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Spielen als Teil der kindlichen Entwicklung. Untersuchung eines unterschätzten Phänomens und Anwendung in der Spieltherapie

Titel: Spielen als Teil der kindlichen Entwicklung. Untersuchung eines unterschätzten Phänomens und Anwendung in der Spieltherapie

Bachelorarbeit , 2021 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marie Seyfried (Autor:in)

Pädagogik - Reformpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit setzt sich mit dem Thema „Die Kraft des Spiels- ein unterschätztes Phänomen für die kindliche Entwicklung- unter dem Fokus Spieltherapie“ auseinander.

Die Arbeit ist in zwei Teile, die sich aufeinander beziehen, gegliedert, in die theoretischen Grundlagen und die Grundzüge der Spieltherapie. Die nachfolgende Beschäftigung mit den theoretischen Grundlagen des Phänomens Spiel sollen dazu dienen, das Medium der Spieltherapie kennenzulernen und einen Überblick über die Kräfte des Spiels auf die kindliche Entwicklung zu erhalten. Im ersten Teil werde ich allgemein auf das Phänomen Spiel eingehen. Es wird sich der Fragen angenähert, was das Wesen des Spiels ausmacht und welches Potential in ihm steckt. Darüber hinaus widmet sich dieser Teil den sogenannten “Spielverderbern” und es wird in diesem Kapitel der Frage nachgegangen, ob das freie Spiel gegenwärtig gefährdet ist. Dies bildet den Übergang zur Spieltherapie und verdeutlicht damit ihre Relevanz.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Thema der Spieltherapie und beginnt mit ihrer Begriffsannäherung. Es erfolgt die Auseinandersetzung mit der Entstehung der Spieltherapie in der Psychoanalyse als kurzer Abriss. Danach wird die Weiterentwicklung der Spieltherapie aus dem personenzentrierten Ansatz von Carl Rogers dargestellt. Die Reduzierung auf diese beiden Richtungen in meiner Arbeit ist damit zu begründen, dass sie die beiden konzeptuellen Hauptrichtungen sind, die in der aktuellen Praxis am relevantesten sind. Dieser Teil wird mit der Bedeutung des personenzentrierten Ansatzes in der (Sonder-)pädagogik mit der Heilpädagogischen Spieltherapie abgeschlossen. Im Schlussteil der Arbeit wird der Bogen zum Eingangsbeispiel, „Was schreibt der denn?“, gespannt und meine Erkenntnisse aus der Auseinandersetzung mit der unterschiedlichen Literatur darauf bezogen. Ebenso werden in diesem Teil die Forschungsfragen beantwortet und ein kurzer Ausblick wird gegeben. Diese Arbeit versteht sich als Annäherung an die Thematik der Spieltherapie und ist sich der verkürzten Darstellung in vielen Punkten bewusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung, Ziel- und Fragestellung

1. Spiel als ein unterschätztes Phänomen

1.1 Begriffsannäherung Spiel

1.2 Spiel als Kraft

1.3 „Spielverderber“ - ist das freie Spiel gegenwärtig gefährdet?

2. Spieltherapie als Zugang

2.1 Begriffsannäherung Spieltherapie

2.2 Entstehung einer psychoanalytischen Therapie für das Kind (Abriss)

2.2.1 Hans Zulliger- „Heilende Kraft des Spiels“

2.3 Der Einfluss des humanistischen Menschenbildes auf die Spieltherapie

2.3.1 Zum Personenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers

2.3.1.1 Nicht direktive Verfahren nach Virginia Axline

3.3.1.2 Zur Bedeutung des Ansatzes für die (Sonder-)Pädagogik- (heilpädagogische Spieltherapie)

3. Schlussteil

Zielsetzung und Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des kindlichen Spiels als unterschätztes Phänomen sowie dessen therapeutisches Potenzial. Dabei stehen die Forschungsfragen im Fokus, welche spezifischen Kräfte das Spiel auf die kindliche Entwicklung entfaltet, wie diese innerhalb der Spieltherapie genutzt werden können und welche förderlichen Rahmenbedingungen für diesen Prozess essenziell sind.

  • Die Untersuchung des Spiels als „Möglichkeitsraum“ für die kindliche Entwicklung.
  • Die Analyse von Spieltherapie als Zugang zur kindlichen Erlebniswelt.
  • Der Vergleich zwischen psychoanalytischen Ansätzen und dem personenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers.
  • Die Rolle der (heil-)pädagogischen Spieltherapie im Kontext heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen.

Auszug aus dem Buch

1.2 Spiel als Kraft

Das kindliche Spiel wird häufig als „Motor der kindlichen Entwicklung“ bezeichnet, der Schwerpunkt dieser Sichtweise bezieht sich meist auf die ersten Lebensjahre und auf die Grundschulzeit. In der Adoleszenz wird meist bewusst Abstand von infantilen Spielen wie z.B. den Rollenspielen im engeren Sinne genommen, die Jugendlichen befinden sich in der Phase des Ernstspiels, in dem die gesellschaftlichen Regeln und Prinzipien auf Herz und Nieren getestet werden (vgl. Zimpel, 2016, S.34). Dennoch bleibt das Spiel dem Menschen in einem erfüllten Leben ein lebenslanger Begleiter, nur die Form des Spiels ist stets im Wandel und somit ist häufig das Spiel in seinem Wesen erst auf dem zweiten Blick erkennbar. Was wäre eine Welt ohne Spiel? „It s not just an absence of games or sports. Life without play is a life without books, art, music, jokes, dramatic stories. Imagine a world with no flirting, no daydreaming, no comedy, no irony “(Brown, 2010, S.6). The opposite of play is not work- the opposite of play is depression“ (ebd., S.126). Dieses Zitat von Stuart Brown, dem Psychiater und Spielforscher, verdeutlicht Kernmerkmale des Spiels, die sich u.a. in Selbstbestimmtheit bzw. Autonomie im Spiel und durch das Betreten des Möglichkeitsraumes zeigen können (vgl. u.a. Hüther & Quarch, 2018, S.19). Die Individuen sind die "Schöpfer*innen" ihrer Spielsituationen und können sich in dem Spielraum, der von Angst und Selbstzweifeln und Bedrohungen des Selbst, geschützt ist, ausprobieren und ihre Umwelt und sich selbst erkunden. Erstarrt das Ausprobieren und Erkunden des Menschen, aufgrund von negativen Aufmerksamkeiten bzw. Erinnerungen, Rückzug und Passivität, kann die Person den Raum des Spiels nicht betreten, da Angst und andere negative Gefühle ihr Handeln hemmt (vgl. Strangler, 2018, S.69). Spiel ist Bewegung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung, Ziel- und Fragestellung: Die Einleitung skizziert die Bedeutung des Spiels vor dem Hintergrund der Pandemie und führt in die zentralen Forschungsfragen zur kindlichen Entwicklung und Spieltherapie ein.

1. Spiel als ein unterschätztes Phänomen: Dieses Kapitel nähert sich dem Wesen des Spiels begrifflich an, beschreibt seine Funktion als „Motor der Entwicklung“ und diskutiert Gefährdungen des freien Spiels durch Leistungsdruck.

2. Spieltherapie als Zugang: Hier wird die Spieltherapie als Methode vorgestellt, beginnend bei den psychoanalytischen Ursprüngen bis hin zur Weiterentwicklung durch den humanistischen, personenzentrierten Ansatz.

3. Schlussteil: Das letzte Kapitel führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, reflektiert das Eingangsbeispiel und gibt einen Ausblick auf die gesellschaftliche Relevanz des Schutzes von Spielräumen.

Schlüsselwörter

Spiel, Spieltherapie, Kindliche Entwicklung, Humanistische Psychologie, Personenzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Virginia Axline, Möglichkeitsraum, Selbstwirksamkeit, Flow-Erlebnis, Impulskontrolle, Resilienz, Spielverderber, Psychohygiene, Heilpädagogische Spieltherapie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Spiels als essenzielles Phänomen für die kindliche Entwicklung und untersucht, wie dieses Medium in der therapeutischen Praxis gezielt zur Unterstützung von Kindern eingesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den biologischen und psychologischen Grundlagen des Spiels, der historischen Entwicklung der Spieltherapie und der Bedeutung von Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche therapeutische Begleitung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, welche spezifischen Kräfte das Spiel auf die kindliche Entwicklung ausübt, wie diese in der Spieltherapie instrumentalisiert werden und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich diese Potenziale entfalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturrecherche, um den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu analysieren und theoretische Grundlagen sowie praktische Ansätze fundiert gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Wesen und die Bedeutung des freien Spiels analysiert. Anschließend erfolgt ein Abriss über die Entstehung der Spieltherapie aus der Psychoanalyse sowie die detaillierte Darstellung des personenzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers und Virginia Axline.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Spiel, Spieltherapie, Personenzentrierter Ansatz, Selbstwirksamkeit, Flow-Erlebnis, Resilienz und kindliche Entwicklung.

Wie definiert der Autor das "Spiel" im Kontext der Therapie?

Spiel wird als "Möglichkeitsraum" und "Sprache des Kindes" verstanden, in dem sich das Individuum angstfrei und selbstbestimmt erproben und seine emotionale Erlebniswelt verarbeiten kann.

Welche Bedeutung hat der personenzentrierte Ansatz nach Rogers?

Dieser Ansatz bildet das humanistische Fundament, das das Kind in seinem Kern als aktiv und positiv betrachtet. In der Therapie wird hierbei der Fokus auf eine empathische, wertschätzende Beziehung und die Förderung der Selbstaktualisierung gelegt.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spielen als Teil der kindlichen Entwicklung. Untersuchung eines unterschätzten Phänomens und Anwendung in der Spieltherapie
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,0
Autor
Marie Seyfried (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
42
Katalognummer
V1011753
ISBN (eBook)
9783346419002
ISBN (Buch)
9783346419019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spiel Spielentwicklung Entwicklungspsychologie Spieltherapie Begriffsannäherung Spiel Sprache des Kindes Pädagogik Psychologie Sonderpädagogik Heilpädagogische Spieltherapie Rogers Axline Zulliger Mogel Personenzentrierter Ansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie Seyfried (Autor:in), 2021, Spielen als Teil der kindlichen Entwicklung. Untersuchung eines unterschätzten Phänomens und Anwendung in der Spieltherapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011753
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Leseprobe aus  42  Seiten
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