Die Verschriftlichung wird sich damit beschäftigen, wie die europäische Integration verlief und sie wird untersuchen, ob die europäische Integration erfolgreich war und wie die Zukunft aussehen könnte.
Zunächst soll daher das zweite Kapitel die Geschichte der europäischen Integration von 1949-1992 darstellen. Es werden die Motive zur europäischen Integration genannt und auch der dynamische Prozess der Erweiterung wird mit der Nord- und Süderweiterung dargestellt.
Das dritte Kapitel wird sich mit der eigentlichen EU beschäftigen, die 1993 mit dem Vertrag von Maastricht gegründet wurde. Da diese Epoche (1993-2007) von vielen Reformen begleitet ist, sollen mit den Verträgen von Amsterdam (1999) und Nizza (2003), welche die Handlungsfähigkeit der EU verbessern, die wichtigsten Reformen gezeigt werden. Dieser Versuch der Handlungsfähigkeitsverbesserung scheiterte jedoch, da mit der EU Osterweiterung 2004 zehn weitere Staaten eingetreten sind und nun eine handlungsfähige EU oberstes Ziel sein musste, weshalb der Vertrag von Lissabon (2007) vorbereitet wurde.
Kapitel vier behandelt den Vertrag von Lissabon, die Hoffnungen, welche mit ihm verbunden waren und die tatsächlichen Auswirkungen. Außerdem soll kurz das Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Vertrag von Lissabon erwähnt werden. Am Ende dieses Kapitels wird mit der Finanzkrise gezeigt, dass Europa mittlerweile so eng miteinander verbunden ist, das ein gemeinsames Handeln zur Rettung des Euros und Griechenlands notwendig war.
Das vorletzte Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, wie die Zukunft der EU aussehen könnte, wo Handlungsbedarf besteht und wie die Positionen in der Wissenschaft sind.
An das Ende der Verschriftlichung werde ich eine Zusammenfassung anknüpfen, aus der ich meine eigene Meinung und mein Zukunftsszenario bilde, in wie weit die europäische Integration erfolgreich war und wohin die EU in Zukunft gehen könnte.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. 1949-1992 – Motive und Schritte der europäischen Integration
III. 1993-2007 – Die europäische Integration schreitet nicht nur mit Reformen voran
IV. 2007-2009 – Der Vertrag von Lissabon
V. 2009 – Die Zukunft der Europäischen Union beginnt, doch wie wird sie aussehen?
VI. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Verlauf der europäischen Integration, bewertet deren bisherigen Erfolg und analysiert mögliche Zukunftsszenarien für die Europäische Union unter besonderer Berücksichtigung des Vertrags von Lissabon.
- Historische Entwicklung der europäischen Integration von 1949 bis heute
- Analyse der zentralen Verträge und Reformschritte (Maastricht, Amsterdam, Nizza, Lissabon)
- Diskussion über Handlungsfähigkeit und Akzeptanz der EU in der Bevölkerung
- Herausforderungen der EU, wie Finanzkrise und Identitätsstiftung
- Perspektiven für eine zukünftige europäische Gesellschaft und politische Integration
Auszug aus dem Buch
IV. 2007-2009 – Der Vertrag von Lissabon
Der Vertrag von Lissabon ist ein wichtiger Meilenstein, weil sich mit diesem Vertrag 27 Staaten zu den gleichen Grundrechten und demselben Verbund bekennen. Nachdem der erste Verfassungsentwurf durch die Ablehnung von Frankreich und den Niederlanden scheiterte, wurden die Symbolik und der Sprachgebrauch der „Verfassung“ gestrichen. Die Staaten blieben souverän und es sollte nicht der Eindruck erweckt werden, dass die einzelnen staatlichen Verfassungen aufgehoben werden. Deshalb wurde auch die alte Dreigliedrigkeit (EU-Vertrag, EG-Vertrag, Charta der Menschenrechte) beibehalten, denn so ist es „nur“ ein Vertrag und nicht eine übergeordnete Verfassung (Vgl. Sturm: 2010: 20).
Nachdem der Vertrag von Lissabon 2007 unterschrieben wurde, musste er noch ratifiziert werden (Vgl. Sturm: 2010: 16-18). In Irland wurde das erste Referendum abgelehnt. Durch Zugeständnisse konnte 2009 das Referendum in Irland doch noch erfolgreich sein (Vgl. Pötzsch: 2009: 153).
Auch in Deutschland stand das Referendum auf der Kippe, nachdem das Bundesverfassungsgericht Stellung nehmen musste. Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass folgende Aufgaben in Verantwortung des Bundes bleiben müssen: Entscheidung über Krieg und Frieden, Strafrecht und Polizei, Einnahmen und Ausgaben des Staates, Bildung, Medien und Religion (Sturm: 2010: 19 und vgl. Kühnhardt: 2010: 4). Damit ist wohl klar, dass es niemals einen „europäischen Superstaat“ geben wird, weil zentrale Souveränitätsmerkmale bei den Staaten verbleiben.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung stellt das Ziel der Arbeit vor, den Verlauf der europäischen Integration kritisch zu beleuchten und eine Prognose für die Zukunft zu wagen.
II. 1949-1992 – Motive und Schritte der europäischen Integration: Dieses Kapitel erläutert die Anfänge der europäischen Zusammenarbeit und die zentralen Motive wie Friedenssicherung und wirtschaftlichen Wohlstand.
III. 1993-2007 – Die europäische Integration schreitet nicht nur mit Reformen voran: Hier werden die Gründung der EU und die verschiedenen Reformverträge behandelt, die das politische Zusammenwachsen fördern sollten.
IV. 2007-2009 – Der Vertrag von Lissabon: Das Kapitel analysiert den Vertrag von Lissabon als Meilenstein der Integration und die damit verbundenen rechtlichen sowie politischen Veränderungen.
V. 2009 – Die Zukunft der Europäischen Union beginnt, doch wie wird sie aussehen?: Der Autor diskutiert hier die Herausforderungen der Identitätsstiftung und die Frage nach den Grenzen Europas.
VI. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert den Erfolg der bisherigen Integration und betont die Notwendigkeit, das Europabewusstsein zu stärken.
Schlüsselwörter
Europäische Integration, Vertrag von Lissabon, Europäische Union, Historische Entwicklung, Reformverträge, Friedenssicherung, Europaparlament, Handlungsfähigkeit, Identitätsstiftung, Europabewusstsein, Finanzkrise, Souveränität, Mitgliedsstaaten, Wertegemeinschaft, Politische Integration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Erfolg der europäischen Integration von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Implementierung des Vertrags von Lissabon.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die historische Genese der EU-Verträge, die Erweiterungsschritte der Union, die institutionelle Reform zur Steigerung der Handlungsfähigkeit sowie die künftige Identitätsbildung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit die europäische Integration als erfolgreich zu bewerten ist und welche Wege die EU in Zukunft einschlagen könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse der europäischen Integrationsgeschichte und relevanter Rechtsverträge.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen, beginnend bei der EGKS bis hin zum Vertrag von Lissabon, inklusive einer kritischen Analyse der EU-Zukunft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie europäische Integration, Souveränität, Reformpolitik, Identitätsstiftung und wertebasierte Gemeinschaft geprägt.
Welche Rolle spielte das Bundesverfassungsgericht beim Vertrag von Lissabon?
Das Bundesverfassungsgericht stellte klar, dass bestimmte zentrale Souveränitätsbereiche wie Strafrecht, Polizei und Bildung in der Verantwortung der Nationalstaaten verbleiben müssen, um einen „europäischen Superstaat“ zu verhindern.
Wie reagiert der Autor auf die Finanzkrise in Bezug auf die europäische Integration?
Der Autor sieht in der Finanzkrise den Beweis für die enge wirtschaftliche Verflechtung der EU-Staaten, die ein gemeinsames Handeln zur Rettung der Währung unumgänglich machte.
Welchen Stellenwert räumt der Autor der „Bürgernähe“ ein?
Der Autor identifiziert eine zunehmende Politikverdrossenheit und betont, dass die EU verstärkt in die Identitätsstiftung investieren muss, um von den Bürgern als mehr als nur eine ökonomische Zweckgemeinschaft wahrgenommen zu werden.
- Arbeit zitieren
- Dominic Dehmel (Autor:in), 2010, Quo vadis Europa? War die europäische Integration erfolgreich und wie wird sie in Zukunft weitergehen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010266