Diese Arbeit betrachtet die drei Themenfelder der qualitativen Interviewleitfäden, gruppenbasierten Interviewverfahren, sowie die Gütekriterien qualitativer Forschung.
Die Befragung ist die, in den empirischen Sozialwissenschaften, am häufigsten eingesetzte Methode zur Datenerhebung, um Fakten, Wissen, Meinungen, Einstellungen oder Bewertungen in sozialen Gruppen zu entdecken. Definiert wird das wissenschaftliche Interview als zielgerichtete, systematische und regelgeleitete Generierung und Erfassung von verbalen Äußerungen einer oder mehrerer Befragungspersonen zu ausgewählten Aspekten ihres Wissens, Erlebens und Verhaltens in mündlicher Form.
Das Interview wird von einem Interviewer, welcher zugrunde liegende verbale Fragen einer Befragungsperson stellt, die Antworten dokumentiert und systematisch analysiert, durchgeführt. Zentral bei einem Interview ist neben den Komponenten Interviewer, Befragungsperson und Interviewfragen, die Befragungssituation. Die unterschiedlichen Formen einer Befragung lassen sich nach verschiedenen Klassifikationskriterien differenzieren.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe A1: Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens
Operationalisierung
Konzeption des Interviewleitfadens
Aufbau und operative Durchführung
Auswahl der qualitativen Stichprobe (noch nicht fertig)
Aufgabe A2:
Gruppenbasierte Interviewverfahren
Vor- und Nachteile gruppenbasierter Interviewverfahren
Einsatzbereiche und Ziele gruppenbasierter Interviewverfahren
Die Fokusgruppe
Aufgabe A3
Gütekriterien qualitativer Forschung
Vier Kriterien der Glaubwürdigkeit von Lincoln und Guba
Anwendung der Gütekriterien auf die qualitative Inhaltsanalyse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den methodischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung, insbesondere mit der Konzeption von Interviewleitfäden, gruppenbasierten Befragungsverfahren und der Anwendung wissenschaftlicher Gütekriterien zur Qualitätssicherung.
- Konzeption und Operationalisierung qualitativer Interviews
- Einsatz und Durchführung gruppenbasierter Interviewverfahren
- Methodik der Fokusgruppen-Befragung
- Übertragung und Anwendung von Gütekriterien auf die qualitative Inhaltsanalyse
- Validitäts- und Verlässlichkeitsprüfung in der qualitativen Forschung
Auszug aus dem Buch
Die Fokusgruppe
Bei der Fokusgruppe handelt es sich um eine spezielle Technik der qualitativen Gruppenbefragung, die sich aus dem fokussierten Interview heraus entwickelt hat. Unter Fokusgruppen werden alle Gruppenverfahren verstanden, die anhand eines moderierten und strukturierten Verfahrens eine zeitlich begrenzte und thematisch orientierte Gruppeninteraktion zu einem bestimmten Thema mittels eines Stimulus initiieren. Die Teilnehmenden werden vorab anhand bestimmter Kriterien zusammengestellt.
Der Ablauf der Fokusgruppen-Methode besteht aus vier zentralen Arbeitsphasen: Zu Beginn steht die Planung der Fokusgruppen-Diskussion. Ein geeigneter Grundreiz muss ausgewählt, ein stimmiger Diskussionsleitfaden zusammengestellt und beides praktisch erprobt werden. Zudem muss der Diskussionsleitende ausgewählt und geschult und Teilnehmende rekrutiert und sinnvoll in kleine Gruppen eingeteilt werden. Meist wird mit Ad-hoc-Gruppen gearbeitet, teilweise aber auch mit natürlichen Gruppen, dessen Personen sich einander bereits kennen. Beides hat Vor- und Nachteile: Unbekannte haben sich unter Umständen mehr zu erzählen, während unter Bekannten eine entspanntere Atmosphäre herrscht.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe A1: Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Interviewführung und beschreibt, wie durch Operationalisierung und gezielte Leitfadenkonstruktion eine wissenschaftliche Datenerhebung vorbereitet wird.
Aufgabe A2:: Hier werden die theoretischen Hintergründe und praktischen Besonderheiten von Gruppeninterviews sowie die spezifische Methode der Fokusgruppen-Diskussion detailliert beleuchtet.
Aufgabe A3: Dieses Kapitel widmet sich der wissenschaftlichen Qualitätssicherung durch Gütekriterien und zeigt auf, wie diese spezifisch auf die qualitative Inhaltsanalyse angewendet werden können.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Interviewleitfaden, Fokusgruppe, Gütekriterien, Inhaltsanalyse, Operationalisierung, Reliabilität, Validität, Glaubwürdigkeit, Gruppendynamik, Sozialforschung, Datenhebung, Unternehmensreputation, Forschungsdesign, Stichprobe.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Anliegen der Arbeit?
Die Arbeit dient der Vertiefung wissenschaftlicher Methoden in der empirischen Sozialforschung mit einem Fokus auf qualitative Erhebungstechniken.
Welche Befragungsmethoden werden primär behandelt?
Die Arbeit konzentriert sich auf qualitative Einzelexplorationen, gruppenbasierte Interviewverfahren und das spezifische Instrument der Fokusgruppe.
Welches Ziel verfolgt die Konzeption des Interviewleitfadens?
Ziel ist die systematische und regelgeleitete Datenerhebung zur Messung der Unternehmensreputation am Beispiel des Pflegedienstes Herbstzeit.
Wie wird die Qualität der Forschung sichergestellt?
Durch die Anwendung von Gütekriterien wie Glaubwürdigkeit, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit, speziell adaptiert auf die qualitative Inhaltsanalyse.
Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt der Arbeit?
Der Fokus liegt auf der methodischen Planung, der Durchführung von Befragungen sowie der kritischen Reflexion wissenschaftlicher Standards in qualitativen Studien.
Welche Rolle spielen Gütekriterien bei der Inhaltsanalyse?
Sie dienen dazu, die Intersubjektivität und Verlässlichkeit der Analyse durch Instrumente wie Intercoder- und Intracoder-Reliabilität zu gewährleisten.
Warum wird in der Arbeit das Modell von Eisenegger verwendet?
Das Modell von Mark Eisenegger dient der Operationalisierung der Unternehmensreputation in die Dimensionen funktionale, soziale und expressive Reputation.
Welche Bedeutung haben "Ankerbeispiele" für die Inhaltsanalyse?
Ankerbeispiele aus dem Textmaterial dienen dazu, die Zuordnung von Textstellen zu Kategorien zu präzisieren und verständlich zu machen.
- Citar trabajo
- Stephanie Krüger (Autor), 2021, Konzeption eines qualitativen Interviewleitfadens, gruppenbasierte Interviewverfahren und Gütekriterien qualitativer Forschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011887