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Die Niedrigzinsphase. Chance oder ein Risiko für das Anlageverhalten von Privatkunden in Deutschland?

Titel: Die Niedrigzinsphase. Chance oder ein Risiko für das Anlageverhalten von Privatkunden in Deutschland?

Bachelorarbeit , 2020 , 194 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Patrick Muckenauer (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Bachelor-Thesis ist es, die Frage zu beantworten: Ist die Niedrigzinsphase eine Chance oder ein Risiko für das Anlageverhalten von Privatkunden in Deutschland?

Um die Hintergründe näher zu beleuchten, werden die nachfolgenden Subfragen gestellt: Passt der Privatkunde in Deutschland seine Anlagestrategie zukünftig an die geänderten Rahmenbedingungen an, und verhält er sich somit rational? Beeinflussen Strafzinsen das Anlageverhalten? Beeinflussen rechtliche Rahmenbedingungen das Anlageverhalten? Zur Beantwortung dieser Fragen wird die Methode der qualitativen Forschung und zur Erhebung der Daten problemzentrierte und halbstrukturierte Leitfadeninterviews verwendet. Die Stichprobenziehung erfolgt bewusst und ist kriteriengeleitet. Im Blickpunkt stehen Erwachsene im Alter zwischen 35 und 64 Jahren. Die Stichprobe setzt sich aus sechs Teilnehmern, jeweils zur Hälfte männlich und weiblich, zusammen. Die Niedrigzinsphase kann als Chance für die deutschen Sparer verstanden werden, da eine Anpassung der Anlagestrategie erfolgt, und sich durch Strafzinsen das Anlageverhalten zwar ändern würde, nicht jedoch die Risikobereitschaft an sich, und die rechtlichen Rahmenbedingen gen keinen Einfluss auf das Anlageverhalten haben. Der Aufbau einer effektiven Finanzbildung für die Bürger, das passende Maß einer regulatorischen Dokumentation oder vertrauensbildende Maßnahmen seitens der Banken sind Beispiele, die es in der Zukunft anzugehen gilt. Spannend ist außerdem der mögliche Aufbau einer gesetzlichen Wertpapieranlage als Teil der Altersvorsorge.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel der Bachelor-Thesis

1.3 Vorgehensweise

1.4 Abgrenzungen

1.5 Motivation

2. Forschungstheoretischer Hintergrund

2.1 Portfolio-Selection-Theorie

2.2 Prospect-Theory

2.2.1 Verhaltensanomalien

2.2.2 Milderung der Effekte

2.3 Zinspolitik

2.4 Rechtliches

2.5 Stand der Forschung

2.6 Theoriebildung

2.7 Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems

3. Material und Methoden

3.1 Art der Forschung

3.2 Festlegung des Forschungsdesigns

3.3 Definition des Untersuchungsfelds und der Stichprobenziehung

4. Datenerhebung

4.1 Vorbereitung

4.1.1 Bildung des Kategoriensystems

4.1.2 Überlegungen zu forschungsethischen Fragestellungen

4.1.3 Entwicklung des Interviewleitfadens

4.1.4 Pre-Test

4.2 Durchführung und Datenerfassung

4.2.1 Auswahl des Samples

4.2.2 Durchführung der Interviews

4.2.3 Transkription

4.2.4 Codierung

5. Ergebnisse und Interpretation

5.1 Beschreibung der Stichprobe

5.2 Ergebnisse

5.3 Interpretation des Kategoriensystems

5.4 Zusammenfassung und neue Ansätze

6. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Bachelor-Thesis besteht in der Analyse des Anlegerverhaltens von Privatkunden in Deutschland im Kontext der Niedrigzinsphase der EZB. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Niedrigzinsphase eine Chance oder ein Risiko für dieses Anlageverhalten darstellt und inwiefern rationale Entscheidungen, Strafzinsen sowie rechtliche Rahmenbedingungen Einfluss auf das Handeln der Anleger nehmen.

  • Analyse des Anlageverhaltens unter Niedrigzinsbedingungen
  • Einfluss von Strafzinsen auf die Risikobereitschaft privater Anleger
  • Auswirkungen regulatorischer Anforderungen (z.B. MiFID II, PRIIPs)
  • Untersuchung verhaltensökonomischer Aspekte (z.B. Prospect-Theory)
  • Relevanz von Vertrauen und Finanzbildung bei Anlageentscheidungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Portfolio-Selection-Theorie

Markowitz erläutert mit der Portfolio-Selection-Theorie die Beobachtbarkeit und Sinnhaftigkeit von Diversifizierung. Andere Verhaltensregeln, die sich nicht auf das Thema Diversifizierung gründen, sind seiner Ansicht nach abzulehnen. Unter Vernachlässigung von Marktunvollkommenheiten wird ein Investor immer das Wertpapier bevorzugen, das aus seiner Sicht die höchste zu erwartende Rendite verspricht bzw. jenes mit dem höchsten Diskontierungssatz.

Bei einem Portfolio aus mehreren Wertpapieren ist jede Kombinationsmöglichkeit genauso gut wie die anderen möglichen Kombinationen. Ein Investor sollte dementsprechend das Portfolio auswählen, das die höchste zu erwartende Rendite bei gleichzeitig niedrigster Varianz ausweist. Diese Auswahl entspricht der sogenannten E-V-Hypothese von Markowitz. Der Investor kann die erwartete Rendite eines Portfolios steigern, indem er Varianz in Kauf nimmt, oder aber durch Verzicht auf Rendite, die eine Varianzverringerung herbeiführt. Durch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten von Varianz und Ertrag lassen sich somit für den Anleger verschiedene Portfoliozusammensetzungen generieren, aus denen er die für sich geeignete auswählt.

Somit lässt sich durch dieses Verhalten eine Investition nach der eben beschriebenen Regel von einer Spekulation abgrenzen. Allerdings besteht trotzdem die Möglichkeit, dass sich ein Wertpapier welches sich durch eine geringe Varianz und eine extrem hohe Rendite auszeichnet und somit ein nicht diversifiziertes Portfolio darstellt, das auf einem Minimum an Varianz und ein Maximum an Rendite beruht. Markowitz E-V-Hypothese zeigt somit auf, dass Diversifizierung angemessen ist und dies durch die gewählte Form auch die richtigen Gründe und Motive aufweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläuterung der Problemstellung, Zielsetzung und Motivation der Arbeit vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase.

2. Forschungstheoretischer Hintergrund: Definition relevanter Begriffe und Darstellung theoretischer Modelle wie der Portfolio-Selection-Theorie und der Prospect-Theory.

3. Material und Methoden: Darlegung der gewählten qualitativen Forschungsmethode und des Forschungsdesigns zur Beantwortung der Forschungsfrage.

4. Datenerhebung: Beschreibung der Vorbereitung, Durchführung der Leitfadeninterviews, Transkription und Codierung der gewonnenen Daten.

5. Ergebnisse und Interpretation: Präsentation der Studienergebnisse, Beschreibung der Stichprobe und Interpretation des Kategoriensystems.

6. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Vorgehensweise und den gewonnenen Erkenntnissen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Niedrigzinsphase, Anlageverhalten, Strafzinsen, Rechtliche Rahmenbedingungen, Privatkunden, Portfolio-Selection-Theorie, Prospect-Theory, Behavioral Finance, MiFID II, Anlegerschutz, Risikoaversion, Vermögensaufteilung, Finanzbildung, Vertrauen, Qualitative Inhaltsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die anhaltende Niedrigzinsphase in Deutschland auf das Anlageverhalten von Privatkunden auswirkt.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Zentral sind die Auswirkungen von Strafzinsen, die Rolle rechtlicher Rahmenbedingungen sowie verhaltensökonomische Faktoren bei der Geldanlage.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob die aktuelle Niedrigzinsphase für deutsche Privatkunden eher eine Chance oder ein Risiko für ihr Anlageverhalten darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Forschungsmethode, basierend auf problemzentrierten und halbstrukturierten Leitfadeninterviews mit sechs Teilnehmern.

Was umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in einen forschungstheoretischen Hintergrund, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise, die Datenerhebung durch Interviews sowie die Analyse der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Niedrigzinsphase, Anlageverhalten, Strafzinsen, Behavioral Finance und Anlegerschutz.

Wie gehen Teilnehmer mit Strafzinsen um?

Die befragten Teilnehmer versuchen Strafzinsen meist durch Umschichtung auf andere Konten, Bargeldabhebungen oder Investitionen in Sachwerte wie Immobilien zu vermeiden.

Welchen Einfluss haben rechtliche Rahmenbedingungen wie MiFID II?

Die Teilnehmer empfinden die regulatorischen Anforderungen oft als bürokratisch und teils entmündigend, wobei sie sich bei der Beratung eher auf das persönliche Vertrauensverhältnis zum Berater als auf standardisierte Informationsblätter verlassen.

Spielt Vertrauen eine Rolle bei der Anlageentscheidung?

Ja, Vertrauen in den Berater wird von den Teilnehmern als essenzielle Basis für die Zusammenarbeit und die Akzeptanz von Empfehlungen genannt.

Ende der Leseprobe aus 194 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Niedrigzinsphase. Chance oder ein Risiko für das Anlageverhalten von Privatkunden in Deutschland?
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Patrick Muckenauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
194
Katalognummer
V1009536
ISBN (eBook)
9783346384553
ISBN (Buch)
9783346384560
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Niedrigzinsphase Anlageverhalten Strafzinsen Rechtliche Rahmenbedingungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Muckenauer (Autor:in), 2020, Die Niedrigzinsphase. Chance oder ein Risiko für das Anlageverhalten von Privatkunden in Deutschland?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009536
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Leseprobe aus  194  Seiten
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