Einer davon ist der „Trans-Rapid“, der wegen seines hohen Preises aber unbezahlbar ist. Eine weitere Lösungsmöglichkeit ist, mit Deutscher Spendenhilfe, ein Konzept auf die Beine zu stellen was die Erneuerung des Verkehrskorridors Sao Paolo - Rio beinhaltet.

Die Straßenkinder Brasiliens:

Diese Kinder fangen schon im jungen Alter von acht oder zehn Jahren an zu arbeiten. Sie halten sich mit kleinen Taten wie z.b. Kaugummi oder Bonbon verkaufen über Wasser, und kommen nur noch selten ins Elternhaus zurück. Manche landen auch ganz auf der Strasse und schlafen in alten Kellern oder unter Brücken. Die anderen tragen in ihrem jungen Alter aber schon eine große Verantwortung, weil ihre Familie ohne das Geld der Kinder nicht überleben könnte. Manche Kinder aber haben sehr große Probleme und werden drogenabhängig, da sie ihren Konsum aber nicht zahlen können werden sie manchmal kriminell. Wenn es so weit ist haben sie fast keine Chance mehr da heraus zu kommen, und ihr Leben ist damit eigentlich vorbei.

Für all die anderen aber die nicht vorbestraft sind gibt es verschiedene Organisationen wie z.b. die „Republik der kleinen Verkäufer“.

Diese Organisationen helfen den Kindern und geben ihnen auch Verpflegung. Wenn die Kinder regelmäßig kommen und keinen Quatsch machen bekommen sie ein Stipendium und können eine Schule besuchen.

Wenn sie dies geschafft haben und immer am Ball bleiben, könnte es ihnen so ergehen wie Denise. Sie hat sich nämlich vom Kaugummiverkäufer hochgearbeitet zu einer qualifizierten Arbeiterin mit Universitätsabschluss. Das ist sie aber nur mit Hilfe der „Republik der kleinen Verkäufer“ geworden.

Dadurch kann man sehen wie Kinder, mit dem richtigen willen, aus einem Armenviertel herauskommen und draußen einen guten Beruf haben. Deshalb ist es gut das es solche Organisationen wie die „Republik der kleinen Verkäufer“ gibt.

Die Brasilianische Wirtschaft:

Ich glaube dass es gut für die Brasilien ist, dass sich dort auch größere ausländische Konzerne wie z.B. Volkswagen ansiedeln. Es tut der dortigen Wirtschaft sehr gut, da der Arbeitsmarkt dadurch angekurbelt wird und somit weniger Arbeitslose da sind. Auch für die Konzerne ist das sehr gut, da sie dort billiger produzieren können und außerdem näher an ihren Absatzmärkten sind. Auch können sie dort neue Produktionsmöglichkeiten testen weil die Arbeiter nicht so anspruchsvoll sind.

Ebenfalls müssten die reichen Staaten Brasilien die Schulden erlassen, sodass es sich nicht immer mehr verschuldet. Auch dürfen die reichen Staaten die Produkte aus Brasilien nicht einfach teurer machen nur dass mehr Steuern ein kommen, sondern sie müssen die Produkte billig lassen, und somit Brasilien auch noch helfen.

Wie kann man Brasilien helfen?

Meiner Meinung nach müssten die ausländische Länder Brasilien beim z.b. Straßenbau oder beim Aufbau der Favelas helfen. Sie sollten ihnen die Schulden erlassen und alles dafür tun, das dass Leben der armen Brasilianer lebenswert wird.

Aber Brasilien muss sich auch alleine helfen können. Sie müssen ganz unten anfangen, nämlich mit der Schulbildung. Wenn die Kinder eine richtige Bildung hätten, könnten sie mehr qualifizierte Berufe ausüben was dann dem ganzen Land zugute kommen würde.

Auch müssen sie versuchen ausländische Konzerne ins Land zu holen um somit mehr Steuern zu bekommen. Die Sem Terras müssen angesiedelt und die Favelas zu lebenswürdigen Siedlungen umgebaut werden.

Wenn diese Schritte realisiert sind, ist Brasilien meiner Meinung nach total gut im Schuss, und es lässt sich sehr gut für die Bevölkerung leben.

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Details

Titel
Brasilien als Schwellenland
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V100815
Dateigröße
326 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brasilien, Schwellenland
Arbeit zitieren
Wurst Markus (Autor), 2001, Brasilien als Schwellenland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100815

Kommentare

  • Gast am 7.1.2002

    Begeisterung.

    DankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDanke
    DaDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankenkDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDankeeDankeDankeDankeDankeDankeDankeDanke

  • Gast am 20.2.2002

    Brasilien als Schwellenland.

    2. Keine Ahnung von Brasilien
    Tut mir leid. Klingt nach - der Lehrer wills so - dann mach ich-brauch ne gute Note. Absolut oberflächlich - keine Ahnung von der Wirklichkeit- noch schlimmer- versaut das Image Brasiliens auf unerträgliche Weise- komm mal zu uns - und du wirst echt beschämt wieder nach Hause gehen und nie wieder so ein allgemeines Unding verfassen-( bin sicher dein Lehrer hat dich dazu angestiftet- zeigs ihm- meine Note - gemein- absolut gemein für Brasilien

  • Gast am 1.2.2006

    Hmmmmm.........

    Ich kenn mich in Brasilien zwar nicht so gut aus,aber ich habe dort ein paar verwandte!Ich war auch noch nie dort,obwohl ich gerne mal wüsste,wies da so zugeht!ich muss ein "kleines" Referat über Brasilien halten,aber ich weiss absolut nicht wo ich nachschauen soll?!?!?!?!Übrigens- tolles Referat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Gast am 10.8.2008

    Eine tolle Arbeit.

    Hallo, Herr Wurst,
    ich kenne Brasilien jetzt seit 20 Jahren und lebe inzwischen fast überwiegend dort. Ich war früher als Reiseveranstalter für Brasilien tätig. Ich kenne ein wenig von Brasilien. Diese Arbeit "Brasilien als Schwellenland" ist Klasse. Herzlichen Dank für diese Arbeit. Vielleicht können wir uns mal austausschen.
    Alles Gute
    Klaus R.C.Ciesielski
    Campina Grande - Paraíba
    BRASIL

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