Auf (insgesamt) 66 Seiten erfolgt zunächst ein Überblick der gesetzlichen Vorgaben der Altersteilzeit. Danach folgt ein Darstellung, wie Alterteilzeit in dem zu untersuchenden Betrieb geregelt ist. Daran anschließend werden anhand von 2 konkreten Praxisbeispielen der Ablauf bzw. die Folgen der Vertragsschließung erläutert. Die Personalplanung wird theoretisch erklärt und mit dem Thema verbunden. Als Fazit wird die Altersteilzeit soziokulturell und fachlich bewertet. Fazit: Eine der bisher seltenen Arbeiten, die Einblick theoretisch sowie praxisbezogen Einblick in die Altersteilzeit sowie die damit im Betrieb verbundenden Planungsarbeiten gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DIE MÜLLER AG
2.1 Der Getränkedosenbereich Central Can Europe
2.2 Das Werk 13 in Hildesheim
3. DAS INSTRUMENT DER ALTERSTEILZEIT
3.1 Die verschiedenen Arbeitszeitmodelle während der Altersteilzeit
3.1.1 Das klassische Halbtagsmodell
3.1.2 Das degressive Modell
3.1.3 Der mehrfache Wechsel zwischen Arbeits- und Freistellungsphase
3.1.4 Das Blockzeitmodell
3.2 Die gesetzliche Regelung der Altersteilzeit
3.2.1 Finanzielle Auswirkungen
3.2.2 Der Aufstockungsbetrag
3.2.3 Das Arbeitsentgelt
3.2.4 Soziale Sicherung
3.2.5 Wiederbesetzung
3.2.6 Förderung durch das Arbeitsamt
3.2.7 Antragsverfahren
4. ALTERSTEILZEIT BEI MÜLLER AG , WERK 13
4.1 Alterspyramide des Werks in Hildesheim
4.2 Regelungen für Beschäftigte der Müller AG
4.3 Merkblatt für Mitarbeiter der Müller AG
4.4 Vorgehensweise bei der Bearbeitung eines Altersteilzeitantrages
4.5 Bewertung der Vorgehensweise Müller AGs in bezug auf Altersteilzeit
4.6 Beschreibung von zwei konkreten Fallbeispielen
4.6.1 Fallbeispiel Altersteilzeit A
4.6.2 Fallbeispiel Altersteilzeit B
4.7 Arbeitszufriedenheit im Motivationsprozeß
4.8 Bewertung der Fallbeispiele
5. PERSONALPLANUNG
5.1 Begriffliche Einordnung der Personalfreisetzung
5.2 Ursachen für Personalfreisetzungsmaßnahmen
5.3 Rechtliche Rahmenbedingungen für Freisetzungsmaßnahmen
5.4 Führen älterer Mitarbeiter
5.5 Altersteilzeit als Instrument zum sozialverträglichen Personalabbau
6. SCHLUßBETRACHTUNG UND PERSPEKTIVE
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendung und Bewertung des Instruments Altersteilzeit bei der Müller AG im Werk 13 in Hildesheim, wobei sowohl gesetzliche und tarifvertragliche Rahmenbedingungen als auch betriebliche Auswirkungen auf die Personalplanung analysiert werden.
- Analyse des Altersteilzeitgesetzes (AtG) und seiner Anwendungsmöglichkeiten.
- Untersuchung der betriebsspezifischen Regelungen und Umsetzungen bei der Müller AG.
- Bewertung der Altersteilzeit als Instrument zur strategischen Personalplanung und zum Personalabbau.
- Evaluation der Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeiter unter Einbeziehung von Motivations- und Zufriedenheitstheorien.
- Ableitung von Optimierungspotentialen für den Altersteilzeitprozess innerhalb des Unternehmens.
Auszug aus dem Buch
4.5 Bewertung der Vorgehensweise Müller AGs in bezug auf Altersteilzeit
Müller AG behandelt das Thema Altersteilzeit im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Verträge werden jedoch nicht nur aufgrund des AtG abgeschlossen, sondern auch gemäß den erwähnten tarifvertraglichen sowie betriebsbedingten Vereinbarungen.
Positiv für die Mitarbeiter herauszustellen ist, dass die gesetzlichen Vorgaben in bezug auf die Aufstockungsleistungen des Arbeitsentgelts in der Altersteilzeit übererfüllt werden, denn es werden 32 v. H. des regelmäßigen Arbeitsentgelts und 95 v. H. der Rentenversicherungsbeiträge aufgestockt.
Das sog. Blockzeitmodell stellt von allen theoretisch möglichen Arbeitszeitmodellen sowohl für die Beschäftigten als auch das Unternehmen ein hohes Maß an Planungssicherheit dar. Beide Parteien wissen bereits bei Vertragsabschluss, wann der Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheidet. Für den Mitarbeiter bedeutet dies, seinen Ruhestand rechtzeitig unter Berücksichtigung der dann geltenden finanziellen Bedingungen zu planen. Müller AG wiederum kann seine Personalplanung in diesem Punkt über mehrere Jahre hinweg durchführen und frühzeitig über eine eventuelle Nachfolge bzw. Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes entscheiden. Sollte dies nicht gewünscht sein, bietet sich die Chance, relativ kostengünstig Personal abzubauen, wie sich im weiteren Verlauf dieser Diplomarbeit noch zeigen wird (vgl. Fallbeispiel B).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des vorzeitigen Ausscheidens älterer Arbeitnehmer und die Bedeutung des Altersteilzeitgesetzes als Instrument für einen gleitenden Übergang in den Ruhestand.
2. DIE MÜLLER AG: Darstellung der Unternehmensstruktur und -historie sowie die Einordnung des Werks 13 in Hildesheim innerhalb des Geschäftsbereichs Getränkedosen.
3. DAS INSTRUMENT DER ALTERSTEILZEIT: Detaillierte Erläuterung der verschiedenen Arbeitszeitmodelle sowie der gesetzlichen Grundlagen, finanziellen Auswirkungen und der Anforderungen an die Wiederbesetzung.
4. ALTERSTEILZEIT BEI MÜLLER AG , WERK 13: Konkrete Anwendung des Instruments bei der Müller AG, einschließlich der Modellrechnungen, betrieblicher Regelungen und der Bewertung anhand praktischer Fallbeispiele.
5. PERSONALPLANUNG: Einordnung der Altersteilzeit in den Kontext der allgemeinen Personalplanung, Ursachen für Personalfreisetzungen und rechtliche Rahmenbedingungen.
6. SCHLUßBETRACHTUNG UND PERSPEKTIVE: Zusammenfassende Bewertung der Altersteilzeitpraxis bei der Müller AG und Ausblick auf Optimierungsmöglichkeiten bei der Verwaltung und strategischen Nutzung des Instruments.
Schlüsselwörter
Altersteilzeit, Müller AG, Personalplanung, Personalfreisetzung, Blockzeitmodell, Aufstockungsbetrag, Rentenversicherung, Wiederbesetzung, Arbeitszeitmodell, Demografie, Mitarbeiterzufriedenheit, Sozialrecht, Arbeitgeberattraktivität, Kostenmanagement, Personalabbau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendung des Instruments Altersteilzeit bei der Müller AG, Werk 13, und bewertet es aus betriebswirtschaftlicher Sicht im Kontext der Personalplanung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Altersteilzeitgesetzes, der betrieblichen Umsetzung bei der Müller AG, der Personalplanung und -freisetzung sowie der Analyse der Auswirkungen auf Mitarbeiter.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung und Bewertung der betriebsbedingten Regelungen zur Altersteilzeit bei der Müller AG sowie die Untersuchung von Optimierungspotentialen in der Personalplanung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die gesetzliche Bestimmungen, tarifliche Regelungen und interne Betriebsabläufe untersucht und anhand von Fallbeispielen und theoretischen Modellen bewertet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die gesetzlichen Grundlagen der Altersteilzeit, die spezifischen Regelungen bei der Müller AG (inklusive Modellrechnungen), die Bewertung von Fallbeispielen sowie die Einbettung in die allgemeine Personalplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Altersteilzeit, Müller AG, Personalplanung, Personalfreisetzung, Blockzeitmodell, Aufstockungsbetrag und Rentenversicherung.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Betriebsrates bei der Altersteilzeit?
Der Autor zeigt am Beispiel des Herrn A., dass eine rechtzeitige Information und Einbindung des Betriebsrates essentiell ist, um Unzufriedenheit und Missverständnisse bei der Durchführung von Altersteilzeitverträgen zu vermeiden.
Welche Bedeutung hat das "Blockzeitmodell" für die Müller AG?
Das Modell bietet dem Unternehmen ein hohes Maß an Planungssicherheit, da der Zeitpunkt des Ausscheidens eines Mitarbeiters bereits zu Beginn des Vertrages feststeht, was die Personalplanung über mehrere Jahre erleichtert.
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- Thomas Albrecht (Author), 2002, Optimierungspotentiale der Personalplanung durch das Instrument der Altersteilzeit am praktischen Beispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10096