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Die Darstellung von innerkonzernlichen Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss

Titel: Die Darstellung von innerkonzernlichen Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss

Bachelorarbeit , 2017 , 45 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carolin Paukstadt (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit werden die drei in der Literatur und in der Praxis gängigen Varianten der Darstellung aufgegebener Geschäftsbereiche "Stand alone", "Konsolidiert" und "Incremental" mithilfe eines Beispiels erläutert. Das IFRS IC hat in seiner Agenda-Entscheidung im Januar 2016 festgestellt, dass das Konsolidierungsgebot des IFRS 10 unbedingten Vorrang vor der Zielsetzung des IFRS 5 hat, das heißt, dass nur eine konsolidierte Darstellung zuzulassen ist. Im April 2017 wurde diese internationale Entscheidung vom Institut der Wirtschaftsprüfer auch auf nationaler Ebene in der neuen IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: "Einzelfragen zur Anwendung von IFRS" (IDW RS HFA 2) verankert. Die neue IDW RS HFA 2 beschreibt zwei Möglichkeiten der Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen, welche in dieser Arbeit diskutiert und einer kritischen Würdigung unterzogen werden.

Ein aufgegebener Geschäftsbereich (discontinued operation) ist ein Unternehmensbestandteil, der entweder bereits veräußert, getauscht bzw. stillgelegt wurde oder als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft ist. Der Grundsatz der Konsolidierung des IFRS 10 besagt, dass sämtliche konzerninterne Transaktionen zu eliminieren sind. Dadurch kann die Einheitsfiktion, den Konzern so darzustellen, als sei er ein einziges Unternehmen, gewährleistet werden. Dies steht jedoch im Widerspruch zu den besonderen Ausweis- und Bewertungsvorschriften des IFRS 5. Ziel von IFRS 5 ist es, dass Bilanzadressaten zw. künftig zu erwartenden und künftig auslaufenden unternehmerischen Aktivitäten und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unterscheiden können, um Effekte von Restrukturierungsplänen auf das betrachtete Unternehmen zu prognostizieren. Werden allerdings alle Liefer- und Leistungsbeziehungen analog der Regelungen des IFRS 10 nach Einstufung einer discontinued operation eliminiert, unabhängig ob weiterhin Transaktionen zw. dem aufgegebenen und dem fortgeführten Geschäftsbereich anfallen, kann es zu Verzerrungen in Bilanz und GuV kommen. Die wirtschaftlichen Folgen einer discontinued operation können nicht richtig dargestellt werden.

Nachdem das IFRS Interpretations Committee zahlreiche Anfragen zum Problem der Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen erhalten hat, beschäftigte es sich in einem Meeting im Mai 2015 mit einer ausführlichen Darstellung und Beurteilung der unterschiedlichen Vorgehensweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung und Aufbau der Arbeit

B. Theoretische Grundlagen der Standards IFRS 10 und IFRS 5

I. Grundlagen zu IFRS 10

II. Grundlagen zu IFRS 5

1. Grundgedanke und Anwendungsbereich

2. Abgrenzungskriterien für Veräußerungswerte

3. Abgrenzung zwischen Veräußerungsgruppe und aufgegebenem Geschäftsbereich

4. Bewertung der „zur Veräußerung gehaltenen“ Vermögenswerte

5. Ausweis der „zur Veräußerung gehaltenen“ Vermögenswerte

6. Konflikt zu IFRS 10

C. Varianten der Darstellung aufgegebener Geschäftsbereiche

I. Ausgangsbeispiel

II. „Stand alone“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als nicht-konsolidiert

III. „Konsolidiert“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als konsolidiert

IV. „Incremental“ – Ausweis in Gesamtergebnisrechnung/Anhang als konsolidiert mit Anpassungen

D. Prozess bis zur Veröffentlichung des neuen IDW RS HFA 2

I. Entscheidung des IFRS IC

II. Kritik an der IFRS IC-Entscheidung aus der Praxis

III. Entscheidung des IDW

E. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen zwischen fortgeführten Geschäftsbereichen und aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss. Das primäre Ziel ist die Analyse der Kollision zwischen dem Konsolidierungsgebot des IFRS 10 und den Zielsetzungen des IFRS 5 sowie die kritische Würdigung der Lösungsansätze des IFRS IC und des IDW.

  • IFRS 10 Konzernrechnungslegung und Konsolidierungsprinzipien
  • IFRS 5 Bilanzierung und Ausweis aufgegebener Geschäftsbereiche
  • Darstellungsvarianten für innerkonzernliche Transaktionen ("Stand alone", "Konsolidiert", "Incremental")
  • Kritische Analyse der IFRS IC-Entscheidung und des IDW RS HFA 2

Auszug aus dem Buch

6. Konflikt zu IFRS 10

Bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen zw. dem fortgeführten Geschäft und dem aufgegebenen Geschäftsbereich kann es zum Konflikt zw. den Vorgaben zur Konsolidierung nach IFRS 10 und den besonderen Ausweis- und Bewertungsvorschriften nach IFRS 5 kommen. Diskussionen um die Notwendigkeit von Konsolidierungsvorgängen im Zusammenhang mit IFRS 5 bestehen nicht erst seit der IFRS IC sich diese Problematik auf seine Agenda geschrieben hat, sondern finden sich bereits lange vor der Veröffentlichung des IFRS 10.

Nach IFRS 10 sind sämtliche konzerninterne Transaktionen zu eliminieren. In IFRS 10 gibt es keine expliziten Äußerungen oder Vermerke zu IFRS 5. Weder schließt er Sachverhalte, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5 fallen aus, noch enthält er spezielle Regelungen für aufgegebene Geschäftsbereiche. Auch IFRS 5 enthält keine Regelungen zur Konsolidierung von Transaktionen im Zusammenhang mit der Trennung von fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung und Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Relevanz der IFRS-Rechnungslegung und stellt den Konflikt zwischen dem Konsolidierungsgebot und den IFRS 5-Vorschriften dar.

B. Theoretische Grundlagen der Standards IFRS 10 und IFRS 5: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu IFRS 10 und IFRS 5, definiert zentrale Begriffe wie Veräußerungsgruppen sowie aufgegebene Geschäftsbereiche und verdeutlicht die zugrundeliegende Problematik.

C. Varianten der Darstellung aufgegebener Geschäftsbereiche: Anhand eines Fallbeispiels werden drei gängige Darstellungsvarianten für innerkonzernliche Transaktionen analysiert und ihre Wirkungsweise erläutert.

D. Prozess bis zur Veröffentlichung des neuen IDW RS HFA 2: Hier wird der Prozess der Meinungsbildung beim IFRS IC und die darauf aufbauende nationale Anpassung durch das IDW kritisch nachgezeichnet.

E. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei der Autor eine Empfehlung für die "Incremental"-Variante ausspricht, da diese die wirtschaftlichen Auswirkungen einer discontinued operation besser abbildet.

Schlüsselwörter

IFRS 10, IFRS 5, Konzernabschluss, aufgegebene Geschäftsbereiche, Konsolidierung, innerkonzernliche Transaktionen, Zwischenerfolgseliminierung, IDW RS HFA 2, Bilanzierung, Gesamtergebnisrechnung, Informationsfunktion, Prognoserelevanz, discontinued operations, Veräußerungsgruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie innerkonzernliche Transaktionen zwischen fortgeführten Bereichen und aufgegebenen Geschäftsbereichen (discontinued operations) unter Berücksichtigung der strengen Konsolidierungsvorgaben nach IFRS 10 und den spezifischen Regeln des IFRS 5 korrekt abgebildet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Konzernrechnungslegung nach IFRS, die Anwendung von IFRS 5 auf aufgegebene Geschäftsbereiche, die Konfliktfelder zwischen diesen Standards und die verschiedenen Darstellungsmethoden, die in der Praxis diskutiert werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Würdigung des internationalen und nationalen Entscheidungsprozesses zur Darstellung innerkonzernlicher Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen, um eine sachgerechte Abbildung in der Gesamtergebnisrechnung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung bestehender Rechnungslegungsstandards, Interpretationen des IFRS IC und Stellungnahmen des IDW basiert, ergänzt durch ein fallbasiertes Beispiel zur Veranschaulichung der Varianten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen der Konsolidierung, die Besonderheiten des IFRS 5, die drei gängigen Darstellungsvarianten ("Stand alone", "Konsolidiert", "Incremental") anhand eines Beispiels sowie den Prozess der Neufassung der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 2.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind IFRS 10, IFRS 5, Konsolidierung, aufgegebene Geschäftsbereiche, innerkonzernliche Transaktionen, IDW RS HFA 2 und Prognoserelevanz.

Was genau ist die "Incremental"-Variante und warum wird sie präferiert?

Die "Incremental"-Variante stellt eine abgewandelte Form dar, bei der Eliminierungen vorrangig im aufgegebenen Bereich vorgenommen werden. Sie wird oft als präziser angesehen, da sie die fortgeführte Geschäftstätigkeit so darstellt, wie sie nach dem Abgang voraussichtlich bestehen wird ("as if"-Darstellung).

Wie hat das IDW auf die IFRS IC-Entscheidung reagiert?

Das IDW hat seine nationale Stellungnahme IDW RS HFA 2 angepasst, um sie in Einklang mit der international verbindlicheren Sichtweise des IFRS IC zu bringen, die der vollständigen Konsolidierung Vorrang einräumt.

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Details

Titel
Die Darstellung von innerkonzernlichen Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Betriebswirtschaftslehre, insb. Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung)
Note
1,0
Autor
Carolin Paukstadt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
45
Katalognummer
V1008641
ISBN (eBook)
9783346396907
ISBN (Buch)
9783346396914
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS 5 IFRS 10 aufgegebene Geschäftsbereiche Veräußerungswert IDW RS HFA 2 Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Paukstadt (Autor:in), 2017, Die Darstellung von innerkonzernlichen Transaktionen mit aufgegebenen Geschäftsbereichen im IFRS-Konzernabschluss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1008641
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Leseprobe aus  45  Seiten
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