Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Investment and Finance

Risikoadjustierte Performancemaße zur Geschäftssteuerung von Banken

Title: Risikoadjustierte Performancemaße zur Geschäftssteuerung von Banken

Seminar Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katharina Abhau (Author)

Business economics - Investment and Finance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Um eine wertmaximierende Geschäftssteuerung von Banken zu ermöglichen, sind einheitliche Kennzahlen unentbehrlich, damit knappe Eigenmittel entsprechend der Ertragschancen zugewiesen oder einzelne Bereiche hinsichtlich ihrer Profitabilität verglichen werden. Der Schwerpunkt von traditionellen Kennzahlen lag dabei bisher entweder auf der isolierten Rentabilitätsmessung oder der isolierten Risikomessung. Risikoadjustierte Performancemaße ermöglichen hingegen eine integrierte Messung von Rentabilität und Risiko, so dass eine risikoorientierte Geschäftssteuerung von Banken erfolgen kann. Risk-Adjusted Performance Measurement (RAPM)-Kennzahlen stellen risikobereinigte Erfolgsmaße dar, die zu einer nicht durch unterschiedliche Risikopositionen verzerrten Performancebeurteilung dienen können.

Das Ziel dieser Hausarbeit liegt in der Darstellung und Interpretation risikoadjustierter Performancemaße, um darauf aufbauend die Geschäftssteuerung von Banken mittels RAPM-Kennzahlen auf Gesamtbankebene zu untersuchen.
Grundlage dieser Arbeit ist somit in Kapitel 2 die Erläuterung risikoadjustierter Performancemaße, die in Kapitel 2.1 und 2.2 auf die bekanntesten RAPM-Kennzahlen RORAC und RAROC begrenzt werden. Des weiteren wird in Kapitel 2.3 zur modelltheoretischen Fundierung der Bezug zum Capital Asset Pricing Modell (CAPM) hergestellt. In Kapitel 3 werden die Funktionen risikoadjustierter Performancemaße im Rahmen der Kapitalallokation erläutert, die in einer kritischen Beurteilung münden. Kapitel 4 beschreibt den möglichen Einsatz der Kennzahlen im Bankcontrolling. Hier wird bei gegebener Kapitalallokation untersucht, wie bereits bestehende Kennzahlensysteme durch RAPM-Kennzahlen erweitert bzw. modifiziert werden können, um eine integrierte Messung von Ertrag und Risiko im Planungs- und Kontrollprozess von Banken zu ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risikoadjustierte Performancemaße

2.1 RORAC

2.2 RAROC

2.3 Zusammenhang zwischen RAPM-Kennzahlen und CAPM

3. Risikoadjustierte Performancemaße zur Kapitalallokation

3.1 Kapitalallokation durch die Beurteilung von Geschäftsbereichen

3.2 Kritik

4. Risikoadjustierte Performancemaße zum Bankcontrolling

5. Schlussbemerkung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, risikoadjustierte Performancemaße (RAPM) darzustellen und zu interpretieren, um auf dieser Basis die Geschäftssteuerung von Banken mittels dieser Kennzahlen auf Gesamtbankebene kritisch zu untersuchen.

  • Grundlagen und Definitionen risikoadjustierter Performancemaße (RORAC und RAROC)
  • Modelltheoretische Fundierung durch den Bezug zum Capital Asset Pricing Modell (CAPM)
  • Einsatzmöglichkeiten der RAPM-Kennzahlen im Rahmen der Kapitalallokation
  • Integration der Kennzahlen in das Bankcontrolling und Modifikation bestehender Systeme
  • Kritische Analyse von Verzerrungspotenzialen und Anwendungsrestriktionen

Auszug aus dem Buch

2. Risikoadjustierte Performancemaße

Das Ziel von risikoadjustierten Performancemaßen ist die Abbildung und Analyse von verschiedenen Positionen, unter Berücksichtigung unterschiedlicher Risiken bei Einzelgeschäften, Geschäftsbereichen oder der Gesamtbank, um diese miteinander vergleichbar zu machen. Somit kann eine simultane Messung, Überwachung, Kontrolle und Steuerung des Risikos im Bankensektor erfolgen.

RAPM-Kennzahlen sind in der Literatur nicht einheitlich definiert. Charakteristisch für alle RAPM-Größen ist jedoch die simultane Betrachtung des Ergebnisses in Relation zu den damit eingegangenen Risiken. Erst wenn der genau zu spezifizierende Zweck der Ermittlung, der Zeitbezug, die zu berücksichtigten Risikoarten sowie die zu beurteilende Einheit festgelegt wurde, lassen sich die Komponenten der RAPM-Größen konkretisieren.

Traditionelle Renditemaße lassen sich je nach Umfang des als Bezugsgrundlage berücksichtigten Kapitals unterscheiden in Return on Assets (ROA) und Return on Investment (ROI) als Gesamtkapitalrendite bzw. Return on Equity (ROE) als Eigenkapitalrendite. Diese Einteilung kann auch den RAPM-Größen zugrunde gelegt werden. Eine Risikoadjustierung ist dabei sowohl bei der Erfolgsgröße im Zähler, als auch bei dem Kapital als dessen Bezugsgröße im Nenner möglich. Somit ergeben sich vier RAPM-Varianten als mögliche Risk-Return-Kennzahlen. RORAA (Return on Risk-Adjusted Assets) und RAROA (Risk-Adjusted Return on Assets) sind dabei abgeleitet von ROA. RORAC (Return on Risk-Adjusted Capital) und RAROC (Risk-Adjusted Return on Capital) bauen auf dem ROE (bzw. ROC, Return on Capital) auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Notwendigkeit risikoadjustierter Kennzahlen für eine wertmaximierende Geschäftssteuerung und skizziert den Aufbau sowie das Ziel der Untersuchung.

2. Risikoadjustierte Performancemaße: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von RORAC und RAROC und stellt den theoretischen Bezug zum Capital Asset Pricing Modell (CAPM) her.

3. Risikoadjustierte Performancemaße zur Kapitalallokation: Hier wird der Einsatz der Kennzahlen zur Zuweisung von Risikokapital auf Geschäftsbereiche untersucht, inklusive einer kritischen Würdigung der Problematiken.

4. Risikoadjustierte Performancemaße zum Bankcontrolling: Das Kapitel beschreibt, wie RAPM-Kennzahlen zur Erweiterung des klassischen Bankcontrollings und zur Verbesserung der Planungs- und Kontrollprozesse genutzt werden können.

5. Schlussbemerkung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Vorteile und Grenzen von RAPM-Kennzahlen und weist auf zukünftige Entwicklungsfelder hin.

Schlüsselwörter

Risikoadjustierte Performancemaße, RAPM, RORAC, RAROC, Banksteuerung, Kapitalallokation, Bankcontrolling, Risikokapital, Value-at-Risk, Eigenkapitalrendite, Shareholder Value, Kapitalmarktmodell, Performancebeurteilung, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt den Einsatz risikoadjustierter Performancemaße (RAPM) zur Steuerung von Bankgeschäften, da traditionelle Kennzahlen den Zusammenhang zwischen Ertrag und Risiko oft nur unzureichend abbilden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Herleitung von RORAC und RAROC, deren theoretische Basis im CAPM, die Anwendung in der Kapitalallokation sowie die Integration in moderne Bankcontrollingsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Eignung risikobereinigter Kennzahlen für die Gesamtbanksteuerung zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen, ob sie tatsächlich zu einer wertorientierten Geschäftsentscheidung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung der Kennzahlen an einem beispielhaften Modell zur Verdeutlichung der Berechnungslogik und der möglichen Verzerrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der RAPM-Kennzahlen, deren Anwendung zur Kapitalallokation auf Geschäftsbereiche sowie deren Nutzen für die Planung und Kontrolle im Bankcontrolling.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere RORAC, RAROC, Risikokapitalallokation, Value-at-Risk (VaR), Shareholder Value und die Risikoadjustierung von Bankrenditen.

Wie unterscheiden sich RORAC und RAROC laut Autorin?

Der RORAC setzt das Nettoergebnis ins Verhältnis zum Risikokapital, während der RAROC eine Weiterentwicklung darstellt, bei der das Nettoergebnis zusätzlich um eine risikoadjustierte Kapitalkostenkomponente (Risikoprämie) bereinigt wird.

Welche Problematik bei der Anwendung des VaR wird identifiziert?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Berechnung auf subjektiven Annahmen (Konfidenzniveau) beruhen kann und dass bei Portfolios mit geringem Risiko die Kennzahl RORAC gegen unendlich streben kann, was die Aussagekraft der Performancebeurteilung verzerrt.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Risikoadjustierte Performancemaße zur Geschäftssteuerung von Banken
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt)
Course
Seminar: Ausgewählte Fragen der Bankbetriebslehre
Grade
1,3
Author
Katharina Abhau (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V10115
ISBN (eBook)
9783638166454
Language
German
Tags
RORAC RAROC
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Abhau (Author), 2003, Risikoadjustierte Performancemaße zur Geschäftssteuerung von Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10115
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint