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Safer Nightlife-Projekte als Teil professioneller Drogenarbeit. Eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Freizeitdrogenkonsument*innen?

Titel: Safer Nightlife-Projekte als Teil professioneller Drogenarbeit. Eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Freizeitdrogenkonsument*innen?

Bachelorarbeit , 2020 , 54 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mathieu Ammann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Sozialarbeiter*innen für das Arbeitsfeld der akzeptierenden Drogenarbeit zu sensibilisieren und Chancen zu entdecken. Der Verfasser dieser Arbeit möchte die Möglichkeit darbieten, die Leser*innen über den Tellerrand dieses kontroversen Arbeitsfeldes schauen zu lassen, und möchte Interesse wecken, neue Wege zu gehen. Die Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsument*innen soll in das Bewusstsein der Sozialarbeiter*innen hervorgehoben werden, um auf ihre Relevanz hinzuweisen und somit einen Schritt in die Richtung der Entwicklung der Präventionsarbeit für diese Zielgruppe zu tätigen. Des Weiteren sollen Sozialarbeiter*innen motiviert werden, sich mit den Thematiken Drogen, Rausch und Abhängigkeit kritisch auseinanderzusetzen. Ziel der Bachelorarbeit ist es, Sozialarbeitenden Wissen im Bereich der akzeptierenden Drogenarbeit zu vermitteln.

Dies soll dazu beitragen, die sozialarbeiterische Haltung zu fördern. Diese Abschlussarbeit möchte Sozialarbeiter*innen einen Einblick in die Methoden und Vorgangsstrategie eines Konzeptes akzeptierender Drogenarbeit gewähren, um das Verständnis und den Einstieg in dieses Arbeitsfeld zu erleichtern. Es soll verdeutlicht werden, dass eine Alternative zur abstinenzorientierten Drogenberatung notwendig ist, damit die Gesamtheit aller Drogenkonsument*innen erreicht werden kann. Dabei bietet die inhaltliche Vorstellung des Arbeitsfeldes akzeptierender Drogenarbeit die Grundlage für die Beantwortung der zweiten Fragestellung. Den primären Gegenstand der Arbeit bildet die Herausarbeitung von Möglichkeiten der Erstkontaktaufnahme für und zu Konsument*innen. Außerdem soll mit dieser Arbeit der Stigmatisierung von Drogenkonsument*innen in unserer Gesellschaft entgegengewirkt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Auswahl des Themas und persönliche Motivation

1.2 Fragestellungen

1.3 Ziele der Bachelorarbeit

1.4 Aufbau der Bachelorarbeit

2 Allgemeine und fachspezifische Definitionen

2.1 Drogen

2.2 Drogen in unserer Gesellschaft

2.2.1 Pharmazie

2.2.2 Justiz

2.2.3 Psychiatrie

2.2.4 Therapie

2.2.5 Medizin

2.2.6 Sicht der allgemeinen Bevölkerung

3 Drogenmündigkeit, Abhängigkeit und Sucht

3.1 Rausch

3.2 Das Verständnis von Sucht und Abhängigkeit

3.3 Drogenmündigkeit

3.4 Freizeitdrogenkonsum/ Recreational Drug-Use

4 Überblick über die professionelle Suchthilfe

5 Theoretische Grundlagen akzeptierender Drogenarbeit

5.1 Ausgangslage und Hintergründe des Arbeitsansatzes

5.2 Grundannahmen und Prämissen akzeptierender Drogenarbeit

5.3 Ziele akzeptierender Drogenarbeit

5.4 Formen akzeptierender Drogenarbeit

5.5 Grenzen akzeptierender Drogenarbeit

5.5.1 Persönliche und fachliche Grenzen

5.5.2 Institutionelle Grenzen

5.5.3 Gesetzliche Grenzen

6 Safer Nightlife-Projekte als Konzept akzeptierender Drogenarbeit

6.1 Der Peer-to-Peer-Ansatz

6.2 Aufgaben und Ziele

6.3 Gestaltung des Angebots im Partysetting

6.3.1 Besonderheiten des Angebots auf Festivals

6.3.2 Drug-Checking

7 Aufgaben für die Soziale Arbeit

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Safer Nightlife-Projekte als niedrigschwelliger Ansatz der akzeptierenden Drogenarbeit den Zugang zu Freizeitdrogenkonsument*innen ermöglichen können, die von klassischen, abstinenzorientierten Suchthilfesystemen oft nicht erreicht werden. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gründe für das Ausbleiben der Nutzung herkömmlicher Beratungsstellen durch diese Zielgruppe und die spezifischen Interventionsmöglichkeiten im Partysetting.

  • Akzeptierende Drogenarbeit als zeitgemäßes Konzept
  • Herausforderungen der Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsument*innen
  • Bedeutung des Peer-to-Peer-Ansatzes in der Prävention
  • Gestaltung niedrigschwelliger Angebote im Nachtleben (Clubs/Festivals)
  • Die Rolle von Drug-Checking zur Schadensminimierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Rausch

Das Menschen sich an den verschiedensten Substanzen berauschten und dies einen Teil ihrer Kultur darstellte, wurde seit Anbeginn der historischen Aufzeichnungen überliefert. So hat man bereits antike Malereien von Pilz-Mensch-Mischwesen in den Höhlen des Tassili Plateaus Nordalgeriens entdeckt. Diese lassen sich auf das Jahr 5000 v.Chr. datieren (vgl. Erowid, 2011a).

Diese Kunstwerke dienen der Überlieferung der damaligen Bedeutung halluzinogener Pilze, deren Rausch kulturell zelebriert wurde, um das Bewusstsein auf Reisen zu schicken. So liegt es nur nahe, dass der Mensch einen inneren Drang zur Veränderung des Bewusstseinszustandes und der Wahrnehmung anstrebt. Sich als Kind das erste Mal schnell im Kreis zu drehen und die darauf folgende verschobene Wahrnehmung mit Kribbeln im Körper zu durchleben, könnte darüber hinaus als erste Rauscherfahrung, die wir alle einst kennenlernten, eingeordnet werden (vgl. Erowid, 2011a).

Ronald Siegel stützte diese Annahme und ging noch einen Schritt weiter, indem er Rausch als eines der Grundbedürfnisse neben Essen, Trinken und Sex einordnete. So wurde auch im gesellschaftlichen Kanon der Antike der Rausch in seinem ambivalenten Auftreten als Grundbedürfnis betrachtet. Erst mit der zunehmenden Verbreitung der monotheistischen Weltreligionen wurde Rausch zur Sünde erklärt (vgl. Quensel, 2010b, S. 97ff).

Den Rausch selbst beschreiben Böllinger und Stöver als einen „[...] Moment der Regulation nach innen und nach außen. Konsum erfüllt hierbei seine lindernde, entspannende, verdrängende, aktivierende oder kommunikative Funktion" (Böllinger & Stöver, 2002, S. 21).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Motivation für die Arbeit sowie der Fragestellungen, Ziele und des methodischen Aufbaus.

2 Allgemeine und fachspezifische Definitionen: Differenzierung grundlegender Begrifflichkeiten wie Droge, Rausch und Abhängigkeit aus verschiedenen gesellschaftlichen und fachlichen Perspektiven.

3 Drogenmündigkeit, Abhängigkeit und Sucht: Analyse des Wandels von Suchtverständnissen, Einführung der Drogenmündigkeit und Definition des Freizeitdrogenkonsums.

4 Überblick über die professionelle Suchthilfe: Kategorisierung der bestehenden Suchthilfestrukturen und der adressierten Zielgruppen.

5 Theoretische Grundlagen akzeptierender Drogenarbeit: Erläuterung der Prämissen, Ziele und Grenzen der akzeptierenden Drogenarbeit sowie deren Entstehungsgeschichte.

6 Safer Nightlife-Projekte als Konzept akzeptierender Drogenarbeit: Vorstellung des Konzepts, des Peer-to-Peer-Ansatzes sowie konkreter Interventionsformen wie Drug-Checking.

7 Aufgaben für die Soziale Arbeit: Ermittlung der Anforderungen an das professionelle Handeln in der präventiven Arbeit im Partysetting.

8 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Safer Nightlife, Akzeptierende Drogenarbeit, Freizeitdrogenkonsum, Suchthilfe, Drogenmündigkeit, Peer-to-Peer-Ansatz, Schadensminimierung, Drug-Checking, Prävention, Partysetting, Sozialarbeit, Stigmatisierung, Konsumkompetenz, Psychotrope Substanzen, Risikomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Safer Nightlife-Projekten als Teil der akzeptierenden Drogenarbeit, um niedrigschwellige Zugänge für eine Zielgruppe zu schaffen, die klassische Suchthilfeangebote bisher nicht nutzt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Suchtverständnisse im Wandel, die Definition von Drogenmündigkeit, Methoden der Suchtprävention im Nachtleben sowie die Bedeutung von Akzeptanz als professionelle Haltung in der Sozialen Arbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht den Fragen nach, warum Freizeitdrogenkonsument*innen klassische Suchtberatungsstellen meiden und wie Safer Nightlife-Projekte einen effektiven Zugang zu dieser spezifischen Zielgruppe herstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, Definitionen und bereits bestehenden Konzepten der akzeptierenden Drogenarbeit, um die Wirksamkeit von Safer Nightlife-Interventionen zu begründen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert fachspezifische Begrifflichkeiten, die Entwicklung des Suchtbegriffs, die theoretischen Grundlagen der akzeptierenden Arbeit sowie die spezifischen Methoden der Safer Nightlife-Projekte, insbesondere den Peer-to-Peer-Ansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Akzeptierende Drogenarbeit, Freizeitdrogenkonsum, Drogenmündigkeit, Safer Nightlife, Schadensminimierung und Peer-to-Peer-Ansatz.

Wie unterscheidet sich die Zielgruppe der Freizeitdrogenkonsument*innen von anderen Gruppen?

Sie zeichnet sich durch einen überwiegend risikoarmen Konsum aus, weist keine Anzeichen einer Abhängigkeitserkrankung auf und unterscheidet sich damit grundlegend von der klassischen Klientel abstinenzorientierter Beratungsstellen.

Welche Rolle spielt das Drug-Checking in der Arbeit?

Drug-Checking wird als essenzielles, wenn auch in Deutschland noch umstrittenes Instrument der Schadensminimierung hervorgehoben, das besonders geeignet ist, Kontakt zu schwer erreichbaren Konsument*innen herzustellen.

Warum ist der Peer-to-Peer-Ansatz so entscheidend für Safer Nightlife-Projekte?

Der Ansatz ermöglicht Begegnungen auf Augenhöhe durch Peers, die über szenetypisches Wissen verfügen, Kommunikationsbarrieren abbauen und eine authentische, vertrauensvolle Basis für präventive Informationen schaffen.

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Details

Titel
Safer Nightlife-Projekte als Teil professioneller Drogenarbeit. Eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Freizeitdrogenkonsument*innen?
Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
1,3
Autor
Mathieu Ammann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
54
Katalognummer
V1010220
ISBN (eBook)
9783346403407
ISBN (Buch)
9783346403414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Drogen Drogenarbeit akzeptierend niedrigschwellig Freizeitdrogenkonsum Schadensminimierung Safer Nightlife Rausch Drug-Checking Peer to peer Safer Use Drogennotfall Bruce Alexander Festival Partydrogen Techno Drogenkultur Drogengeschichte Sucht Abhängigkeit ICD-10 Suchthilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mathieu Ammann (Autor:in), 2020, Safer Nightlife-Projekte als Teil professioneller Drogenarbeit. Eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Freizeitdrogenkonsument*innen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010220
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Leseprobe aus  54  Seiten
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