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Sexualpädagogische Bildung in Schule und Jugendarbeit. Herausforderungen und Professionalisierungsbedarf

Title: Sexualpädagogische Bildung in Schule und Jugendarbeit. Herausforderungen und Professionalisierungsbedarf

Bachelor Thesis , 2020 , 95 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) Nadja Uffelmann (Author)

Social Work
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Die vorliegende Bachelorarbeit gibt einen Überblick über das Thema Jugendsexualität und die daraus hervorgehenden möglichen Herausforderungen sowie erforderlichen Professionalisierungsmaßnahmen der sexualpädagogischen Bildung in der Schule und Jugendarbeit. Es bedarf einer gewissen soziohistorischen und soziokulturellen Perspektive, um die Schwierigkeiten einer emanzipatorisch etablierten und Sexualität bejahenden sexualpädagogischen Bildung zu realisieren.

Um die Forschungsfrage zu beantworten, welche Herausforderungen zu erkennen sind und welche erforderlichen Professionalisierungsmaßnahmen sich ergeben, wird diese Arbeit mit Hilfe einer systematischen Literaturanalyse erörtert. Diese umfasst diverse Literaturquellen aus den letzten 60 Jahren sowie eine repräsentative Wiederholungsbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahr 2015, die sich mit Trendentwicklungen Jugendlicher auseinandersetzt und die Entwicklung im Übergang vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen verfolgt. Die Ergebnisse aus der Befragung verdeutlichen die Problematiken, mit denen die (sexual-)pädagogischen Fachkräfte konfrontiert werden. Im Anschluss werden einige notwendige Maßnahmen der Professionalisierung demonstriert. Diese stellen eine Anregung zu einer erneuerten und überarbeiteten Etablierung sexueller Bildung in der Schule und Jugendarbeit dar.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung „Sexualität“

3 Geschichtlicher Verlauf

4 Begriffsbestimmung „Pubertät“ und „Adoleszenz“

5 Sexualverhalten Jugendlicher

6 Kontrazeptionsverhalten Jugendlicher

7 Vertrauenspersonen bei sexuellen Fragen

8 Sozialisationsinstanz Schule

8.1 Sexuelle Bildung im schulischen Kontext

8.2 Kenntnisstand der Jugendlichen bei sexuellen Themen

9 Herausforderungen der sexuellen Bildung in Schule und Jugendarbeit

9.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede

9.2 Scham in der sexuellen Bildung

9.3 Heikle Themen

9.3.1 Sexuelle Vielfalt und Heteronormativität

9.3.2 Sexuelle Identität

9.3.3 Sexuelle Bildung und Medien

9.3.3.1 Pornografie

9.4 Defizite pädagogischer Fachkräfte

10 Professionalisierungsmaßnahmen der sexuellen Bildung

10.1 Fokus: Offene Jugendarbeit als notwendige Instanz der (schulischen) sexuellen Bildung

10.2 Notwendige Kompetenzen der (sexual-)pädagogischen Fachkräfte

10.3 Fort- und Weiterbildungsangebote für (sexualpädagogische) Fachkräfte

10.4 Überlegungen zur Methodik und Didaktik eines theoretischen Unterrichtsentwurfs zum Thema sexuelle Bildung

11 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen und den Professionalisierungsbedarf der sexuellen Bildung in Schulen und der Jugendarbeit. Ziel ist es, durch eine systematische Literaturanalyse und die Einbeziehung empirischer Wiederholungsbefragungen aktuelle Problemfelder wie Tabuisierungen, mediale Einflüsse und die Rolle der pädagogischen Fachkräfte aufzuzeigen, um fundierte Anregungen für eine modernisierte sexuelle Bildung zu formulieren.

  • Historische Entwicklung und gesellschaftliche Einordnung der Jugendsexualität.
  • Analyse des aktuellen Sexualverhaltens und der Verhütungspraktiken Jugendlicher.
  • Diskussion heikler Themen wie Pornografie, sexuelle Identität und Vielfalt.
  • Identifikation pädagogischer Defizite und notwendiger Kompetenzentwicklungen.
  • Erarbeitung methodisch-didaktischer Ansätze für eine zeitgemäße sexuelle Bildung.

Auszug aus dem Buch

3 Geschichtlicher Verlauf

Durch die weltlichen Gewalthaber und die verschiedenen Kirchenführer unserer Gesellschaft beeinflusst die Menschheit diverse soziale Normen und infolgedessen verschiedene sexuelle Normen, die zu einer in der Gesellschaft vorherrschenden Sexualmoral führen. Genauso wechselhaft wie die Gesellschaft im Ganzen, wandeln sich ebenfalls gesellschaftliche Normen- und Wertevorstellungen im Laufe der Zeit. Die Verfolgung und Hinrichtung von Lesbierinnen bis 1871 und der darauffolgende in Kraft gesetzte § 175 des deutschen Strafgesetzbuches, der Sexualität zwischen männlichen Personen strafbar machte, wäre zu heutiger Zeit kaum vorstellbar. Im Jahre 1969 wurde § 175 StGB infolgedessen abgeschafft. Von der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts über die goldenen Zwanziger, die Rasseideologie der Nationalsozialisten, von der Adenauer-Ära hin zur deutschen Sexwelle der 1968er Jahre, wandelten sich die Moral- und Wertevorstellungen der Menschheit drastisch. (Becker, 2011:20)

Die „68er Bewegung“ hatte unter anderem die (sehr radikale) Befreiung von sexuellen Zwängen zum Ziel und ging durch Forderungen in öffentlichen Demonstrationen mit einer gesellschaftlichen Revolutionierung einher (Müller, 1992:17). Anstoß dieser sexuellen Revolution machte so auch die Erfindung der Antibabypille, die zum ersten Mal die Verbindung von Sexualität und Fortpflanzung trennte und ganz Deutschland enthemmte (Meves, 2008:12). Gleichzeitig wurde die für die christliche Religion typische normative Bindung von Sex und Ehe aufgehoben (Menne & Rohloff, 2014:10). Unter Einsatz akribisch eingesetzter Mithilfe von staatlichen Organisationen brachte die deutsche Gesellschaft Parteilichkeit und Despotie zu sexuellen Themen hervor.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der veränderten sexuellen Bildung ein und verdeutlicht die Notwendigkeit einer emanzipatorischen Herangehensweise in Schule und Jugendarbeit.

2 Begriffsbestimmung „Sexualität“: Dieses Kapitel verortet Sexualität als grundlegendes menschliches Bedürfnis und beleuchtet die Wandlung des Begriffs vom reinen Fortpflanzungsaspekt hin zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Identität und Erotik.

3 Geschichtlicher Verlauf: Hier wird der historische Wandel gesellschaftlicher Moralvorstellungen und sexueller Normen in Deutschland von der Kaiserzeit bis zur sexuellen Befreiung der 68er Jahre dargelegt.

4 Begriffsbestimmung „Pubertät“ und „Adoleszenz“: Das Kapitel erläutert die physiologischen und psychosozialen Entwicklungsprozesse während der Pubertät und Adoleszenz sowie die damit verbundenen Anforderungen an Jugendliche.

5 Sexualverhalten Jugendlicher: Es wird analysiert, wie sich das Sexualverhalten Jugendlicher entwickelt hat und welche Rolle Tabuisierung sowie mediale Einflüsse dabei spielen.

6 Kontrazeptionsverhalten Jugendlicher: Der Fokus liegt auf der Anwendung von Verhütungsmitteln beim ersten Geschlechtsverkehr und den Herausforderungen für die Aufklärung in Schulen.

7 Vertrauenspersonen bei sexuellen Fragen: Dieses Kapitel beleuchtet, an wen sich Jugendliche wenden, wenn sie Fragen zu Sexualität haben, wobei eine Verschiebung von den Eltern hin zu Gleichaltrigen und digitalen Medien erkennbar wird.

8 Sozialisationsinstanz Schule: Es wird die Rolle der Schule als Ort der sexuellen Bildung und die historische Entwicklung der entsprechenden Lehrpläne analysiert.

9 Herausforderungen der sexuellen Bildung in Schule und Jugendarbeit: Hier werden geschlechtsspezifische Unterschiede, die Rolle von Scham und der Umgang mit heiklen Themen wie Vielfalt und Pornografie kritisch betrachtet.

10 Professionalisierungsmaßnahmen der sexuellen Bildung: Dieser Abschnitt widmet sich den notwendigen Kompetenzen für pädagogische Fachkräfte und zeigt Wege für eine effektive Professionalisierung auf.

11 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert die Etablierung einer ganzheitlichen, altersgerechten und vernetzten sexuellen Bildung als festen Bestandteil des Schulalltags.

Schlüsselwörter

Sexuelle Bildung, Jugendsexualität, Schule, Jugendarbeit, Professionalisierung, Pubertät, Adoleszenz, Aufklärung, Verhütungsverhalten, Medieneinfluss, Pornografie, sexuelle Identität, Heteronormativität, pädagogische Fachkräfte, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und die aktuelle Situation der sexuellen Bildung in Schulen und der Jugendarbeit in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Herausforderungen bei der Umsetzung und den notwendigen Professionalisierungsmaßnahmen für Fachkräfte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind der geschichtliche Wandel der Sexualmoral, das Sexual- und Verhütungsverhalten heutiger Jugendlicher, der Einfluss von digitalen Medien sowie der Umgang mit komplexen Themen wie sexueller Identität und Vielfalt im pädagogischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die bestehenden Lücken und Herausforderungen in der heutigen sexuellen Bildung zu identifizieren und auf Basis einer fundierten Analyse Konzepte zur Professionalisierung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften vorzuschlagen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Bachelorarbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von repräsentativen Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), um ein aktuelles Bild der Thematik zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Begriffsdefinitionen und historischen Hintergründen insbesondere die spezifischen Herausforderungen wie Schamgefühl, der Einfluss von Pornografie, geschlechtsspezifische Bedürfnisse und die mangelnde institutionelle Vorbereitung von Fachkräften erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie sexuelle Bildung, Jugendsexualität, Professionalisierung, Schule, Jugendarbeit, mediale Einflüsse und Identitätsentwicklung beschreiben.

Warum ist die Rolle der Lehrkräfte so kritisch für die sexuelle Bildung?

Laut der Arbeit sind Lehrkräfte oft unzureichend ausgebildet, fühlen sich mit der Thematik überfordert und stoßen auf Widerstände im institutionellen Rahmen, was eine ganzheitliche Aufklärung erschwert.

Welche Bedeutung haben digitale Medien für Jugendliche in diesem Kontext?

Digitale Medien fungieren als primäre Informationsquelle, bergen jedoch auch Risiken wie die Konfrontation mit Pornografie, die ein falsches Bild von Normalität und Sexualität vermitteln kann, was wiederum den pädagogischen Beratungsbedarf erhöht.

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Details

Title
Sexualpädagogische Bildung in Schule und Jugendarbeit. Herausforderungen und Professionalisierungsbedarf
College
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) Nadja Uffelmann (Author)
Publication Year
2020
Pages
95
Catalog Number
V1011889
ISBN (eBook)
9783346432124
Language
German
Tags
sexualpädagogische bildung schule jugendarbeit herausforderungen professionalisierungsbedarf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) Nadja Uffelmann (Author), 2020, Sexualpädagogische Bildung in Schule und Jugendarbeit. Herausforderungen und Professionalisierungsbedarf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011889
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