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Die Entwicklung der Kirche unter Berücksichtigung des nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses

Die Konzile von Nicäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalzedon

Titel: Die Entwicklung der Kirche unter Berücksichtigung des nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses

Hausarbeit , 2019 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Roman Kris (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit hat das Ziel, die Entstehung der Kirche in den ersten vier Jahrhunderten unter der besonderen Berücksichtigung des nicäno-konstantinopolitanischen Symbolums aufzuzeigen.

Der Fokus liegt überwiegend auf der kurzen Auseinandersetzung mit den vier ökumenischen Konzilen: Konzil von Nicäa (325), das Konzil von Konstantinopel (381), das Konzil von Ephesus (431) und das Konzil von Chalzedon (451). Des Weiteren wird auch auf die christologischen und trinitätstheologischen Entwürfe eingegangen.

Das lateinische Nomen concilium, das vielleicht vom Verbum calare = "rufen" und der Präposition cum = "zusammen" gebildet ist, bezeichnet im klassischen Wortsinn das bewirkte Zusammenkommen einer Gruppe von Menschen, beispielsweise an einem Verein oder bei einer Versammlung eines nicht römischen Volksstammes. Somit ist der Ursprung des Wortes "Konzil" aus dem lateinischen Sprachgebrauch von concilium zu Konzil übergegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was ist ein Konzil: Bedeutung und ökumenischer Charakter

Christologische und trinitätstheologische Entwürfe der ersten drei Jahrhunderte

Konzil von Nizäa: Arianischer Streit, Symbolum Nicänum

Das Konzil von Konstantinopel und die Beendigung des trinitarischen Streits

Christologische Modelle der zweiten Hälfe des 4. Jh. und der Ursprung des Streites um Nestorius

Der Streit um Nestorius und das Konzil von Ephesus

Der Streit um Eutyches, Monophysitismus und die Räubersynode

Die Räubersynode

Konzil von Chalzedon

Das Glaubensbekenntnis

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kirchengeschichtliche Entwicklung in den ersten vier Jahrhunderten mit einem spezifischen Fokus auf die Entstehung und Präzisierung des nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses sowie der theologischen Auseinandersetzungen im Rahmen der vier großen ökumenischen Konzile.

  • Historische und theologische Bedeutung der Konzile von Nizäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalzedon.
  • Analyse christologischer und trinitätstheologischer Konzepte der frühen Kirche.
  • Untersuchung der Spannungsfelder zwischen antiochenischer und alexandrinischer Theologie.
  • Bewertung der kaiserlichen Einflüsse und der dogmatischen Lösungsansätze gegen zeitgenössische Häresien.

Auszug aus dem Buch

Was ist ein Konzil: Bedeutung und ökumenischer Charakter

„Das lateinische Nomen concilium, das vielleicht vom Verbum calare = „rufen“ und der Präposition cum = „zusammen“ gebildet ist, bezeichnet im klassischen Wortsinn das bewirkte Zusammenkommen einer Gruppe von Menschen, beispielsweise an einem Verein oder bei einer Versammlung eines nicht römischen Volksstammes “1, somit ist der Ursprung des Wortes „Konzil“ aus dem lateinischen Sprachgebrauch von concilium zu Konzil übergegangen. „Die Feier großer Konzilsversammlungen ist ein roter Faden, der sich durch die ganze Christentumsgeschichte zieht. Die Konzilien, die sich spontan ohne dass sie geplant gewesen wären – entwickelten, sind auch von den eindrucksvollen „Modellen“ des hebräischen Synhedriums und des römischen Senats beeinflusst.“2 Ausgehend von dem Ursprung solcher Versammlungen, welche auch im Geist der ersten Christen als Teil des christlichen Glaubens gewesen ist und der damit verbundenen Praxis als Bestandteil des Alltags galt das auch, „aus den unzähligen Konzilen, die seit dem 2. Jahrhundert aus verschiedenen Anlässen überall in den Teilkirchen stattfanden (s. Kap. 3.1.2; Kap 4.1 u. 4.2.2), sind im Laufe der Geschichte einige wenige als die sogenannten Ökumenischen Konzile herausgehoben worden. Die Bezeichnung besagt, dass solche Synoden nicht nur einen Teil der Kirche repräsentieren und nicht bloß eine lokale Thematik hatten, sondern die gesamte Kirche auf der „ganzen Welt“ vertraten und universalkirchliche Angelegenheiten verbindlich regelten“3 Im weiteren Verständnis gibt es die Auffassung, dass „ökumenisch“ nur die sieben Konzile seien, die auch von der orthodoxen Kirche anerkannt sind, dazu zählen die Synoden des ersten Jahrtausend bis einschließlich Nikaia II (787)4 Im Zuge der Ausbreitung des christlichen Glaubens versammelten sich zunächst Bischöfe einzelner Gebiete im Osten in kleinen Gruppen, den sogenannten „Synoden“ um offene Fragen und Probleme anzugehen und zu lösen. Doch im Laufe der Entwicklung wurden solche Fragen komplexer und konnten nicht mehr im kleinen Rahmen behandelt werden. Daher kam es, in einem parallel zur Ausbreitung des Christentums verlaufenden Prozesses, zu den oben genannten Konzilen, die komplexe Fragen, welche die Gesamtheit des Christentums betrafen, behandelten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Arbeit legt den Grundstein für die Untersuchung der Konzilsgeschichte und der dogmatischen Entwicklung der Kirche in den ersten vier Jahrhunderten.

Was ist ein Konzil: Bedeutung und ökumenischer Charakter: Definition und geschichtliche Herleitung des Begriffs Konzil sowie der Kriterien für die Einordnung als ökumenische Versammlung.

Christologische und trinitätstheologische Entwürfe der ersten drei Jahrhunderte: Überblick über frühe theologische Modelle wie die Engelschristologie, den Subordinatianismus und Monarchianismus im Kontext der Trinitätslehre.

Konzil von Nizäa: Arianischer Streit, Symbolum Nicänum: Darstellung des Arianischen Streits und der Bedeutung des Konzils von 325 für die Entwicklung eines verbindlichen Glaubensbekenntnisses.

Das Konzil von Konstantinopel und die Beendigung des trinitarischen Streits: Behandlung der Klärung der Trinitätslehre und der Bestätigung des Glaubens von Nizäa im Jahr 381.

Christologische Modelle der zweiten Hälfe des 4. Jh. und der Ursprung des Streites um Nestorius: Gegenüberstellung der antiochenischen Trennungschristologie und der alexandrinischen Einheitschristologie als Ausgangspunkt späterer Konflikte.

Der Streit um Nestorius und das Konzil von Ephesus: Analyse der Kontroverse um den Titel „Gottesmutter“ und der Verurteilung des Nestorius auf dem Konzil von 431.

Der Streit um Eutyches, Monophysitismus und die Räubersynode: Untersuchung der monophysitischen Krise und der Ereignisse um die als „Räubersynode“ bekannte Versammlung von 449.

Die Räubersynode: Spezifische Betrachtung des Ablaufs und der kirchenpolitischen Folgen der Synode von 449.

Konzil von Chalzedon: Darstellung des Konzils von 451, das als Wendepunkt in der dogmatischen Fixierung der Zwei-Naturen-Lehre gilt.

Das Glaubensbekenntnis: Analyse der dogmatischen Definition von Chalzedon und der Versöhnungsbemühungen zwischen verschiedenen kirchlichen Strömungen.

Resümee: Zusammenfassende Bewertung der dogmatischen Entwicklung und der Rolle der Konzile für die kirchliche Einheit.

Schlüsselwörter

Konzil, Christologie, Trinität, Nicänum, Konstantinopel, Ephesus, Chalzedon, Arianismus, Monophysitismus, Nestorianismus, Theotokos, Glaubensbekenntnis, Dogmengeschichte, Kirchengeschichte, Kirchenväter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der frühen Kirche in den ersten vier Jahrhunderten, wobei der Schwerpunkt auf den vier großen ökumenischen Konzilen und der damit einhergehenden dogmatischen Ausformulierung des Glaubens liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die trinitätstheologischen und christologischen Auseinandersetzungen, die Rolle der kaiserlichen Machtpolitik bei kirchlichen Einigungsprozessen sowie die Entstehung und Präzisierung des Glaubensbekenntnisses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich die Kirche durch dogmatische Klärungsprozesse in den Konzilen von Nizäa bis Chalzedon entwickelte und wie dabei das nicäno-konstantinopolitanische Symbolum zur Grundlage des kirchlichen Glaubens wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologisch-historische Analyse basierend auf fachwissenschaftlicher Literatur, um die Konzilsereignisse und die darin behandelten theologischen Debatten nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Abfolge der Konzilien, ergänzt durch die Analyse spezifischer theologischer Entwürfe wie der antiochenischen oder alexandrinischen Schule, sowie die Auswirkungen von Häresien auf die Dogmenbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Konzil, Christologie, Trinität, Arianismus, Monophysitismus, Nestorianismus, Theotokos, Glaubensbekenntnis und Dogmengeschichte.

Warum spielt das nicäno-konstantinopolitanische Symbolum eine so zentrale Rolle?

Weil es das Ergebnis der intensiven theologischen Suche nach einem Ausdruck ist, der sowohl die Gottheit Christi als auch die Einheit Gottes schützt und damit die Grundlage für die Einigung der Kirche zwischen 325 und 451 legte.

Welchen Einfluss hatten die römischen Kaiser auf die Konzilsbeschlüsse?

Die Kaiser, etwa Konstantin oder Theodosius II., traten oft als Vermittler oder Einberufer auf, deren primäres Ziel häufig der politische Friede und die Wahrung der Reichseinheit war, was nicht immer mit rein theologischen Interessen deckungsgleich war.

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Details

Titel
Die Entwicklung der Kirche unter Berücksichtigung des nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses
Untertitel
Die Konzile von Nicäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalzedon
Note
2,0
Autor
Roman Kris (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V1011948
ISBN (eBook)
9783346406033
ISBN (Buch)
9783346406040
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirchengeschichte Kirche Konzile Nicäno Nicäno-Konstantinopolitanum Westkirche Ostkirche Geschichte Glaubensbekenntnis Katholische Kirchee Orthodoxe Kirche erstes Konzil von Nicäa erstes Konzil von Konstantinopel Konzil von Chalcedon Bekenntnis von Nicäa Theologie
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Roman Kris (Autor:in), 2019, Die Entwicklung der Kirche unter Berücksichtigung des nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnisses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011948
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Leseprobe aus  17  Seiten
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