Diese Arbeit untersucht die Frage, inwiefern das Ausbildungsmarketing ein Unternehmen dabei unterstützen kann, passendes Personal zu finden. Von dem Anstieg der Abiturientenzahlen profitieren insbesondere Universitäten, die innerhalb der letzten Jahre immer mehr Studienanfänger verzeichnen. Die klassische duale Ausbildung hingegen gerät währenddessen immer weiter ins Hintertreffen.
Das ehemals so hochgelobte duale Ausbildungssystem Deutschlands scheint sich augenscheinlich in einer Krise zu befinden. Viele Branchenvertreter klagen bereits über den schwachen Zustrom an Bewerbern. Begünstigt wird diese negative Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich durch den Fachkräftemangel, welcher auch demographisch bedingt scheint. Der rückläufige Zustrom von Bewerbern, stellt Unternehmen gleich vor mehreren Herausforderungen. Viele Bewerber entscheiden sich bewusst für die Hochschule. Ebenfalls auffällig ist, dass ein hoher Mangel an Bewerbern innerhalb bestimmter Berufsbranchen existiert. Dies kann darauf hinweisen, dass einige Ausbildungsberufe bewusst von Bewerbenden gemieden werden. Hier scheint sich das vermittelte Berufsbild zu einem immer stärkeren Faktor zu entwickeln.
Um auch weiterhin die Qualität des Personals sicherzustellen, werden neue Denk- und Handlungsansätze in der Personalbeschaffungspolitik benötigt. Einer dieser neuen Ansätze wird durch den Begriff des Ausbildungsmarketing beschrieben. Ausbildungsmarketing verlagert den Fokus der Personalbeschaffung auf die Zielgruppe der Auszubildenden und möchte Unternehmen dabei helfen, passendes Personal zu finden und an das Unternehmen zu binden, insbesondere in Zeiten verringerter Bewerberzahlen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des Personalmarketings
2.2 Ausbildungsmarketing
2.2.1 Kommunikationspolitik des Ausbildungsmarketings
2.2.2 Chancen und Risiken des Ausbildungsmarketings
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Ausbildungsmarketing Unternehmen dabei unterstützen kann, geeignetes Personal zu gewinnen und langfristig an den Betrieb zu binden, insbesondere angesichts sinkender Bewerberzahlen und demografischer Herausforderungen.
- Grundlagen und Definitionen des Personalmarketings
- Struktur und Instrumente des Ausbildungsmarketings
- Bedeutung der Kommunikationspolitik in der Zielgruppenansprache
- Rolle der Multimediakommunikation im digitalen Zeitalter
- Analyse der Chancen und Risiken bei der Implementierung von Ausbildungsmarketing-Strategien
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Kommunikationspolitik des Ausbildungsmarketings
Die Kommunikationspolitik eines Unternehmens ist sicherlich einer der auffälligsten Bestandteile des Marketingkonzept und wird von den meisten Menschen aktiv wahrgenommen. Aufgrund der Tatsache, das Ausbildungsmarketing sich stark an den Inhalten der Marketinglehre orientiert, wird zunächst die Definition der Kommunikationspolitik im allgemeinen betrachtet. Die Kommunikationspolitik wird häufig falsch ausgelegt und allein mit dem Instrument der Werbung in Verbindung gebracht. Eine Definition nach Kroeber-Riel interpretiert die Kommunikationspolitik als die Summe aller Maßnahmen eines Unternehmens, die darauf gerichtet sind, Information über das Angebot und das Marketing eines Unternehmens zu vermitteln als auch die Empfänger in den Diensten des Marketings zu beeinflussen.
Die wesentlichen Kernpunkte dieser Definition, nämlich das Informieren als auch die Beeinflussung der Empfänger, lassen sich auch in anderen Definitionen wiederfinden. So schreibt Meffert, dass die Kommunikationspolitik als bewusste Gestaltung aller Informationen einer Unternehmung zum Zweck der Verhaltenssteuerung aktueller und potenzieller Konsumenten verstanden werden kann. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten kann dabei auf zwei unterschiedlichen Wegen verlaufen. Je nachdem welche Maßnahme verwendet wird, werden diese in 1. die unpersönliche Kommunikation und 2. die persönliche Kommunikation unterteilt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Krise des dualen Ausbildungssystems und den wachsenden Fachkräftemangel als Ausgangslage für die Notwendigkeit neuen Ausbildungsmarketings.
2. Grundlagen des Personalmarketings: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Personal und Marketing im Kontext der Personalbeschaffung und leitet daraus das Konzept des strategischen Personalmarketings ab.
2.2 Ausbildungsmarketing: Hier wird der Fokus auf die spezifische Zielgruppe der Auszubildenden gelegt und die Übertragung klassischer Marketingkonzepte auf den Ausbildungsbereich erläutert.
2.2.1 Kommunikationspolitik des Ausbildungsmarketings: Dieser Abschnitt analysiert, wie Unternehmen mittels Kommunikation, insbesondere der Multimediakommunikation, ihre Zielgruppe erreichen und beeinflussen können.
2.2.2 Chancen und Risiken des Ausbildungsmarketings: Dieses Kapitel diskutiert die Vorteile, wie die Reichweitensteigerung, gegenüber den Herausforderungen bezüglich Ressourcenaufwand und strategischer Ganzheitlichkeit.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ausbildungsmarketing eine notwendige und zukunftsfähige Strategie zur Personalfindung darstellt, deren Erfolg maßgeblich von der richtigen Instrumentenwahl abhängt.
Schlüsselwörter
Ausbildungsmarketing, Personalmarketing, Personalbeschaffung, Fachkräftemangel, Kommunikationspolitik, Multimediakommunikation, Zielgruppenorientierung, Arbeitgeberattraktivität, Rekrutierung, duale Ausbildung, Personalbindung, Digitalisierung, Marketinginstrumente, Bewerbermanagement, Unternehmensimage.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch gezielte Marketingmaßnahmen im Ausbildungsbereich der sinkenden Bewerberzahl entgegenwirken und geeignetes Personal finden können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen das allgemeine Personalmarketing, das spezifische Ausbildungsmarketing, moderne Kommunikationswege und die Analyse von Chancen sowie Risiken dieser Ansätze.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu beurteilen, inwiefern Ausbildungsmarketing als strategisches Instrument Unternehmen dabei unterstützt, den Herausforderungen am modernen Ausbildungsmarkt gerecht zu werden.
Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Definitionen und Marketinginstrumente gegenüberstellt und bewertet.
Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil fokussiert sich auf die Kommunikationspolitik, insbesondere die Rolle der Multimediakommunikation und sozialer Netzwerke zur Ansprache der Zielgruppe der Jugendlichen.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Ausbildungsmarketing, Kommunikationspolitik, Fachkräftemangel, Arbeitgeberattraktivität und Personalbeschaffung.
Warum spielt die Multimediakommunikation laut Autor eine so große Rolle?
Weil die primäre Zielgruppe der Jugendlichen den Großteil ihrer Zeit in digitalen Räumen verbringt und Unternehmen über diese Medien effizient und kostengünstig Reichweite erzielen können.
Welche Empfehlung gibt der Autor für kleine und mittelständische Unternehmen?
Der Autor empfiehlt, sich auf kostengünstige Kommunikationsinstrumente wie soziale Netzwerke zu konzentrieren, um trotz begrenzter Ressourcen effektiv am Markt präsent zu sein.
- Arbeit zitieren
- Ganem Abbas (Autor:in), 2020, Personal- und Ausbildungsmarketing bei der Mitarbeitersuche. Kommunikationspolitik, Chancen, Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011785