In der vorliegenden Modulabschlussarbeit wird sich der das-dass-Problematik in drei Teilen genähert. Zunächst wird eine fachwissenschaftliche Analyse Aufschluss über Bedeutung, Herkunft und Verwendung von "das" und "dass" liefern. Im zweiten Teil werden verschiedene didaktische Konzepte des Grammatikunterrichts auf ihre Verknüpfungsmöglichkeiten mit der das-dass-Thematik hin durchleuchtet. Im letzten Teil sollen ausgewählte Strategien und Unterrichtsmaterialien auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht werden. Die Arbeit wird mit einer Zusammenfassung abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 [das] – fachwissenschaftliche Analyse
Artikel
Relativpronomen und Demonstrativpronomen
Konjunktion
2 Fachdidaktische Überlegungen
3 Material und Methoden
Ersatzprobe mit welches/jenes/dieses
Dialektprobe
Deiktische Probe
Material vom Cornelsen-Verlag
4 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die linguistische Analyse und didaktische Aufbereitung der Verwechslungsproblematik zwischen „das“ und „dass“, um effektive Unterrichtsstrategien zur Fehlerreduktion zu evaluieren.
- Fachwissenschaftliche Analyse der unterschiedlichen Wortarten und Funktionen von „das“ und „dass“.
- Untersuchung didaktischer Konzepte für den Grammatikunterricht.
- Kritische Evaluation gängiger Hilfsmethoden wie der Ersatz-, Dialekt- und deiktischen Probe.
- Integration von Sprachvergleich und Kontrastivität als Lösungsansätze.
Auszug aus dem Buch
Deiktische Probe
Die Deiktische Probe, auch Zeigefingermethode genannt, ist eine weitere Möglichkeit den Unterschied zwischen das und dass zu verdeutlichen, wobei sich bei ersterem ausschließlich auf das Relativpronomen bezogen wird. Das Vorgehen ist auch hier verhältnismäßig unkompliziert, die Schüler*innen sollen untersuchen, ob es sich bei strittigen Sätzen um ein Relativpronomen handelt, indem sie das Wort suchen, auf das sich dieses bezieht und einen Pfeil zu diesem zeichnen. Ist kein Bezugspfeil möglich, dann muss es sich um die Konjunktion handeln. Hier wäre es möglich, einen Pfeil nach vorne zu zeichnen, da die Konjunktionen weiteren Inhalt ankündigt. Da bei den Relativpronomen (und dem Artikel) buchstäblich auf ein Wort gezeigt werden kann, auf dass sich das bezieht, kann diese Strategie theoretisch auch durch Zeigen benutzt werden. Hier ist ausreichend Spielraum für Kreativität der Lehrkraft und der Schüler*innen, es wäre auch möglich, komplexe motorische Bewegungen einzuüben, um den Unterschied zwischen das und dass zu verinnerlichen.
Stephanie Schönenberg hat sich in ihrem Material zur Deiktischen Probe für einen eher deduktiven Weg entschieden, der teilweise an den Traditionellen Grammatikunterricht erinnert (Anhang B). Die erste Aufgabe lautet dabei „Was fällt euch bei den Satzfolgen auf?“, es folgt später ein Infokasten, der den Schüler*innen die Methode erklärt, die sie daraufhin anwenden sollen. Positiv ist aber auch hier wieder anzumerken, dass den Lernenden die Möglichkeit gegeben wird, eigene Regeln zu (er)finden und zu formulieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der „das-dass“-Rechtschreibproblematik ein und skizziert das Vorgehen durch eine fachwissenschaftliche Analyse, fachdidaktische Einordnung und methodische Evaluation.
1 [das] – fachwissenschaftliche Analyse: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Wortarten von „das“ (Artikel, Relativ-, Demonstrativpronomen) und „dass“ (Konjunktion) sowie deren sprachhistorische Entwicklung.
2 Fachdidaktische Überlegungen: Es wird die Rolle der Grammatik im Unterricht diskutiert und aufgezeigt, wie verschiedene didaktische Ansätze zur Vermittlung der „das-dass“-Schreibung beitragen können.
3 Material und Methoden: Dieser Abschnitt bewertet konkrete Strategien wie die Ersatzprobe, die Dialektprobe und die deiktische Probe hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit im Unterricht.
4 Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden reflektiert und die Notwendigkeit sowie die Möglichkeiten einer integrativen und schülerorientierten Vermittlung bekräftigt.
Schlüsselwörter
das und dass, Rechtschreibung, Grammatikunterricht, Fehlerreduktion, Ersatzprobe, Dialektprobe, Deiktische Probe, Kontrastive Grammatik, Funktionswörter, Sprachbewusstsein, Didaktik, Schriftspracherwerb, Homophone, Relativpronomen, Konjunktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der orthografischen Verwechslungsproblematik der Wörter „das“ und „dass“ im Deutschen und untersucht, wie diese im schulischen Kontext reduziert werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die linguistische Differenzierung der Wortarten, die didaktische Verortung im Grammatikunterricht sowie die Evaluation spezifischer Hilfsstrategien für Lernende.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die „das-dass“-Problematik fachwissenschaftlich zu durchdringen und innovative wie klassische Lehrmethoden auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu grammatischen und didaktischen Konzepten sowie eine kritische Evaluation bestehender Unterrichtsmaterialien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Wortarten, diskutiert didaktische Konzeptionen (z. B. operationaler Grammatikunterricht) und untersucht Proben wie die „welches“-Ersatzprobe oder die Zeigefingermethode.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rechtschreibung, Grammatikunterricht, Ersatzprobe, Sprachbewusstsein und Fehleranalyse charakterisiert.
Warum ist die Dialektprobe in Ballungsräumen problematisch?
In Ballungsräumen beherrschen viele Schüler die regionalen Dialekte oft nicht oder legen in bildungsnahen Haushalten Wert auf Standarddeutsch, wodurch der Zugang über dialektale Varianten erschwert wird.
Inwiefern beeinflussen Verben die „dass“-Schreibung?
Die Konjunktion „dass“ tritt gehäuft in Verbindung mit Verben des Empfindens, des Meinungsausdrucks oder der Kommunikation auf, was als hilfreicher Indikator für Schüler dienen kann.
- Arbeit zitieren
- Markus Trautwein (Autor:in), 2018, Das, das und dass. Analyse, Problematisierung und Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1009862