Das vorliegende Studienprojekt soll sich im Kern mit den Studienmotivationen und Berufserwartungen von Religionslehrer/-innen beschäftigen. Primäres Interesse wird es sein, herauszufinden, welche Motive Studierende dazu veranlasst haben, das Studienfach Religion auszuwählen, und welchen Anspruch sie an sich selbst als zukünftige Religionslehrkräfte stellen. Um dies herauszufinden, wurde im Rahmen des Praxissemesters eine empirische Studie mit fertig ausgebildeten Religionslehrer/-innen durchgeführt.
Bei dieser Untersuchung handelt sich um eine Fallstudie, sodass die daraus gewonnenen Ergebnisse nicht im allgemeinen Sinn auf alle Religionslehrkräfte übertragen werden können. Dennoch können die Resultate im Rahmen der Selbstreflexion durchaus für Religionslehramtsstudierende, Referendare und Religionslehrkräfte interessant sein. Auch für mich persönlich sind die Ergebnisse der Fallstudie deshalb von Bedeutung, da der von mir selbst erlebte schulische Religionsunterricht mit besonders positiven Erinnerungen verbunden ist.
Bei den Religionslehrern/-innen meiner Schulzeit war die Leidenschaft für die Vermittlung christlicher Werte deutlich spürbar. Ich habe diese Art des Unterrichts stets als motivierend und inspirierend empfunden. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass diese positiven Erfahrungen durchaus dazu beigetragen haben, dass ich mich für die Aufnahme eines Religionsstudiums entschieden habe. So stellte sich mir im Rahmen des Praxissemesters die Frage, welche Motive Studierende zur Aufnahme des Religionslehramtsstudiums bewegen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde die Frage präzisiert, sodass nun folgende Forschungsfrage für das Studienprojekt gilt: "Kann man davon ausgehen, dass die Motive für die Aufnahme eines Religionsstudiums immer über den Anspruch der reinen Wissensvermittlung an Schülerinnen und Schüler hinausgehen?"
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Rahmen des Studienprojekts
- Studien zu Motiven und Beweggründen (angehender) Religionslehrkräfte
- Christhard Lück
- Andreas Feige, Bernhard Dressler und Werner Tzscheetzsch
- Das Habitus-Modell nach Hans-Georg Ziebertz und Stefan Heil
- Durchführung einer qualitativen Studie im Lernfeld Schule
- Vorstellung des Forschungsdesigns
- Die Erhebungsmethode
- Durchführung der Datenerhebung
- Auswertung und Interpretation der Interviews
- Ergebnisdarstellung der durchgeführten Interviews
- Frau M. – Der Glaube ist etwas Persönliches
- Frau F. - Das Studium war unabhängig vom Glauben
- Herr G. - Der Glaube muss hinterfragt werden
- Frau S. - Die christlichen Werte als Lebenseinstellung
- Zusammenfassende Auswertung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das vorliegende Studienprojekt analysiert die Studienmotivationen und Berufserwartungen von Religionslehrer/-innen. Es untersucht die Motive, die Studierende zum Studium der Religion bewegen, und die Ansprüche, die sie an sich selbst als zukünftige Lehrkräfte stellen. Die Studie konzentriert sich auf die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung mit fertig ausgebildeten Religionslehrkräften.
- Studienmotivationen von Religionslehrkräften
- Berufserwartungen von Religionslehrkräften
- Der Einfluss von persönlichen Glaubensüberzeugungen auf die Studienwahl
- Die Rolle des Religionsunterrichts in der Schule
- Die Bedeutung christlicher Werte in der Lebensgestaltung von Religionslehrkräften
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Forschungsfrage dar. Der theoretische Rahmen des Studienprojekts präsentiert Studien zur Motivation von Religionslehrkräften und das Habitus-Modell nach Ziebertz und Heil. Das Kapitel zur Durchführung der empirischen Studie erläutert das Forschungsdesign, die Erhebungsmethode und die Auswertung der Interviews. Die Ergebnisdarstellung präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Interviews und analysiert die individuellen Motivationen und Berufserwartungen der Religionslehrer/-innen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Studienmotivationen und Berufserwartungen von Religionslehrkräften. Themenschwerpunkte sind die Bedeutung von Glauben und Religion im Studienalltag, die Rolle des Religionsunterrichts in der Schule, die Vermittlung christlicher Werte und die Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses als Religionslehrer/-in.
Häufig gestellte Fragen
Was motiviert Studierende, Religionslehrer zu werden?
Häufig spielen persönliche Glaubensüberzeugungen, positive Erfahrungen mit eigenen Religionslehrern und der Wunsch, christliche Werte zu vermitteln, eine zentrale Rolle.
Geht die Motivation über reine Wissensvermittlung hinaus?
Ja, die Forschungsfrage der Studie bestätigt oft, dass angehende Religionslehrkräfte einen Anspruch haben, der über Faktenwissen hinausgeht, etwa die Begleitung der Identitätsbildung der Schüler.
Was ist das Habitus-Modell nach Ziebertz und Heil?
Dieses Modell untersucht das professionelle Selbstverständnis und die religiöse Orientierung von Lehrkräften als Teil ihrer persönlichen und beruflichen Grundhaltung.
Sind die Ergebnisse dieser Fallstudie allgemeingültig?
Nein, es handelt sich um eine qualitative Fallstudie mit einer begrenzten Anzahl an Interviews. Die Ergebnisse dienen eher der Selbstreflexion und der Identifizierung von Tendenzen.
Welche Rolle spielt der eigene Glaube im Studium?
Die Interviews zeigen unterschiedliche Ansätze: Für einige ist der Glaube das Fundament, während andere das Studium eher wissenschaftlich-distanziert betrachten.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2018, Studienmotivation und Berufserwartungen von angehenden Religionslehrer/-innen. Eine qualitative Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009714