Der demografische Wandel in der Personalstruktur

Eine Untersuchung der Rolle von Hypothesen


Hausarbeit, 2016

18 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

2. HYPOTHESEN IN DER MODERNEN WISSENSCHAFTSTHEORIE
2.1 Wassind Hypothesen
2.2 Die Rolle der Hypothesen in der Wissenschaftstheorie
2.3 Hypothesenbildung
2.3.1 Deduktive Hypothesenbildung
2.3.2 Induktive Hypothesenbildung
2.4 Welchen Anforderungen muss eine Hypothese genügen
2.5 Prüfungsmöglichkeiten von Hypothesen
2.5.1 Verifizierung
2.5.2 Falsifizierung

3. DIE MENOPAUSE BEI FRAUEN
3.1 Das Klimakterium
3.2 Beschwerdebild bei Frauen während der Menopause
3.3 Bekannte MAßNAHMEN zur Linderung der Beschwerden

4. FÜNF HYPOTHESEN FÜR DAS FORSCHUNGSPROJEKT

5. ZUSAMMENFASSUNG

LITERATURVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Der demografischen Wandel, beeinflusst die Personalstruktur in Unternehmen, da inzwischen viele Frauen und Männer im sogenannten „mittleren Lebensalter“ in Unternehmen tätig sind . Mit der Begrifflichkeit des „mittleren Lebensalters“, wird im allgemeinen das Alter bei Frauen und 2 Männern zw. 40 - 65 Jahren verstanden . In dieser Lebensphase tritt bei 3 Frauen das Klimakterium ein, deren Verlauf zu unterschiedlichen psychischen und physischen Reaktionen führen und gänzlich unterschiedlich 4 von jeder Frau empfunden werden kann . Während der Menopause können die Beschwerdeerscheinungen auch zu solch spezifischen gesundheitlichen Problemen führen, welche Auswirkungen auf die berufliche Arbeitsleistung 5 des Mitarbeiters im Unternehmen haben könnte . Um diese Auswirkungen näher zu betrachten, ist ein Forschungsprojekt geplant, wofür in der vorliegenden Arbeit fünf Hypothesen aufgestellt werden sollen.

Dieses Assignment beginnt mit der Einleitung, gefolgt von einer Begriffsdefinition in Kapitel 2, in der Hypothesen und deren Rolle in der Wissenschaftstheorie betrachtet werden. Im Anschluss daran erfolgt in Kapitel 3 eine Definition des Begriffs Klimakterium (Wechseljahre), den Beschwerden, die in dessen Verlauf bei Frauen auftreten können und welche präventiven Maßnahmen bekannt sind. Aufbauend auf den in Kapitel 3 ausgeführten Punkten, werden in Kapitel 4 fünf Hypothesen aufgestellt, welche als Grundlage für eine spätere Forschungsarbeit dienen sollen, die das Thema: „Die Auswirkungen der Menopause bei Frauen auf die1 2 3 4 5

Leistungsfähigkeit im Beruf“, untersuchen wird. Da das Forschungsthema die Menopause bei Frauen als Schwerpunkt hat, wird in Kapitel 3 nur auf das mögliche Beschwerdebild während des Klimakteriums bei Frauen und nicht bei Männern eingegangen. Das Assignment endet mit einer Zusammenfassung.

2. Hypothesen in der modernen Wissenschaftstheorie

2.1 Was sind Hypothesen

Unter dem Begriff Hypothese wird im allgemeinen Sprachgebrauch eine Vermutung, Annahme oder eine nicht bewiesene Voraussetzung 6 verstanden . Im wissenschaftlichen Kontext versteht man unter Hypothesen eine Unterform der Thesen, welche eine einfache Behauptung darstellen. Die Hypothese behauptet einen nachvollziehbare Zusammenhang zwischen zumindest zwei oder mehrVariablen. Hypothesen sind genau formulierte Folgerungen, die von möglichst genau formulierten themenbezogenen Fragen abgeleitet werden, die sich auf reale und empirische Themen beziehen6 7 8 9. Da einer Hypothese allerdings noch der Nachweises über die Richtigkeit / Fehlerhaftigkeit fehlt, unterscheidet sie sich an dieser Stelle von 8 Gesetzen . Hypothesen können induktivoderdeduktivformuliertwerden. Bei der induktiven Formulierung wird oft von bekannten Sachverhalten ausgegangen und bei der deduktiven Formulierung wird aus theoretischen 9 Diskussionen geschlossen .

Man unterscheidet die folgenden Formen von Hypothesen:

- Existenzhypothesen, hier kann ein Zusammenhang zwischen den 10 Variablen angenommen werden .
- Korrelationshypothesen, anhand von Stichproben kann die 11 Falsifizierbarkeit (Widerlegbarkeit) einer Hypothese geprüft werden .
- Kausalhypothesen, bezeichnet das Verursacherprinzip. Die Variable A verändert die Variable B oder anders ausgedrückt, die Wenn-Variable ist der Auslöser und die Dann-Variable ist die Wirkung. Sie kann 12 anhand eines Experiments geprüft werden .
- Nullhypothesen besagen, das zwischen mindestens zwei Variablen oder mehr, kein Zusammenhang besteht oder es keinen Unterschied gibt. Das Gegenstück zur Nullhypothese ist die Alternativhypothese, diese steht für alternative Annahmen zur Nullhypothese. 13 Nullhypothesen werden ebenfalls in Stichproben getestet .

Hypothesen können klassifikatorisch als „Wenn-dann“-Hypothesen ausgedrückt werden. Darunter versteht man Hypothesen, die eine Implikationsbeziehung aufweisen, wenn Variable A auftritt, dann wird eine Variable von B erwartet oder mit eine Äquivalenzbeziehung, wenn Variable A auftritt, dann wird nur eine ganz bestimmte Variable B erwartet. Die 14 abhängigen und unabhängigen Variablen sind dichotom .

Als weitere Hypothesenform gibt es noch die „Je-Desto-Hypothese“ (= komperative Form).10 11 12 13 14

Je-Desto-Hypothesen zeigen entweder einen positiven oder negativen Zusammenhang auf und sind mindestens ordinal skaliert, wie z.B. Kardinalskala (Alter: 40 - 65 Jahre)15.

2.2 Die Rolle der Hypothesen in der Wissenschaftstheorie

Die Wissenschaftstheorie zählt zu den Metawissenschaften, diese haben die Wissenschaft selbst zum Gegenstand. Die Wissenschaftstheorie behandelt logische und methodische Grundlagenprobleme und setzt sich dabei mit wissenschaftlichen Wissen auseinander. Sie grenzt sich dadurch von der Erkenntnistheorie (Alltagswissen) ab. Die Ergebnisse werden in der Wissenschaftstheorie durch empirische Methoden wie Experimente, Beobachtungen oder Messungen, im Forschungsablauf gewonnen. Wobei bestehende Erkenntnisse geprüft, angewandt und neue Erkenntnisse 16 gewonnen werden sollen .

Hypothesen übernehmen in der Wissenschaftstheorie die Aufgabe, den Zusammenhang mindestens zweier oder mehrerer Variablen eines zu erforschenden Themas anhand eines empirisches Designs entweder zu widerlegen (falsifiziert) oder zu belegen (verifiziert), siehe hierzu auch Kapitel 2.5. Durch die spezifizierte Ausformulierung der Hypothesen wird der Kern des zu erforschenden Themas nachvollziehbar und strukturiert. Dies beeinflusst die im Forschungsprozess angewandten empirischen Mittel, welche eingesetzt werden können, um das Thema zu bearbeiten. Der durch die Hypothese aufgezeigte Zusammenhang zwischen den Variablen muss in der realen Welt anhand eines Forschungsprojekts beobachtbar / messbar . 17 sein .

Der Forschungsablauf zur Untersuchung von Hypothesen stellt sich in der 18 Wissenschaftstheorie wie folgt dar : Schritt 1: Problemdefinition; Schritt 2: Begriffsabgrenzung; Schritt 3: Theoretische Erörterung des Problems; Schritt 4: Ableitung von Hypothesen; Schritt 5: Variablen messbar gestalten und Prüfung der Hypothesen; Schritt 6: Integration in entscheidungstheoretischen Kontext; Schritt 7: Prüfung, ob das Problem gelöst wurde.

2.3 Hypothesenbildung

Wie in Kapitel 2.2 erwähnt, ist die Hypothesenbildung für die Wahl der Überprüfungsmethode wie auch für die Wahl der empirischen Methode ausschlaggebend, daher wird in diesem Unterkapitel näher auf zwei mögliche Prozesse der Hypothesenbildung eingegangen.

2.3.1 Deduktive Hypothesenbildung

Die deduktive Hypothesenbildung wird aus bekannten, generellen Sachverhalten gebildet, wobei die Deduktion das logische Verfahren bildet. 19 Popper nennt dies: „die deduktive Methodik der Nachprüfbarkeit1 . Nach Popper bedeutet dies, dass aus Hypothesen auf logisch-deduktivem Weg weitere Folgerungen abgeleitet werden, die anschließend ebenfalls mit bekannten Sachverhalten abgeglichen werden, um die Wahrheit (Verifizierung) oder Widerlegung (Falsifizierung) dieser festzustellen. Die Falsifizierung ist für Popper in der Deduktion das Kernelement im kritischen Rationalismus. Falsifizierung bedeutet It. Popper, dass die Hypothese selbst widerlegt wird, während die Verifizierung für ihn lediglich eine vorläufige Bestätigung der wahren Aussage der Hypothese wäre, bis diese durch 20 weitere Forschungen wieder zu Fall gebracht wird .

2.3.2 Induktive Hypothesenbildung

Bei der induktiven Hypothesenbildung werden die Hypothesen aus spezifischen Sachverhalten, z.B. aus dem beruflichen/privaten Alltag oder der Literatur, durch eine Vielzahl von Einzelbeispielen gebildet. Es wird vom 21 Bestimmten auf das Allgemeingültige gefolgert . In der Realität liegen oft Mischformen aus deduktiven und induktiven Formen vor, was nach Popper, eine eindeutige Entscheidbarkeit empirisch-wissenschaftlicher Sachverhalte ermöglicht (Popper, 2002).

2.4 Welchen Anforderungen muss eine Hypothese genügen

Die Aufstellung von Hypothesen führt weg von den allgemeinen Fragenstellungen, aus denen Hypothesen abgeleitet werden, und hin zu detaillierten Folgerungen, die als Grundlagen für die Forschungspraxis 22 dienen. Hierfür müssen Hypotosen den folgenden Kriterien genügen :

- Hypothesen müssen allgemeingültig sein (kein Bezug zu Einzelfällen oder einmaligen Situationen),
- Logische und schlüssige Hypothesenaufstellung, ohne inhaltliche Widersprüche, die Herleitung von Hypothesen muss nachvollziehbar sein,
- Hypothesen müssen operationalisierbar sein, damit diese empirisch überprüfbar sind,
- Hypothesen müssen falsifizierbar (widerlegbar) sein,
- Hypothesen müssen aus einem sinnvollen Konditionalsatz gebildet werden, der die Ursache und Wirkung der Variablen („Wenn-dann- Satz“ / „Je-desto-Satz“) verdeutlicht.

Die vorgenannten Anforderungen sind zur Überprüfung der Hypothesen notwendig.

[...]


1 Vgl. Deller, Prof. Dr. Jürgen; Kern, Stefanie; Hausmann, Esther; Diederichs, Yvonne (2008). Personalmanagement im demografischen Wandel.

2 Vgl. Berk, Laura (2011). Entwicklungspsychologie. S. 638.

3 Das Klimakterium, auch Wechseljahre oder Menopause genannt, bezeichnet bei der Frau die Jahre der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Es ist ein physiologischer Veränderungsprozess im weiblichen Körper.

4 Vgl. Kopf, Robert (2016).

5 Vgl. Kolip P., Hurrelmann K (2002).

6 Vgl. Link: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/hypothese.html (Seitenaufruf: 28.05.2016)

7 Vgl. Sedlmeier & Renkewitz, (2008).

8 Vgl. Ströker, Elisabeth (1992).

9 Vgl. Bortz, Jürgen und Döring, Nicola (2002). Et al.

10 Vgl. Hülsmann, Michael (2013).

11 Vgl. Link: http://lexikon.stangl.eu/1011/hypothese/ © Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik. (Seitenaufruf: 28.05.2016)

12 Vgl. Link: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/experiment/experiment.htm (Seitenaufruf: 28.05.2016)

13 Vgl. Rudolf, Matthias; Kuhlisch, Wiltrud (2008).

14 Vgl. Raithel, Jürgen (2008). S. 14 ff.

15 Vgl. Hartmann, Florian; Lois, Daniel (2015). S. 13 ff.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Der demografische Wandel in der Personalstruktur
Untertitel
Eine Untersuchung der Rolle von Hypothesen
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V1010848
ISBN (eBook)
9783346403346
ISBN (Buch)
9783346403353
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandel, personalstruktur, eine, untersuchung, rolle, hypothesen
Arbeit zitieren
Alexandra König (Autor), 2016, Der demografische Wandel in der Personalstruktur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1010848

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