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Osteuropäische Care-MigrantInnen in der häuslichen Altenpflege. Herausforderungen der Versorgungslücke

Título: Osteuropäische Care-MigrantInnen in der häuslichen Altenpflege. Herausforderungen der Versorgungslücke

Trabajo Escrito , 2019 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Ana Rudolphi (Autor)

Ciencias de la enfermería - Cuidados a ancianos
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In dieser Arbeit wird auf die häusliche Pflegesituation von pflegebedürftigen alten Menschen durch Angehörige, ambulante Pflegedienste und Care-Migranten*innen eingegangen. Außerdem wird die Lebenssituation der Care-Migrant*innen, die nicht immer einfach und fair ist, beschrieben.

Der demografische Wandel in Deutschland lässt deutlich höhere Zahlen älterer und besonders hochbetagter Menschen, die Zuhause gepflegt werden wollen, erwarten. Erfahrungs-gemäß wird diese Gruppe immer mehr Unterstützung und Pflege benötigen. Gleichzeitig wird die Gesamtbevölkerung abnehmen, also auch die Zahl der Pflegekräfte.

Die personelle Versorgungslücke zwischen der Verfügbarkeit von Pflegekräften und dem Bedarf stellt unser Gesundheitssystem schon jetzt vor sehr große Herausforderungen und diese Lücke wird dramatisch weiterwachsen. Für Deutschland ist dieses Thema daher von brisanter Wichtigkeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methode

3 Demografischer Wandel und Versorgungslücke

4 Häusliche Altenpflege

4.1 Häusliche Altenpflege durch pflegende Angehörige

4.2 Altenpflege durch ambulante Pflegedienste

4.3 Häusliche Altenpflege mit Unterstützung durch Ostmigrant*innen

5 Diskussion

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Herausforderung der häuslichen Altenpflege in Deutschland angesichts des demografischen Wandels und der wachsenden personellen Versorgungslücke. Im Fokus steht die Forschungsfrage, inwieweit osteuropäische Care-Migrant*innen diese Lücke schließen können und wie sich ihre Lebenssituation in den deutschen Privathaushalten sowie deren soziale Konsequenzen darstellen.

  • Demografischer Wandel und die resultierende Versorgungslücke im Pflegesektor
  • Die drei Säulen der häuslichen Pflege: Angehörige, Pflegedienste und Care-Migrant*innen
  • Strukturelle Bedeutung und Arbeitsbedingungen von Care-Migrant*innen in Deutschland
  • Soziale Folgen der Migration für die betroffenen Familien und die Migrant*innen selbst
  • Diskussion politischer Handlungsbedarfe zur Verbesserung der Pflegesituation

Auszug aus dem Buch

4.3 Häusliche Altenpflege mit Unterstützung durch Ostmigrant*innen

Durch den steigenden Dienstleistungsbedarf älterer Menschen und fehlende Pflegefachkräfte in Deutschland kommen immer mehr osteuropäische Care-Migrant*innen in private Haushalte, die dadurch zu Arbeitsplätzen werden. Seit der EU-Osterweiterung und der Arbeitnehmerfreizügigkeit ist für alle Europäer das legale Arbeiten in ganz Europa möglich (vgl. Bundesinnenministerium 2019). Für das deutsche Pflegesystem bringen Care Migrant*innen eine strukturelle Entlastung in der häuslichen Versorgung! Sie sichern in Familien, die es sich leisten können, als Ersatzperson den Hilfebedarf während der Abwesenheit eines Familienmitglieds. (vgl. Böning, Steffen 2014, S. 8) Eine Expertenschätzung für Care-Migrant*innen in Deutschland liegt bei 100.000 bis 200.000 beschäftigter Osteuropäer*innen (vgl. Emonds 2016, S. 201). Es gibt neuere Schätzungen von sogar 300.000 bis zu 500.000 Care-Migrant*innen (vgl. Jensen 2018). So wird in der Versorgung alter Menschen im Haushalt von drei Säulen gesprochen, die die Struktur der Versorgung darstellen.

Diese hohen Zahlen der Beschäftigung von osteuropäischen Care-Migrant*innen in Deutschland sind jedoch bisher ein ‚Blinder Fleck‘ im Pflegesystem sowie im Beschäftigungssystem. (vgl. Böning, Steffen 2014, S. 8)

Die Defizite in der häuslichen Altenpflege, notwendige Dienstleistungen und entsprechende Dienstleister zur Verfügung zu stellen, sind ein großes gesellschaftliches Problem. Dieses wichtige Thema findet trotzdem wenig Beachtung in der Öffentlichkeit. Bei einer kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE an den Präsidenten des Deutschen Bundestag nach der Zahl sogenannter Live-in Pflegekräfte (sie leben im Haushalt der Pflegebedürftigen, sind meist Frauen und stammen aus Osteuropa, die Mehrheit aus Polen) in Deutschland, lautet die Antwort, es lägen keine Erkenntnisse über Agenturen zur Vermittlung von 24-Stunden-Pflegekräften vor (vgl. Deutscher Bundestag 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hier wird der demografische Wandel als Ursache für die zunehmende Versorgungslücke in der häuslichen Altenpflege identifiziert und das Thema der Care-Migration als Lösungsansatz eingeführt.

2 Methode: Die Autorin beschreibt die Durchführung einer Literaturrecherche in Datenbanken wie dem OPAC der Alice Salomon Hochschule sowie die Auswertung relevanter Studien und Online-Quellen.

3 Demografischer Wandel und Versorgungslücke: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zur Alterung der Gesellschaft und zeigt auf, dass das Angebot an einheimischen Pflegekräften den wachsenden Bedarf zukünftig nicht decken kann.

4 Häusliche Altenpflege: Es wird die Differenzierung in pflegende Angehörige, ambulante Dienste und osteuropäische Unterstützung vorgenommen, wobei die jeweiligen Belastungen und strukturellen Rahmenbedingungen beleuchtet werden.

5 Diskussion: Die Autorin kritisiert die mangelnde politische Aufmerksamkeit, beleuchtet die prekären Arbeitsverhältnisse der Care-Migrant*innen und fordert Strukturreformen sowie eine bessere soziale Absicherung.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird festgestellt, dass Care-Migrant*innen zwar eine enorme Entlastung bieten, das System jedoch grundlegend reformiert werden muss, um eine faire und qualitativ hochwertige Pflege sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Demografischer Wandel, Häusliche Altenpflege, Versorgungslücke, Care-Migrant*innen, Osteuropa, Pflegende Angehörige, Ambulante Pflegedienste, Arbeitsmarkt, 24-Stunden-Betreuung, Pflegeversicherung, Soziale Folgen, Lebenssituation, Arbeitsbedingungen, Strukturreform, Gesundheitssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die häusliche Pflegesituation von alten Menschen in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Bedeutung von osteuropäischen Care-Migrant*innen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die personelle Versorgungslücke im Pflegesektor, die drei Säulen der häuslichen Pflege sowie die Lebenssituation und Arbeitsbedingungen von osteuropäischen Hilfskräften.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit osteuropäische Care-Migrant*innen die Versorgungslücke schließen können und wie sich ihre Lebenssituation in Deutschland und ihren Heimatländern gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, inklusive der Analyse von Fachberichten, statistischen Daten und Internetquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des demografischen Wandels, die Untersuchung der drei Versorgungsformen der häuslichen Altenpflege und eine detaillierte Diskussion der politischen sowie sozialen Defizite.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Care-Migration, Versorgungslücke, Demografischer Wandel, Häusliche Altenpflege und Arbeitsbedingungen.

Was bedeutet der Begriff „dritte Säule“ in dieser Arbeit?

Die „dritte Säule“ bezeichnet die osteuropäischen Care-Migrant*innen, die neben den pflegenden Angehörigen und den ambulanten Pflegediensten zunehmend einen festen Bestandteil der häuslichen Versorgung bilden.

Warum wird die Situation der Care-Migrant*innen als „Blinder Fleck“ bezeichnet?

Die Autorin bezeichnet die Care-Migrant*innen so, weil trotz ihrer hohen Anzahl und Bedeutung für das Pflegesystem bisher kaum valide Daten vorliegen und das Thema politisch sowie öffentlich vernachlässigt wird.

Welche sozialen Probleme entstehen laut der Autorin für die Herkunftsländer?

Ein zentrales Problem sind die sogenannten „Eurowaisen“ – Kinder, deren Eltern im Ausland als Pflegekraft arbeiten, was oft zu schlechten schulischen Leistungen und frühen Verhaltensauffälligkeiten führt.

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Detalles

Título
Osteuropäische Care-MigrantInnen in der häuslichen Altenpflege. Herausforderungen der Versorgungslücke
Universidad
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Curso
Wissenschaftliches Arbeiten
Calificación
1,0
Autor
Ana Rudolphi (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
18
No. de catálogo
V1009365
ISBN (Ebook)
9783346387677
ISBN (Libro)
9783346387684
Idioma
Alemán
Etiqueta
polnische Haushaltshilfen demografischer Wandel Versorgungslücke häusliche Altenpflege Angehörigenpflege Pflege durch Ostmigrantinnen Pflege durch ambulante Pflegedienste
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ana Rudolphi (Autor), 2019, Osteuropäische Care-MigrantInnen in der häuslichen Altenpflege. Herausforderungen der Versorgungslücke, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009365
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