Jungfräulichkeit - Friedrich Schillers "Die Jungfrau von Orleans" und Heinrich von Kleists "Penthesilea"


Facharbeit (Schule), 2001
16 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Jungfräulichkeit - der ursprüngliche Sinn

2. Johanna - Schillers ästhetische Heldenjungfrau
2.1 Von der Berufung Johannas bis zum Kampf Die Jungfräulichkeit als Waffe und Zufluchtsort

3. Penthesilea - Kleists jungfräuliche Amazonenkönigin
3.1 Penthesileas Kampf um und gegen Achill

4. Nachbemerkung

5. Bibliographie

1. Einführung

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, in wie weit die Jungfräulichkeit im Drama als Schutz und Waffe der jeweilig handelnden Person dient. Dazu soll das Werk Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ herangezogen werden. Anhand des Textes wird analysiert, in wie fern die Jungfräulichkeit Johannas dieser tatsächlich als Waffe bzw. als Zufluchtsort dient. Ferner soll die „Penthesilea“ Heinrich von Kleists untersucht werden. Es soll kurz auf Ähnlichkeiten der jungfräulichen Penthesilea zu Johanna hingewiesen werden. Ebenso wird das Verhältnis Penthesileas zu Achill näher betrachtet, um zu untersuchen, in wie weit die Jungfräulichkeit Penthesileas in dieser Beziehung von Bedeutung ist. Ist es die Jungfrau in Penthesilea, die sie kalt werden läßt und ihr hilft, am Ende des Dramas den Geliebten zu töten?

Die Jungfräulichkeit als tugendhafte und harmlose Voraussetzung zur Erfüllung himmlischer Missionen - bei der Johanna in der „Jungfrau von Orleans“ möchte man dem beinahe zustimmen. Doch darf man nicht vergessen, daß eben diese Jungfräulichkeit zu besonderer Gefühlskälte und Grausamkeit verleiten kann. Wie bei Kleists unberührter Penthesilea, die am Ende des Dramas einen kannibalischen Anfall bekommt und eher einen grauenhaften, denn einen tugendhaften Eindruck hinterläßt. Das aber beide Frauen sich, wohl auf Grund ihrer Jungfräulichkeit, in gewissen Situationen doch sehr ähnlich verhalten, soll später noch bewiesen werden.

Zunächst scheint es mir wichtig, den Begriff der Jungfrau erst einmal genauer zu definieren beziehungsweise die Bedeutung der Jungfernschaft kurz aus der Sicht der Kirche zu betrachten.

1.1 Jungfräulichkeit - der ursprüngliche Sinn

Der Begriff der Jungfräulichkeit meint allgemein physiologisch die sexuelle Unberührtheit der Frau. Als Zeichen der Virginität gilt daher die Unversehrtheit des sogenannten Jungfernhäutchens.1 Unter Jungfräulichkeit versteht man also den Zustand einer Frau vor Ausübung des ersten Geschlechtsverkehrs. Allerdings ist dieser Zustand medizinisch nicht immer eindeutig nachweisbar.2 Besondere Wertschätzung erfährt die Jungfrau in der christlichen Kirche, dabei kann die jungfräulich- ehelose Lebensform funktional begründet sein: zum Beispiel um frei zu sein für den ungeteilten Einsatz für das Evangelium, für den ungeteilten Einsatz für den Glaube zu Gott. Die besondere Gabe der Jungfrau liegt auch darin, stark und vor allem empfänglich für Gottes Mitteilungen zu sein.3 Auch nach der katholischen Lehre gilt die Jungfräulichkeit als Tugend, welche die lebenslängliche Enthaltung von aller fleischlichen Wollust sowie den Verzicht auf den Ehebestand aus Liebe zu Gott meint.4 Die Kirchenväter sahen die Unberührtheit eines Menschen allgemein als Gnadengabe Gottes an. Sowohl Frauen als auch Männern konnte diese Ehre zuteil werden. Von Seiten der Kirche wurde ihnen der Vorrang, vor Verheirateten und Verwitweten gewährt.5

Überhaupt nehmen im Leben der Heiligen Jungfräulichkeit und Keuschheit eine zentrale Stellung ein.

In Legenden zum Beispiel ruft die verfolgte Jungfrau in äußerster Bedrängnis Gott um Schutz an; sie ist bereit, für die Bewahrung ihrer Unversehrtheit zu sterben. Bei der Heldenjungfrau bedeutet der Verlust ihrer Jungfräulichkeit zugleich der Verlust ihrer außergewöhnlichen Stärke.6 Vielleicht bekommt man auf Grund dessen ein wenig Verständnis für Johanna wie auch für Penthesilea, die schon beinah selbstzerstörerisch um ihre Jungfräulichkeit kämpfen. Indem sie sich immer wieder gegen das langsam aufkeimende Gefühl der Liebe zur Wehr setzen, wirken beide zunächst betont unfraulich und hart. Zum Teil jedoch verständlich, denn, wie wir später noch sehen werden, können sich beide einen Verlust ihrer übernatürlichen Kräfte nicht leisten. Weder Johanna, die an der Spitze des französischen Heeres steht, noch Penthesilea, die Amazonenkönigin, wollen die ihnen sich Anvertrauten enttäuschen. Daher verzichten sie selbstlos auf privates Liebesglück. Die Begriffe Jungfräulichkeit, Jungfrau und Jungfernschaft sind vielschichtig und variieren je nach kulturellen Wertvorstellungen. Im deutschen Sprachraum bezeichnete das Wort Jungfrau oft allgemein ein heranwachsendes Mädchen.7

2. Johanna - Schillers ästhetische Heldenjungfrau

Mit der Tragödie „Die Jungfrau von Orleans“ wollte Schiller seine idealistische Weltanschauung gegen frivolen Spott als auch sittliche Zuchtlosigkeit verteidigen. Er hatte das Idealbild des ästhetischen Menschen vor Augen, wo Sittlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonieren. Die „schöne Seele“ war für Schiller das höchste Ziel der menschlichen Entwicklung, zwischen Sollen und Wollen darf sie keinen Gegensatz mehr kennen.8

Wohl auf Grund des Briefwechsels mit Kant ist Schiller der Meinung, daß diese sittliche Vollkommenheit nicht von der Natur gegeben wird, sondern erst erstritten werden muß. Er glaubte, die Jungfrau von Orleans könnte sein Ideal aufnehmen. In Johannas ungebrochener Natur, die so selbstverständlich die Forderungen eines göttlichen Befehls, ohne seelische Hemmungen vertrat, erkannte Schiller den Urzustand einer friedlichen Harmonie beider Mächte: Sinnlichkeit und Sittlichkeit, Natur und Gesetz zielen in dieselbe Richtung.9

Da Johanna der Kraft der Sinnlichkeit gegenüber der sittlichen Verpflichtung irgendwann jedoch völlig erliegt, zerstört sie das Ideal in ihrer Brust und büßt damit die göttliche Kraft zu ihrer geheimnisvollen Sendung ein.10 In dieser seelischen Bedrängnis aber erkämpft sich Johanna ihr Ideal zurück, in siegreicher Selbstüberwindung, gegen alle Widerstände der sinnlichen Natur, nimmt sie das göttliche Gesetz wieder in ihren Willen auf. Indem sie sich die Harmonie ihres Wesens erkämpft, bekommt Johanna die Wunderkraft ihrer Begnadung zurück und führt so ihre Mission zu Ende.11 Für Schiller selbst war das Christentum in seiner reinen Form die Darstellung der schönen Sittlichkeit. Damit war für ihn die Sexualität ganz und gar aus der Sittlichkeit verbannt. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, daß Schiller in seiner Tragödie Johanna die Aufgabe stellt, ihre Gefühle völlig zu unterdrücken. Nur so, völlig frei von Sünde und Verdorbenem, kann sie ein blindes Werkzeug des himmlischen Auftrages werden.12

2.1 Von der Berufung Johannas bis zum Kampf-

Die Jungfräulichkeit als Waffe und Zufluchtsort

Schon früh scheint Johanna zu ahnen, daß sie rein bleiben muß, daß sie nicht einfach so der Liebe verfallen darf. Deutlich wird das, als ihr Vater Thibaut sagt:

„ Hier dieser wackre Jüngling, dem sich keiner Vergleicht im ganzen Dorf, der Treffliche, Er hat dir seine Neigung zugewendet Und wirbt um dich, schon ist ’ s der dritte Herbst, Mit stillem Wunsch, mit herzlichem Bemühn; Du st öß est ihn verschlossen, kalt zurück, Noch sonst ein andrer von den Hirten allen Mag dir ein gütig Lächeln abgewinnen.

- Ich sehe dich in Jugendfülle prangen, Dein Lenz ist da, es ist die Zeit der Hoffnung, Entfaltet ist die Blume deines Leibes; Doch stets vergebens harr ich, daßdie Blume Der zarten Lieb ’ aus ihrer Knospe breche Und freudig reife zu der goldenen Frucht! “ 13

Johanna selbst gibt den Liebeserklärungen ihrer Verehrer und dem Drängen des Vaters nicht nach. Sie selbst weiß, daß sie zu Höherem als ihre beiden Schwestern bestimmt ist, sie fühlt es, wenn sie sagt:

„ Eine weiße Taube

Wird fliegen und mit Adlerskühnheit diese Geier Anfallen, die das Vaterland zerreißen. “ 14

Die weiße Taube stellt ganz klar die Unberührtheit und Keuschheit, Johanna selbst, dar. Eigentlich ist die Taube zart und nicht sehr stark, aber ihr wird eine überirdische Kraft gegeben. Somit kann die Taube, stark wie ein Adler, kämpfen. Johanna weiß, daß ihr, der weißen Taube auch nichts passieren wird, da sie unter dem Schutz Gottes steht:

„ Der Herr wird mit ihr sein, der Schlachten Gott. Sein zitterndes Geschöpf wird er erwählen, Durch eine zarte Jungfrau wird er sich Verherrlichen, denn er ist der Allmächt ’ ge! “ 15

Aus dem Prolog geht aber auch klar hervor, daß diese Kampflust nicht aus ihrem Innersten entspringt.

Ihr macht es keinen Spaß, die Verehrer warten zu lassen, sie verspürt keine Genugtuung darüber, den Vater durch ihre ständige Enthaltsamkeit zu verärgern.

Johanna ist von Gott dazu berufen worden.

Sie sagt es selbst, als sie allein ist:

„ So ist des Geistes Ruf an mich ergangen, Mich treibt nicht eitles, irdisches Verlangen. “ 16

Gott spricht persönlich zu Johanna, die er für seine Mission auserwählt hat. Dagegen kann und will sich Johanna nicht währen. Im Gegenteil, sie weiß, daß sie den Befehl Gottes so gut wie möglich ausführen muß. Nur so kann sie ihrem bedrohten Vaterland helfen:

„ Er sprach zu mir aus dieses Baumes Zweigen:

-Geh hin! Du sollst auf Erden für mich zeugen.

In rauhes Erz sollst du die Glieder schnüren, Mit Stahl bedecken deine zarte Brust, Nicht Männerliebe darf dein Herz berühren Mit sünd ’ gen Flammen eitler Erdenlust. Nie wird der Brautkranz deine Locke zieren, Dir blüht kein lieblich Kind an deiner Brust, Doch werde ich dich mit kriegerischen Ehren, Vor allen Erdenfrauen dich verklären. “ 17

Gott verspricht Johanna also, daß er ihr, wenn sie ihre Jungfräulichkeit behält und der Liebe völlig entsagt, übernatürliche Kräfte zukommen läßt. So ist sie dann die stärkste von allen irdischen Frauen. Auf Grund ihrer Stärke ist sie dann in der Lage, das französische Heer gegen das der Engländer zu führen und dieses zu besiegen. Das alles geschieht aber nur, wenn Johanna rein bleibt. Und Johanna ist es, die vollkommen entschlossen und ergeben sagt:

„ Ins Kriegsgewühl hinein will es mich reißen, Es treibt mich fort mit Sturmes Ungestüm, Den Feldruf hör ich mächtig zu mir dringen, Das Schlachtroßsteigt, und die Trompeten klingen. “ 18

Insgesamt ist es das Ziel des Prologes, Johanna als unweiblich zu charakterisieren.19 Besonders deutlich wird das, wenn Johanna zum Beispiel als löwenherz ’ ge Jungfrau 20 bezeichnet wird. Auch an der Stelle, als Johanna in wilder Entschlossenheit den Helm Bertrand entreißt und ihn nicht mehr hergeben will, wird Johanna eher als männlich und als seltsam dargestellt. Bertrand meint daraufhin verwundert:

„ Was frommt Euch dies Geräte?

Das ist kein Schmuck für ein jungfräulich Haupt. “ 21

Völlig verständnislos reagiert auch Johannas Vater:

„ Was fällt dem Mädchen ein? “ 22

Einzig Raimond ist es, der ein wenig Verständnis für Johanna aufbringt, indem er sagt:

„ Wohl ziemt ihr dieser kriegerische Schmuck, Denn ihre Brust verschließt ein männlich Herz. “ 23

Ob er das positiv oder eher negativ bewertet, geht nicht eindeutig hervor. Aber auch er charakterisiert das Mädchen als typisch unweiblich.

Die Jungfräulichkeit dient Johanna insofern als Waffe, als das sie taub ist für irgendwelche Gefühle, seien es Liebes- oder Mitleidsgefühle. Johanna ist bereit zu töten, ohne davor oder danach innerliche Konflikte mit sich austragen zu müssen. Montogomery, der vor ihren Füßen liegt und um Gnade winselt, erwidert sie kalt:

„ Stirb, Freund! Warum so zaghaft zittern vor dem Tod, Dem unentfliehbaren Geschick? - Sieh mich an! Sieh! Ich bin nur eine Jungfrau, eine Schäferin Geboren; nicht des Schwerts gewohnt ist diese Hand, Die den unschuldig frommen Hirtenstab geführt. “ 24

Sehr deutlich geht hieraus hervor, daß sich Johanna nicht ganz willenlos verhält. Sie verteidigt sogar vor Montogomery ihre Absicht, diesen zu töten. Johanna gibt Auskunft über ihre Herkunft, über ihr früheres Leben, in welchem sie nicht gewohnt war, mit dem Schwert umzugehen. Doch gleichzeitig sagt sie :

„ Mußich hier, ich muß- mich treibt die Götterstimme, nicht Eignes Gelüsten “ 25

Zum ersten Mal erbebt ihre innere Natur vor dem Blut eines Toten. Johanna erschrickt vor sich selbst und vor jener grausigen Macht, die sie zu solchen Taten zwingt.26

Johanna fühlt dabei also gar nicht ihr eigenes Ich. Sie weiß, daß eine fremde Kraft ihr den Mord befiehlt und sie sich dem Befehl gar nicht widersetzen kann. Johanna läßt das aber nicht gleichgültig. Immer wieder macht sie sich Gedanken darüber, wie sie, eine einstige Schäferin, zu einer solchen Gefühlskälte fähig ist, wie sie zu solch einer Kraft gelangen konnte:

„ Erhabne Jungfrau, du wirkst Mächtiges in mir! Du rüstest den unkriegerischen Arm mit Kraft, Dies Herz mit Unerbittlichkeit bewaffnest du. “ 27

Ihrer eigenen Jungfräulichkeit hat Johanna die Kraft zu solch kriegerischen Taten zu verdanken, da diese die Voraussetzung war, um Gott zu dienen.

Insofern gilt die Jungfräulichkeit nicht nur als Waffe, sondern gleichzeitig als schützender Raum. In diesen kann Johanna sich flüchten, so oft sie das Gewissen plagt: Sie, Johanna, ist es ja nicht, welche diese schrecklichen Taten verübt.

Daher braucht Johanna auch kein schlechtes Gewissen zu haben, sie muß ja so handeln; Widerstand gegen Gott zu leisten wäre vollkommen zwecklos und zudem eine Sünde.

Daß Johanna bei ihrem göttlichen Auftrag das Vaterland zu retten nicht gänzlich gefühllos handelt, beweist sie auch an der Stelle, als sie auf Lionel trifft. Im Kampfe mit dem eigentlichen Feind gelingt es ihr, Lionel den Helm wegzunehmen und genau das wird ihr zum Verhängnis. Als Johanna in dessen Gesicht blickt, nimmt ihr ein überwältigendes Liebesgefühl die Waffen aus den Händen, sie schaut den jungen Krieger voller Entzücken an.28 Aber gleich darauf schlägt das Liebesglück in Entsetzen um, da sie ihr Gelübde gebrochen hat. Die Sinnlichkeit hat den Geist überwältigt, die Natur dem Gesetze den Gehorsam versagt.29 Johanna, die eben noch mit Gott und nur mit ihm verbunden war, sieht sich jetzt dem Irdischen verfallen:

„ Getan! Gebrochen hab ich mein Gelübde! “ 30 und „ Ich bin unwürdig, sie (die Waffen) zu führen! “ 31

Aus dieser furchtbaren Erkenntnis heraus wird sie ohnmächtig und singt in die Arme der Feinde.32 Als die Franzosen am Ende doch noch gegen die Engländer siegen, ist auch Johannas Aufgabe beendet; innerlich erlöst, strebt ihre Seele jenem Ort zu, wo alle Erdensehnsucht ihre Erfüllung findet

33: „ Seht ihr den Regenbogen in der Luft? Der Himmelöffnet seine goldnen Tore, Im Chor der Engel steht sie glänzend da, Sie hält den ew ’ gen Sohn an ihrer Brust, Die Arme streckt sie lächelnd mir entgegen. Wie wird mir - Leichte Wolken heben mich - Der schwere Panzer wird zum Flügelkleide.

Hinauf - hinauf - Die Erde flieht zurück - Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude! “ 34

3. Penthesilea - Kleists jungfräuliche Amazonenkönigin

Mit Kleists Penthesilea verbindet man die Vorstellung jener Mädchengestalt, die kampffrische Herbe und wildeste Leidenschaft mit weichem, zartem Empfinden vereint.35

Die gleichzeitige Tendenz zu elfenhafter Zartheit und exotischer Atrozität prägt kaum eine Dichtung so sehr, wie die „Penthesilea“ Heinrich von Kleists.36 Ähnlich wie Schillers Johanna darf auch Penthesilea nicht der Liebe verfallen. Sie, die Königin der Amazonen, kann es sich ebensowenig wie Johanna leisten, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.

Dieser Verlust würde nämlich gleichzeitig auch der Verlust ihrer überirdischen Kräfte bedeuten ( siehe oben: Definition Heldenjungfrau).

Penthesilea ist durch extreme Gegensätze gekennzeichnet.

Schon äußerlich bekommt man zu Beginn des Dramas ein Bild von dem Mädchen, als ein griechischer Hauptmann sie wie folgt beschreibt:

„ Man sieht, gleich einer Schwindelnden, sie hastig Die Stirn, von einer Lockenflut umwallt, In ihre beiden kleinen Hände drücken. “ 37

Sehr weiblich wird ihre äußerliche Erscheinung charakterisiert: Lockiges Haar, kleine Hände - das erinnert doch eher an eine sehr feminine, weiche Frau denn an einen burschikosen, männlichen Typ. Ihr elfenhaftes Aussehen verliert sich jedoch im Handeln Penthesileas. Ähnlich wie Johanna auch, ist die Amazonenkönigin fest entschlossen, zu kämpfen, sich den griechischen König Achilles unterlegen zu machen:

„ Ins Schlachtgetümmel stürzen will ich mich, Wo der Hohnlächelnde mein harrt, und ihn Mirüberwinden, oder leben nicht! “ 38

Und wieder ist eine Parallele zu Schillers Johanna zu entdecken, wenn Penthesilea sich fragt:

„ Denk ich bloßmich, sinds meine Wünsche bloß, Die mich zurück aufs Feld der Schlachten rufen? Ist es das Volk, ists das Verderben nicht, Das in des Siegs wahnsinniger Berauschung, Hörbaren Flügelschlags, von fern ihm naht? “ 39

Auch Kleists Heldenjungfrau handelt nicht ohne jegliche Überlegung, auch in ihr dringt ab und zu, wie in Johanna, das eigene denkende Ich durch. Auch Penthesilea hinterfragt, wie an der oben aufgezeigten Stelle, ihr Vorgehen: Was ist es, daß sie unbedingt auf das Schlachtfeld zurückdrängen lassen will. Wahrscheinlich die Liebe zu Achill, denn nur wenn sie sich diesen Mann unterlegen macht, ihn im Kampf besiegt, darf sie ihn auch lieben.

Penthesileas Kampf um und gegen Achill

Das absolut Grausame in diesem Werk liegt wohl darin, daß Penthesilea den, welchen sie am meisten liebt, am Ende mit ihren eigenen Zähnen, gleich den Hunden, zerfleischt.

Der Konflikt zwischen bewußtem und unbewußtem Willen, der Penthesilea zerrieb, begann da zu wirken, als sie die Liebe in Zwiespalt setzt zu ihrem Herrschenwollen oder anders: wenn das liebende Weib in der stolz abweisenden Jungfrau erwacht.40

Der Konflikt zwischen der stolzen Spröde, dem Siegenwollen, und der ursprünglichen Empfindung voller Liebe, die zur Hingabe drängt, ist ein Konflikt vieler Mädchen, nicht der Amazonenen allein.41 Blicken wir an dieser Stelle noch einmal kurz auf den Inhalt des Dramas: Penthesilea liebt Achill und will ihn im Kampf für sich gewinnen. Das aber entspricht nicht den Gesetzen ihres Staates. Diese nämlich verbieten ihr, den Kampfwillen auf einen bestimmten Mann zu richten. Beide begegnen sich mehrmals im Kampf, Penthesilea wird besiegt, verwundet, jedoch gerettet.42 An dieser Stelle steigt wilde Verzweiflung in ihr auf, in der ihr innerstes Liebesverlangen deutlich wird. Wenn Penthesilea sagt:

„ Verflucht, im blutumschäumten Mordgetümmel, Mir der Gedanke an die Orgien!

Verflucht, im Busen keuscher Arestöchter, Begierden, die, wie losgelaßne Hunde, Mir der Drommete erzne Lunge bellend, Und aller Feldherrn Rufen,überschrein! “ 43, wird deutlich, daß sie den anderen Amazonen die Liebesnächte mit Männern auch nicht gönnt:

verflucht der Gedanke an Orgien, verflucht die Begierden. Und das, obwohl es die Gesetze des Amazonenstaates so verlangen. Penthesileas Benehmen erinnert an das eines trotzigen Kindes: Was es nicht haben kann, soll eben auch kein anderer bekommen; sie darf Achill nicht lieben, weil sie ihn nicht besiegt hat.

Daraufhin umfängt Penthesilea eine tiefe Ohnmacht. Wieder ist eine Parallele zu Schillers Johanna zu erkennen: In dem Moment, da beide glauben, versagt zu haben, werden sie ohnmächtig. Man möchte meinen, daß die Ohnmacht für beide Frauen eine Art Schutzraum darstellt. Als Penthesilea wieder zu sich kommt, liegt Achill ergeben zu ihren Füßen. Aus Liebe zu ihr hatte er dem Plan zugestimmt, Penthesilea zu täuschen und sich als ihren Gefangenen auszugeben. Penthesilea glaubt sich am Ziel, Achill im Kampf gewonnen zu haben. Denn nur dem, den sie im Kampf besiegt hat, kann sich Penthesilea ganz hingeben, anders als bei Johanna, der jegliche irdische Liebe von Gott untersagt worden ist.

Nun scheint alle Härte, alles Herbe wie ein Gewand von der Amazonenkönigin abzugleiten.44 Denn erst jetzt, glaubt Penthesilea, darf sie sich der Liebe völlig frei hingeben. Ihre Aufgabe, mit allen Kräften, die ihr die Jungfräulichkeit gibt, zu kämpfen und zu siegen hat sie, täuschender Weise, erfüllt. So auch ist sie in der Rosenszene ganz die liebende Frau, wenn sie zärtlich sagt:

„ Komm jetzt, du s üß er Nereidensohn, Komm, lege dich zu F üß en mir - Ganz her!

Nur dreist heran! - - Du fürchtest mich doch nicht? “ 45

Verschwunden sind aus ihrem Mund die Worte, die vom Kämpfen und Verfluchen sprechen, wenn Penthesilea zu Achill spricht:

„ Ich bitte dich, Pelide, glaube nicht, Daßich jemals nach deinem Leben zielte. “ 46

„ Denn die Gefühle dieser Brust, o Jüngling, Wie Hände sind sie, und sie streicheln dich. “ 47

Wie aber ward mir, O Freund, als ich dich selbst erblickte - !

Als du mir im Skamandros-Tal erschienest, Von den Heroen deines Volks umringt, Ein Tagesstern unter bleichen Nachtgestirnen! “ 48

Als Penthesilea jedoch die Täuschung erkennt und die Griechen Achill ihr entreißen, zürnt die Amazonenkönigin darüber und wünscht, lieber als Gefangene dem Sieger zugefallen zu sein49:

„ Verflucht sei dieser schändliche Triumph mir!

Verflucht jedwede Zunge, die ihn feiert, Die Luft verflucht mir, die ihn weiter bringt!

War ich, nach jeder würdgen Rittersitte, Nicht durch das Glück der Schlacht ihm zugefallen? Wenn das Geschlecht der Menschen unter sich, Mit Wolf und Tiger nicht, im Streite liegt: Gibts ein Gesetz, frag ich, in solchem Kriege, Das den Gefangenen, der sich ergeben, Aus seines Siegers Banden lösen kann? “ 50

Hier beweist Penthesilea meiner Meinung nach, wie sehr sie Achill liebt, wie sehr sie ihm regelrecht verfallen ist: Sogar als Gefangene würde sie bei ihm bleiben und nimmt so in Kauf, ihre Amazonen im Stich lassen, ihren Posten als Königin verlieren zu müssen.

Als Penthesilea dann die Nachricht erhält, Achill wolle erneut mit ihr kämpfen, ist in ihr nicht nur die Amazone, sondern vor allem das liebende Weib verletzt51, wenn sie zweimal fragt:

„ Der Sohn des Peleus fordert mich ins Feld? “ 52

„ Der Sohn des Peleus fordert mich ins Feld? “ 53

In Wirklichkeit ist es aber Achill, der sich ihr wehrlos gegenüberstellen und sich von Penthesilea gefangen nehmen lassen will.

Denn nur so glaubt er, Penthesilea ganz für sich gewinnen zu können. Diese aber, tief verletzt, faßt die Herausforderung wörtlich und zieht ihm mit wütender, grausiger Rache entgegen.54 Und genau an dieser Stelle geschieht das Unfaßbare: Penthesilea tötet und zerfleischt den Geliebten. Meiner Ansicht nach ist es hier wohl kaum die Jungfräulichkeit Penthesileas, die ihr als Waffe bei der Tat dient: Als nämlich das Amazonenvolk diesen Vorfall vernommen hatte, ruft die erste Priesterin aus:

„ Solch eine Jungfrau, Hermia! So sittsam! In jeder Kunst der Hände so geschickt! So reizend, wenn sie tanzte, wenn sie sang! So voll Verstand und Würd und Grazie! “ 55

Damit macht sie deutlich, daß es nicht das Jungfräuliche in Penthesilea ist, das die Amazonenkönigin so kalt werden ließ und zu solch einer Tat angestachelt hatte: die Jungfrau tanzte reizend, war geschickt, hatte Würde. Vielmehr glaube ich, Penthesilea ist aus lauter Liebe und tiefer Verletztheit, letztendlich auch auf Grund der Gesetze ihres Amazonenstaates, denen sie unterliegt, wahnsinnig geworden; so hatte sie sich nicht mehr unter Kontrolle.

Als Penthesilea nach dieser Katastrophe wieder zu sich kommt, kann sie zunächst noch nicht recht fassen, was sie getan hat. Ihre ganze Widersprüchlichkeit, liebendes Weib und zugleich kriegerische Amazone zu sein, kommt am Ende noch mal zum Vorschein, als sie sagt:

„ - So war es ein Versehen. Küsse, Bisse, Das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, Kann schon das eine für das andre greifen. “ 56

Nun kann sich Penthesilea, erlöst von dem Zwiespalt, ganz rein ihrer Liebe hingeben, sich lossagen von dem Gesetz der Amazonen und dem Geliebten in den Tod folgen; ähnlich ist es auch bei Schillers Johanna, die ebenso erst im Tod Erfüllung findet.

Dieser Tod stellt für Penthesilea zugleich eine Reinigung von allen Greueln wie auch einen Triumph ihrer Seele, ihrer Liebe dar.57 Mit dem Tod verläßt Penthesilea ihr Volk, endlich ist sie frei und muß sich nicht mehr an die ihr auferlegten Gesetze halten.

Der Unterschied zwischen dem Dahinscheiden beider Jungfrauen liegt allerdings darin, daß Johanna von Gott zu sich gerufen wird, nachdem sie ihren Auftrag erfüllt hat. Penthesilea dagegen gibt sich selbst den Tod, um dem Geliebten folgen zu können:

„ Und diesem Dolch jetzt reich ich meine Brust: So! So! So! Und wieder! - Nun ists gut. “ 58

- Nun ists gut -, diese Worte können sehr unterschiedlich interpretiert werden. Sicher könnte man darin eine Art Rache Penthesileas an sich selbst sehen, da sie ihre Tat, Achill zu töten, bereut und es unwürdig findet, weiter zu leben. Ich glaube jedoch, Penthesilea weiß, daß sie in diesem Dasein als Amazonenkönigin nicht mehr glücklich sein wird. Ohne Achill, ohne Liebe scheint es ihr sinnlos, weiter zu leben, zu kämpfen. So wählt sie den Freitod, um für immer dem Geliebten nahe zu sein, frei von irgendwelchen Zwängen, von irgendwelchen Gesetzen.

4. Nachbemerkung

Wie in der Arbeit bewiesen, zeigen die Verhaltensweisen der beiden Jungfrauen Johanna und Penthesilea in gewissen Situationen Parallelen auf. Und sicher darf man behaupten, daß es das Jungfräuliche in ihnen ist, welches sie oft so ähnlich agieren läßt.

Johanna dient die Jungfräulichkeit als Schutz und Waffe insofern, da sie körperlich wie auch seelisch nahezu unverwundbar ist; im Kampf um das Vaterland besiegt und tötet sie, meist ohne Schuldgefühle andere Männer. Seelisch auch unverwundbar ist sie in der Beziehung, daß sie die Gefühle bestimmter Männer, welche ihr aufrichtige Liebe entgegenbringen, einfach nicht erwidert. Die Bedingung für ihre außergewöhnlichen Kräfte war, daß sie der irdischen Liebe völlig entsagen mußte. Da Schillers Johanna jedoch neben der unerbittlichen Kriegerin auch immer noch Frau geblieben ist, mußte es zur Katastrophe kommen: Entgegen der Bedingung Gottes verliebt sie sich. Als Johanna die Schuld bewußt wird, bricht sie zusammen.

Auch Penthesilea darf sich als Amazonenkönigin nicht einfach in irgend jemanden verlieben. Auch sie unterliegt bestimmten Gesetzen - nämlich denen des Amazonenstaates. Da sie es dennoch tut, sie verliebt sich in Achilles, will ihn um jeden Preis für sich haben, ist ihr Weg ebenfalls zum Scheitern verurteilt.

Beide finden erst im Tod die gewünschte Erfüllung: Johanna, die ihren Auftrag, Frankreich zu retten, erfüllt hat, wird von Gott selbst zu sich geholt. Penthesilea dagegen wählt den Freitod, um dem Geliebten folgen zu können.

5. Bibliographie

Primärliteratur:

Kleist, Heinrich von: Penthesilea. Stuttgart: Reclam, 1994.

Schiller, Friedrich: Die Jungfrau von Orleans. Stuttgart: Reclam, 1997.

Sekundärliteratur:

Der Große Brockhaus: Band 9; Leipzig, 1931. S. 511.

Meyers Großes Universal Lexikon: Band 7, Bibliographisches Institut Mannheim Wien, Zürich, 1983. S.361.

Albert, Claudia: Friedrich Schiller, Die Jungfrau von Orleans: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dramas. Frankfurt am Main, 1988.

Borchmeyer, Dieter: Penthesilea. In: Kindlers Neues Literaturlexikon (Hrsg.: Walter Jens): Band 9; München, 1991. S. 482-484.

Grenzmann, Wilhelm: Die Jungfrau von Orleans. Stoff- und Motivgeschichte der deutschen Literatur. (Hrsg.: Paul Merker und Gerhard Lüdtke) Berlin,1929.

Kluckhohn, Paul: Penthesilea. In: Heinrich von Kleist. Aufsätze und Essays. (Hrsg.: Walter Müller-Seidel) Darmstadt, 1987.

Wedler, Frauke: Jungfrau, Jungfernschaft. In: Enzyklopädie des Märchens (Begr.: Kurt Ranke): Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, Band 7; Berlin, 1993. S.782-791.

[...]


1 Enzyklopädie des Märchens, Band 7, S. 782.

2 Meyers Großes Universal Lexikon, Band 7, S. 361.

3 Meyers Lexikon, Band 7, S. 361.

4 Der Große Brockhaus, Band 9, S. 511.

5 Enzyklopädie des Märchens, Band 7, S. 783.

6 Enzyklopädie des Märchens, Band 7, S.786.

7 Enzyklopädie des Märchens, Band 7, S.782.

8 Grenzmann, Wilhelm, S. 26.

9 Grenzmann, Wilhelm, S. 27.

10 Grenzmann, Wilhelm, S. 27.

11 Grenzmann, Wilhelm, S. 28.

12 Albert, Claudia, S. 58.

13 Die Jungfrau von Orleans. Vers 47-60.

14 Die Jungfrau von Orleans. Vers 315-317.

15 Die Jungfrau von Orleans. Vers 324-327.

16 Die Jungfrau von Orleans. Vers 399-400.

17 Die Jungfrau von Orleans. Vers 408-416.

18 Die Jungfrau von Orleans. Vers 429-432.

19 Albert, Claudia, S.58.

20 Die Jungfrau von Orleans. Vers 200.

21 Die Jungfrau von Orleans. Vers 192-193.

22 Die Jungfrau von Orleans. Vers 195.

23 Die Jungfrau von Orleans. Vers 196-197.

24 Die Jungfrau von Orleans. Vers 1653-1657.

25 Die Jungfrau von Orleans. Vers 1659-1661.

26 Grenzmann, Wilhelm, S.30.

27 Die Jungfrau von Orleans. Vers 1677-1679.

28 Grenzmann, Wilhelm, S.31.

29 Grenzmann, Wilhelm, ebd.

30 Die Jungfrau von Orleans. Vers 2483.

31 Die Jungfrau von Orleans. Vers 2493.

32 Grenzmann, Wilhelm, S. 31.

33 Grenzmann, Wilhelm, S. 34.

34 Die Jungfrau von Orleans. Vers 3536-3544.

35 Kluckhohn, Paul,. S. 35.

36 Kindlers neues Literaturlexikon, Band 9, S. 482.

37 Penthesilea, Vers 289-291.

38 Penthesilea, Vers 653-655.

39 Penthesilea, Vers 682-687.

40 Kluckhohn, Paul, S.46.

41 Kluckhohn, Paul, ebd.

42 Kluckhohn, Paul: S.41.

43 Penthesilea, Vers 1216-1221.

44 Kluckhohn, Paul, S.41.

45 Penthesilea, Vers 1749-1751.

46 Penthesilea, Vers 1758-1759.

47 Penthesilea, Vers 1772-1773.

48 Penthesilea, Vers 2204-2207.

49 Kluckhohn, Paul, S.41.

50 Penthesilea, Vers 2297-2307.

51 Kluckhohn, Paul: S. 41.

52 Penthesilea, Vers 2378.

53 Penthesilea, Vers 2380.

54 Kluckhohn, Paul, S.41.

55 Penthesilea, Vers 2677-2680.

56 Penthesilea, Vers 2981-2983.

57 Kluckhohn, Paul, S.44-45.

58 Penthesilea, Vers 3033-3034.

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Details

Titel
Jungfräulichkeit - Friedrich Schillers "Die Jungfrau von Orleans" und Heinrich von Kleists "Penthesilea"
Autor
Jahr
2001
Seiten
16
Katalognummer
V100849
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Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jungfräulichkeit, Friedrich, Schillers, Jungfrau, Orleans, Heinrich, Kleists, Penthesilea
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Edgar Frances (Autor), 2001, Jungfräulichkeit - Friedrich Schillers "Die Jungfrau von Orleans" und Heinrich von Kleists "Penthesilea", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100849

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