This paper is about the European Central Bank Monetary Policy and the View of the Sovereign Debt Crisis.
„Whatever it takes“– three simple but effective words had the desired effect and calmed the government bond markets in the summer of 2012, whose developments in the wake of the European sovereign debt crisis had led to immense financing difficulties for some member states of the euro area. Even more, the statement by Mario Draghi, then president of the European
Central Bank (ECB), underlined the determination with which the ECB is willing to prevent a possible break up of the euro area. The measures taken by the ECB have included interest rate cuts, negative interest rates and purchase programmes of various assets. However, the ECB's measures did not meet with the exclusive approval of experts, they sometimes caused harsh
public criticism and even the judiciary, in form of the Bundesverfassungsgericht (German Federal Constitutional Court) and the European Court of Justice (ECJ), had to address the issue.
Against this background, this assignment aims to examine whether the monetary policy of the
ECB infringes Article 123 (1) Treaty on the Functioning of the European Union (TFEU) which states the prohibition on monetary financing of member state budgets. To begin with, the origins of the European sovereign debt crisis are explained. The paper then outlines selected non-standard monetary policy measures taken by the ECB to mitigate the effects of the crisis, in form of Outright Money Transactions (OMTs) and the Public Sector Purchase Programme (PSPP). The fourth chapter focuses on the PSPP and analyses the programme against the background of Article 123(1) TFEU.
Inhaltsverzeichnis
1 Introduction
2 European Sovereign Debt Crisis
3 Non-standard monetary policy measures of the ECB
3.1 Outright Money Transactions
3.2 Public Sector Purchase Programme
4 Analysis of the PSPP in relation to Article 123 (1) TFEU
4.1 Economic perspective
4.2 Bundesverfassungsgericht
4.3 Judgment of the European Court of Justice
5 Conclusion
5.1 Achievement of objectives
5.2 Future outlook/ perspectives
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, ob die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), insbesondere im Kontext des Public Sector Purchase Programme (PSPP), gegen das Verbot der monetären Staatsfinanzierung gemäß Artikel 123 (1) TFEU verstößt.
- Analyse der Ursachen der europäischen Staatsschuldenkrise.
- Untersuchung der nicht-standardmäßigen geldpolitischen Maßnahmen der EZB (OMTs und PSPP).
- Bewertung des PSPP im Hinblick auf die ökonomischen Auswirkungen und die Vereinbarkeit mit dem Unionsrecht.
- Diskussion der Urteile des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs.
- Ausblick auf aktuelle geldpolitische Herausforderungen wie das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP).
Auszug aus dem Buch
4.1 Economic perspective
The Eurosystem’s purchases of sovereign bonds drive demand, thereby increasing the price of the bonds and reducing the yield paid on these securities in the secondary markets. The yield rate in secondary markets indirectly affects that in the primary markets because otherwise there would be arbitrage possibilities for investors. This implies that the effective yield of newly issued sovereign bonds in the primary markets is lowered, leading to an improvement of refinancing conditions of indebted member states, in the form of lower average interest rates paid on sovereign debt. Economists of the ECB have concluded that the bond purchases conducted under the PSPP have lowered the yields in the sovereign bond market in the euro area by about 1 percent.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Introduction: Einführung in die Thematik der EZB-Geldpolitik während der Staatsschuldenkrise und Darstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich Artikel 123 (1) TFEU.
2 European Sovereign Debt Crisis: Darstellung der Entstehung der Staatsschuldenkrise durch Kreditbooms, Leistungsbilanzungleichgewichte und die Folgen der globalen Finanzkrise für den Euro-Raum.
3 Non-standard monetary policy measures of the ECB: Erläuterung der Instrumente Outright Monetary Transactions (OMTs) und Public Sector Purchase Programme (PSPP) als Reaktion auf die Marktvolatilität.
4 Analysis of the PSPP in relation to Article 123 (1) TFEU: Kritische Analyse des PSPP aus ökonomischer Sicht sowie Darstellung der rechtlichen Auseinandersetzungen vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof.
5 Conclusion: Zusammenfassende Bewertung der Vereinbarkeit des PSPP mit den EU-Verträgen und Ausblick auf zukünftige Maßnahmen wie das PEPP im Kontext der Covid-19-Krise.
Schlüsselwörter
Europäische Zentralbank, EZB, PSPP, Staatsschuldenkrise, Artikel 123 TFEU, monetäre Staatsfinanzierung, Eurosystem, Staatsanleihen, Geldpolitik, Bundesverfassungsgericht, Europäischer Gerichtshof, OMT, Rendite, Defizit, PEPP.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die geldpolitischen Maßnahmen der EZB, insbesondere das Anleihekaufprogramm PSPP, und deren Vereinbarkeit mit dem Verbot der monetären Staatsfinanzierung in der EU.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Themen gehören die Ursachen der europäischen Staatsschuldenkrise, die Funktionsweise nicht-standardmäßiger geldpolitischer Instrumente und die rechtliche Würdigung dieser durch nationale und europäische Gerichte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu klären, ob das PSPP gegen Artikel 123 (1) TFEU verstößt, welcher die EZB daran hindert, direkte Haushaltsfinanzierungen für Mitgliedstaaten durchzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die ökonomische Daten und Grafiken mit einer juristischen Analyse von Gerichtsurteilen und Verträgen verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Krisenursachen, die detaillierte Beschreibung der Kaufprogramme sowie die Analyse der ökonomischen Effekte und der rechtlichen Argumentationslinien von BVerfG und ECJ.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind EZB, PSPP, Staatsschuldenkrise, Artikel 123 TFEU und monetäre Staatsfinanzierung.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Europäischen Gerichtshofs?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Argumentation des ECJ in Bezug auf die Vereinbarkeit des PSPP mit dem EU-Recht in vielen Punkten nicht hinreichend überzeugend ist.
Welchen Einfluss hat das Programm auf die Haushaltsdisziplin der Staaten?
Der Autor argumentiert, dass das PSPP den Anreiz für Mitgliedstaaten verringert, eine solide Haushaltspolitik zu verfolgen, da die Anleihenkäufe die Finanzierungsbedingungen künstlich verbessern.
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- Felix Lesch (Author), 2020, European Central Bank Monetary Policy. The View of the Sovereign Debt Crisis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011820