Die Navigation im 15. Jahrhundert


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
2 Seiten

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Navigation im 15. Jahrhundert

Wenn man das Wort NAVIGATION im Duden Nachschlägt, findet man darunter den Bericht: "Kurs und Standortbestimmung in der See und Luftfahrt, auch soviel wie Einhaltung des gewählten Kurses. Hilfsmittel der Navigation waren ursprünglich Karten, Uhr, Kompass und Standortbestimmung der Gestirne. Aus dem lateinischen übersetzt bedeutet Navigation: Schifffahrt.

FOLIE MIT SCHIFFSTEILEN

(POSTER)Schon lange vor dem 15. Jahrhundert wurde die Hanse gegründet, welche ein Bund mit über 90 Häfen war. Ihren Seehandel bewältigten sie mit der Kogge. Dieses bauchige Schiff hatte vorne und hinten Kastelle, das heisst Aufbauten, von denen aus die Verteidigung gegen Feinde leichter war. Sie war das erste Schiff mit einem Heckruder(man kann es sehen hinten). Ein solches Schiff wurde einmal bei Bauarbeiten zufällig entdeckt und ausgebuddelt, es war 23 m lang, 7,7 m breit und konnte 84 t laden! Im 15. Jahrundert wurde die Kogge jedoch durch den Holk verdrängt, weil dieser etwas geräumiger war. Nach 1450 kamen nochmals zwei wichtige Erneuerungen auf, erstens wechselte man von der Klinkerbauweise auf die Kraweelbauweise um. Bei der Klinkerbauweise überlappten sich die äusseren Planken, bei der Kraweelbauweise wurden die Bretter so angeordnet, dass sie stumpf aueinanderstossen(an Wandtafel malen).

Ausserdem rüstete man die Schiffe nun stets mit drei Masten aus. Die beiden vorderen Segel waren wie herkömmlich viereckig, am hinteren Mast war jedoch ein dreieckiges Lateinersegel befestigt. Dadurch war die Manövrierfähigkeit bedeutend besser, denn sie ermöglichte, durch kreuzen gegen den Wind zu segeln.

Die eigentliche Epoche der Seeschifffahrt begann jedoch erst später. Es wurde ein neuer Schiffstyp entwickelt, die Karavelle. Auch sie erhob sich vorn und achtern, womit die Besatzung vor Spritzwasser und Brechern geschützt war. Eine Karavelle die man fand, war 24 m lang, 8 m breit und konnte 100 t laden, also nochmals 16 t mehr als die älteren Koggen. Die grösseren Ausführungen der Karavelle werden als Karacke bezeichnet. Dieser Schiffstyp blieb bis ins 16. Jahrhundert vorherrschend, und unter machte anderem auch Kolumbus seine Entdeckungsreisen damit.

NAVIGATIONSINSTRUMENTE

Auch schon viel früher als im 15. Jahrhundert benötigte man gewisse Navigationsgeräte, um ohne Probleme segeln zu können.

Zum Beispiel musste man die tiefe des Wassers kennen, um nicht mit dem Kiel auf dem Grund stecken zu bleiben. Für dieses Problem erfand man das Lot. Es besteht aus einem Bleigewicht und einer Messleine zur Feststellung der Wassertiefe. Man lässt dieses Bliegewicht am Seil ins Wasser, und wenn man merkt dass das Gewicht auf den Grund aufstösst, sieht man an Markierungen, wie tief das Wasser an dieser Stelle ist.

Das Gerät, mit dem man die Geschwindigkeit misst heisst fasst gleich, nähmlich Log.Auch für die Fahrtmessung erfand man schon ziemlich früh ein Instrument: das Log. Es besteht aus einem flachen Holzstück das Logscheit heisst und die Form eines Kreisausschnitts hat. Es war an einer Logleine angebracht. Man warf den Logscheit über Bord und wartete 28 s, die man mit einer Sanduhr mass. Dann schaute man an der Logleine, wie weit sich das Schiff von dem Logscheit entfernt hat, und zog den mit der Leine wieder an Bord.

Die Astronomische Standortbestimmung auf See beginnt im 15. Jahrhundert. Das Astrolobium ist ein solches Instrument. Es besteht aus einem freihängenden Ring mit Gradainteilungen. Durch einen Zeiger werden Sonne oder Sterne beobachtet, und am Kreisbogen kann deren Höhe abgelesen werden.

Wie beim Astrolobium kann auch beim Jakobsstab die Höhe der Sonne ablesen. Der Jakobsstab ist aus einem Messlineal und drei Stäben verschiedener Längen zusammengesetzt. Ein Stab wird im rechten Winkel auf einer Skala so verschoben, dass das eine Ende auf den Horizont, das andere auf die Sonne zeigt. An einer Skala kann man dann die Sonnenhöhe ablesen.

KOMPASS: Die älteste gesicherte Erwähnung des Kompasses findet sich bei einem schottischen Mönch 1187. Er beschreibt, dass bei schlechter Sicht ein Magnetstein in ein Stück Schilfrohr auf Wasser in ein Gefäss gelegt wurde, so dass dieses Stück Rohr schwammund mit einem Ende die Nordrichtung anzeigte. Einen solchen Kompass nennt man Schwimmkompass. Das Gegenteil dazu ist der Trockenkompass, ein an einer Spitze befestigter Magnetstein. Es gibt viele verschiedene Kompasse, z.B. den Magnetkompass, den Kreiselkompass und viele weitere. Aber wenn sie auch noch so verschieden aussehen, im Grossenund ganzen funktioniern alle gleich. Der Kompass macht sich zu Nutze, indem ein Stück Magnet immer nach Norden zeigt. So kann man daraus problemlos auch die anderen Himmelsrichtungen ableiten.

BESATZUNG AN SCHIFFEN

Die sogenannnte Flotte besteht aus fünf alten schäbigen Schiffen. Die Flotte ist eine Gesamtheit der Handelsschiffe , die zu einem Staat gehören. Alvaro da Costa,ein portugiesischer Gesandter aus Spanien hat einmal gesagt, dass er auf keinem dieser Schiffe auch nur bis zu den kanarischen Inseln fahren wolle, weil das Holz ihrer Spanten morsch sei. ( Spante ist Schiffsrippe).

Die Armada Kaiser Karls V., befehligt vom Generalkapitän Magellan, bestand bei der Abfahrt von S. Lucar aus fünf Schiffen. Das Schwerste war 120 Tonnen schwer und mass 32 Meter. Die Breite betrug 10 Meter. Das Leichteste hatte 75 Tonnengehalt und war 20 Meter lang . Hier betrug die Breite 7 Meter.

Man sieht hier die Besatzung der 5 Schiffe. Sogar Priester oder Polizisten hatten hier ihre Stellung. Im Gegensatz zu heute ist die Zahl der Besatzung sehr hoch ! (FOLIE)

Die meisten Expeditionsteilnehmer waren Spanier ; es fuhren aber auch eine Reihe von Ausländern mit unter anderem ungefähr 2 Griechen ,37 Portugiesen oder 10 Franzosen.

Um eine Expedition zu starten brauchten sie natürlich Kompasse und Seekarten. Auch an Bord befanden sich unter anderem Uhren ,Sanduhren und eine Weltkarte, hölzerne Quadranten und Astrolabien und metallene Astrolabien. Man sieht also ,dass so eine Expedition eine lange Vorplanung enthält,mit den ganzen Schiffen und deren Ausrüstung.

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Details

Titel
Die Navigation im 15. Jahrhundert
Autor
Jahr
2001
Seiten
2
Katalognummer
V100939
Dateigröße
326 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Navigation, Jahrhundert
Arbeit zitieren
Annette Fromm (Autor), 2001, Die Navigation im 15. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100939

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