Der Vorleser von Bernhard Schlink


Hausarbeit, 2002

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Lektüre im fremdsprachlichen Deutschunterricht
2.2. „Der Vorleser“ als Lektüre im DaF-Unterricht
2.3. Einsatz des „Vorlesers“ im DaF-Unterricht
2.3.1. Lerngruppe im Anfängerbereich
2.3.2. Lernergruppe mit fortgeschrittenen Kenntnissen

3. Schlussbetrachtung

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang
5.1. Anhangverzeichnis
5.2. Unterrichtsmaterial

1. Einleitung

„Das ist das Buch, auf das wir so lange gewartet haben, ohne es zu wissen.“[1]

So und ähnlich klingen die Stimmen, wenn über den Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink gesprochen wird. Es handelt sich um ein Stück Nachkriegsliteratur, welches es nicht nur in Deutschland, sondern auch international zu Anerkennung gebracht hat. In nunmehr 25 Sprachen übersetzt erfreut sich „Der Vorleser“ jährlich immer größerer Beliebtheit, und das, obwohl neuere deutsche Literatur ansonsten nicht auf internationalen Bestseller-Listen erscheint.

Diese Arbeit wird sich damit beschäftigen, den Roman als Unterrichtsgrundlage für fremdsprachlichen Deutschunterricht darzustellen.

Zunächst wird herausgearbeitet, warum die Lektüre fremdsprachlicher Literatur in DaF-Unterricht generell sinnvoll ist. Dann wird gezeigt, aus welchem Grund gerade „Der Vorleser“ als Klassenlektüre geeignet ist, woraus sich ergibt, in welcher Form der Roman in den Unterricht einbezogen werden kann. Hierbei werden sowohl Interpretationsansätze, als auch mögliche Aufgabenstellungen gegeben.

Vielfältige Darstellungsweisen und Arbeitsmethoden ermöglichen den Einsatz des Romans in verschiedenen Stufen des Spracherwerbs. .

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie aus „Der Vorleser“ eine Unterrichtsreihe im DaF-Unterricht entstehen kann, die den Deutsch-Lernenden sowohl die deutsche Sprache, traditionelle und moderne Interpretationsmethoden, aber auch ein gutes Beispiel deutscher Literatur nahe bringt. Im Idealfall soll dies im Rahmen eines sehr kommunikativen Unterrichts geschehen.

2. Hauptteil

2. 1. Lektüre im fremdsprachlichen Deutschunterricht

Das Lesen ist ein wesentlicher Bestandteil des Spracherwerbs. Die Lektüre von fiktionalen Texten fördert diesen Prozess in verschiedener Hinsicht. Das Verständnis des Textzusammenhangs in Verbindung mit sprachlichen Phänomenen regt Kommunikation an.

„Doch das Gespräch mit einem fremdsprachlichen Text will gelernt sein. Zumal dann, wenn der Leser einem anderen gesellschaftlichen und kulturellen Raum angehört als dem, der im Text vorkommt, denn seine Wahrnehmung, seine Erwartung und sein Verstehen sind möglicherweise an anderen literarischen Verfahrensweisen der Gesprächsführung und Sinnbildung geschult als an denen, die der Text enthält.“[2]

Die Auswahl des Textes ist somit entscheidend für den Verlauf des Unterrichts.

Geeignet sind Texte, die auf der einen Seite typische Merkmale der deutschen Kultur widerspiegeln, auf der anderen Seite aber so gehalten sind, dass es zwar einer gewissen Vorbereitung bedarf, diese allerdings nicht so aufwendig ausfallen darf, dass die Lektüre selbst in den Hintergrund tritt.

Hinter all dem steht das oberste Ziel, dass der Schüler den Text versteht.

„Um einen Text zu verstehen, muß ein Leser diesen Wirklichkeitszusammenhang erfassen. Dazu braucht er wiederum ein Wissen über die Sprache, über Texte und über die Welt.“[3]

Die Themenwahl stellt oft ein Problem dar. Bei einer Lernergruppe, die sehr international ist und deren Mitglieder nicht einer Alterstufe angehören, ist diese umso größer, als dass die Interessen stark divergieren.

2.2 „Der Vorleser“ als Lektüre für den DaF-Unterricht

Bernhard Schlink hat in seinem Roman Themen angesprochen, die zwar typisch deutsch sind, wie z. B. die Schuldfrage im Nationalsozialismus, die aber international auf Interesse stoßen, besonders, wenn sich jemand in der Spracherwerbsphase des Deutschen befindet. Die Auseinandersetzung mit jüngerer deutscher Geschichte kann dazu führen, dass Vorurteile und Ressentiments, die zweifellos in vielen Ländern und Kulturen der Welt bestehen, abgebaut werden können. Die teilweise unzureichenden Kenntnisse über den Nationalsozialismus, die zweifelsohne auch in jüngeren Generationen in Deutschland vorhanden sind, werden verändert und ergänzt.

[...]


[1] Stölzl, C.: Ich hab’s in einer Nacht ausgelesen; aus „Die Welt“ 13.11.99

[2] Ehlers, S.: Lesen als Verstehen; Berlin, 1999, S. 26.

[3] Ehlers, S.: Lesen als Verstehen; Berlin, 1999, S. 8.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Vorleser von Bernhard Schlink
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Romane nach 1945 und ihre Rezeption im Ausland: Grass, Schlink, Becker
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
22
Katalognummer
V10088
ISBN (eBook)
9783638166232
Dateigröße
848 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Untertitel: Der Roman als Unterrichtsgrundlage für fremdsprachlichen Deutschunterricht in zwei verschiedenen Lernphasen. Der umfangreiche Anhang ist leider nicht vollständig enthalten, da es sich z.T. um Kopien handelte. Durch Verweise zum Literaturverzeichnis sind diese Materialien jedoch gut zu finden.
Schlagworte
DaF; Vorleser; Schlink
Arbeit zitieren
Conny Schibisch (Autor), 2002, Der Vorleser von Bernhard Schlink, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10088

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