Aufgrund der aktuellen Lage ist es notwendig, dass Unternehmen ein Konzept entwickeln, dass ihnen hilft, sowohl intern als auch extern eine transparente Kommunikation zu gewährleisten und dass es ihnen ermöglicht, ihre Prozesse dementsprechend anzupassen: Ein Geschäftsmodell. Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer Variante eines Geschäftsmodells und stellt den Bezug zur Praxis durch die Veranschaulichung an dem fiktiven Unternehmen “Campini” dar. Im ersten Teil wird erläutert, wie das Unternehmen aufgebaut ist, welchen Nutzen es hat und wie es Erträge erwirtschaftet. Im zweiten Teil wird dann betrachtet, welche Personengruppen es beachten sollte.
Ein Unternehmen zu führen heißt, sich immer neuen Herausforderungen zu stellen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass die Anforderungen, die an Unternehmen in der heutigen Zeit gestellt werden, immer höher werden und sich im Wandel der Gesellschaft immer wieder verändern oder weiterentwickeln. Völlig unterschiedliche Personengruppen erwarten ein bestimmtes Verhalten, eine bestimmte Linie, die das Unternehmen verfolgt, weil sie es aus ihrer Sicht für richtig halten. Dieses Phänomen bedeutet für viele Gründer und Gründerinnen im Alltag, dass sie jede ihrer Handlungen bedacht wählen müssen, da sie es am Ende sind, die die Verantwortung für den Erfolg des Unternehmens tragen. Und dieser wird – zumindest im Bereich gewinnorientierten Wirtschaftens – maßgeblich von externen Personen und anderen Organisationen beeinflusst. Allen voran die Kunden, die entscheiden, ob ein Unternehmen überhaupt eine Daseinsberechtigung hat oder ob es nur einen weiteren zum Scheitern verurteilten Versuch darstellt, sich neben bereits bestehenden und etablierten Konkurrenten zu behaupten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff des Geschäftsmodells sowie der Stakeholder
3. Das Geschäftsmodell der Firma Campini
3.1 Die Eckdaten des Unternehmens
3.2 Das Geschäftsmodell anhand der “Business Model Canvas”
3.3 Die potenziell relevanten Anspruchsgruppen der Firma Campini
4. Diskussion
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen von Geschäftsmodellen sowie die Bedeutung von Stakeholdern. Ziel ist es, diese Konzepte anhand des fiktiven Unternehmens „Campini“ in der Praxis anzuwenden und zu veranschaulichen, wie eine strategische Unternehmensführung durch diese Instrumente unterstützt werden kann.
- Grundlagen des Geschäftsmodells und die Anwendung der "Business Model Canvas".
- Vertikale Diversifikation und Wertschöpfungsarchitektur in der Praxis.
- Analyse potenziell relevanter Anspruchsgruppen mittels Stakeholder-Ansatz.
- Bedeutung von Branding und Internationalisierung für den Unternehmenserfolg.
- Diskussion über die praktische Nützlichkeit theoretischer Managementinstrumente.
Auszug aus dem Buch
3.2 Das Geschäftsmodell anhand der “Business Model Canvas”
Im Mittelpunkt jeder Organisation steht das Nutzenversprechen. Campini bietet seinen Kunden hochwertige Ausstattungen für den Camping- und Caravan-Bereich und möchte damit den Nutzern ihrer Produkte und Dienstleistungen ermöglichen, in der Natur zu übernachten und dies möglichst bequem und problemfrei gestalten zu können.
Neben diesem “Business to Customer”-Service stellt Campini im “Business to Business”-Bereich außerdem Produkte für die Ausrüster in dieser Branche zur Verfügung, weswegen fraglich ist, ob das Unternehmen nicht sogar mehrere Geschäftsmodelle betreibt, die sich lediglich durch den Themenbereich ergänzen. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass die angesprochenen Erstausrüster lediglich die “Mittelmänner” sind, die die Produkte der Firma im zweiten Schritt an die Endkunden weiterverkaufen, werden die übrigen Bereiche des Geschäftsmodells in seiner Gesamtheit betrachtet. Der Vertriebsweg über sogenannte “Original Equipment Manufacturer” ist dabei nur eine strategische Entscheidung, die die Nachfrage diversifiziert und damit den Gewinn der Organisation erhöht.
Campini zeichnet sich neben der hohen Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen durch eine kontinuierliche Verbesserung und Optimierung ihres Portfolios aus und positioniert sich in Bezug auf den Wettbewerb als Pionier. Immer neue Innovationen ermöglichen es dem Unternehmen als “First Mover” zu agieren und dadurch eine Monopolstellung zu erlangen, bevor Wettbewerber ähnliche oder gar gleiche Leistungen anbieten können. Zudem unterscheidet sich das Angebot neben dieser Einzigartigkeit wie bereits beschrieben durch einen hohen Qualitätsmaßstab. Die Organisation schafft es also, Leistungen für ihre Kunden nicht nur besser, sondern auch anders anzubieten und kann so möglichst viele Kunden an sich binden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen an Unternehmen im gesellschaftlichen Wandel und führt die Notwendigkeit von Geschäftsmodellen als Führungsinstrument ein.
2. Der Begriff des Geschäftsmodells sowie der Stakeholder: Dieses Kapitel definiert Geschäftsmodelle und stellt die "Business Model Canvas" nach Osterwalder und Pigneur sowie den Stakeholder-Ansatz als theoretische Grundlagen vor.
3. Das Geschäftsmodell der Firma Campini: Hier erfolgt die praktische Analyse der Firma Campini hinsichtlich ihrer Eckdaten, ihres Geschäftsmodells mittels "Business Model Canvas" und der relevanten Anspruchsgruppen.
4. Diskussion: Dieser Abschnitt hinterfragt die Nützlichkeit theoretischer Managementkonstrukte wie der "Business Model Canvas" für die reale Unternehmenspraxis.
5. Ausblick: Der Ausblick resümiert die Bedeutung kontinuierlicher Modellanalyse für den langfristigen Erfolg in einem dynamischen, digitalisierten Marktumfeld.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodell, Business Model Canvas, Stakeholder, Unternehmensführung, Wertschöpfungskette, Campini, Campingbranche, Innovation, Branding, Wettbewerbsvorteile, Internationalisierung, Nutzenversprechen, Kundensegmente, Strategie, Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Anwendung von Geschäftsmodellen zur Unternehmensführung am Beispiel des fiktiven Unternehmens Campini.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die Strukturierung von Geschäftsmodellen, die Identifikation und Analyse von Stakeholdern sowie die strategische Positionierung eines Unternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Veranschaulichung, wie theoretische Instrumente wie die "Business Model Canvas" und die Stakeholder-Matrix helfen, komplexe Unternehmensprozesse zu strukturieren und fundierte Managemententscheidungen zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine modellbasierte Analyse angewandt, die durch Literaturrecherche und die Anwendung betriebswirtschaftlicher Frameworks auf ein fiktives Unternehmensszenario gestützt ist.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil analysiert die Eckdaten, das Geschäftsmodell und die Anspruchsgruppen der Firma Campini durch die Anwendung der "Business Model Canvas" und einer Stakeholder-Matrix.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschäftsmodell, Business Model Canvas, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil und Wertschöpfungskette.
Wie unterscheidet sich Campini von der Konkurrenz?
Campini positioniert sich als Pionier und "First Mover" durch hohe Innovationskraft, Qualität und eine vertikalisierte Wertschöpfungskette, was eine starke Alleinstellung ermöglicht.
Warum ist die Analyse der Stakeholder für Campini so wichtig?
Da das Unternehmen in einem komplexen Umfeld agiert, hilft die Stakeholder-Analyse dabei, Interessenskonflikte zu managen und die Bedürfnisse kritischer Gruppen wie Mitarbeiter und Kunden optimal zu bedienen.
- Arbeit zitieren
- Valentin Rübensal (Autor:in), 2020, Management im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009463