Betrachtungen von Variationen des Undine-Motives in der Literatur


Hausarbeit, 1999
16 Seiten, Note: 1,0-1,3

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Undine-Motiv bis zum 19. Jahrhundert
II./1. Paracelsus als Vertreter des 15. und 16. Jahrhundert
II./2. Fouqué als Vertreter des 19. Jahrhundert

III. Undine im 20. Jahrhundert - Vertreter Ingeborg Bachmann
III./1. Das Konfliktfeld der Protagonistin
III./2. Die Beziehung Undine zur Gesellschaft
III./3. Liebe und Scheitern
III./4. Veränderung der literarischen Figur

IV. Schluss

V. Literaturhinweise

I. Einleitung

Das Element Wasser spielt für alle Kulturen der Menschheit eine Schlüsselrolle und zwar als Phänomen, dass immer bivalente Reaktionen auslöst, wie beispielsweise Leben und Tod, Schönheit und unfassbare Weite, Unberechenbarkeit und zerstörerische Gewalt. Außerdem hat es eine beruhigende und heilende Wirkung, aber auch eine mystisch-bedrohliche. Denn niemand weiß genau was sich in der dunklen Tiefe verbirgt, was ebenso seine Faszination ausmacht. Deshalb versuchen sich Menschen in allen Bereichen diesem Thema zu nähern. So wird es in der Kunst, Architektur und Musik adaptiert. In Sagen, Märchen (z.B. „Die kleine Meerjungfrau“), Balladen und anderen literarischen Formen wird eine Personifizierung dieser Vieldeutigkeit versucht.

Weiblichkeit ist das Synonym für lebensspendend, lockend, geheimnisvoll und unverständlich.

Das Motiv der Wasserfrauen wird in der Literaturgeschichte immer wieder aufgegriffen und erfährt mehrfache Veränderungen.

Die Figur der Wasserfrau ist ein Zwischenwesen, einerseits Elementargeist und andererseits Mensch. Sie vereint in sich Merkmale zweier Welten bzw. Daseinsformen.

Sie ist Quelle des Lebens und Wasser des Todes, ist Symbol für die Fruchtbarkeit des Meeres, für das im Inneren verborgene Dunkel. Gleichzeitig verkörpern sich im Mythos die Sehnsucht nach Überschreitung von Grenzen, aber auch die Hilflosigkeit diese zu überwinden. Das Weib- liche steht für eine ständig auftretende Polarisierung zwischen Gut und Böse, sowie zwischen Leben und Tod.

In dieser Ausarbeitung wird das Motiv der Wasserfrau und seine Variationen in vier Jahrhunderten betrachtet, Stellvertreter sind Paracelsus, Fouqué und Bachmann. Besonderes Augenmerk wird auf die Undine-Figur bei Ingeborg Bachmann gelegt.

II. Das Undine -Motiv bis zum 19. Jahrhundert

II./1. Paracelsus als Vertreter des 15. und 16. Jahrhundert

Bereits in Paracelsus Schrift “Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus“ verleiht er der einfachen Märchen- und Sagengestalt der Wasserfrau eine konkrete Gestalt und menschlichen Charakter.

Vnnd aber jhr Mehrung sind dem Menschen gleich/vnd all jhr Natur domit. [...] Jhr Sitten/Geberd/sindt Menschlich/Red vnd Weiss/mit allen Tugenden [...]. Jhr Nahrung ist gleich den Menschen/die Arbeyt jhrer Hend zuessen/vnd zu niessen/jhnen selbst Kleidung zuspinnen/vnd zu weben/Vernunfft die ding zugebrauchen/Weissheit zu regieren/Billichkeit zuerhalten/vnd beschirmen. Dann wiewol sie Vich sind/so haben sie doch all Menschen Vernunfft/allein die Seel nicht [...]1.

Sein Ziel ist es, der Wasserfrau zu einer Seele zu verhelfen, um Teil der Ewigkeit zu werden. In seiner naturwissenschaftlichen Beschreibung der Elementargeister verkörpern diese ein Abbild des Menschen. Von diesen unterscheidet Sie ihre Seelenlosigkeit, von den Geistern ihre Sterblichkeit. Die Wasserwesen verfügen jedoch über menschliche Vernunft, sie können sich versorgen, kleiden etc.. Und genau hier möchte Paracelsus den Wassergeistern mittels des Strebens nach einer Seele zur göttlichen Ewigkeit verhelfen. Heiratet eine Wasserfrau einen Menschenmann, so wird ihr und auch ihren Nachfahren eine unsterbliche Seele zuteil. also das ein wasserfrau ein man aus Adam nimpt, und halt mit im haus und gebiert. von den kindern wissen, das solches geberen dem man nachschlegt; drumb das der vater ein mensch ist aus Adam, drump so wird dem kind ein sêl eingossen und wird gleich einem rechten menschen, der ein sêl hat und das ewige. nun aber weiter so ist das auch gutem wissen, zu ermessen das auch solch frauen sêl entpfahen in dem so sie vermelet werden, also das sie wi ander frauen vor got und durch got erlöst sind.2

Aus dem Gattungswesen Wasserfrau wird das Gattungswesen Menschenfrau. Die männliche Macht, dem Naturwesen Frau eine unsterbliche Seele zu verleihen, hat auch ihren Preis. So muss die Liebesbeziehung monogam und bis ans Lebensende sein.

Die Beleidigung des Wassers (Undines Element) und eine Annäherung ist strafbar. Paracelsus legitimiert die männliche Rache, trotz eigenem Fehlverhalten, an der verstoßenen Wasser-Ehe- Frau als göttlich.

es ist ein mensch gesein und ein nympha, wie beschriben ist, zun êrn ein frau und nicht zun unêrn, drumb sie die pflicht und treu hat wollen gehalten haben. do es aber nit beschehen ist noch war, do straft den êbruch aus göttlicher verhenknuss selbs [...]. auf solche ward ir von got die straf, so einem êbruch gebürt, zugelassen und selbs do richter zu sein, dieweil und die welt sie verwarf als einen geist oder teufelin.3

Diese Rache ist gottgewollt, denn das Treuegebot entsprach dem moralischen Kodex.

In seiner Schrift sind erste Auswirkungen der Wasserfrauen-Figur in der literarischen Romantik bezüglich der Gattung der Wassergeister zu finden. Er unterteilt die Welt der Geister in vier Elemente, wobei das Element ‘Wasser‘ gegenüber den Elementen ‘Erde‘, ‘Luft‘ und ‘Feuer‘ einen besonderen Stellenwert einnimmt.

Jhr Wohnung ist viererley/das ist nach den Vier Elemente/Eine im Wasser/Eine im Lufft/Ein in der Erden/Eini im Fewr. Die im Wasser sind Nymphen [...]. Wiewol von Wasserleuten ‘Vndina‘ der Nam auch ist [...].4

Die Gattung Wasserfrau wird hier mit einem speziellen Namen versehen: Undina/Undinen.

Paracelsus unterscheidet weiterhin die Nymphen von den Melusinen, wodurch eine Aufspaltung der Weiblichkeit erfolgt. Die ‘Undine‘ erhält jetzt den positiv-rührenden Aspekt, die ‘Melusine‘ jedoch wird unter dem negativ-zerstörenden Aspekt betrachtet. Diese Aspekte waren im Mittel- alter untrennbar miteinander vermischt. Paracelsus leitet einen Perspektivwandel ein. Als Ge- schöpfe Gottes stellten die Wasserfrauen seiner Meinung nach eine Bereicherung des Kosmos dar.

II./2. Fouqué als Vertreter des 19. Jahrhunderts

Auch Fouqué greift in seiner Erzählung “Undine“ auf Paracelsus zurück. Sie wird nicht zuletzt durch Fouqué zu einer beliebten literarischen Figur. Die Erzählung handelt von einer wunderbaren und traurigen Liebesbeziehung zwischen einem jungen Ritter und der Fischerstochter Undine, die eigentlich ein Wassergeist ist. Ihre Welt ist klar von der Menschenwelt abgegrenzt und auf das Wasser beschränkt.

Begegnungen Angehöriger beider Welten sind möglich, entziehen sich jedoch dem Einfluss des Menschen. Undine strebt auch hier nach einer unsterblichen Seele, zu der sie nur durch die Heirat mit einem Menschenmann kommen kann.

Ihr bereits äusserlich vermenschlichtes Naturwesen wird auch innerlich vermenschlicht durch die Liebe von und zu einem Menschen. Ihr Bestreben nach einer unsterblichen Seele in einem sterblichen Körper ist durch die Heirat in Erfüllung gegangen.

Fouqué bringt seine Erzählung mittels einer Dreiecksbeziehung zum Höhepunkt. Die wichtigsten Handlungsmomente sind dann: Treuebruch durch den Menschenmann, Beleidigung der Undine auf dem Wasser, seine Rache und sein Tod. Undine hegt Unbehagen an der schlechten Realität, verursacht durch ihren Ehemann, der am christlichen Monogamiediktat scheitert. Sie wird zum Sündenbock für männliche Ohnmacht.

Die Beseelung erweist sich jedoch als grausame Domestizierung, die ihr Leiden und schließlich ihren Untergang nach sich zieht. Sie geht an dieser zu Grunde.

Aus der Liebenden wird eine leidende Menschen-Ehe-Frau. Sie kehrt am Ende in ihr Element zurück. Das Element ‘Wasser‘ spielt hier, wie auch in den anderen Erzählvarianten eine sehr große Rolle. Undines eigentliche Natur, ihre Herkunft und ihr Ende ist in der Wasserwelt wiederzufinden. Den eminent wichtigen Stellenwert des Wassers zeigt sich in der Literatur der Romantik. Durch die Vielfalt der Erscheinungsformen und die Wandlungsfähigkeit, wird eine Faszination auf die Menschheit ausgeübt.

Fouqué erweitert das Werk von Paracelsus und steigert somit die romantisch-natur- philosophische Weltansicht. Undine verkörpert hier die Natur in der Natur.

Dass sie eine Kreatur sei, zu Gottes Preis und Freude geschaffen, wisse sie [Undine] wohl [...].5

Er projiziert christliche Weltvorstellungen auf die dargestellte Welt, dabei kommt es zu einer Überlagerung zweier unterschiedlicher Anschauungen. Die postchristliche Freude an der unkultivierten Natur (Nachfahren des 18. Jh.) konträr zur vorchristlichen Hochschätzung der (Natur-) Magie, wie sie auch von den Romantikern wiederbelebt wurde.

In dieser Erzählung finden wir zwei transzendente Bereiche. Der christlich- moralische Aspekt, dem der Autor angehört und den er unterstützt, welcher sogar hin und wieder dem zweiten Bereich, der geheimnisvollen magischen Macht der Elementargeister unterliegt.

Fouqués Undine ist ein Objekt, da sie nie zum selbständig handelnden Subjekt wird, sie gehört nicht zur erzählenden Instanz. Sie ist Projektion männlicher Wunschvorstellung, kein eigenständiges Individuum.

III. Undine im 20. Jahrhundert-Vertreter Ingeborg Bachmann

III./1. Das Konfliktfeld der Protagonistin

Basierend auf Friedrich de la Motte Fouqué erweitert Ingeborg Bachmann in ihrer Version die Kompetenz der Undine, in dem sie ihr eine Stimme verleiht und sie damit zum Subjekt avancieren lässt.

„Undine geht“- eine Erzählung, beinhaltet die Anklage einer Frau gegen die unmenschliche Gesellschaft. Repräsentanten dieser unmenschlichen Gesellschaft sind die Männer, wobei Ingeborg Bachmann diese unter dem Sammelnamen ‚Hans‘ zusammenfasst.

Ihr Menschen! Ihr Ungeheuer!

Ihr Ungeheuer mit Namen Hans! Mit diesem Namen, den ich nie vergessen kann.6

Sie kritisiert seine Haltung Frauen gegenüber, da er diesen, sei es als Ehefrau, sei es als Geliebte, nur benutzt und gebraucht. Sie analysiert diese Frauenrolle, die ihnen durch die patriarchale Gesellschaftsordnung zugewiesen wird.

Ihr Ungeheuer mit euren Frauen![...]

Die ihr die Frauen zu euren Geliebten und Frauen macht, Eintagsfrauen, Wochenendfrauen, Lebenslangfrauen und euch zu ihren Männern machen laßt.7

Ehefrauen sollen funktionieren, zur Stabilisierung des Alltags bei tragen und als Geliebte das männliche Ego aufwerten. Er lässt sich diese Funktionstüchtigkeit der Frau etwas kosten, er gibt ihr „Geld zum Einkaufen“, für „Kleidung“ und Reisen. Auch scheut er keine Widersprüchen um seine Interessen durchzusetzen. So redet er einerseits von der Ehehölle und andererseits ist seine Frau ein „wunderbarer Mensch“8, die ihn braucht. Er beleidigt seine Ehefrau offenkundig und verleumdet die Geliebte.

Hier wird die patriarchale Gesellschaft gekennzeichnet, da sich hinter dieser Mann-Frau- Beziehung die Orientierung an Sicherheit und Profit versteckt und oftmals reduziert. Die Spaltung der Gesellschaft wird reflektiert im Verhältnis Mann und Frau. Ein zentraler Kritikpunkt auf den Ingeborg Bachmann hier verweist, ist das Abhängigkeitsverhältnis der Geschlechter untereinander. Dabei macht sie dieses nicht nur an den Männern fest, sie benennt auch andeutungsweise die Frauen, die in diese Mechanismen eingebunden sind.

Ihr kauft und lasst euch kaufen.[...]

Ihr Betrüger und ihr Betrogenen.9

Dieses Gefangensein in gesellschaftlichen Strukturen formuliert Erich Fromm als Instrumentalisierung des „Habenmodus“10, wobei das oberste Lebensziel die Maximierung, das Haben ist. So beschränkt sich der Habenmodus nicht nur auf die materiellen Besitzgüter, sondern dehnt sich auf die immateriellen Dinge, Frau und Kinder aus.

Auch wenn bei Bachmann Undine die Männer lobt und bewundert, enthält diese Lobpreisung deutliche Ironie.

Ach, so gut spielen konnte niemand, ihr Ungeheuer!11

Sie preist ihr Geschick an, lobt ihren politischen Eifer, ihre „Zahrtheit“ in ihren „schwerfälligen Körpern“, ihre „Zahlenspiele und Wortspiele, Traumspiele und Liebesspiele“12. Aber all dies Gerede, all diese Erläuterungen schaffen nur neue Geheimnisse, die andere ausschließen und ihre eigene Machtposition festigen.

Auch aufbegehren konnte die Sprache durch dich, irre werden oder mächtig werden. Alles hast du mit den Worten und Sätzen gemacht, [...] und die Gegenstände, die weder die geraden noch ungeraden Worte verstehen, bewegten sichbeinahedavon.13

Es erfolgt keine wirkliche Veränderung, Grenzen werden nicht überschritten oder gesprengt.

III./2. Die Beziehung Undines zur Gesellschaft

Undine sagt von sich, dass sie nicht in die Gesellschaft gehört bzw. ihr nicht zugehörig ist.

Ich habe keine Kinder von euch, weil ich keine Fragen gekannt habe, keine Forderung, keine Vorsicht, Absicht, keine Zukunft und nicht wusste, wie man Platz nimmt in einem anderen Leben. Ich habe keinen Unterhalt gebraucht, [...] nur Luft, Nachluft, Küstenluft, Grenzluft, um immer wieder Atem holen zu können [...].14

Ihre Existenz liegt vielmehr im Wasser, welches ihr ‚Sein‘ repräsentiert. Sie kehrt immer wieder in ihre Welt zurück, was beweist, dass sie sich der Gesellschaft und dem Habenmodus verweigert, ihr also in Negation entgegensteht. Des Weiteren bringt die Protagonistin entschieden mit deutlicher Sprache ihre Einstellung zum Ausdruck, lieber auf Liebe und Sicherheit zu verzichten, anstatt sich dieser Gesellschaft anzupassen. Sie möchte nicht, wie die funktionierenden Frauen, nur gefallen und benutzt werden. Sie würde nie auf ihre Andersartigkeit verzichten und strebt auch keine gesellschaftliche Anpassung, Integration an.

Versucht das nicht mit mir. Mit mir nicht!15

Undine hat nicht den Wunsch, wie bei Fouqué, eine Seele zu erlangen und will auch nicht mit Hans eine Ehe eingehen. Im Gegenteil, sie äußert sich kritisch über das Zusammenleben von Mann und Frau in der Gesellschaft.

Durch die Unvereinbarkeit ihres Denkens mit den geltenden Normen dieser Gesellschaft, entscheidet sich Undine für die Absonderung, sie gelangt somit ins gesellschaftliche Abseits. In den Augenblicken der Liebe jedoch kann und will Undine aus ihrer Isolation ausbrechen. Denn dann so scheint es, ist alles negative Denken aufgehoben und sie kann trotzdem sie selbst bleiben. In ihr schlummert aber auch eine große Sehnsucht nach Wärme, Geborgenheit, Zuneigung und die immer wiederkehrende Hoffnung, dies in der Beziehung zu einem Mann auszuleben.

III./3. Liebe und Scheitern

Bachmann widmet sich ganz gezielt den Liebesmomenten.

Die Begegnung von Mensch und Wasserfrau wird als ein wiederholendes, aber auch vergangenes Ereignis beschrieben. Jedes Liebesverhältnis ist von vorherein zum Scheitern verurteilt, weil Undines Bewusstseinsveränderung und die ihres Partners nicht von Dauer sein kann.

Sie wird dem jeweiligen Hans irgendwann unheimlich und er fühlt sich ihr nicht mehr ge- wachsen. Die Tiefe der Gefühle und Erwartungen sind bei Undine stärker ausgeprägt, als bei dem geliebten Mann. Für Undine ist Liebe grenzenlos, sie ist zur absoluten Grenzüberschreitung bereit. Sie tritt jedoch nicht als dämonische Verführerin auf, wenn die Autorin das Struktur- element der Verführung einbringt. Sie befürwortet die Verschmelzung und sehnt sich nach seelisch-geistiger Vereinigung.

Dann sind alle Wasser über die Ufer getreten, die Flüsse haben sich erhoben, die Seerosen sind gleich hundertweis erblüht [...]. Weil ich zu keinem Gebrauch bestimmt bin und ihr euch nicht zu einem Gebrauch bestimmt wußtet, war alles gut zwischen uns. Wir liebten einander. Wir waren vom gleichen Geist.16

Die „Lichtung“17 war und ist der Ort der Liebe. Hier überschneiden sich die Grenzen beider Welten, es kann eine Liebesbeziehung zwischen Undine und Hans entstehen. Hans erhält jetzt die Möglichkeit Erkenntnisse über das ‚Sein‘ und ‚Dasein‘ zu erlangen.

Alles scheint eine sinnliche Lebendigkeit zu haben. In ihrem grenzenlosen Genuss vereinigt sich die Liebeserfüllung, es wird alles eins, Fühlen und Wissen, Lieben und Denken. Ingeborg Bachmann verwendet für dieses Liebesleben lyrische Elemente.

Eine Annäherung an Undines Wirklichkeitsbereich war nur möglich, wenn seine „Gedanken nichts Nützliches dachten, nichts Brauchbares, [...]. Ich (Undine) konnte eintreten [...]“18. In der Beziehung zu Undine gelangt Hans zur Erkenntnis von Zeit und Tod. In der Vereinigung mit ihr, der Verkörperung des transzendenten Seins, tritt er aus seiner Welt, seinem Sein aus und erlebt die Entgrenzung der Zeit. Obwohl die Liebesbeziehung für Hans eine Befreiung aus seinem begrenzten Leben in der Gesellschaft bedeutet, scheut er davor zurück, der Gesellschaft den Rücken zu kehren bzw. eine Grenzüberschreitung aus seinem gesellschaftlichen Leben durchzusetzen.

Seine Tragik entsteht nun aus dem Zwiespalt, einerseits sich der vollkommenden Liebe hinzugeben und andererseits seiner Bequemlichkeit nachzugeben, also seinem gesellschaftlichen Sein zu folgen. Diesen männlichen Zwiespalt verkörpert Undines Ruf.

Nie wart ihr mit euch einverstanden. Nie mit euren Häusern, all dem Festgelegten. Über jeden Ziegel der fortflog, über jeden Zusammenbruch, der sich ankündigte, wart ihr froh insgeheim. [...] Wenn ich kam, wenn ein Windhauch mich ankündigte, dann sprangt ihr auf und wußtet, daß die Stunde nah war, die Schande, die Ausstoßung, das Verderben, das Unverständliche. [...] Ihr Ungeheuer, dafür habe ich euch geliebt, daß ihr wußtet, was der Ruf bedeutet, daß ihr euch rufen ließt, daß ihr nie einverstanden wart mit euch selber.19

Hans, ein Ideologieträger einer selbstentfremdeten, tradierten gesellschaftlichen Existenz ist nicht bereit, die Fluchtbewegung durchzusetzen. Er, der nun zum Verräter nicht nur an seiner Ehefrau geworden ist, verrät auch Undine, gibt somit seine Träume und Sehnsüchte auf und kehrt zu dem Spiegel seiner selbst zurück. Somit verlässt er den Ort der Erkenntnisfindung. Damit ist die Undine-Liebe zum Scheitern verurteilt. Undine, die sich nun gerechterweise verraten fühlt, klagt ihn an.

Verräter! Wenn euch nichts mehr half, dann half die Schmähung. Dann wußtet ihr plötzlich, was euch an mir verdächtig war, Wasser und Schleier und was sich nicht festlegen läßt. Dann war ich plötzlich eine Gefahr, die ihr noch rechtzeitig erkanntet, [...]. 20

Aus diesem Verrat, den sie den Zwängen der Gesellschaft zuordnet, zieht sie die immer wieder- kehrende Konsequenz, sich in ihr Element zurückzuziehen. Sie beteuert: „[...] denn ich werde nicht wiederkommen, [...] nie wieder Ja sagen [...]“21. Nie mehr will sie auf ihre Gefühle hören, nie mehr will sie Ja sagen. Ihr Liebesverzicht erscheint endgültig. Zweifel daran erwecken die wiederholten Versuche mit einem Hans, die immer wieder scheiterten und sie zu Rückzügen veranlassten. Am Ende der Erzählung ertönt wiederum ein Ruf, der als Lockruf der Undine interpretiert werden kann. Ihr anklingender endgültiger Abschied wird mit der Schlussformel aufgehoben.

Komm. Nur einmal Komm.22

Sie hofft, dass der Mann, wieder ein Hans, ihrem Lockruf folgt.

Bereits zu Beginn bekennt Undine, dass sie „[...] nicht aufhören kann, ihn zu rufen, Hans [...]“23 und „Einen Fehler immer wiederhole, [...]“24.

Optimistisch unternimmt sie immer wieder den Versuch Grenzen zu überschreiten, um sich selbst zu verwirklichen. Die Hoffnung drückt sich in ihren Worten aus.

[...] er war anders als alle anderen.25

Ihr ‚Selbst‘ wird dabei nicht zerstört. In einer Anklagerede drückt sie ihren Schmerz aus. Die Erkenntnis, dass kein Menschenmann mit ihr zusammenleben kann, den Schmerz, den ihr jeder Verlust bereitet, ändert nichts daran, sich erneut einer Liebe zuöffnen. Sie verkörpert die Verlockung, die der Mann wahrnehmen möchte in ihrem Ruf.

Da Undine und die Menschen zwei verschiedenen Welten angehören, birgt eine Beziehung zwischen ihnen sowohl Hoffnung als auch die Gefahr des Scheiterns in sich. Undine ist bereit für ihn ihr Element, das Wasser, zu verlassen. Er ordnet sich jedoch den Zwängen der Gesellschaft unter und verschmäht sie. Beide Daseinsformen unterliegen bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Die Protagonistin lebt in einer Welt jenseits von Zeit. Er hingegen ist den Gesetzen der Zeit unterworfen, die Grenze dieser ist der Tod.

Die subjektiven Ansprüche und Anforderungen die die Gesellschaft stellt, führen zu Konflikten, dem zentralen Problem der Erzählung. Undine sieht für sich nur einen Ausweg, sie kehrt in ihr Element zurück. Die Isolierung vom menschlichen Partner wird per Negation bestimmt.

III./4. Veränderungen der literarischen Figur

Undine erfüllt auch bei Ingeborg Bachmann ihre literarische Pflicht und kehrt in das Wasser zurück, wie auch alle Undinen vor ihr. Bachmanns Titel „Undine geht“ stellt die Erzählung in den Kontex anderer, früherer Erzählungen um Undine. Diese nimmt Abschied von der Menschenwelt in Form eines Anklagemonologs. Als Akteur drückt sie das Geschehene aus, klagt an und formuliert Erwartungen und Hoffnungen.

Mit diesem Wandel der Erzählperspektive erfährt das Motiv und seine zahlreichen Wiederholungen einen Neuanfang.

Bisher, so beispielsweise bei Fouqué, wird die Geschichte erzählt, es berichtet ein auktorialer Erzähler. Bei I. Bachmann jedoch spricht Undine, deren Namen wir nur aus der Überschrift erfahren, selbst und nur sie. Sie scheint für uns real zu sein, denn sie spricht und ihre Aussagen klingen glaubwürdig. Was Undine sagt und berichtet, kann von keinem Gegenüber kommentiert und gegebenenfalls relativiert werden. Lediglich in der Überschrift kommt ein anderer Erzähler zu Wort. Indem Ingeborg Bachmann der Wasserfrau Undine eine Stimme verleiht, wird sie zum sprechenden Subjekt.

Ingeborg Bachmann greift in ihrer Erzählung auf Wiederholungen zurück, welche der tradierten Erzählung eine modernere Bedeutung geben.

In der traditionellen Form war Undine ein Elementargeist in schöner Gestalt, mit dem Willen eine Seele zu erlangen. Diese erringt sie nur, wenn sie eine Verbindung, sprich Heirat, mit einem Menschenmann eingeht. Danach ist sie beseelt. Scheitert diese Verbindung an der Untreue des Mannes, kehrt Undine in ihr Element zurück und der Mann muss sterben.

Bei Bachmann tritt eine ‚neue‘ Undine in Erscheinung. Sie beschreibt ihre Sichtweise über die Männer- und Menschenwelt. ‚Hans‘ ist ihr fiktiver Adressat, das Gegenüber der Rede. Sie spricht mit diesem Namen eine Vielzahl von Männern dieses Typus an.

Ja, diese Logik habe ich gelernt, daß einer Hans heißen muß, daß ihr alle so heißt, einer wie der andere, aber doch nur einer.26

Undine zeigt sich in der Erzählung als enttäuschte Frau, die ihrer Verbitterung und Borniertheit freien Lauf lässt, indem sie Hans beschimpft, verspottet und anklagt. Er jedoch erhält in der Erzählung keine Gelegenheit sich selbst zu verteidigen.

Sie wirft ihm Inkonsequenz vor, verhält sich aber selbst inkonsequent. Sie ist es, die ihn immer wieder ruft und er folgt diesem Lockruf, der Flucht aus seinem Dasein und lässt sich in die Undinenwelt verführen. Die vollkommene Liebe können sie nur empfinden, wenn Hans der Verlockung durch Undines Ruf nicht wiederstehen kann und will.

[...] oder drehen das Radio laut auf und hören doch darüber den Muschelton, die Windfanfare, und dann noch einmal, später, wenn es dunkel ist in den Häusern, erheben sie sich heimlich,öffnen die Tür, lauschen [...] Den Schmerzton, den Ruf von weither, [...] Komm! Komm! Nur einmal komm!27

Wer diesem Ruf folgt, gelangt in die Undinenwelt, an die Grenzen, an denen Zeit und Zeitlosigkeit aufeinandertreffen.

Hans hegt Sehnsuchtsgedanken, er wartet auf den Ruf der Undine. Die Anziehung beider Hauptfiguren ist also wechselseitig. Ihnen gelingt es jedoch nicht über die Liebe Verfügungen zu treffen, so müssen sie sich dieser immerwieder hingeben und verstricken sich dabei in widersprüchliche Aussagen und inkonsequente Handlungen.

Wenn das Geständnis abgelegt war, war ich verurteilt zu lieben; wenn ich eines Tages freikam aus der Liebe, mußte ich zurück ins Wasser gehen, [...] und eines Tages sich besinnen, wieder auftauchen, durch eine Lichtung gehen,ihnsehen und ‚Hans‘ sagen. Mit dem Anfang beginnen.28

In der Anklagerede benutzt I. Bachmann stets die direkte Ansprache an das männliche Wesen, sie spricht in der 2. Person Singular und Plural. Die Anklägerin fixiert ihre Anklage nicht an bestimmte Orte und Zeiten. Sie spricht keine bestimmte Person an, nur Hans und Hans steht für eine Vielzahl von Männern. Ihre Sprache ist als ‚Signalsprache‘ zu interpretieren, die Schmerz, Wut, Erregung und Glücksmomente ausdrückt. Bachmann schreibt in kleineren Abschnitten, wobei Schlüsselwörte und Schlüsselsymbole immer wieder auf die Grundthemen verweisen. Wenn sie das Thema Männer anspricht, spricht sie vom „Ungeheuer“, „Verräter“ und von „Monstren“29 und erläutert deren Zweck- und Besitzdenken. Die Metapher für die Begegnung der Liebe ist die Lichtung. Undine geniest diese Augenblicke und wünscht „Geh Tod! Und: Steh still, Zeit!“30.

Ihre tradierten Vorgängerinnen verabschieden sich für immer aus der Menschenwelt. Sie hingegen, tritt ihren Rückzug an, der aber nicht endgültig erscheint. Das Element dient ihr dabei als Zufluchtsort, in dem sie sich besinnen und auch distanzieren kann. Eine Kreisbewegung wird deutlich. Zum einen sagt sie ihren Rückzug an „Undine geht“ und zum anderen ermöglichen die Schlussworte eine neue Begegnung zwischen Undine und Hans. Der Leser wird somit vom Schluss der Erzählung wieder an den Anfang verwiesen.

Ingeborg Bachmann impliziert in die Erzählung die enge Verbindung Undines zu ihrem Element, dem Wasser. Sie stellt keine echte Wasserfrau dar, erhält aber den innigen Bezug ihrer Hauptperson zu ihrem Element. Hier gelten andere Gesetze, Undines Gesetze.

Ich liebe das Wasser, seine dichte Durchsichtigkeit, das Grün im Wasser und die sprachlosen Geschöpfe [...], mein Haar unter ihnen, in ihm, dem gerechten Wasser [...]31.

Die Wasserfrau kehrt der Menschenwelt den Rücken, kehrt zurück in ihre „Einsamkeit, in die mir keiner folgt.“32 In ihrer Welt verändert sich die Wahrnehmung, sie steht im Gegensatz zur alltäglichen Welt. In der Wasserwelt sind die Geschöpfe sprachlos, erst im Auftauchen ist es ihnen möglich sich zu artikulieren, den Lockruf anzustimmen. Undine überschreitet nicht nur die Grenzen der Wasserwelt in die Menschenwelt, sondern auch zwischen Sprachlosigkeit und Sprache.

Bachmann überträgt der Figur der Wasserfrau die Suche nach der Sprache. Das Hin- und Hergerissensein zwischen Reden und Schweigen wird stets als Konflikt dargestellt, denn worüber man nicht sprechen kann, muss man eben schweigen.

In der Liebe erfährt auch Undine eine Veränderung ihres bisherigen Zustands. Sie eignet sich Sprache an. Es entsteht eine neue Wahrnehmungs- und Sprachfähigkeit. Durch die nun hergestellte Kommunikationssituation zwischen Hans und Undine, besitzt auch ihre Sprache Ausdruck. Die Fähigkeit sich zu artikulieren ist grundlegende Voraussetzung für die Wesensveränderung, sowohl für Undine als auch für Hans. Dieser kann so am Wirklichkeitsbereich Undines teilhaben. Undine selbst ist die Figur, die die Grenze zwischen Sprache und Sprachlosigkeit, zwischen Reden und Schweigen in sich trägt. Auch sie will die Grenze hinter sich lassen um eine Weiterentwicklung zu erfahren.

Die Figur Undine rebelliert gegen jene Auffassung der Weiblichkeit, die in der von Männer beherrschten Sprache nicht zur Geltung kommt, da ihr nur der Objektstatus zuteil wird. Sie muss sich zwar bei Eintritt in die Welt der Männer an deren Sprache gewöhnen, doch versucht sie, die Grenzen mit der weiblichen Sprache zu erweitern. Dies gelingt ihr jedoch nicht nachhaltig.

IV. Schluss

Ingeborg Bachmann wollte mit der Sprache der Literatur die logische Form der Sprache überschreiten. Damit wird auch die Literatur zum Grenzüberschreiter. Literarische Sprache umfasst Vorgefundenes, aber auch Erwünschtes und Erhofftes. Sie schafft somit Übergänge die mittels der verschiedenen Erzählperspektiven gelingen.

Die Autorin geht mit ihrer Erzählung ‚Undine geht‘ ganz andere Wege als ihre Vorgänger. Es verweisen nur noch der Titel und einige zentrale Motive auf den alten Mythos.

Die Hauptparalelle ist wohl in der Liebesbeziehung und im Verrat des Mannes an der Frau zu finden. Aus der aus der spätmittelalterlich- naturwissenschaftlichen Figur wurde eine literarische Figur in einem äusserst komplexen Textsystem, welche Weiblichkeit, Grenzüberschreitung und Andersartigkeit zu symbolisieren vermag.

Was Hans und Undine erleben ist keine Liebesgeschichte im Sinne eines Romans. Alles scheint wiederholbar, ist bereits schon oft und wird immer wieder geschehen. In ihrer Liebesbeziehung ist die Vereinigung mit dem Geliebten oberstes Ziel. Diese wird in bildhafter Sprache umschrieben und lässt sich doch nicht in Worte fassen.

Ahnend, dass etwas zu sagen bleibt, das allem Sprechen widersteht, das man kaum zu stammeln vermöchte, weil die Begriffe abgenutzt oder zu schwach sind.33

In dem Moment, wo Zeit und Raum gelöst sind, finden Hans und Undine zueinander. Die Undinenwelt wird der Welt der Menschen gegenübergestellt. Der Ort, an dem beide zusammensein können, ist die Lichtung, ein Ort der Hoffnung und ihrer gemeinsamen Grenze. Die Grenzüberschreitung von der Wasser- in die Menschenwelt, fasst sie in ein Bild „Die nasse Grenze zwischen mir und mir...“34. Scheitern und Hoffen verbinden sich, „Beinahe verstummt, [...] Komm. Nur einmal. Komm.“35

V. Literaturnachweis

1.Bachmann, Ingeborg: Undine geht. Das Gebell. Ein Wildermuth. Nachbemerkung von Bode, Dietrich. Stuttgart: Reclam jun., (Reclam UB, 8008), 1998, 75 S.
2.Bessler, Gabriele: Von Nixen und Wasserfrauen. Köln: DuMont, 1995, 188 S..
3.Fassbind-Eigenherr, Ruth: Undine oder Die nasse Grenze zwischen mir und mir. Ursprung und literarische Bearbeitung eines Wasserfrauenmythos. Von Paracelsus über Friedrich de la Motte Fouqué zu Ingeborg Bachmann. Stuttgart: Heinz, 1994, 193 S..
4.Fouqué, Friedrich de la Motte; von Goethe, Johann Wolfgang; Mörike, Eduard; Andersen, Hans Christian: Undinen und andere Nixenmärchen. Berlin: Der Morgen, 1966, 270 S..
5.Gerstlauer, Wolfgang: Undines Wiederkehr. Fouqué-Giraudoux-Ingeborg Bachmann. In: Die neueren Sprachen 69. 1970, S. 514-527.
6.Kann-Coomann, Dagmar: Undine verläßt den Meridian. Ingeborg Bachmann gegenüber Paul Celans Büchnerpreisrede. In: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, 1997, S. 250-259.
7.Lindenberg, Dorothee: Die Neue Melusine. Zur poetischen Technik der Wiederholung und Vermittlung im literarischen Text. In: Sprache, Literatur, Deutschunterricht. Karl Otto Frank zum 60. Geburtstag. Hrsg. von Kurt Abels und Peter Christoph Kern, Freiburg: Hochschulverlag, 1982, S.195-222.
8.Müller, Heidy M.: Verurteilt zur Liebe. Ingeborg Bachmanns Undine: ironische Tragödin eines säkularisierten Passionsspiels. In: Vom Lesen und Schreiben. Aufsätze zur deut- schen Literatur von der Romantik bis zur Gegenwart. Edward Verhofstadt zum 60. Ge- burtstag. Hrsg. von Heidy M. Müller, Erich Standaert und Jaak de Vos, Gent: Studia Germanica Gandensia, 1986, S.124-139, Bd. 8.
9.Nawab, Mona el: Ingeborg Bachmanns Undine geht. Ein stoff- und motivgeschichtlicher Vergleich mit Friedrich de la Motte-Fouqués Undine und Jean Giraudoux Ondine. Würzburg: Königshausen & Neumann, 1993, 135 S.
10.Roth, Gerlinde: Hydropsie des Imaginären. Mythos Undine. Pfaffenweiler: CentaurusVerl.-Ges., 1996, 261 S..
11.Schuscheng, Dorothe: Die Erzählung Undine geht. In: Arbeit am Mythos Frau. Weiblichkeit und Autonomie in der Mythenrezeption Ingeborg Bachmanns, Christa Wolfs und Gerturd Leuteneggers, Bern, Frankfurt/Main [usw.]: Lang, 1987, S.98-140, Europäische Hochschulschriften, R. 1: Deutsche Sprache und Literatur, Bd. 1006.

[...]


1 Paracelsus [d.i. Theophrastus von Hohenheim]: Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus. Hrsg. von Robert Blaser. Bern: Francke, 1960 (Altdeutsche Übungstexte, Bd. 16), S. 16

2 Paracelsus: Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus. In: Sämtliche Werke. 1. Abt. 14. Bd. Hrsg. von Karl Sudhoff. München und Berlin 1922-1933, S. 132-133

3 Vgl. Paracelsus: Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus. (Anm. 2), S. 141

4 Vgl. Paracelsus: Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus. (Anm. 1), S.16f.

5 Fouqué, Friedrich de la Motte: Undine. Eine Erzählung. Hrsg. von Walter Ziesemer. Stuttgart: Reclam, 1985, S. 15

6 Bachmann, Ingeborg: Undine geht. Das Gebell. Ein Wildermuth. Nachbemerkung von Bode, Dietrich. Stuttgart: Reclam jun., (Reclam UB, 8008), 1998, S. 3

7 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 5

8 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 5

9 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 5-6

10 Fromm, Erich: Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. München, 1979, S. 73 ff

11 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 11

12 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 10-11

13 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 11

14 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4

15 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 6

16 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 8-9

17 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 8

18 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 7

19 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 6

20 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 9

21 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 3

22 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 12

23 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 3

24 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4

25 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 8

26 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 3

27 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 5

28 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4

29 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4, 9

30 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 7

31 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4

32 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 8

33 Irigaray, Luce: Speculum. Spiegel des anderen Geschlechts. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1980

S. 242

34 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 4

35 Vgl. Bachmann, Ingeborg: Undine geht. (Anm. 6), S. 12

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Betrachtungen von Variationen des Undine-Motives in der Literatur
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,0-1,3
Autor
Jahr
1999
Seiten
16
Katalognummer
V100868
Dateigröße
366 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Was sagt ihr dazu?
Schlagworte
Betrachtungen, Variationen, Undine-Motives, Literatur
Arbeit zitieren
Antje Ludwig (Autor), 1999, Betrachtungen von Variationen des Undine-Motives in der Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100868

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